Ist bei einem Schlaganfall der Arm stärker gelähmt als das Bein?

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6 Antworten

Das ist abhängig von der Region im Gehirn, wo dieser Schlaganfall stattgefunden hat.

So gibt es Menschen, die haben im Arm kaum eine Lähmung, können dafür aber das Bein nicht mehr bewegen oder es ist umgekehrt. Dann wieder gibt es Menschen, bei denen sowohl Arm wie auch Bein starke Lähmungserscheinungen aufweisen usw.

Wie gesagt ... das ist einfach nur davon abhängig, wo genau im Gehirn der Schlaganfall stattgefunden hat. Es kann durchaus neben den Lähmungen auch ein Ausfall der Sprachfunktion vorhanden sein, so dass derjenige nicht mehr dazu in der Lage ist, zu sprechen oder logisch zu denken.

Jeder Mensch ist anders und genauso ist auch jeder Schlaganfall anders.

Bei meiner Großmutter waren zunächst rechter Arm und rechtes Bein sehr stark gelähmt und sprechen konnte sie auch nicht mehr. Im Laufe der Zeit kam die Sprachfunktion aber komplett wieder zurück und auch die Lähmungen im Bein gingen so weit zurück, dass meine Großmutter das Laufen wiedererlernen konnte. Die Lähmung im Arm allerdings ist komplett geblieben.

Wichtig ist, dass Ihr diese Person nicht bemitleidet, sondern ihr stets unterstützend zur Seite steht und ihr Mut macht, damit sie nicht aufgibt. Auch mehrere Monate nach dem Schlaganfall können verlorengegangene Körperfunktionen noch wiedererlangt werden. Man darf einfach nicht aufgeben und muss stets am Ball bleiben. Mitleid aber ist da ein sehr schlechter Begleiter.

Der Schlaganfallpatient sollte auch alles, was er selber kann, selber machen. Und wenn derjenige zwei Stunden dazu braucht, bis er sich selber angezogen hat ... völlig egal. Man darf nicht anfangen und demjenigen aus Bequemlichkeit, weil es schneller geht, Arbeiten abnehmen.

Es ist immer wichtig, den Schlaganfallpatienten im Leben mit einzubeziehen. Die eine Seite des Körpers ist ja noch funktionsfähig und so kann man damit vielleicht helfen, im Haus staubzuwischen, beim Essen zubereiten helfen usw. Derjenige darf sich einfach nicht nutzlos fühlen, denn dann verliert er irgendwann den Mut und vegetiert nur noch dahin.

Ich weiß nur zu gut, wie schwer es ist, sich plötzlich im Leben so umzustellen, dass man einen Schlaganfallpatienten mit in den Alltag integriert und häufig kommt dieses Gefühl auf, dass die Dinge schneller erledigt werden würden, wenn man es einfach selber macht. Damit aber hilft man dem Schlaganfallpatienten nicht.

Es ist eine schwierige Zeit ... sowohl für den Schlaganfallpatienten, wie aber auch für die Angehörigen. Gemeinsam aber kann man das schaffen und sich der Herausforderung annehmen ... auch wenn nichts mehr so ist wie zuvor.

Ich wünsche Euch alles Gute und viel Kraft.


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Das kommt ganz stark darauf an, in welchem Bereich des Gehirns der Schlaganfall ist, welche Gehirnfunktionen betroffen sind ist daher immer unterschiedlich und demnach auch die Symptome immer unterschiedlich stark ausgeprägt. Manche Patienten haben eine komplette Halbseitenlähmung, bei anderen sind einzelne Extremitäten betroffen, teilweise treten auch nur ein hängender Mundwinkel und / oder hängendes Augenlied auf, auch die Sprache kann betroffen sein, so das es zu Sprachstörungen kommt. Es ist also bei jedem Patienten anders, abhängig davon, welcher Gehirnbereich betroffen ist, dementsprechend treten unterschiedlich stark ausgeprägte Symptome und Folgeschäden auf. Es gibt auch Patienten die durch einen Schlaganfall bewusstlos werden, da der für des Bewusstsein zuständige Teil des Gehirns betroffen ist. 

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Hallo karin12099

Ich kann nur erzählen wies bei einer Angehörigen war.

Ihre komplette linke seite war gelähm. Bein, Arm und Gesicht, sprechen konnte sie auch nicht mehr richtig. Wir dachten damals das sie selbstständig ihr bein anziehn konnte als wir sie gefunden haben. Der Arzt hat uns aber erklärt das das so eine art Nerven zucken is und sie selbstständig gar nichts machen könnte. 

Das kann aber bei jedem Schlaganfall anders sein es kommt ja drauf an wo er im gehirn war.

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Ich hatte selber einen vor fünf Jahren. Die komplette linke Seite war gelähmt. Ich würde auch sagen, dass der Arm stärker gelähmt ist als das Bein. Einfach schon, weil es den Mitmenschen stärker auffällt. Und wenn man dann aus dem Rolli aufsteht und anfängt zu gehen, trainiert man automatisch ständig das Bein. Und das führt dazu, dass die Lähmung aus dem Bein rausgeht. Als Rechtshänder benutze ich im Alltag meinen linken Arm doch eher selten. Der ist noch immer gelähmt. Das Bein kaum

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KANN, Muss aber nicht: Trotz SEHR intensiver dreijähriger Therapie "sagen" linker Arm und Hand NICHTS, aber das Bein funktionierte wenigstens halbwegs, wobei aber Fuß und Zehen nur als Socken+Schuhträger fungierten.

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Bei einem Schlaganfall ist alles möglich, je nachdem welche Gehirnregion wie stark betroffen ist.

Wichtig ist jetzt die Reha - damit ist es möglich, das Beste an Erholung herauszuholen. Es ist nicht vorherzusagen, ob sich die Schäden wieder vollständig zurückbilden oder ob etwas zurückbleibt - man kann nur hoffen und daran arbeiten.

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