Mich würde interessieren, ob dazu jeder musikalische Mensch in der Lage ist und es somit trainieren kann. Oder hat man es einfach auf Grund einer aussergewöhnlichen Begabung?
Meiner Erfahrung nach Letzteres. Mein Schwiegervater, Kirchenmusik-Komponist, hat es. Er sieht eine Partitur an und "hört" die Noten originalgetreu im Kopf. Mein Mann ist äußerst musikalisch, hat ein exzellentes Gedächtnis für Musik, beachtliches theoretisches Wissen, aber er sagt von sich selbst, dass er kein absolutes Gehör hat. Das ist eine Gabe, die man besitzt oder nicht.

Das absolute Gehör kann nicht antrainiert werden.
Es wird, ebenso wie die Fähigkeit, die Zunge im Mund zu einer Röhre formen zu können oder umdrehen zu können, vererbt.
Ich kenne Menschen, die ein "absolut absolutes" Gehör haben -- damit meine ich, dass sie nicht nur problemlos erkennen, ob jemand ein a oder ein g singt oder spielt, sondern diese Menschen können auch erkennen, wenn ein a "verstimmt" ist und eben nicht 440 Hz hat. Diesen Menschen tut es fast immer weh, Musik zu hören, weil sie ständig damit kämpfen müssen, sich die verstimmten Töne "schönzuhören". (So geht's mir mit schlechter Rechtschreibung. ;-))
Meine Frau hat auch ein absolutes Gehör, aber reagiert nicht soo stark auf ein verstimmtes Klavier.
Ich habe "nur" ein relatives (und gut trainiertes) Gehör und kann problemlos Stücke nach einmaligem Hören nachspielen oder Melodien und Instrumentalstücke in Noten aufschreiben. Aber ich verhaue mich immer wieder beim "Tonarten raten". Meine Frau sagt: "Das Stück ist in Gis-Dur"; ich halte "F-Dur" dagegen -- und habe schon verloren. :-))

Ich denke, dass man durch Training vieles erreichen kann. Doch das letzte i-Tüpfelchen ist , so denke ich auch Erbanlage

Um mal etwas klarzustellen: Das, was man erbt ist das Interesse an einer Sache oder man entwickelt dieses Interesse selber. Also gibt es keinen muskialischen Menschen, jeder, der es sein möchte und viel dafür tut ist besser gesagt "eher musikalisch" wie die anderen. So kann sich auch jeder ein absolutes Gehör antrainieren wie man auch Klavier spielen lernen kann. Wie schnell man so etwas lernt hängt hauptsächlich von dem Interesse und der Intelligenz ab. Ein Beispiel: Menschen, die mal sehen konnten, und Blind GEWORDEN sind, haben durch die Blindheit kein besseres Gehör, ihr Gehirn konzentriert sich lediglich, weil der Sehsinn ausgeschaltet ist, mehr auf das Gehör, dadurch "hören" sie besser. Bei langjährigen Taxifahrern ist im Gehirn die Region, die für das Orientieren zuständig ist vergrösert. Aber das haben sie nicht geerbt, sondern sich einfach durch ihren Zwang sich immer gut orientieren zu können antrainiert. Beim hören verhält sich das nicht anders. Wenn man also ein Instrument spielt, kann es vorteilhaft sein, die Augen beim spielen zuzumachen. Das steigert die "automatische" Fingerfertigkeit und das Gehör. Eigentlich sollte man sagen die Gehirnregion, die für das Hören zuständig ist.
Unter absolutem Gehör versteht man die Fähigkeit, mit einem ausgeprägten (Ton-)Gedächtnis Töne und Tonarten ohne Anhaltspunkte (Vergleichstöne) und Hilfsmittel zu erkennen. Das absolute Gehör ist erbbedingt, tritt relativ selten auf und kann nicht als Beweis für hohe musikalische Begabung angesehen werden, gilt aber in der Regel als ein Symptom dafür. Die bis zu einem gewissen Grade erlernbare Fähigkeit des Gehirns, sowohl Intervalle (= Tonabstände) als auch harmonische Zusammenhänge in der Musik zu erkennen, bezeichnet man als "relatives Gehör". Das relative Gehör in seinen beiden Zweigen des Intervall-und des Harmoniegehörs ist für den Musiker und die Musikalität entscheidend.
na super, jetzt kann ich wieder mit wem streiten....in dem fall mit mgerard, also dem posting vor mir... ich bin musiker, seit ungefähr 25 jahren singe ( in erster linie ! ) und spiele ich ( git, sax, cl, harp ) in diversen bands und ich bin absolut nicht der meinung, dass irgendjemand sich ein absolutes gehör antrainieren könnte - das, liebe leute, will ich live miterleben.....es ist einfach so, dass durch sehr viel übung, probenroutine, tausendmaliges ( danke, kommerz ! ) hören, singen und spielen eines songs es sein kann, dass man ungefähr erkennt, in welcher tonart sich die nummer abspielt, aber glaubt mir, wenn kurz vorher eine u-bahn vorbeifährt, wenn ein sopransaxophonist neben euch probt und ihr müsst dann einen ganz bestimmten ton singen....das wird nie funktionieren............. aber ich kenne jemanden mit einem absoluten gehör....das ist eine gabe und vor allem ein fluch, denn bei jedem auch nur leicht verstimmten instrument ist dieser mann entweder auf der flucht oder sofort dort, um das instrument zu stimmen..... also nochmal: entweder du hast es oder nicht ( besser nicht, meiner meinung nach...) - ein absolutes gehör wirst du dir niemals "antrainieren" genausoweing wie du dir volles haar oder humor antrainieren kannst.... tja, ist ja nur meine meinung, lg, andy
UlfDunkel am 10. Mai 2007 10:41 Bravo!
Du hast Recht. Der Antwort von UlfDunkel ist nichts hinzuzufügen. Lediglich das "relative Gehör" ist trainierbar!
silberdistel am 25. Juli 2007 22:28 Dem kann ich nur zustimmen !
Ich kriege die "Kränke", wenn manche Musiker ( die viel besser sind als ich ), nicht hören, daß ihre Instrumente nicht stimmen.
mgerard hat vollkommen Recht, wer sich dafür interressiert und zwar wirklich...sollte sich mal mit david-lucas burge auseinandersetzen.was denkt ihr denn eigentlich alle, wieso der häufigste fehler bei absoluthörern ein oktavfehler ist?!( hier kommt die intelligenz eines menschen ins spiel!!!)eins kann ich sagen!!! doch nicht weil er sich die genaue herzzahl merkt, denn das wäre unmöglich für einen menschen(momentan jedenfalls)!!! absoluthören geht über tonhöhenklangfarben...jeder ton hat eine andere würze!!!!!derjenige der behauptet es sei angeboren sollte mal anfangen in seinem eigenen leben dinge zu hinterfragen. die meinung von wissenschaftlern ist schon längst überholt.setzt euch mit david-lucas burge auseinander!!!!!! ICh hab es mir selber antrainiert!!!
man kann sich zwar ein absolutes gehör antrainieren, aber es ist nur für profimusiker zu empfehlen, und nicht für musikhörer, da schon eine kleine verstimmung auf einem klavier oder einem flasch gepolten lautsprecher das hören zur qual macht. auch muss man dabei auf dinge wie dreiklänge etc. verzichten, da man nicht mehr den gesamtton hört, sondern alle 3 töne einzeln.für komponisten ist das natürlich angenehm, da sie so harmonien heraushören können. Ich spiele selbst viele musikinstrumente und hab mir unbewusst ein absolutes gehör antrainiert, muss jetzt aber wenn ich egitarre spiele, alle 5 minuten nachstimmen, weil sich die seite bei bendings etwaas verstimmt. der vorteil ist wiederum, dass ich dafür nicht einmal ein stimmgerät brauche. wenn man sich aber ein absolutes gehör antrainieren will, sollte man anfangen immer wieder einen ton anzuhören, zb ein e von einer gitarre. dann fängt man an, beziehungen zu diesem ton herzustellen und nach einigen monaten tut man das schon automatisch. ach ja noch was... für jemanden mit einem absoluten gehör ist es schwer, einen song oder ein stück in einer falshen tonlage zu spielen und zu hören. hört man sich nähmlich einen song an und versucht ihn dann nachzuspielen, und dann auch mitzusingen,aber die tonlage ist zum spielen zu hoch, dann stimmt man die gitarre meistens um oder verwendet einen capotaster. man kann dann zwar von der tonlage besser mitsingen, jedoch ist man durch das gehör zu abgelenkt und schafft dann kaum noch, die noten zu spielen, denn es klingt dann immer falsch.man muss aufpassen, dass man den song, wenn man ihn zum ersten mal fört oder spielt, sofort in der richtigen tonlage für die stimmbänder spielt oder wenn man es hört mit computerprogrammen wie audacity tiefer stimmt. mann, glaubt mir, ihr wollt kein absolutes gehör haben, das macht nur umstände und hat nur wenig vorteile
ABSOLUTES GEHÖR ABSOLUTE PITCH development WORKSHOP
The 3-day workshop will be held on October 3, 4 and 5 (beginning on the 3d of October at 10.00) urbanstr.116 / 2.HH, aufgang 5, 1.OG links 10967 berlin – kreuzberg (U-Bahn: U8 Schönleinstraße)
Free presentation of the workshop Wednesday October 1, 19.30
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Hamburg, Germany 17-18-19 October