Frage von Seekers, 90

Ist das alles noch ok?

Moin moin. Immer wenn ich einkaufen gehe, benutze ich meinen Rucksack zum Einpacken der Waren. Bei einem Markt wo ich regelmäßig Getränke einkaufe, verstaue ich die Waren immer im Rucksack. An der Kasse nehme ich dann jeweils ein Exemplar aus dem Rucksack und sage dann an der Kasse "davon 2 Stück, davon 4 etc..." Sie fragen mich dann nur, was ich alles habe und dann sag ich das eben so.

Sie kontrollieren das nicht und schauen auch nicht im Rucksack nach. Falls ich mal eins zu viel oder zu wenig angebe, ist das dann nur von mir fahrlässig oder vom Verkäufer auch? Weil hab letztens 10 Flachen bezahlt obwohl ich nur 8 im Rucksack hatte.

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Antwort
von expermondo, 5

Hallo Seekers,

Schau mal bitte hier:
Geld Recht

Antwort
von michi57319, 70

Ware gehört komplett auf das Band. Vertrauen sie dir, weil du dort immer kaufst, ist das zwar schön, aber diese Vorgehensweise ist definitiv kein Muss!

Wenn du dich also verzählt hast, ist das ganz alleine dein Problem. Ansprüche zu erwirken wird mangels Beweiskraft nicht möglich sein. Aussage gegen Aussage. Man hat dir vertraut, du hast zu deinen Ungunsten ausgesagt, bleibt also an dir hängen.

Komm aber nicht auf die Idee, beim nächsten Mal 8 Stück anzugeben, obwohl du 10 Stück im Rucksack hast. Das geht dann garantiert schief.

Kommentar von Seekers ,

Ja so kann es kommen, es kommt immer anders als man denkt....

Antwort
von imehl47, 78

Da kommst du schon in den leicht fahrlässigen Bereich. Wahrscheinlich machst du einen Vertrauen erweckenden Eindruck, und sicher kennt man dich dort schon. Aber besser ist schon, dass du alles auspackst, denn sonst zahlt mal der Laden und mal zahlst du drauf, wie auch immer....

Kommentar von Seekers ,

Ja wahrscheinlich würde sich das ausgleichen durch falsche Zählungen etc. ohje

Antwort
von Brunnenwasser, 63

Wärst Du ein Testkäufer, riskiert der Kassierer seinen Arbeitsplatz. Und Du bist wegen Diebstahl dran falls Du mal zuwenig angibst, man könnte Dir unterstellen daß Du das Vertrauen des Kassierers gezielt ausnutzt.

Ich kann mir auch nicht vorstellen daß dies so tatsächlich stattfindet. Ihr müßt euch ja enorm gut kennen daß das keiner nachzählt.

Kommentar von Seekers ,

Es war heute auch so. Er fragte mich wie viele Flaschen ich im Rucksack habe und das war´s.

Antwort
von HeymM, 44

1. Die Kassier(in) müsste eigentlich den Inhalt Deines Rucksackes sehen um sich zu vergewissern ob alles stimmt was Du angibst. Es liegt in deren Verantwortung, wenn sie Dir vertraut.

2. Solltest Du mehr in Deiner Tasche haben als Du angibst, ist das Betrug und anschließender Diebstahl. Wenn sie Dich dabei erwischen, wirst Du entsprechend belangt. Wenn nicht, hast Du Glück gehabt.

3. Wenn Du mehr zahlst als Du in der Tasche hast, ist das eigene Dummheit.
Direkt an der Kasse prüfen ob alles stimmt um Unstimmigkeiten vor Ort zu begleichen, wäre der einzige Weg.

Im Nachhinein zur Kasse zu gehen und zu viel gezahltes Geld zurückzuverlangen wird allein schon wegen der Beweislage schwierig.

Kommentar von DiamantAnwalt ,

Zu 1. :  Ich denke nicht, dass es in der alleinigen Toleranz Verantwortung der einzelnen Kassenfachkraft liegt einen Rucksack zu kontrollieren, wenn klar ist, dass dort noch zu bezahlende Einkaufsware verwahrt wird.

Vielmehr liegt das am Vorstand des Supermarkts, der dies an alle Regionalleiter weiterleitet, die es wiederum jeden Filialleiter mitteilen.

Und ich denke, dass der Vorstand, bzw. die Untergegebenen es so wollen, dass jeder Rucksack eines Kunden kontrolliert werden soll, wenn der Kunde schon deutlich macht, darin seinen Einkauf aufzubewahren.

Die Vorschriften eines jeden Supermarkts sind ganz sicher so ausgestaltet, dass man Rucksäcke immer auf ihren Inhalt hin kontrollieren muss, wenn der Kunde dort Ware verwahrt oder dies vermutet wird.

Zu 2. :  Entweder Betrug oder Diebstahl. Beides auf einmal ist schwer möglich.

Betrug ist es hier dann, wenn jemand etwas zu seinem Vermögensvorteil rechtswidrig entwendet und dies nur gelingt, weil dieser jemand gegenüber einen Dritten vorher falsche Angaben gemacht hat, die einen Irrtum über die tatsächlichen Umstände erregten.

Diebstahl ist es hier wiederum dann, wenn man zu seinem Vorteil fremde Sachen entwendet, aber keine ( falsche ) Angaben dazu macht.

Antwort
von ShatteredSoul, 50

Dann ist das einfach Pech, wenn das so war.

An deiner Stelle wäre ich froh, dass dir der Verkäufer so vertraut. Das ist heutzutage alles andere als selbstverständlich. Du solltest das zu schätzen wissen und niemals auf die Idee kommen, zu betrügen. Solange das klappt, ist es meiner Meinung nach in Ordnung.

Antwort
von Maria54321, 48

Eigentlich darf das nicht sein und es ist die Pflicht des Verkäufers die Anzahl zu überprüfen

Kommentar von Seekers ,

Gibt es dafür nicht auch als zusätzlichen Schutz noch die Alarmanlage?

Kommentar von ShatteredSoul ,

Die würde vermutlich garnicht Alarm schlagen, weil der Barcode durch den Rucksack nicht erkannt werden kann.

Antwort
von DiamantAnwalt, 14

Ob die Ware komplett auf das Band muss, entscheidet die Kassenfachkraft.

Wenn du für 10 Flaschen bezahlst, obwohl du nur 8 Stück mitgenommen hast, ist das deinem niedrigen IQ zu schulden.

Wenn die Verkäufer dir jedoch nur 10 Flaschen berechnen, du aber tatsächlich 12 mitgenommen hast, dann ist es strafbarer Betrug von dir.

Würdest du keine Angaben zu den Inhalt deines Rucksacks machen und nur die Flaschen raus geben, die bezahlt werden sollen ohne das der Verkäufer weiter nachfragt, dann wäre es Diebstahl.

Das die Kassierer den Inhalt deines Rucksacks nie kontrollieren, ist so nicht nachzuvollziehen. Glaube kaum, dass der Filialleiter, oder gar Regionalleiter, so etwas tolerieren würden.

Bei mir in der Stadt schauen die Kassierer immer in den Einkaufswagen. Den Inhalt meines Rucksacks, den ich immer dabei, dort drin aber keine Ware habe, möchte man vielleicht aller 50 Einkäufe mal sehen.

Damit habe ich auch grundsätzlich kein Problem.

Kommentar von DiamantAnwalt ,

Es wäre also Diebstahl, wenn du 6 Flaschen im Rucksack hast, nur 2 davon vorzeigst und nur diese 2 Flaschen berechnet und bezahlt werden.

Und der Verkäufer bezüglich des Inhalts nicht nachfragt und du keine Angaben dazu machst.

Hast du jedoch 6 Flaschen im Rucksack, zeigst davon nur 2 Flaschen vor, der Verkäufer fragt dich ob dies alles sei was du zu bezahlen hast, du bejahst dies, woraufhin der Verkäufer dir nur 2 Flaschen berechnet, dann machst du dich des Betruges strafbar.

Antwort
von Ontario, 18

Mal angenommen, du hast mehrere Getränke gekauft und hast dich verzählt. Also eine geringere Menge an der Kasse angegeben. Wenn du dann alles aufs Band legen musst und an der Kasse wird festgestellt, dass du weniger angegeben hast, als das, was du im Rucksack verstaut hast, könnte das schon ein Problem geben. Sowohl für dich, als auch für die Kassiererin. Offenbar vertraut man dir in dem Markt, weil man dich kennt und du oft dort einkaufst. Im Normalfall muss man alles aufs Band legen. Es sind nun mal nicht alle Leute ehrlich und wenn alle mit Rucksack ankommen würden und dann irgednwelche Mengen angeben, könnte ich mir vorstellen, dass da so einige Sachen unbezahlt den Laden verlassen. Bei unserem DM Markt gibt es diese Geräte, an denen man Fotos von der Digitalkamera ausdrucken lassen kann. Bevor man die Fotos bekommt, muss man den ausgedruckten Beleg erst an der Kasse vorzeigen und bezahlen. Sonst bekomtm man die Bilder nicht. Anfangs ging das lockerer. Man hat seine Bilder ausgedruckt und ist mit dem Beleg an die Kassen. Manche haben offenbar den direkten Weg zum Ausgang gesucht und nichts bezahlt. Deshalb wurdfe da sHandling geändert.

Antwort
von Spedex, 45

In diesem Fall bist du und der Verkäufer schuld.

Antwort
von Cokedose, 26

Rein rechtlich darfst du sie gar nicht erst in den Rucksack packen. Das ist Gewahrsamsbruch und gilt als versuchter Diebstahl.

Wenn der Supermarkt das duldet ist das sein Problem. Wenn er das irgendwann nicht mehr tut, dann hast du ein Problem.

Aber die scheinen es ja allgemein alles nicht so genau zu nehmen, denn das ist ein Grundsatz beim Kassieren, dass man alles zu kontrollieren hat was man verkauft. Man kann doch nicht blind irgendwas verkaufen!

Kommentar von DiamantAnwalt ,

Ich bin der Auffassung, dass ein Gewahrsamsbruch nicht allein schon deswegen vorliegt, weil jemand ( wegen des Komforts ) seine Einkaufswaren in einen ( geschlossenen ) Rucksack steckt.

Sofern der Kunde diese im Rucksack befindlichen Waren vollständig von sich aus auf das Kassenband legt, ist nach meinen Ermessen keine Diebstahl Handlung im Sinne eines Versuchs entstanden.

http://www.juraindividuell.de/blog/gewahrsamsbruch-im-supermarkt/

Kommentar von Cokedose ,

Doch dann liegt ein Gewahrsamsbruch vor, da der Händler keinen Gewahrsam mehr an der Sache hat, weil er am Rucksack des Kunden nichts zu suchen hat.

Das bestätigt auch der von dir geteilte Link:

"Wenn der Täter den Fillialleiter schon im Supermarkt und vor der Kasse von seinem Herrschaftsverhältnis zu seinen Waren ausschließt und ein neues Herrschaftsverhältnis an diesen Waren begründet, so hat er dies demnach ohne das Einverständnis des Supermarktes getan und damit liegt eine Wegnahme vor."

Wenn der Kunde an der Kasse alle Waren wieder auspackt (was in diesem Fall noch nicht einmal erfolgt) dann könnte man das höchstes als Rücktritt von einer (vermeintlichen) Straftat ansehen (§ 24 StGB). 

Antwort
von Artus01, 9

Man benutzt einen Einkaufswagen, immer!

Man packt alle Waren in den Einkaufswagen!

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