Frage von KarlGudnig, 232

Ist BDSM moralisch vertretbar?

Antwort
von Enzylexikon, 60

Das kommt ganz darauf an, welche Moralvorstellungen man hat.

Was "moralisch vertretbar" ist, beruht auf den persönlichen Vorstellungen davon, was man selbst für moralisch hält.

Wenn man der Meinung ist, es sei unmoralisch eine Frau zu schlagen, selbst wenn sie freiwillig darum bittet - dann ist dieser Art von BDSM unmoralisch

Wenn man der Meinung ist, es sei unmoralisch jemanden zu demütigen, auch wenn es die Person sexuell erregt - dann ist diese Art von BDSM unmoralisch.

Hat man aber keine Probleme mit diesen Dingen, dann kann man sie mit einem gleichgesinnten Partner ohne weiteres ausleben. Dann ist das keineswegs unmoralisch, sondern eine freie Willensentscheidung.

Was als akzeptabel anzusehen ist, definieren Paare, die eine BDSM-Beziehung führen, ausdrücklich selbst.

Wenn die Gesellschaft diese Dinge als unmoralisch verurteilt, dann ist das ein Problem dieser Gesellschaft und nicht das des Paares.

Ich persönlich sehe da kein Problem, wenn zwei Menschen freiwillig miteinander sadomasochistische Praktiken  ausüben.  Das ist eben ihre Form von Intimität, Sexualität und Zärtlichkeit. Da rede ich niemandem rein.

Probleme habe ich persönlich allerdings mit einem Machtgefälle, dass über die eigentliche SM-Session hinausgeht, denn Ich sehe Partner grundsätzlich als gleichberechtigt an.

Wer sich eben noch während der Session den Hintern versohlen ließ, hat aus meiner Sicht anschließend durchaus das Recht, im Wohnzimmer über das Fernsehprogramm zu bestimmen, oder sonstige Entscheidungen zu treffen.

Von dem Modell einer 24/7-Beziehung mit "Total Power Exchange" (TPE), oder moderner "Sklaverei" halte ich persönlich nichts und finde das moralisch auch eher fragwürdig.

Allerdings rede ich niemandem in seine Beziehung rein und wenn beide Personen meinen, in solch einer Beziehungsform glücklich zu sein, dann akzeptiere ich das einfach - auch wenn ich anderer Ansicht bin.

Das Wichtigste ist meiner Meinung nach ein extrem hohes Verantwortungsbewusstsein aller Beteiligten - und nicht, was von der Gesellschaft als "moralisch akzeptabel" angesehen wird.

Kommentar von Enzylexikon ,

Da es offenbar noch nicht jeder verstanden hat;

Der "Pfeil runter" dient der Abwertung qualitativ minderwertiger Antworten und nicht dazu, seine eigene Meinung durchzudrücken.

Wenn also jemand meiner Meinung widerspricht, dann wäre es mir lieber, wenn die Person zu einer Begründung bereit wäre, anstatt feige und anonym einen Mausklick zu machen.

Wenn man sich intellektuell einer solchen Herausforderung nicht gewachsen fühlt, dann wäre es vielleicht besser, die Finger ganz von der Frage zu lassen, anstatt hier peinliche Klickereien zu begehen.

Antwort
von Chichibi, 65

Aus meiner Sicht ein ganz klares ja!

Der wichtigsten Grundsatze im BDSM sind Einvernehmlichkeit und gesunder Menschenverstand. Es ist wichtig, dass beide wissen, worauf sie sich einlassen UND dass es beide wollen.

Natürlich weiß man nicht immer genau, worauf man sich einlässt. Vieles ist im Kopfkino eben anders als in der Realität. Aber man muss die Risiken kennen und für sich selber abwägen, ob man diese eingehen möchte.

Für mich spricht da auch nichts gegen Extremformen wie "mordernes Sklaventum". Manche Menschen sehen darin eben ihre emotionale Erfüllung und auch eine Therapie hilft da nichts.

Der dominante Part muss eben genau wissen, welche Verantwortung er da übernimmt und nicht leichtfertig damit umgehen. Und der devote Part muss einschätzen, ob er dem dominanten genügend Vertrauen schenken möchte.

Das betrifft "Extremformen" genauso wie "Soft-SM".

Antwort
von erosxisxsore, 63

Klaro. Solange beide die Zustimmung des Partners in der Beziehung haben und nur gemacht wird was beide/alle wollen.

Antwort
von BolleSeineOlle, 119

Wenn Dein oder Deine Partner/in damit einverstanden ist, naklar, mein Freund und ich machen das auch an und zu :)

Antwort
von Dracornis1988, 29

Ich stelle mal frech die Gegenfrage: warum sollte es das nicht sein? 

Voraussetzung sollte immer das SSC Prinzip sein: Safe, Sane, Consensual

Also sicher, verantwortungsbewusst, einvernehmlich 

Solange diese drei Richtlinien eingehalten werden liegt es ganz an den Partnern was für die beiden moralisch in Ordnung ist und was nicht, beziehungsweise wo die Fetische liegen und wo nicht

Antwort
von AnnaOffiziell, 76

Wenn beide Partner es wollen, klar

Antwort
von ShadowHow, 102

Wenn beide Teilnehmer damit einverstanden sind, sehe ich es nicht als schlimm an.

Antwort
von Pandileinchen, 111

Wenn alle Beteiligten einverstanden sind, warum nicht.

Antwort
von AppleTea, 65

Wenn ihr das beide wollt, warum nicht?

Antwort
von LordPhantom, 34

Ja, ist es.

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