Frage von beemaya 07.07.2012

ist das bewusstsein eher teil des physischen, oder eher teil des psychischen?

  • Hilfreichste Antwort von lsanchez 08.07.2012
    3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Super Frage ;-) Soweit ich weiß gibt es verschiedene philosophische Standpunkte zu dieser Frage; unter anderem befaßt sich das sogenannte Leib-Seele-Problem genau mit solchen Fragen und geht sogar noch einen Schritt weiter, indem hinterfragt wird, ob man überhaupt zwischen Körper und Geist unterscheiden sollte.

    Aus einer neurobiologischen Sicht muss die Antwort m.E.n. physisch lauten; das ist halt die Geschichte von den Sinnesrezeptoren, den Aktionspotenzialen in Deinen Nervenzellen, der Informationsverarbeitung im Hirnstamm, der Filterung durch den Thalamus und der Bewußtwerdung perhipherer Reize im Großhirn - sofern der Thalamaus da nix weggefiltert hat.

    Wie das mit dem Gehirn funktioniert, ist hier etwas ausführlicher und mit weiteren Links zu Videos aufgeschrieben:

    http://psychologieimalltag.com/2012/05/15/maschine-mensch-vs-wunder-leben/

    Allerdings wirst Du feststellen, dass Deine Frage auch in diesem Artikel eine zentrale Rolle einnimmt ;-)

    Somit hängt die Antwort also wie immer davon ab, wen Du fragst :-) Wenn Du Deine eigene Antwort finden möchtest, kommst Du wahrscheinlich nicht umhin, Dich sowohl mit dem Leib-Seele-Problem, als auch mit dem Gehirn zu befasst. Ist aber nicht schlimm, weil beides interessant ist.

    Viel Spaß damit :-)

  • Antwort von soulbridge1 08.07.2012
    4 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Fährt ein Auto aufgrund seines Motors oder aufgrund seines Benzines? Funktioniert ein Computer aufgrund seiner Hardware oder seiner Software?

    Wo also sollten alle wahrgenommenen Erfahrungen abgespeichert werden, wenn nicht im biologisch physischen Gehirn?

    Und was sollte schon in einem leeren physischen Gehirn ablaufen können, ohne einen psychischen "Inhalt" als Prozess der wahrgenommenen Erfahrungen?

    Natürlich benötigt Bewußtsein beides, sowohl die Physe, wie auch die Psyche, Hülle für die Funktionsmöglichkeiten und Inhalte, die bearbeitet werden.

    Eine "Seele", wie man sie in spiritueller Hinsicht meint, ist weder etwas psychisches noch etwas physisches, andernfalls müßte sie ja sonst mit dem Körper sterben.

    Eine Seele muß sich entsprechend "außerhalb" des körperlich begrenzten Funktionsprozesses befinden, hat dann jedoch eine informelle Verbindung zum körperlichen und den Prozessen darin.

    Lieben Gruß ;-)

  • Antwort von Astroprofiler 08.07.2012
    3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Das Psychische ist teil des physischen, ist ein Teil des physischen beeinträchtigt ist das psychische nicht oder nur noch zum teil (Areale) vorhanden und somit funktionsfähig um zu denken, Wahrnehmung ist kein denken. verarbeiten ist denken.

    Der Sitz der Seele ist philosophischer Streitpunkt von Esoterikern und wissenschaftlichen philosophierenden, da es keine Philosophen meht gibt, nur noch philosophierende, ist und wird es immer Streitpunkte in der Ansicht geben solange wie es philosophierende Wissenschaftler gibt.

    Der Sitz der Seele wird dem Bewusstsein zugeordnet, weil der Instinkt nicht denkt, er reagiert nur. Die Seele wird als das Gefühlte, dem Sitz der Gefühle zugeordnet, der instinkt denkt nicht er nimmt wahr.

    Ein Tier denkt nicht und doch hat es Mitleid?

  • Antwort von AlphaundOmega 20.09.2012
    2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Nur weil man wegen einer körperlichen Beeinträchtigung nicht bei Bewusstsein ist oder das Bewusstsein verloren hat , heisst das nicht das es nun verschwunden ist. Es existiert auf einer anderen Ebene , da es Teil von allem ist .Selbst in der Materie wirkt sie letztentlich wiederum als ein Teil des Ganzen. Wobei der Bewusstsein- Grad , der unterschiedlichen Stufen oder Ebenen sich bei ( physisch od. psychisch ).voneinander abheben. Deshalb wirkt Bewusstsein in allem.

  • Antwort von berkersheim 08.07.2012
    2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Unser Bewusstsein ist ein Ganzes, alle Fasern unseres Seins und seiner Evolution, sowohl der natürlichen wie auch der kulturellen einschließend. Eine interessante Vorstellung dazu ist die 3-Welten-Theorie von Karl Popper, wobei man beachten muss, dass auch Welt 1 Teil unseres Bewusstseins ist, meist ohne dass wir es bemerken (was wäre unser Bewusstsein ohne die Inputs der Sinne?), Welt 2 ist bereits eine Welt der Bewertungen der Inputs aus Welt 1 und erst Welt 3 ist die von vielen so gern isolierte Welt der gedanklichen Verarbeitung aus Welt 1 und Welt 2. Nur ohne Welt 1 gäbe es keine Welt 2 und erst recht ohne beide keine Welt 3. Die das Geistige in den Vordergrund stellen zäumen sozusagen der Pferd vom Schwanz auf.

  • Antwort von PPZed 08.07.2012
    2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Nach meiner Auffassung besteht das einzelne Individuum aus der Trinität des Verstandes, der Psyche und der Physis. Es liegt an jedem Selbst die Eckpfeiler des Seins in Einklang zu bringen, zu entfalten sowie kontinuierlich weiterzuentwickeln. Und man höre nicht, was die Majorität einem vordenkt oder vorlebt, sondern man suche die Wahrheit in sich selbst, die eventuell einzig für ihn gilt. Wichtig für diese Art zu leben, ist ein essenzieller Faktor notwendig, Prinzipien, die nicht einmal für einen selbst antastbar sind.

  • Antwort von Aadina 07.07.2012
    2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    das denken selbst (das geistige) ist ja auch eher gefühlt (wahrnehmung) also psychisch. doch eine trennung zwischen körperlich, geistig und seelischem gibt es nicht (das hat mal einer irgendwann so strukturiert, vielleicht zum besseren verständnis)

    das seele, geist, körper miteinander zusammenhängen, das eine ohne das andere nicht sein kann, kannst du selbst spüren, wenn du dich körperlich betätigst, geht es dir seelisch und geistig besser. wenn es dir in der seele gut geht, gehts auch körperlich besser. wenn du dich geistig forderst, weitet sich deine seele ect.

  • Antwort von Ehestut6 07.07.2012
    2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Ey,

    zweiteres würde ich eher meinen!

  • Antwort von megamomme 07.07.2012
    2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Das Bewusstsein ist psychisch.

    Bei Bewusstsein sein, heißt, dass man sich bewusst ist, dass man da ist. Psyichisch

  • Antwort von MasterRandm98 07.07.2012
    2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Psychsisch.

    Nicht bei bewusstsein heißt nicht ansprechbar. Dein Gehirn arbeitet im "Stanby"-Modus

  • Antwort von Lunachan 07.07.2012
    2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Psyche! Eindeutig!

  • Antwort von Selaja 09.07.2012
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Hi, vorweg: ich lasse viel Entwicklung außer Acht, an der du wahrscheinlich nicht umhin kommen wirst, hier nur mein Substrat, das Ergebnis. Den Weg der Erkenntnis muss jeder selbst gehen...

    Innerhalb meines Psychologie(auf Nebenfach)-Studiums kam ich nicht umhin, mich sehr intensiv mit diesen Fragen zu beschäftigen. Interessant ist einmal, dass Psyche und Körper in meinem Bewusstsein als etwas auftauchen. Und was auch interessant ist, ist, dass niemand der vielen Psychologen und Philosophen herausfinden konnten, WAS das Bewusstsein ist. Sie fanden immer nur Bestandteile des Bewusstseins heraus. Also: Denken taucht auf, Wahrnehmungen tauchen auf, Kognitive Impulse und Affekte tauchen auf und verschwinden wieder. Man kann eben nicht mit dem linken Auge von innen her das linke Auge anschauen. Das ist ein Paradox.

    Interessant ist, dass der Begriff Materie, der für die Naturwissenschaften so maßgeblich erscheint, genauso wenig definiert werden kann.

    Nun hat Ken Wilber eine Theorie der vier Quadranten entwickelt. Die beiden linken Quadranten stehen für die inneren Welten der Interpretation, Innenschau, Innenwelt, Weltbilder, Meinungen, Wahrnehmungen etc. und wird auch mit "Bewusstsein" bezeichnet. Die beiden rechten Quadranten stehen für die äußeren Welten der Atome und Neutronen, der Sterne und Galaxien, der Systeme - alles eben, was gemessen werden kann, wo man von außen her draufschaut. Diese beiden Quadranten sind die Q. der Materie.

    Kann es nun sein, dass es am Ende jeder Weisheit wirklich etwas geben kann, was sich eben ganz der Definitionsgewalt des Gehirns entzieht? Kommen wir damit an die Grenzen unseres DENKENS - denn das machen wir ja gerade, wenn wir uns auf diese Weise das Bewusstsein anschauen? Was ist, wenn das Bewusstsein UMFASSENDER als das Denken ist und darum für ewig sich der genauen Bestimmung des Gehirns entzieht?

    Also, zu diesem Ergebnis bin ich nach jahrelangen Bemühungen gekommen!

    Ja, und dann gehen die Fragen weiter, was äußerst spannend ist, was auch ins Mystische führt ... Z.B.: Was hat Bewusstsein mit GOTT zu tun? Bzw. mit dem GEIST, der hinter dem Denken steht?

    Ich denke da auch grad an Quantenphysik, wo sich scheinbar Bewusstsein und Materie (also die 4 Quadranten) zu berühren scheinen!

    Schönen Gruß,

    Selaja

    PS: Wen das interessiert: Die 4 Quadranten sind einmal nach innen und außen (Bewusstsein und Materie) und zum anderen nach individuell und kollektiv unterteilt.

    http://integralesleben.org/home/il-integrales-leben/grundlagen-des-integralen/qu...

  • Antwort von tigerkralle71 08.07.2012
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Natürlich beides , ohne deinen Körper hast du keine Erinnerungen , Erfahrungen , Gedanken , etc. , dies gilt hier auf der Erde , wenn du stirbst kann es auch sein das du ohne Körper vor deinen Schöpfer trittst , wer weiß....lg

  • Antwort von rr1957 08.07.2012
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Lass mich mit einem Vergleich antworten:

    Stell Dir vor Du sitzt bei einem Pförtner, der u.a einen Firmenparkplatz mit Hilfe von vielen Überwachungskameras beobachtet. Auf dem Parkplatz steht ein Baum, der ist auf drei von den Kameramonitoren zu sehen, und nun setzt sich eine Krähe auf den Baum.

    Nun fragst Du: sitzt die Krähe nun auf dem Baum hier (zeigst auf Monitor 1) oder auf dem hier (Monitor 2) oder auf dem (Monitor 3) ?

    Die Antwort ist natürlich: Du siehst hier 3 unterschiedliche Perspektiven derselben Krähe auf demselben Baum - auch wenn sie unterschiedlich aussehen mögen, und vielleicht auf einem der Bilder nur der Baum aber nicht die Krähe zu sehen ist.

    und so ist es auch mit körperlich, geistig und seelisch: 3 unterschiedliche Perspektiven auf dasselbe Wesen.

    Was würdest Du zu der umgekehrten Frage sagen: wenn jemand nicht sehen kann, also blind ist - ist das eher eine physische oder eine psychische Beeinträchtigung ?

  • Antwort von JaniXfX 08.07.2012
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Eine Bank ist etwas, wo man Geld abheben kann und auch etwas, auf das man sich im Park setzen kann.

    So kannst Du das Bewusstsein einerseits als den Zustand deuten, der KEINE Ohnmacht oder Bewusstlosigkeit ausmacht, sondern in welchem alle Körper- und Vitalfunktionen laufen.

    In der Psychologie gibt es aber auch ein Bewusstsein und ein Unbewusstsein. Viele reden hier von einem "Unter"bewusstsein. Allerdings ist dieses nirgendwo drunter oder hierarchisch geordnet. Es bestimmt ziemlich viel in den Handlungen eines Menschen, doch ist es den jeweiligen Personen nicht immer klar.

    Sollte Dich das Psychologische interessieren, musst Du in die Bereiche Psychoanalyse und Tiefenpsychologie gehen. Vorsicht: Die Esoterik geht in eine ähnliche Richtung... sie behandelt das Ganze allerdings völlig unwissenschaftlich und anders... Bleib besser bei der Psychologischen Art!

  • Antwort von kypros 08.07.2012
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Aus Sicht des Verstandes ist Bewußtsein das – Nichts. Du kannst über Nichts nicht nachdenken. Alles geht aus diesem Nichts hervor. Das kann man mit dem Verstand nicht begreifen, da der Verstand nur ein Werkzeug des Bewußtseins ist, somit nur einen kleinen Teil des großen Ganzen darstellt.

    Doch dieses Bewußtsein ist sich noch nicht selbst bewußt. Das heißt – es kann sich selbst nicht selbst erfahren als Etwas. Ein Ganzes Etwas kann sich niemals aus sich selbst heraus selbst bewußt werden. Es braucht einen Spiegel, um sich selbst wahrnehmen zu können. Zu diesem Zweck wurde das Ego-Bewußtsein geschaffen.

    Es verhält sich wie Sonne und Mond. Auch der Mond verfügt über kein eigenes Licht – wie auch das Ego-Bewußtsein über kein eigenes Bewußtsein verfügen kann. Somit existiert der Mensch bei der Geburt ohne eigenes Bewußtsein. Dadurch lebt er in der Gnade des Vergessens, und nun macht er Erfahrungen, wodurch sich jedes Mal das Bewußtsein selbst erfährt und somit selbst bewußt wird.

    Der Körper folgt einem eigenen Bewußtsein, da der Verstand all die Tausenden Aktionen in jedem Moment niemals bewältigen könnte, und außerdem muß er ja noch erst ausgebildet werden durch die selbstgemachten Handlungen. Ein Kind weiß nichts von Seele – oder auch Psyche genannt – so lange, bis man ihm etwas davon erzählt. Also ist das Wort Psyche nur eine erzählte Geschichte über etwas, was noch nie ein Mensch mit physischen Sinnen wahrgenommen hat.

    Schaue einmal in einer sternenklaren Nacht in den Himmel. Da siehst du Objekte im Raum – mehr, nicht. Dieser Raum ist das Nichts. Er scheint zu existieren, doch das ist Täuschung. Stelle dir vor, es gäbe keine Objekte – dann wäre auch kein Raum erkennbar. Erst die Objekte bedingen den Raum – oder anders gesagt – keine Objekte, kein Raum. Es gab somit keinen Raum, der darauf wartete, mit Objekten angefüllt zu werden.

    Bewußtsein entspricht dem Raum. Gedanken sind somit die Objekte im Raum – mehr, nicht. So, wie außen – so, auch innen. Objekte erscheinen, und sie gehen wieder. Sie kommen aus dem Nichts – und gehen wieder ins Nichts. Genau so, wie ein Ton aus der Stille erwächst – und wieder in die Stille stirbt. Die Stille und das Nichts – sie sind ein und dasselbe.

    Die Stille hat kein Gegenteil, somit ist sie nicht von dieser dualen Welt. Auch das Leben hat kein Gegenteil, ist also nicht von dieser Welt. Was wir im allgemeinen als Leben bezeichnen ist das Dasein, scheinbar begrenzt durch Geburt und Tod. Somit ist das Gegenteil von Tod nicht das Leben – sondern die Geburt. Überall erscheint uns das Echo des Lebens hier auf Schritt und Tritt. Es ist zu Form gewordenes Bewußtsein.

    Und als du begonnen hast zu lesen war es – Jetzt. Und nun ist es immer noch – Jetzt. Das ist dieser ewige Augenblick von Geburt bis zum Tod, den man Dasein nennt. Versuche nicht, dieses Paradox mit dem Verstand begreifen zu wollen. Das gelingt niemals. Du kannst es nur selbst erleben. Mit DU ist das Bewußtsein gemeint – nicht diese Stimme im Kopf, welche andauernd behauptet – Ich bin DU. Das ist nur das Ego-Bewußtsein.

    Herzliche Grüße

  • Antwort von TeeEi 08.07.2012
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Was ist der Unterschied? ;-)

  • Antwort von LordRaskus 07.07.2012
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Guck inception

  • Antwort von Halbschwarz 07.07.2012
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Im Endeffekt halte ich es für einen physischen Aspekt, der als Unterkategorie erst die Psyche öffnet.

    Wenn man nicht bei Bewusstsein ist heißt das nicht, das man kein Bewusstsein hat. Das ist wieder so ein Fall, wo die Sprache ziemlich verwirren kann. Das Bewusstsein besteht ja nicht nur aus der äußeren Wahrnehmung, sondern auch der inneren (Unterbewusstsein, Unbewusstsein). Bei Bewusstlosigkeit ist die äußere eben größtenteils abgeschaltet, aber es ist nicht weg.

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