Frage von Sandraaaa15, 1.076

Ist Arbeit Menschenquälerei (vgl. Tierquälerei)?

Die Leute regen sich immer auf wenn zB makeup mit Tierversuchen getestet wird. Oder wenn die Tiere in einer massenhaltung leben und mit essen fettgezüchtet werden und dann geschlachtet werden. 
Aber bei den Menschen ist das ja nicht anders. Wir gehen Tag für Tag in die Arbeit und sitzen mit Kollegen in einem Büro oder anderes und haben nichts vom Tag. Wir bekommen Geld das und gerade mal so zum überleben reicht. Von 52 Wochen haben wir 6 Wochen frei in denen wir in den Urlaub können wenn uns das verdiente Geld überhaupt reicht.
Unser Leben ist doch wie bei den Tieren.

Tiere: Geburt-Fressen-Fett werden-Nachwuchs-Schlachten

Menschen: Geburt-Schule-Arbeit-Rente (wenn man schon alt ist, und wegen Krankheit evtl nichts mehr machen kann) - Tod.

Ich finde das Arbeit Menschenquälerei ist. 
Wie ist euere Meinung?
Lg Sandra:)

Antwort
von EinNarr, 249

Der Ansatz weiß du gefallen, hinkt aber in meiner Ansicht nach im Detail.

Der Lebensprozess zwischen Tier und Mensch gleicht sich und lässt sich auch durchaus auf einen kleinen gemeinsamen Nenner herunterbrechen. Leben funktioniert, so der aktuelle Stand der Dinge, immer nach dem gleichen Konzept der Merkmale des Lebens zwischen Geburt/Entstehung und Tod/Vergehen. 

Stellt man nun die besondere Situation der Tiere und Menschen in einen Vergleich, fallen Unterschiede klar auf. Ich nehme dazu deine Gegenüberstellung als Ansatz:

"Tiere: Geburt-Fressen-Fett werden-Nachwuchs-Schlachten

Menschen: Geburt-Schule-Arbeit-Rente"

Die Geburt zwischen Mensch und "Nutztier" sind im biologischen Sinne ohne gravierende Unterschiede aber der rechtliche Aspekt kommt an dieser Stelle schon mit Unterschieden daher. So hat ein geborener Mensch, mit seiner Geburt, die Menschenrecht Inne - ich beschränke mich jetzt einmal auf Deutschland beziehungsweise den europäischen Raum, alles andere würde den Rahmen sprengen - und auch die Intention der Geburt ist eine andere als bei einem geborenen Nutztier. Das Nutztier wird, schaut man sich die Behandlung an in der Massentierhaltung, in einem für ihn rechtsfreien Raum geboren. Auch ist die Intention, anders als bei einem Menschen, wo das Wachstum im Sinne einer, im Rahmen der Möglichkeiten, freien Entfaltung angestrebt wird, eine andere - die reine Ausbeutung als nutzbarer Gegenstand, ohne Rechte, ohne Möglichkeiten.

Die Geburt, als Situation mag der gleiche Prozess sein. Umstände, einhergehende Rechte und auch die Intention ist eine völlig andere. Eine Gleichsetzung hinkt dementsprechend.

Als Zwischenteil stehen sich "Schule-Arbeit" und "Fressen-Fett werden-Nachwuchs" gegenüber. 

Auch hier stehen entscheidende Faktoren als Unterschied im Raum. Als Mensch habe ich eine Entscheidungsfreiheit Inne und der Zwang steht als positiver Aspekt im Raum. Eine schulische Bildung zu genießen ist mit einem Zwang, der Schulpflicht belegt, allerdings ist die Schule in ihrer Gesamtheit als positiver Aspekt zu sehen. Die zwanghafte Mästung der Tiere hingegen, unterfüttert mit Medikamenten, auf engstem Raum unter unhygienischen Umständen ist damit kaum zu vergleichen. Zumal der Prozess bei den Tieren nicht nach Stunden verläuft. Es gibt nicht den 8 Stunden Schultag und danach die Freizeit zur freien Entfaltung - der Prozess bei den Tieren verläuft im einen 24/7 Zeitraum. Allein der zeitliche Aspekt klafft weit auseinander.

Mit der Arbeit kommt dann der Faktor, auf den du dich insbesondere fixiert hast.

"Ich finde das Arbeit Menschenquälerei ist."

Eine Ansicht die durchaus legitim ist. Allerdings ist die Qual, die Ausbeutung eine freie Entscheidung. An der Stelle sei das Werk von Byung-Chul Han empfohlen, der ein Bild zeichnet von unserer Gesellschaft und in unserem Verhalten eine Selbstausbeutung erkennt. 

Das ist auch der entscheidende Punkt. Wir entscheiden uns für die Arbeit weil wir die Vorzüge, wenn man einer Arbeit nachgeht, für uns gewinnen wollen - sei es die selbst gezahlte Miete, sämtliche Luxusgüter, eine gesellschaftliche Anerkennung et cetera. Qual ist hier eine freie Entscheidung für einen Nutzen. Bei den Tieren gibt es diesen Aspekt nicht. Eine freie Entscheidung gegen ihre Lebensumstände ist nicht existent und auch hat ihre Qual für sie keinen Nutzen - der Nutzen ist schlussendlich für uns.

Es müsste also schon eine sehr altruistisch veranlagte Kuh sein, die sich das freiwillig antun würde, nur um uns mit ihrer Milch zu verköstigen.

Teilweise mag die Leistungsgesellschaft uns mit Zwängen besetzten und die Arbeit einer Quälerei gleichen, jedoch bleibt die Entscheidung dazu eine freie. Nähme man dein Gleichnis als Überspitzung, anders funktioniert es in meinen Augen nicht, so machen wir uns selbst zu Opfern einer Qual, während wir gleichzeitig der Täter sind. Täter und Opfer verschwimmen, während das Tier schlicht stets das Opfer bleibt und wir eine reine Täterrolle übernehmen, wenn wir dies unterstützen.

Kurzum - es ist anders. Als überspitztes Gleichnis, mit dem richtigen Kontext, ist dein Gedankengang aber nicht verkehrt. Ich empfehle dir Byung-Chul Han zu lesen - er könnte dir gut gefallen.

Ich hoffe der Text ist noch halbwegs übersichtlich geraten, ich finde nur bei solchen Themen schwerlich einen Schluss.

Liebe Grüße.

Antwort
von friesennarr, 667

Ich hab nur eine zusätzliche Anmerkung zu deiner Frage.

Ich finde wir Menschen sind weit mehr eingesperrt, als die meisten Tiere. Wir haben für alles Regeln, müssen uns in Tabellen einordnen und wehe dem man weicht davon ab 08/15 zu sein.

Ein freies Leben ist für uns gar nicht mehr möglich - selbst wenn man irgendwo in die Einöde zieht (alles gehört irgendjemandem) nichts kann man mehr ohne Amt und Behörde oder gar Steuer oder Schule machen. Es herrscht schließlich Meldepflicht, Steuerpflicht und Schulpflicht.

Arbeit selbst halte ich nicht für Menschenquälerei - den die muß man tun, auch wenn man nur für sich selbst Nahrung anbaut, sich eine Hütte baut usw.  aber ich finde unser Leben ein sehr krasses Gefängnis und andere Leute sagen uns wie wir zu leben haben.

Antwort
von marcus1984, 488

Guten Abend Sandra,

das ist beinahe ein philosophischer Ansatz.

Allerdings würde ich behaupten, dass beide Situationen nur ansatzweise vergleichbar sind.

Das im von dir beschriebenen Beispiel erwähnte Tier hat keine Wahl, sondern wird vom Menschen (u.a. aus Gründen der Profitgier) gezwungen, ausgebeutet und schließlich, wenn das Tier keinen (wirtschaftlichen) Nutzen mehr bringt, ermordert.

Hingegen hat der Mensch eine Wahl. In der BRD in den Grundrechten festgeahlten. Aufgrund dieser kannst du als Mensch (unabhängig von der Nationalität und auch unabhängig davon, wo du dich auf der Welt befindest) zu absolut nichts gezwungen werden, was du nicht tun willst, oder was du nicht willst, was mit dir gemacht wird.

Du hast sicherlich richtig erkannt, dass der Mensch sich quasi in einer Art Machinerie (des Kapitalismus, die mit dem Blut der Arbeiter geölt wird) befindet. Jedoch entscheidet er sich frei oder vergleichsweise frei dafür. Die allermeisten entscheiden sich für dieses Leben aus Angst, sonst mit den Konsequenzen nicht gut leben zu können, manche lieben allerdings ihren Beruf (so zum Beispiel ich) und verwirklichen sich (unter anderem) dort.

Somit ist (aufgrund der Vielzahl der Berufe und Tätigkeiten) nicht pauschal von Menschenquälerei zu sprechen, obgleich sicherlich auch Arbeitsbedingungen existieren, die nahe an Ausbeutung sind oder Ausbeutung entsprechen und auch vergleichbar mit Quälerei wären.

Ähnlich kann auch Schule oder das anschließende Studium große Freude bereiten.

Antwort
von PlueschTiger, 142

Hallo Sandraaaa,

in dem von dir genannten Beispiel ja. Leider ist es auch eines der am meisten vorkommenden, in der einen oder anderen Variante. Der Unterschied ist auch das bei Veränderungen bei den Tieren, du und ich diejenigen die es mit den Preisen bezahlen. Bei Menschen ist es etwas schwerer, denn auch da muss es bezahlt werden doch da der Mensch das ende der Kette ist, ist er sowohl Geldempfänger als auch Zahler ist.

Bei Menschen nennt man das Sklaverei, auch wenn viele "Experten" hier und in der Welt sagen werden, so was ist doch keine Sklaverei, jeder kann ja selbst entscheiden. Das Argument ist in der Theorie und im Blinden gehorsam sicher richtig, doch in der Realität Unsinn. Der Mensch hat kaum eine Wahl. Zum leben brauchst du Geld und das kannst oder musst du durch Arbeit verdienen, aber:

  • Trotz der gesetzlichen Gleichberechtigung von AG und AN ist der Arbeitnehmer (AN) am kürzeren Hebel. Wenn er sein recht wahrnimmt und eine nicht zumutbare stelle ablehnt hat das Konsequenzen von Jobcenter. Nimmt er den Job muss er aufpassen das er ihn nicht verliert, da bei verlässt Harz4 droht und Schikane vom Jobcenter.
  • Man sagt immer jeder hat das Recht zu lernen was er will. auch das ist Falsch, denn willst du Anwalt werden und hast nicht das nötige Zeugnis wird es dir verwehrt, auch wenn du nicht die Finanzen hast das Studium zu finanzieren. Folge du bist als Student gezwungen zu Arbeiten und Geld zu verdienen statt für das Studium zu lernen.
  • Es gibt in Deutschland Arbeitsschutz und Hygiene Vorschriften, forderst du als AN diese eine oder weißt den Chef darauf hin das diese nicht eingehalten werden, bekommst du ein Blatt Papier und im Ideal fall den eine Wegbeschreibung zum nächsten Jobcenter.
  • Hast du keinen Job wird dir mitunter vorgeschrieben was du arbeiten musst und was zumutbar ist.
  • Frauen haben nicht selten auch wegen möglicher Schwangerschaften Probleme einige Jobs zu finden, dazu kommt noch das sie sich zwischen überleben = Job und Kinderwunsch entscheiden müssen da beides in Deutschland kaum vereinbar ist.
  • ........

Du hast auch schon aus dem Grund nicht ganz unrecht mit deinem Gedanke, weil es einige berufe gibt wo Menschen kaum bis zum 50 Lebensjahr durchhalten ohne gesundheitliche Schäden zu erleiden Dachdecker.

Das Hauptproblem sind die ganzen Systeme auf denen unser leben aufgebaut ist. Staat, Geld, Wirtschaft, etc., ohne Geld kein Essen, keine Wohnung, keine Kleidung, keine Kultur, kein Partner und kein Nachwuchs. Leider geht es vielen um Geld, Profit und Macht und die einzigen die das ermöglichen können sind die Menschen mit ihren Konsum und Arbeit. Ob Menschen durch verseuchte und Gefährliche Produkte sterben ist egal, wenn es rauskommt wird ein Bauernopfer geopfert und das unternehmen eventuell insolvent, der schaden bleibt dem Volk.

Leider ist es auch so das durch die Preise und die Entscheidungen der Wirtschaft und Politik es nicht zu intelligenteren Lösungen kommt. Mann könnte Arbeitszeiten verkürzen und somit mehr Menschen Arbeit ermöglichen und Menschen so mehr Zeit für Familie oder mehr Freie Zeit geben. Doch dazu müsste man Änderungen im System machen, welche es ermöglichen auch mit weniger Geld leben zu können. Eine positive Folge wäre, weniger Krankheiten durch Stress, weniger Aggressionen, und vor allem Theoretisch keine Arbeitslosigkeit mehr. Nebenbei gäbe es auch fast keinen Fachkräfte Mangel, da durch das ständige, wenn auch weniger arbeiten immer Menschen im Berufsleben sind.

Gruß Plüsch Tiger

Antwort
von Undsonstso, 269

Bürojob...? Klingt doch nett und zudem auch nach einer sitzenden Tätigkeit. Ganz ehrlich, ich finde andere Arbeiten quälerischer - Straßenbau bei brütender Hitze im Hochsommer z.B. ... Oder Kinderarbeit in armen Ländern usw. usf.

6 Wochen (30 Urlaubstage)  frei von 52 klingt auch nach  "privilegiert" und nicht präkärer Beschäftigung.

Für mich sind deine Gedankengänge,die  eines Menschen in in einer "Wohlstandsgesellschaft".

Kommentar von PlueschTiger ,

Deine Antwort klingt auch nach 6 -7 stelligen Gehalt im Jahr.

Erkläre mir und anderen Leuten mal was dir noch so viel Urlaub nutzt wenn du ihn nicht nehmen kannst oder darfst. Ich kenne es auch früheren Jobs wo Kollegen Urlaub fast 2 Jahre hinter sich hergeschleppt haben oder ihn irgendwann ausbezahlt bekamen.

In meiner Lehre, bei meinen Kollegen war es teils noch schlimmer. selbst während des Jobst mussten sie zum einen sich das Geld immer wieder vom Jobcenter holen weil der Chef unpünktlich Zahlte und Urlaub war teilweise so viel da das manche fas ein halbes Jahr am stück hätten machen können.

Und das sind nicht die einzigen Beispiele die ich kenne.

Kommentar von Terri101 ,

Dann wart ihr aber definitiv bei den falschen Firmen angestellt. Also bei mir waren die Erfahrungen von Bekannten genau umgekehrt... Super Arbeitsverhältnisse, das Gehalt kam pünktlich, Urlaub konnte man sich nehmen, wann es dem Chef passte... Und, nein, unser Einkommen liegt nicht im 6-stelligen Bereich. Wir sind auch nur eine einfache Familie in der Mittelschicht.

Antwort
von Dxmklvw, 17

Menschliche Arbeitskraft ist überwiegend die Beute des Unternehmertums.

Das widerspricht einem wichtigen Lebensziel des arbeitenden Menschen, mit möglichst wenig Arbeit möglichst viel Nutzen zu erzielen.

Jemand hat einmal sehr weise gesagt: "Sklaven wollen nicht frei sein, sie wollen Sklavenaufseher werden."

Diese Weisheit sagt aber nicht nur etwas über die arbeitende Masse aus, sondern auch über das Unternehmertum selbst, das zum Sklaven seiner Habgier geworden ist.

Dennoch hat es die Menschheit sehr weit gebracht. Es hat lediglich noch nicht zu der Einsicht geführt, daß man wirklich nicht alles das braucht, was für nichts anderes gut ist, als für dessen Erhalt noch mehr Arbeit aufzuwenden.

Antwort
von TimeosciIlator, 164

Vieles kann der Mensch körperlich verkraften. Insofern sehe ich, was die reine Arbeitskraft betrifft, keine sonderlich großen Probleme.

Anders sieht es mit der Psyche aus: Was ich überhaupt nicht mag, ist das Verhalten einiger Zeitgenossen, anderen aufgrund ihrer Arbeitslosigkeit einfach Faulheit zu bescheinigen. Arbeitslose fallen in unserer Gesellschaft immer wieder sehr schnell in Misskredit. Dabei weiß man doch gar nicht woher die Arbeitslosigkeit resultiert. Menschen verlieren nun mal nicht ihren Job einfach nur aus Faulheit !!

Und gerade dieses ungerechte Verurteilen kann die Menschen in ihrer Psyche ganz besonders treffen und fertigmachen. Findet dann der Mensch beim Jobcenter auch nicht die richtige Unterstützung, fühlt er sich verraten und verkauft. Er steckt dann in einem Teufelskreis, aus dem herauszukommen alles andere als einfach ist :-(

Nein, ich würde nicht so weit gehen und behaupten, dass eine Tätigkeit in einem Büro mit Kollegen uns den Tag raubt. Vielmehr gibt uns ein Job das Gefühl gebraucht zu werden und stellt uns vor Herausforderungen, die wir ganz schnell ohne die Arbeit vermissen würden.

Lediglich die Vorurteile gegen die Arbeitslosen prangere ich ganz stark an. Wenn wir uns schon Mensch schimpfen müssen, sollten wir auch menschlich miteinander umgehen !

Expertenantwort
von Buckykater, Community-Experte für Tiere, 214

es gibt durchaus Arbeit die Menschenquälerei ist. Zb müssen in Ländern wie China  Indien oder Bangladesch viele Menschen auch Kinder mehr als 18 Stunden am Tag schwer arbeiten zb als Näherinnen oder auch im Steinbruch.  oft haben die keine andere Wahl weil die arm sind und sogar massiv bedroht werden wenn die sich wehren wollen.  Sie bekommen in diesen Ländern auch keinerlei Rente oä wenn sie sich bei der Arbeit verletzen und arbeitsunfähig werden von Urlaub zu schweigen. auch freie Tage gibt es nicht., Hier in Deutschland ist das noch sehr human. Man darf hier zb gar keine 16 oder 18 Stunden am Tag arbeiten. Hat Recht auf Urlaub und Sonderurlaub bei Krankheit wird bis zu 6 Wochen vom Arbeitgeber bezahlt einen Mindestlohn auch wenn der nicht wirklich hoch ist und ein Recht auf eine Arbeitsunfähigkeitsrente wenn man sich bei der Arbeit schwer verletzt. Hier in Deutschland haben Menschen durchaus eine Wahl und eine ganze Menge Rechte.  Tiere die in Massentierhaltung leben usw haben keine Wahl. 

Antwort
von Panazee, 144

Der Unterschied ist, dass der Mensch die Wahl hat dieses "Spiel" nicht mitzumachen.

Es gibt einige alternative Lebensmodelle, die man auch umsetzen kann.

https://reset.org/knowledge/ganz-schoen-anders-oekodoerfer-und-kommunen

Wenn man sich für solche Lebensmodelle entscheidet muss man aber halt trotzdem arbeiten. Ohne Arbeit geht es nicht, weil man sonst verhungert. Zu erwarten, dass andere für einen aufs Feld zum Pflanzen und Ernten gehen und dann das Korn mahlen und das Brot backen, das man dann nur noch essen muss ist unrealistisch. Wer gar nichts tut wird verhungern.

Was die meisten Menschen davon abhält so eine Lebensform zu wählen ist, dass sie auf die Annehmlichkeiten, die uns durch die moderne Arbeitswelt möglich gemacht werden, nicht verzichten wollen. Dann gäbe es kein Handy, kein Satellitenfernsehen, kein Auto, etc. pp.. Das alles wird erst durch unsere Arbeiten möglich.

Deine Rechnung ist aber sowieso verkehrt. Umgerechnet sind alleine 14 Wochen (ca. 104 Tage) im Jahr Wochenenden, die man zusätzlich zu den Urlaubstagen (ca. 26) frei hat. Man landet also bei ca. 130 Tagen, die man im Jahr frei hat. Das sind nicht 6 Wochen von 52, sondern etwas mehr als 1/3 des Jahres (ca. 18 Wochen).

Was an dem Vergleich noch hinkt ist, dass der Mensch in diesem 1/3 des Jahres tun kann was er will. Ein Tier hat keine Zeiten, wo es in die Wildnis entlassen wird um sich zu erholen.

Kommentar von Sandraaaa15 ,

Am Wochenende kann man doch nicht in den Urlaub fahren. Das muss man nutzen um die Kopfschmerzen von dem Frühaufstehen der Woche auszuschlafen.
Es bleibt also bei 6 Wochen, die man frei hat. In diesen sechs Wochen ist man aber auch nicht ständig im Urlaub sondern hockt auch mal nur zuhause rum und verschwendet seine Zeit

Kommentar von ceevee ,

Ich fang morgens gegen 9 mit der Arbeit an. Ich kann mir meine Arbeitszeit relativ flexibel einteilen, komm auch entsprechend spät nach Hause, aber ich hab mir das so ausgesucht. Auf alle Fälle hab ich keine Kopfschmerzen vom Frühaufstehen.

Letztendlich ist Frühaufstehen aber Einstellungssache und auch etwas, was man üben kann - Leute, die im Schichtdienst arbeiten, kriegen das ja auch hin. Und wenn du wegen Frühaufstehen 2 volle Tage zum auskurieren brauchst, dann solltest du mal mit einem Arzt sprechen. ;)

Kommentar von Panazee ,

Erstens gibt es viele, die Wochenendtrips machen. Habe ich auch schon gemacht. Freitag Abend los fahren und Sonntag Abend zurück kommen. Ich erhole mich auch am Wochenende sehr gut.

Ich habe nie Kopfschmerzen, weil ich unter der Woche früh aufstehen muss. Wenn du dieses Problem hast, dann solltest du dringend einen Neurologen aufsuchen. Das ist nicht normal.

Irgendwie traurig, dass du dich nur erholen kannst, wenn du irgendwohin in den Urlaub fliegst und die restliche Zeit verschwendet ist. Um bei deinem Tiervergleich zu bleiben, so sei dir gesagt, dass viele freilebende Tiere nie in den Urlaub fahren. Die bleiben am gleichen Ort. Es gibt zwar Zugvögel und auch andere Tiere, die Zugbewegungen machen, aber die sind eher die Ausnahme. Die weitaus größte Zahl der Tierarten bleibt mehr oder weniger ihr ganzes Leben in der gleichen Umgebung.

Wenn du in deiner freien Zeit, die du nicht im Urlaub bist nur zuhause rum hockst und deine Zeit verschwendest, dann ist das dein Problem und nicht das Problem unserer Arbeitsbedingungen.

Da würde ich eher sagen, dass Arbeit dann ein Segen für dich ist, weil du ohne ja vor langeweile vergehen würdest. ;-)

Antwort
von howelljenkins, 105

mich wundert es immer, wenn leute (insbesondere junge leute) davon ausgehen, dass es nur eine relativ klar vorgegebene moeglichkeit, sein leben zu gestalten gibt. dabei kann man als mensch so vieles selbst waehlen.

wenn du keinen normalen job mit 6 wochen urlaub moechtest, such dir einen anderen. du kannst auch versuchen autark zu leben, auszusteigen, dich anders durchzuschlagen.

du hast die moeglichkeit, dir einen beruf zu suchen, der mit deinen persoenlichen interessen zu tun hat. 

du musst gar nichts. wenn du fuer dein essen anders als durch geld verdienen sorgen kannst, ist das deine entscheidung. 

es klingt so, als ob das, was dir vorschwebt, ein leben ist, bei dem man nichts tun muss, aber trotzdem essen und unterkunft etc. gestellt bekommt. DAS waere dann ein leben wie das eines schlachttieres. 

was wuerdest du denn den ganzen tag tun, wenn du nicht arbeiten oder zur schule muesstest? 

freilebende tiere und zu urzeiten auch freilebende menschen, haben den lieben langen tag damit zu tun, ausreichend naehrstoffe zusammen zu tragen, um ueberleben zu koennen. dazu aequivalent ist das, was wir heute arbeit nennen.

du bist nicht eingesperrt und kannst selbst waehlen. geschlachtet wirst du vermutlich auch nicht. dir geht's gut!

Kommentar von Sandraaaa15 ,

Ich bin der Meinung dass ich nicht wählen kann was ich werden möchte, da man ja einen 1er schnitt braucht, um alles werden zu können was man will.
Ich möchte etwas außergewöhnliches machen, das anspruchsvoller als Ingenieur ist. Das ist ein Hobby und das einzige, was ich mir vorstellen kann.
Um das zu machen, brauche ich etwas Geld  aber die Chefs der Firmen denken ja immer dass nur die besten Schüler eingestellt werden sollen. Ich bin nicht die beste Schülerin und brauche trotzdem Geld

Kommentar von howelljenkins ,

es gibt immer moeglichkeiten. wenn du etwas wirklich willst, dann kannst du das auch schaffen.

es haengt auch nicht nur am zensurenschnitt. du musst mal ein bisschen "outside the box" denken. und was "die chefs" der firmen denken kannst du auch nicht so verallgemeinern.

wenn du einen traum hast, dann arbeite daran, dass der sich erfuellt. das kannst du als mensch

Kommentar von ceevee ,

Nunja, deine Zeugnisse sind quasi deine Eintrittskarte ins Berufsleben. Mit deinen Noten zeigst du nicht nur Fachwissen, sondern auch, dass du andere Skills besitzt - dass du intelligent, lernfähig, fleißig, konzentriert, ... bist. Also genau solche Leute, die man für besonders anspruchsvolle Jobs sucht. Diese Jobs darf eben nicht jede dahergelaufene Torfnase machen und es wäre für einem Chef auch Quatsch, jeder dahergelaufenen Torfnase dafür viel Geld zu geben. Da könnte der Chef sein Geld auch gleich verbrennen.

Du hast ein Ziel vor Augen - du willst einen anspruchsvollen Job. Du weißt, was du dafür tun musst - dich in der Schule ins Zeug legen. Also weißt du ja, was du zu tun hast. ;)

Antwort
von BrightSunrise, 188

Die Leute gehen aber freiwillig zur Arbeit. Sie haben diesen Beruf (normalerweise) ausgewählt. Wenn sie nicht damit zufrieden sind, dann sind sie leider selbst dran Schuld.

Die sogenannten "Nutztiere" haben diese Wahl leider nicht.

Und dass Menschen auf der Arbeit so leben wie unsere "Nutztiere", ist mir auch neu.

Und 6 Wochen Urlaub sind schon echt gut...

Grüße

Kommentar von S7donie ,

Chinesen haben 1 Woche, so viel ich weiss. 

Kommentar von BrightSunrise ,

Hier in Deutschland sind 4 Wochen die Norm, soweit ich weiß. Aber sich über 6 Wochen zu beklagen...

Kommentar von fluffiknuffi2 ,

Eigentlich mehr als 6 Wochen... es müssten ja eigentlich freie/nicht freie Tage statt "komplett freie" mit "nicht komplett freien" Wochen verglichen werden, und freie Tage hat man wie viele pro Jahr? Öh über 140 (Wochenende, Feiertage, Urlaub)?

Kommentar von BrightSunrise ,

Na ja, nicht alle haben am Wochenede und an Feiertagen frei, aber bei den meisten ist das wohl so.

Jedenfalls sind 6 Wochen schon ziemlich viel und mit den anderen Tagen zusammen... Ist das ja fast wie in der Schule.

Kommentar von friesennarr ,

Dann warst du noch nie in einer Firma am Fließband, oder. Da fühlt man sich schon als Vieh.

Die Konventionen schreiben uns ganz genau vor, wie wir uns zu entwickeln haben. Fängt schon mit den vorgeschriebenen Zeiten der körperlichen Entwicklung des Säuglinges an - wehe wenn das Baby mit 6 Monaten noch nicht krabbelt, dann muß es zur Physiotherapie - und wehe wenn es mit 1 Jahr noch nicht sprechen kann, dann muß es zum Logopäde.

Ich könnte dir das endlos aufschreiben.

Raus aus den Konventionen geht ja gar nicht mehr. Wo gibt es noch Plätze, die man neu besiedeln könnte und nur sich selber sein`?

Antwort
von BlauerSitzsack, 102

Ich zähle dir mal kurz einige Beispiele auf, warum du nicht Recht hast:

  • Der Mensch hat die Wahl. Viele könnten auch so wie früher leben und Beeren sammeln, jagen gehen, sich Lagerfeuer machen, fischen und so weiter um zu überleben. Durch den Fortschritt hat sich dieser Weg aber als deutlich sicherer herausgestellt. Mach' das und das und du bekommst Geld. Mit dem kannst du dir deine Nahrung, deine Kleidung und Luxusartikel kaufen. Der Staat möchte zwar, dass der Mensch arbeitet, gezwungen wird aber niemand. Klar wäre ein Leben nur von der Natur hart, aber früher war es auch nicht anders. Ich würde das auch nicht wollen, aber vor einiger Zeit haben alle so gelebt.
  • Ein Mensch wird anders behandelt; Tiere werden gemästet, teilweise geschlagen, eingesperrt, von ihrer Familie getrennt ... Ein Mensch weiß, dass er um die und die Uhrzeit gehen darf, seine Familie, seine Freunde sieht und sich geborgen fühlen kann. Ein Mensch hat in den meisten Berufen eine Pause und muss so nicht durchackern. Dazu kommt, dass es auch Leute gibt, die einen Traumberuf ausüben und denen die Arbeit dann auch sehr viel Spaß macht.
  • Menschen haben auch noch ein anderes Leben. Tiere nicht, sie leben eine rießige Zeit ihres Lebens nur eingesperrt. (Siehe Absatz 2).
  • Du kannst genauso "wählen" ob du arbeitest oder nicht, sowie auch WAS du arbeitest, solange du den benötigten Abschluss hast. Wenn dir eine Arbeit nicht gefällt, kannst du kündigen und eine andere machen. In der Praxis ist das oft anders, da man schwer etwas anderes findet und eine Familie zu versorgen hat, allerdings rede ich auch von der Theorie...


Kommentar von Sandraaaa15 ,

Sicher dass man Fische aus dem Wasser holen darf? Und dass man unter einer Brücke schlafen darf ohne dass das Ordnungsamt kommt? Oder dass man im Wald einen Unterschlupf bauen darf? Ich glaube nicht

Kommentar von BlauerSitzsack ,

Es gibt Plätze für so etwas. Und man darf mit Angelschein angeln.

Antwort
von fluffiknuffi2, 145

Wir bekommen Geld das und gerade mal so zum überleben reicht. 

Das ist überhaupt nicht wahr. Selbst mit H4 Regelsatz (ca. 400 Euro + Mietkostenübernahme) lebt man als Deutscher besser als Millionen oder Milliarden andere Menschen! Und ja auch abgesehen vom relativen Vorteil lebt man gar nicht so schlecht. Man hat eine Wohnung, Strom, Wärme, Wasser, zu Essen+Trinken, Kleidung, Freizeit und im Regelfall noch so manche Extras. 

Von 52 Wochen haben wir 6 Wochen frei

Mit Feiertagen + Wochenende + Urlaub kommt man auf über 18 Wochen.

in den Urlaub können wenn uns das verdiente Geld überhaupt reicht.


Das tut es meistens. Man kann extrem günstig Urlaub machen. Das ist für den Durchschnittsverdiener normalerweise möglich.

Geburt-Fressen-Fett werden-Nachwuchs-Schlachten

So unsinnig, dass ich nicht die Muße habe, den Quatsch weiter zu kommentieren.

Ich finde das Arbeit Menschenquälerei ist

Du bist verwöhnt.

Antwort
von ceevee, 117

Ich hab gerade in deinem Profil gelesen, dass du 15 bist. Wahrscheinlich fehlt es dir einfach an Erfahrung, um das zu beurteilen. 

Stell dir einfach mal vor, jeder wäre so drauf wie du. Dein Arzt hat keine Lust mehr, dich zu behandeln. Dein Busfahrer hat keine Lust mehr, dich durch die Gegend zu fahren. In deinem Supermarkt hat niemand mehr Lust, dir irgendwas zu verkaufen. Und in deinem Urlaubsort hat keiner mehr Lust, die Haustür vom Hotel aufzuschließen. Wäre ein ziemlich trostloses Leben, oder?

Und genauso, wie du erwartest, dass andere Menschen arbeiten, damit du deinen Lebensstandard halten kannst, genauso solltest du der Gemeinschaft irgendwas zurückgeben. Wie die anderen Antwortenden schon geschrieben haben - du kannst natürlich gerne nach einer kurzzeitigen Arbeit Hartz IV beantragen, allerdings kannst du dir dann im Leben nicht viel leisten. Wenn du zu faul bist, etwas für die Gemeinschaft zu tun, dann muss die Gemeinschaft schließlich auch nur das Nötigste für dich tun (darüber, dass sie in Deutschland in dem Fall überhaupt was tut, darüber kannst du dann auch noch froh sein). Aber dafür hast du den ganzen Tag Zeit...

Kommentar von Sandraaaa15 ,

Ich möchte einen sehr  Anspruchsvollen "Job" machen. Es ist das einzige das ich mir vorstellen kann sonst nichts. Von diesem Job habe ich was davon und erst recht die Menschen, die mich unterstützen.
Etwas anderes will und werde ich nicht machen

Kommentar von Panazee ,

Was beschwerst du dich denn dann, wenn du das von dir aus möchtest? Keiner zwingt dich, aber du beschwerst dich. Ich verstehe die Logik nicht.

Du musst auch nicht jeden Tag 8 Stunden arbeiten. Arbeite Teilzeit, wenn dir Vollzeit zuviel ist.

Kommentar von Rubin92 ,


Stell dir einfach mal vor, jeder wäre so drauf wie du. Dein Arzt hat
keine Lust mehr, dich zu behandeln. Dein Busfahrer hat keine Lust mehr,
dich durch die Gegend zu fahren. In deinem Supermarkt hat niemand mehr
Lust, dir irgendwas zu verkaufen. Und in deinem Urlaubsort hat keiner
mehr Lust, die Haustür vom Hotel aufzuschließen. Wäre ein ziemlich
trostloses Leben, oder?

Man könnte es ja schon wieder übertreiben.

Man könnte es auch so machen.. Jeder Mensch muss anstatt 8 Stunden nur noch 4 Stunden arbeiten, und kriegt dann soviel geld das er sich keine Sorgen um seinen Wohnsitz machen muss und auch keine Sorgen über Nahrung und das auch noch etwas für Spaß übrig bleibt, das man sich auch ab und zu mal was wenn was kaputt geht ersetzen kann.

Das hätte viele Positive auswirkungen.. Man arbeitet motivierter, und ist allgemein glücklicher und weniger gereizt. Jemand der dann gerne Arbeitet kann gerne auch die 8 Stunden machen und dafür sollte man dann natürlich doppelt soviel kriegen und dementsprechend reicher sein, das man sein Geld unötig verprassen kann.

So kommt die Welt noch vorran und jeder ist Glücklicher.

Wenn ein Arzt übermüdet an dir rumschnippelt und du daran Stirbst, ist gdir auch nicht geholfen.

Aber nein die Wollen die Stundenzahl ja jetzt noch von 8 auf 9 erhöhen. Rente ab 70, wer weiß ob man 70 wird..

Kommentar von DonkeyDerby ,

Zumal ja in sehr vielen Berufen unglaublich viel Zeit vergeudet wird. Würde jeder in seiner Arbeitszeit auch wirklich arbeiten und zwar durchgehend, könnten die meisten nach 4 Stunden nach Hause gehen. Aber leider wird ja auf die 8 Stunden Anwesenheit soviel Wert gelegt. Und da kein Mensch am Stück 8 Stunden konzentriert arbeiten kann, wird unglaublich viel Zeit verdaddelt mit Gesprächen etc.

Antwort
von Suboptimierer, 112

Von 52 Wochen haben wir 6 Wochen frei

Der positiv Denkende würde das anders darstellen.

Im Durchschnitt arbeitet man 220 von 365 Tage im Jahr. Das sind 60% Arbeitstage. An diesen Arbeitstagen arbeitet man im Schnitt 8 Std. also 33% von 60% = 20%

Im Arbeitsleben arbeitet man zu 20% seiner Lebenszeit.

Berücksichtigt man noch Vorschulalter (=0 Arbeit) und Schule (keine vollständige Arbeitszeit), die Studenten (moderate Arbeit) und Rente, Arbeitslosigkeit (=0 Arbeit), kann man den Schnitt noch weiter drücken. Um wie viel, lässt sich schwer theoretisch ohne Zahlen errechnen.
Eine zusätzliche Frage ist, ob man Schwangerschaft + Kinder in diesem Zusammenhang als Arbeit mit einrechnen möchte, also als "Quälerei-Arbeit". Nicht unentscheidend ist auch, wieviel Spaß die Arbeit bereitet. Im  Idealfall kann Arbeit einem Hobby ähnelnd viel Spaß machen (wg. Tierquälerei / Menschenquälerei).

Ich nehme an, dass man im Schnitt nicht mehr als 10% bis 15% seiner Lebenszeit arbeitet / zur Schule geht.

Aber im Jammern, da sind die Deutschen schon immer sehr gut gewesen.

____________

Du vergisst in deiner Frage, dass jeder seinen Arbeitsplatz aufgeben und wechseln kann.

Antwort
von Noeru, 280

Das kann man meiner Meinung nach nicht vergleichen.

Auch wenn wir im Endeffekt gesellschaftlichen Zwängen unterliegen und Arbeiten müssen um zu überleben, haben wir Einfluss darauf, wie wir leben. Wenn Dir Dein Job nicht gefällt, könntest Du ihn ja wechseln und nach etwas suchen, was Dir mehr Spaß macht. Du könntest prinzipiell auch alles stehen und liegen lassen und um die Welt reisen. Trotz der vielen Verpflichtungen, die uns auferlegt werden und die wir uns selbst auferlegen, regeln wir unser Leben selbst und treffen Entscheidungen.

Wir entscheiden auch, wie ein Tier lebt, wie es frisst und wie und ob es stirbt, wenn es in z.B. Massenhaltung zur Fleischproduktion lebt. Das Tier hat sich nicht dafür entschieden, dort zu leben und würde - wenn es könnte - wahrscheinlich auch gern woanders sein als dort. Außerdem werden die meisten dieser Tiere unter sehr grausamen Bedingungen gehalten. Viele dieser Tiere müssen nur sterben, weil der Mensch gierig ist. 

Kein Lebewesen zuvor hat der Welt so seinen Stempel aufgedrückt wie der Mensch. Tiere passen sich der Natur an, doch der Mensch passt sich die Natur an, wie es ihm gerade gefällt. 

Noeru

Kommentar von Sandraaaa15 ,

Nun, also bei mir ist es so, dass ich von der Arbeit die ich mache auch was haben möchte. Nicht für andere Menschen eine Rechnung schreiben oder was auch immer.

Kommentar von Noeru ,

Dann musst Du eine gesunde Balance finden. Zwischen einem Job, der Dir so viel Geld bringt, wie Du zum Leben haben möchtest, und Deiner Freizeit, die Du gestalten kannst, wie Du möchtest.

Das ist nicht unmöglich. Es ist jederzeit Deine Entscheidung, etwas an Deinem Leben zu ändern und es so besser zu machen.

Die Tiere in Massenhaltung haben diese Entscheidungsfähigkeit nicht, da der Mensch sie ihnen nicht lässt. 

Kommentar von NikeViktoria ,

Hei Noeru,

das hast du schön erklärt.

Ich sehe es ähnlich.

Nur bei einem Satz muss ich etwas dazufügen:

Du schreibst: "Tiere passen sich der Natur an, doch der Mensch passt sich die Natur an, wie es ihm gerade gefällt."

Ja, dem ist so, aber der Mensch wird lernen müssen, dass die Natur stärker ist als er und sich eines Tages alles zurück holen wird, was er ihr nahm. Denn die Natur kann nicht bezwungen werden, wohl aber der Mensch von der Natur.

Nike

Kommentar von Noeru ,

Ich bin ganz Deiner Meinung. Die Menschen müssen lernen, mit der Natur zu lernen, und nicht gegen sie. In vielen Ländern der Welt funktioniert das wunderbar, in vielen anderen hingegen nicht. Da werden Wälder abgeholzt, Tiere aus ihrem Lebensraum vertrieben, Kohlekraftwerke wieder hochgefahren und alleinig nur, weil der Mensch denkt, er hätte das Recht dazu.

So sehr ich mir eine Welt wünsche, in denen der Mensch mit der Natur lebt, hat die Vergangenheit leider mehr als nur einmal gezeigt, dass der Mensch nichts aus seinen Fehlern lernt. 

Von daher bleibt uns wenigen, die wir diese Einstellung haben, nur dafür zu sorgen, dass man einen kleinen Beitrag gegen dieses System leisten kann. Sei es, in dem man Geld an Natusschutzorganisationen spendet oder auch einfach nur den Kindern beibringt, dass die Natur etwas einmaliges ist und wir sie mit dem Respekt, der ihr zusteht, behandeln müssen.

LG
Noeru

Antwort
von Badykey, 160

Naja der feine Unterschied ist das wir es nicht müssen. Alles was du musst kommt nur daher weil du willst.
Tiere haben nicht den Verstand um sich lieber für den Tod zu entscheiden, sie werden davon angetrieben zu überleben.

Und ja im Prinzip geht es uns nicht besser. Wir sehen unsere Herren nicht und denken wir bestimmen selber. Wir werden von der Kindheit an darauf konditioniert das zu wollen was wir jetzt wollen und denken wir müssen mit spielen um es zu bekommen.
Ist eben ein Hamsterrad. Man hat ein Ziel vor Augen was man nie erreichen wird und stirbt am Ende. Es ist egal ob du schnell oder langsam läufst, du erreichst so oder so das Ziel nicht. Nur den Tod und wenn es soweit ist wird ein anderer in dein Hamsterrad gesetzt.

Klingt jetzt echt verbittert aber es ist einfach so. Wenn einem das bewusst wird kann man besser leben.

Have a nice day

Kommentar von S7donie ,

Was für ein Bullshit. Alber Schweizer: Sein Ziel war es Menschen zu helfen, zu seiner Beerdigung kamen über 10'000, weil sie ihm so dankbar waren; Ziel erreicht. Barak Obama: Sein Ziel war es erster schwarzer President der USA zu werden; Ziel erreicht. Meine Mutter; ihr Ziel war es eine Weltreise machen zu können; Ziel erreicht. 

Ob du deine Ziele erreichst hängen von dir ab, wenn du Firmenboss werden willst, musst du härter abreiten, wenn du Arzt werden willst, besser lernen. Du bist deines Glückes Schmied. 

Kommentar von Badykey ,

Das eine schließt das andere nicht aus. Man muss sich seines Hamsterrades bewusst werden um es zu verlassen. Der größte Teil unserer Westlichen Welt leben in diesem Rad. Deine Beispiele begründen sich alles darauf das diese Menschen sich bewusst waren nicht den Weg der Masse zu gehen. Es ist definitiv so das jeder seines Glückliches Schmied ist. Das muss der einzelne aber auch begreifen.

Antwort
von Pandora1313, 12

Ja manchmal fragt man sich echt ob wir unser system wirklich brauchen

Aber was wäre die altenative?

Wir sind durchaus in der Lage aufzuhören zu arbeiten wir könnten ganz einfach Leben und und nur von dem ernähren was wir fangen denn im Supermarkt arbeitet dann ja auch keiner mehr😉

Ich würde nicht sagen das man unser Leben mit menschenquälerei vergleichen kann denn immerhin sind ja wir Menschen selbst diejenigen die unser Leben so wie es ist aufgebaut habenDen Tieren geht es da deutlich schlechter als uns

Ich glaube zu verstehen was du sagen willst:das wir uns unser ganzes Leben abrackern und den Regeln unterordnen um am Ende zu sterben

Antwort
von Dackodil, 102

Wenn man keine Lust hat zu arbeiten, ist es Menschquälerei.

Sie kann aber auch sehr befriedigend und erfüllend sein.

Antwort
von Kuehlschrank33, 14

Naja, die Existenz des Menschen an sich ist eine Qual für die Welt und alle sich darauf befindenden Lebewesen. Die "Qual" der Menschen haben sie immerhin selbst zu verschulden. Die Welt und derren Lebewesen können nichts dafür und werden trotzdem gequält. Ein hoch auf die Apokalypse, welche bevorsteht und die Welt eventuell noch irgendwann rettet und zum Ursprung zurück führt.

Antwort
von Andrastor, 186

Da hast du allerdings Recht.

Nicht nur die Arbeit, auch die "Haltung" der Menschen ist, zumindest in den Großstädten, mehr als nicht Artgerecht.

Wir Menschen sind höchst soziale Wesen, mit einem durchschnittlichen Freundeskreis von etwa 20 Personen (engste Familie mitgerechnet), viel mehr tut unserer Psyche nicht gut.

Sprich Menschen in Großstädten begegnen am Tag viel zu vielen anderen Menschen als gut für sie wäre. Unser Gehirn merkt sich jedes Gesicht, jede Person der wir unterwegs begegnen, das ist ungemein anstrengend und erzeugt negativen Stress.

Kommentar von S7donie ,

Kein Gehirn merkt sich jedes Gesicht, keins. Das ist wie wenn du im Wald lebst, dein Gehirn merkt sich auch nicht jede Biene die vor deiner Nase vorbei fliegt oder wie jedes Blatt an einem Baum aussieht. Dein Gehirn speichert nur wichtige Informationen, alles andere vergisst man. ;)

Was wäre denn deiner Meinung nach Artgerecht? Was darf ein Mensch verbrauchen? 

Kommentar von Andrastor ,

Das Gehirn merkt sich jedes menschliche Gesicht das ihm begegnet. Diese Information ist nicht jederzeit abrufbar, aber sie ist bemerkbar wenn man zum Beispiel von Personen träumt, von denen man denkt sie nie zuvor gesehen zu haben.

Diese Personen hat man dann nämlich bereits einmal gesehen. Unser Gehirn kann keine Personen erfinden.

Dieser Mechanismus kommt noch aus der Zeit in der Menschen tatsächlich noch in Gruppen von 10-20 Individuen zusammengelebt haben und er hat sich bis heute gehalten.

Für unser Gehirn sind Gesichter eine wichtige Information, eine der wichtigsten die es bekommen kann.

Artgerecht ist für den Menschen schwer zu definieren. Größere Flächen, weniger Ballungszentren, mehr Grünflächen in Städten, kleinere, dafür stärker frequentierte öffentliche Verkehrsmittel etc. etc. also erstmal Möglichkeiten die den Menschen ermöglichen nicht zu viele Fremde auf einmal um sich herum zu haben.

Von wegen Arbeit wäre ich persönlich für eine völlige Umstellung unseres Systems, weg vom Kapitalismus in eine Richtung, die das Individuum fördert und nicht unterdrückt.

Den Verbrauch des Menschen zu bestimmen ist ebenfalls nicht leicht. Der Mensch hat, wie alle Tiere, eine gewisse instinktive Gier, die ihm das Überleben in schwierigen Zeiten ermöglichen soll.

Es müsste ein Kompromiss gefunden werden zwischen Bedarf und Verfügbarkeit. Momentan haben wir ein Ungleichgewicht zugunsten der Verfügbarkeit. Wir haben so viel dass unser Bedarf nicht nur gedeckt, sondern regelrecht überflutet ist.

Kommentar von S7donie ,

Deine Theorie zu den Gesichtern würde ich gerne nachlesen. ;) Sie ist komplett falsch, das Gehirn hat gar nicht die Kapazität dafür, auf uns prasseln täglich tausende von Informationen ein die es zu sortieren und zu bewerten gilt, denkst du der Mensch merkt sich jedes Gesicht, wobei dies komplett überflüssig ist? Nein. Die Natur sortiert überflüssige Dinge sehr schnell aus, das zeigten bereits Versuche mit Fruchtfliegen, die bereits nach 5 Generationen den Sehsinn verloren haben, weil sie in einer lichtundurchlässigen Box lebten. Der Mensch merkt sich viel, sogar der Pin deines Handys dass du vor 15 Jahren hattest steckt irgendwo in deinem Unterbewusstsein, aber nur weil es mal eine wichtige Information war. Gesichter werden so schnell vergessen wie Werbung auf Plakaten.

Kommentar von Andrastor ,

Das sich das Gehirn jedes Gesicht merkt ist schon lang erwiesene Tatsache.

Wie gesagt: Diese Funktion entstammt noch aus einer Zeit in der wir Menschen in Gruppen von 10-20 Individuen zusammengelebt haben. "Kurz" darauf haben wir uns über die natürliche Auslese hinweggesetzt, sodass die Funktion trotz der veränderten Gruppenanzahl erhalten geblieben ist, obwohl sie nutzlos wurde und heutzutage nicht viel mehr ist als ein Stressfaktor.

Ich sagte bereits das wir Menschen höchst soziale Wesen sind und als solche ist ein Gesicht eines der wichtigsten Dinge die wir uns merken können.

Ob du das nun glaubst oder nicht, ist deine Sache, es hat keinen Sinn hier weiter über wissenschaftlich erwiesene Tatsachen zu diskutieren.

Expertenantwort
von VanyVeggie, Community-Experte für Tiere, 115

Hallo, 

wenn du solch eine Ansicht hast, dann hast du keine Arbeit die dir Spaß macht. Dein Frust kannst du weder auf andere Menschen beziehen indem du es "Menschenquälerei" nennst, noch kannst du das ansatzweise mit Tierquälerei oder überhaupt Quälerei gleichsetzen. 

Arbeit ist wichtig! Anders funktioniert das Leben nicht mehr. Und du hast es ganz sicher besser, genau wie jeder andere der in Deutschland lebt, als Tiere in Versuchslaboren und Massentierhaltung oder Menschen in Afrika und Kriegsgebieten. 

Schul um in was was dir Spaß macht und siehe die schönen Dinge im Leben, statt zu jammern und solch, sorry, aber lächerlichen Vergleiche zu treffen. 

Mit freundlichen Grüßen

VanyVeggie

Kommentar von Sandraaaa15 ,

Das Problem ist, dass mir nichts spas macht, von dem ich selbst nichts habe.

Kommentar von VanyVeggie ,

Deswegen kannst du sowas aber nicht sagen. 

Ich kann dir nur raten Verschiedenes auszuprobieren. Nimm dir ruhig 1 Jahr mal Zeit, in denen du nur Praktikas oder mal ein Bundesfreiwilligendienst ableistest. Irgendwann findest du schon das Richtige. 

Kommentar von friesennarr ,

Dann steht dir eine Selbständigkeit offen.

Kommentar von Sandraaaa15 ,

Praktikas habe ich schon viele in allen möglichen Bereichen. Auch die Selbstständigkeit ist nichts für mich.  

Antwort
von CountDracula, 100

Hallo,

wenn man den falschen Job hat, ist Arbeit sicherlich Menschenquälerei. Pauschal kann man das aber nicht sagen, da es noch immer Menschen gibt, die Jobs haben, die ihnen Spaß machen.

Nebenbei erwähnt ist der Mensch biologisch gesehen ein Tier. Es gibt also einen biologischen Grund dafür, dass wir Tieren in unserem Verhalten manchmal so ähnlich sind.

Kommentar von PlueschTiger ,

Dummerweise zählt es dennoch nicht als Tierquälerei. du hast recht das es Menschen gibt, womöglich sogar recht viele denen der Job spaß macht, doch das bewahrt einen auch nicht davor ausgenutzt zu werden oder sich kaputt zu schuften.

Antwort
von kiniro, 85

Du hast - im Gegensatz zu den sog. Nutztieren - immer noch die Möglichkeit, aus diesem Hamsterrad aus zu steigen.

Kein Mensch steht mit entsichertem Gewehr vor dir, wenn du "den Sche1ß mach ich nicht mehr mit" sagst.

Kommentar von friesennarr ,

Aussteigen - wie es früher mal war, kann man heute nicht mehr.

Man kann nicht einfach seine Sachen packen gen Westen wandern und irgendwo Land besiedeln und sich selbst versorgen.

Es gibt nicht mal mehr einsame Inseln, die keinem gehören.

Konventionen und Geselschaftsregeln gibt es überall.

Und ja - das Amt steht vor deiner Tür, in dem Moment wo du nicht in die Schule gehst, wenn du noch Schulpflichtig bist.

Kommentar von kiniro ,

Es gibt immer mehr Eltern, die diesen Schulbesuchszwang nicht mehr als "gottgegeben" hinnehmen, sondern dagegen etwas unternehmen.

Ja, es braucht viel kompetente Unterstützung, großen Willen zum Durchhalten und sich vor allem nicht einschüchtern zu lassen bei der behördlichen Willkür.
Es gibt sogar Anwälte, die sich für die Eltern und deren Leid geplagten Kinder einsetzen.
Ebenso wie entsprechende Vereine, namentlich der Freilerner-Solidargemeinschaft und dem BVNL, um die zwei wichtigsten zu nennen.

Ich muss aber nicht jede gesellschaftliche Konvention bis an mein Lebensende mitmachen, wenn sie eher zerstörerisch ist.

Antwort
von Mannimanaste, 61

Grundsätzlich hast Du richtig erkannt, dass auch wir Menschen lediglich eine andere Tierart sind.

Also überleg' mal, was Tiere in der freien Natur machen. Sie müssen Nahrung suchen, einen geschützten Platz zum Schlafen, einen (oder mehrere) Partner um Nachwuchs zu zeugen und dann diesen Nachwuchs beschützen und versorgen, bis er alt genug ist, sein Leben selbst zu regeln (sprich die o.g. Pflichten selbst zu erfüllen).

Was uns Menschen unterscheidet, ist nur die Direktheit, mit der wir diese Dinge tun. Aber letztlich tun wir genau das Gleiche. Bei uns läuft es eben über den Umweg --> Arbeit --> Geld --> Kaufen.
Aber wenn sich alle Tiere täglich um, Nahrung, Schutz, Partner und Nachwuchs kümmern müssen, ist es ja eigentlich klar, dass wir das auch in irgend einer Art und Weise tun müssen, da wir -- wie Du selbst richtig bemerkt hast -- auch Tiere sind.

Einer der Unterschiede ist übrigens auch noch, dass die anderen Tiere kein Wochenende und keinen Urlaub haben...   ;)

Antwort
von ApfelTea, 140

Zum einen werden die Tiere gezwungen und zum anderen leben diese Tiere ca. 10% von ihrer normalen Lebenserwartung bevor sie geschlachtet werden. Also wenn du das vergleichen willst: Man müsste Menschenkinder direkt nach der Geburt zur Arbeit zwingen und im Alter von ca. 10 Jahren erschießen lassen.

Antwort
von ixijoy, 95

ich empfinde arbeit als eine bereicherung des lebens, sowohl privat als auch beruflich. es kommt also auf die persönliche einstellung zur arbeit an und ob der beruf tatsächlich berufung ist.

Antwort
von noname68, 149

das problem ist nur, dass man nach etwa 4 wochen faulenzen und liegen am strand von acapulco (oder vergleichbar) verhungert oder verdurstet.

leben um zu arbeiten?

oder 

arbeiten um zu leben?

Kommentar von Sandraaaa15 ,

Leben um zu arbeiten

Kommentar von noname68 ,

leider falsch

Kommentar von Sandraaaa15 ,

Das ist Ansichtssache

Ich fühle mich zu Arbeit gezwungen

Kommentar von noname68 ,

ok, jeder hat das recht auf eine eigene meinung, aber das ist kein privilleg, sie als allein gültig zu betrachten.

Kommentar von kiniro ,

Das Leben hat noch vielmehr Abstufungen bereit.

Manche leben, um zu arbeiten.

Kommen sie ins Rentenalter, wissen sie dann nichts mehr mit sich anzufangen.
Oder haben nichts davon, weil es sie nach kurzer Zeit hinweg rafft.

Antwort
von NewKemroy, 145

Du hast vollkommen recht. Das ist nicht artgerecht, wie mit Menschen umgegangen wird, die doch zu soviel mehr fähig sind als nur zu arbeiten. Wenn für Kunst, Kultur, Religion, Sport, soziale Kontakte und Vergnügen keine oder zu wenig Zeit mehr bleibt, und das Geld für viele gerade eben so zum Leben reicht, dann stimmt etwas nicht.

Kommentar von fluffiknuffi2 ,

Nur dass es das nicht tut. In Deutschland kann sich quasi jeder, auch der H4 beziehende, einen Internetzugang leisten. Womit man Zugang zu unzähligen immateriellen Dingen (Wissen, Kommunikation, Medien usw.) hat. Das nenne ich mehr als "gerade eben so leben".

Kommentar von Badykey ,

Das sehe ich auch so, man sollte wenn man auf Sozialhilfe angewiesen ist so wenig Geld bekommen das man mit rauchen aufhört. Das klingt jetzt sehr hart aber es wäre nur fair für alle die arbeiten gehen. Es soll ja eigentlich nur dazu da sein das man nicht auf der Straße Sitz und verhungert. Das Problem wird aber leider bewusst vom Staat geschaffen.

Kommentar von Ahzmandius ,

Richtig fair, wenn man durch unverschuldete Arbeitslosigkeit plötzlich an der Grenze zum Existenzminium leben muss.

Antwort
von Navvie, 36

Hallo Sandra!

Erklären Sie das doch bitte mal den Gewerkschaften und den Menschenrechtsorganisationen. Und wenn Sie schon dabei sind, auch den Gleichberechtigungsstellen und den zuständigen Stellen für den ÖPNV - insbesondere den ÖPNV - der mittlerweile mehr mit Viehtransport gemein hat.

Jeden Morgen werde ich in der Bahn wie Vieh eingepfercht. Auf der Rückfahrt am Abend genau das gleiche. Nur weil ICH arbeiten muss, so wie viele andere auch. Und für diesen "Luxus" zahle ich noch knapp 90 Euro im Monat für einen unangenehmen Stehplatz.

Jedem Käfigtier gestattet man mehr Platz. Kein Wunder, dass die Menschen gereizter werden.

Gruß

Navvie

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community