Frage von kosmopolit, 21

Ist ca. ein halbes Jahr nach einer OP (Zyste entfernt) eine Nachuntersuchung per Ultraschall, Röntgen o. a. möglich?

Hallo, jahrelang hatte ich im Bereich der Leiste 2 "Pickel" (vom Hautarzt bei der jährlichen Melanom-Vorsorge immer als unbedenklich eingeschätzt), welche sich dann ab ca. Ende 2015 deutlich vergrößert hatten. Eine Behandlung mit einer "Zugsalbe" brachte nichts. Der Hausarzt schickte mich dann zu einem Chirurgen, welcher die beiden Übeltäter heraus operierte. Dieser meinte, dass er relativ tief "graben" musste und dort einiges "wildes Fleisch" vorfand. Der pathologische Befund später lautete: "floride abszesdierende Entzündung im Haut- und Unterhautgewebe der linken Leiste, mutmaßlich auf dem Boder einer epidermalen Zyste entstanden. Für Malignität oder Spezifität kein Hinweis ... Hautgewebe mit dichten granulozytären Infiltraten im Korium. Es finden sich hier auch zahlreiche Histiozyten und mehrkernige Riesenzellen. Die entzündlichen Infiltrate reichen bis in das subkutane Fettgewebe. Fokal angelagerte Hornlamellen. Zentrale Öffnung zur Hautoberfläche..."

Jetzt, ein halbes Jahr später habe ich dort immer noch gelegentlich einen leichten, ziehenden Schmerz. Der Hausarzt meinte, solange man nichts sehen oder fühlen könnte, bräuchte man nichts unternehmen?! Aber wegen der gelegentlich leichten Schmerz und der Bemerkung des Chirurgen, dass er tief graben musste und wildes Fleisch gefunden hätte, bin ich verunsichert.

Frage: muss und kann dies jetzt (nach)untersucht werden? Falls ja, wie? Optisch stellen sich die OP-Narben wie zwei kleine dunkle Flecken dar (fast wie Muttermale). Röntgen oder Unterschall würde, vermute ich mal, nichts bringen? Und eine neue Gewebe-Probe kommt wohl auch nicht in Frage?

Für Antworten: danke im Voraus!

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von gschyd, 10

Die Aussage "Für Malignität oder Spezifität kein Hinweis" finde ich pers. am wichtigsten - das entnommene Gewebe war gutartig :)

Dass der Chirurg etwas sagte war rein zu Deiner Information (und "tief" meinte er mögl. tiefer als er anfangs dachte - ansonsten hätte er es vermutlich schon der OP gesagt).  Dadurch ist natürlich auch das Operationsgebiet grösser - und Dein Körper muss eine grössere Wunde heilen.

Da die Wunde sich in der Leistengegend befindet wird sie durch Bewegung wahrscheinlich mehr beansprucht (als an einer anderen Stelle) - auch das kann für den Körper eine Mehrbelastung sein - den eine Wundheilung dauert mehrere Monate.

Schreib doch in nächster Zeit einfach auf, wenn Du das Ziehen verspürst und auch wie Du Dich an diesem oder dem Vortag bewegt hast (vielleicht ergibt sich daraus ein Zusammenhang).

Wenn eine Nachbehandlung resp. -kontrolle notwendig wäre hätte der Chirurg diese auch angeordnet.

Eine gesunde, ausgewogene Ernährung und ausreichend trinken - dazu frische Luft & ein aktiver Alltag (zu Fuss gehen, Rad fahren, Treppensteigen) tun dem Körper gut und stärken das Immunsystem :)

Achte einfach weiterhin sorgsam auch Deinen Körper - gibt ihm noch ein bisschen Zeit - und lass Dich nicht beunruhigen.

Kommentar von kosmopolit ,

Vielen Dank für deine ausführliche Antwort!

Kommentar von gschyd ,

Sehr gern geschehen und herzlichen Dank für den Stern :)

Antwort
von martinunfall, 6

Kurzum: Eine solche Untersuchung ist jederzeit möglich, ob die Kasse es zahlt, hängt von der Frage der objektiven Notwendigkeit ab.

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