Hekto am 08.11.2007 um 20:09 Uhr
Im Buch "Crónica de una meurte anunciada" (Chronik eines angekündigten Todes) von Gabriel García Márquez heißt es an einer Stelle, dass der Mörder verwundert ist, dass nach dreimaligem Zustechen die Klinge seines Messers nicht mit Blut beschmutzt ist.
Kann das sein? Immerhin hat der Mensch doch überall im Körper Äderchen, die das Messer doch beschmutzen müssten. Ist dort Garcías Phantasie mit ihm durchgegangen?

schwere Stichverletzungen hatte ich zwar noch keine, allerdings reichlich tiefe Schnittwunden, und dabei habe ich mich schon oft gefragt, warum nie Blut am Werkzeug klebt. (Ist wirklich so!) Ich habs mir so erklärt, daß man die Klinge zu schnell wieder herauszieht, das Blut braucht ja ne Weile, um auszutreten.
Ich denke aber auch, daß es in dem Text eine stilistische Hervorhebung sein mag, den Charakter des Ermordeten oder die Handlungsgeschwindigkeit des Mörders betreffend...

Möglich kann das auch sein, wenn das Opfer sehr dick ist. Fettgewebe ist schwach durchblutet und so kann es sein, dass Adipositas saubere Mordwerkzeuge bedeutet.

Ja, da ist die Phantasie mit dem Autor durchgegangen. Wie so oft in der Literatur wird auf naturwissenschaftliche Erkenntnisse nicht der höchste Wert gelegt.
soll wohl verdeutlichen, dass der messerstecher so schnell mit seiner waffe umgeht, dass nicht mal blut zeit genug hat an ihr kleben zu bleiben. so wie lucky luke's schnelligkeit über seinen schatten verdeutlicht wird, der bekanntlich langsamer zieht als lucky... na ja - papier ist geduldig, oder neutraler gesagt: dichterische freiheit.

Hm, ich kenne das Buch nicht...und weiß nicht, ob Du es bereits zu Ende gelesen hast.....Mein Gedanke: Vielleicht hat der vermeintliche Täter ja eine Leiche "umgebracht"? ;-).
Hekto am 8. November 2007 20:34 Nein, Santiago Nasar (so heißt das Opfer) lebt noch als er erstochen wird ^^
Highlight am 8. November 2007 20:48 Wenn das so ist, gehe ich mit meiner Phantasie weiter: Der Mörder hat ein "Theater-Messer" erwischt, dessen Klinge sich in Wahrheit in den Griff zurück schiebt und demzufolge keine Wunde hinterlässt. Das bedauernswerte Opfer stirbt dennoch umgehend durch den Schock und infolge seines Herzinfarkts ... ;-).
Um Ihre Frage medizinisch-anatomisch und nicht literarisch zu beantworten: Nein, daß ist nicht möglich !!!

Man könnte es natürlich ausprobieren... Keine so gute Idee aber, und die Schweinerei dandach, neeee!
sag ich doch!
Nein, Santiago Nasar (so heißt das Opfer) lebt noch als er erstochen wird ^^
@ratpacker: hab mich ja auch auf Dich bezogen mit: ich denke auch...
@Hekto: Deinen Kommentar versteh ich nich...
Der war auch ins falsche Fenster gesetzt, tschuldigung ;)
aso :-)