Höre das immer wieder. Stimmt es?
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In meiner Nnorddeutsche Heimat heißt es immer, wenn sich jemand eine Zigarette an einer Kerze anzündet, stirbt ein Mann auf See! Soll man also besser nicht tun!
Tatsächlich befinden sich in einer Kerzenflamme reichlich gasförmiges, aber noch nicht verbranntes Wachs, das beim Anzünden mit in die Lunge gerät, wo es nicht hingehört! (Deshalb soll man bei einem Streichholz auch abwarten, bis der Zündkopf komplett abgebrannt ist und das reine Holz brennt, bevor man damit sein Rauchteil anzündet.)
Jetzt mal ganz ehrlich: Welchen Raucher interessiert es ob es ungesund ist die Zigarette an einer Kerze anzuzünden? Rauchen selbst ist garantiert tödlicher als die Verbrennungsgase einer Kerze, die btw. sowieso in die Umgebungsluft abgegeben werden. Sind natrürlich direkt an der Flamme am intensivsten und unverdünnt.

Für die anwesenden Nichtraucher ist das sicher weniger schädlich, da die Kerze ja ohnehin schon brennt, während das Streichholz erst einmal unter heftigem Schwefelgestank entzündet werden müsste.
Dieser Sprucht "beim Anzünden einer Zigarette an einer Kerze stirbt ein Mann auf See" kommt übrigens daher (so habe ich es mir zumidndest gemerkt), dass früher die streichhölzer irgendwie von den Seemännern hergestellt wurden, sie also teilweise ihren Lebensunterhalt damit verdienten. Bediente man sich nun nicht an diesen Streichhölzern, sondern an einer Kerze, so unterstützte man den Seemann logischweise nicht, der im schlimmsten Fall also seine Lebensgrundlage verlieren konnte. Deshalb war es sehr verpöhnt, seine Zigarette in der Kneipe an einer Kerze anzuzünden. Weshalb ausgerechnet Seemänner sich mit der Herstellung von Streichhölzern über Wasser hielten, weiß ich leider auch nicht.