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Ist Beten ein Zwiegespräch oder ein Monolog?

gefragt von FrauAnna am 03.04.2007 um 21:20 Uhr

Guten Abend zusammen. Ich gehe ab und an in eine Kirche- nicht, weil ich besonders gläubig bin, sondern wegen der Architektur und der Atmosphäre. Trotzdem fiel mir auf, dass die Leute, die da manchmal beten, extrem versunken sind. Ich frage mich dann, ob sie einen Monolog führen oder nicht- kann hier jemand aus eigener Erfahrung sprechen? Dankeschön!


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grisu05
beantwortet von grisu05 am 3. April 2007 21:46
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Liebe Anna. Da muß ich meinen "Vorschreibern" klar widersprechen: Wenn ich mit Gott rede, ist das ein Dialog - auch wenn ich ihn nicht mit den Ohren hören kann. Das ist natürlich eine klare Glaubenssache. Wenn Du mehr über Gott wissen willst, solltest Du Dir mal eine Bibel zulegen und am Besten im Neuen Testament anfangen zu lesen. Ideal ist, wenn Du Menschen findest, die Dir dabei helfen können und die auftauchenden Fragen beantorten. Ich wünsch Dir alles Gute - und daß Du zum Dialog mit Gott findest!

Kommentar von ravenmuc am 3. April 2007 22:42

Lieber Grisu, der Widerspruch sei Dir gestattet, macht aber die anderen Meinungen nicht automatisch falsch oder ungläubig.

Wie Du selbst erwähnst, alles Glaubenssache - was also soll man aus der Bibel an "Wissen" holen? Aber das ist eine andere Geschichte.

Zurück zur Frage. Ich kann nur aus meinen Erfahrungen sprechen (was die ersten 3 Worte meiner Antwort auch ausdrückten). Vielleicht bekommst Du ja "Antworten" - ich nicht. Weder mit den Ohren noch als "Stimme" im Geiste, o.ä. habe ich bisher gehört. Somit fehlt ein entscheidendes Element zum "Dialog" - die Antwort.

Aber auch ein Monolog ist nicht sinnlos. Simples Beispiel. Ein Kind bitte seine Mutter um einen Lutscher. Die Mutter erfüllt den Wunsch mit einem Lächeln, aber ohne Wort. Hat der Monolog des Kindes was gebracht? Ja. Aber wo ist da der Dialog? Nirgends.

Und um diesen Aspekt des Gebets ging es m.E. in der Frage, nicht darum, ob es Sinn macht.

Kommentar von 344c7f33ec5d90c2b730c1352202a760smallschurke am 4. April 2007 07:49

Super kommentiert.


trueman66
beantwortet von trueman66 am 3. April 2007 21:32
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beten ist ein zwiegespräch zwischen dir und dir.

Kommentar von B28e3b660ba7fcdb00fd002d1d961b96smallIsabellla am 4. April 2007 04:10

Gut gesagt. Das könnte man grad noch toppen, mit: Beten ist ein Monolog zwischen mir und mir.


anonym
beantwortet von occident am 3. April 2007 21:35
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Da man doch sagt, Beten heißt mit Gott reden, würde ich sagen, Beten ist ein Zwiegespräch mit Gott.


anonym
beantwortet von ravenmuc am 3. April 2007 21:22
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Nach meinen Erfahrungen ein Monolog (rein sprachlich gesehen), aber das heißt ja nicht, daß nicht irgendeine Reaktion kommt...


baumschuetzer
beantwortet von baumschuetzer am 3. April 2007 22:36
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Wenn ich bete, rede ich mit Gott und ich weiß das er mich hört.



thonik
beantwortet von thonik am 4. April 2007 02:48
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Manchmal passen die üblichen Begriffe halt nicht so gut! Ich würde nicht versuchen, das Beten in die Kategorie "Monolog" oder "Dialog" zu packen. "Beten" heißt für mich, dass ich mich an Gott wende. Das heißt schon mal, dass ich nicht mit mir selber rede. Aber ich bekomme ja auch nicht eine Antwort wie in einem Gespräch mit einem anderen Menschen. "Beten" heißt für mich, dass ich in Kontakt komme mit dem, was mich im Leben trägt, dass ich mich öffne, dass ich mich vergewissere, dass ich Gott spüre, dass manchmal eine Antwort kommt in dem, was geschieht. Man kann es wirklich nur geduldig ausprobieren und üben und sein eigenes Gebet finden. Architektur und Atmosphäre sind ja nicht dazu da, dass man sie schön findet oder interessant, sondern um eben zur Versenkung zu helfen. Übrigens: Wohin kommst Du, wenn Du dich tief genug versenkst? Zu Dir oder zu Gott oder ist es nicht irgendwann das Gleiche, wenn Du dich ganz tief versenkt hast?


anonym
beantwortet von macwe am 4. April 2007 09:56
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Wikipedia meint dazu: Ein Dialog (von altgriech. dialégomai: sich unterhalten) ist eine mündlich oder schriftlich zwischen zwei oder mehreren Personen geführte Rede und Gegenrede. Sein Gegensatz ist der Monolog, das Gespräch einer Person mit oder vor sich alleine (vor allem im Drama). Eine etwas andere Sinngebung entsteht aus der griechischen Wortwurzel „διά“ („dia“) ([hin-]durch) und „λόγος“ („logos“) (Wort, Sinn, Bedeutung). Dia-logos = Fließen von Sinn.

Ich plediere daher eher auf Monolog, wobei ich davon ausgehe, dass für einen Dialog Gott zu einem sprechen müsste (Gegenrede). Man hat zwar beim Gebet das Gefühl, dass da noch jemand (Gott) ist und zuhört, aber eine Gegenrede gibt es leider nicht...

Kommentar von 95c4a024bd262f242db42665ed8842dcsmallbommel65 am 4. April 2007 10:21

Gut erklärt!


Tommmi2006
beantwortet von Tommmi2006 am 4. April 2007 16:55
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Das richtige Beten ist wichtig. Man kann lt. Bibel auch falsch beten: Sie nennt es dann "Plappern" und "Jammern". Das ist dann sicherlich ein Monolog. Wenn die Bibel sagt "Betet allezeit" ist damit gemeint, dass unsere Gedanken Gebete sind und was jeder denkt, weiß auch nur jeder selbst. Der Sinn der ganzen Übung ist, allezeit positiv zu denken. Unsere Gedanken/Gebete/Affirmationen formen uns. Jeder ist das, was er denkt. Ob im Monolog oder Dialog.


Chadja
beantwortet von Chadja am 4. April 2007 02:33
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beten ist absolut ein zwiegespräch, da man ja jemandem etwas mitteilen möchte. in dem fall ist es wohl gott, dem man sich mitteilen möchte. es spielt dabei auch keine rolle, ob laut oder leise gebetet wird, gott hört es, denn er kann direkt ins herz sehen und weiss um unsere probleme. beten macht für einen gläubigen menschen immer sinn, denn er weiss dass sich gott darüber freut wenn sich seine kinder ihm anvertrauen. die frage nach der antwort??? gott hat ganz klar seine eigene methode, den menschen zu antworten, man muss nur sein herz öffnen und seine zeichen erkennen, dazu sollte man aber auch regelmässig in der bibel lesen, damit man eine vorstellung davon bekommt, was gott eigentlich von uns erwartet, und was wir menschen im gegenzug dafür von gott zu erwarten haben. ohne eine erkenntnis über gott, werden die meisten gebete wohl unerhört bleiben.


anonym
beantwortet von rolfmueller am 4. April 2007 14:12
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Dialog ist Kommunikation in zwei Richtungen, Monolog in eine Richtung, egal, von wie vielen man gehört wird. Ein Radiosprecher monologisiert, zwischen dem oben erwähnten Kind und seiner Mutter findet ein Dialog statt, weil die Mutter auf das Kind reagiert, wenn auch nicht verbal. Ein Gebet ist für Gläubige ein Dialog, weil ein betender Christ davon ausgeht, dass Gott auf sein Gebet reagiert.


gottesanbeterin
beantwortet von gottesanbeterin am 24. April 2007 00:35
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Natürlich ist Beten ein Monolog - es kommt ja keine Antwort!


anonym
beantwortet von stevelein100 am 10. Juni 2007 14:54
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egal, was jeder denkt. beten ist das sich Gott anvertrauen. jedes gebet wir von Gott gehört, jeder gedanke, doch nur das aufrichtige, von herzen kommende gebet wird von Gott erhört. durch Jesus Christus allein können wir beten. er lehrt es uns und nur durch Ihn kann ein mensch verbindung zu Gott haben.(das kann also wirklich nur jemand, der zu Christus gehört !!!) ich wünsche allen menschen, dass sie diese verbindung wirklich finden und dann "richtig" beten können, denn nur dann kann es auch von Gott erhört werden. das ist garantiert! dadurch, dass also Christus - das wort Gottes - zu uns kam, dürfen wir also eindeutig in den dialog mit Gott treten, wenn wir zu Christus gehören.


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