gutefrage.net, die Ratgeber Community
Login   |  Registrieren   |  Forum |  Richtlinien & FAQ

Ist ADHS eine Mode-Krankheit?

gefragt von Freya am 07.03.2008 um 14:36 Uhr

In Zeiten, als die Mütter sich noch überwiegend selbst um ihren Nachwuchs gekümmert haben gab es ADHS und Ritalin noch gar nicht. Wurde diese Krankheit erfunden um Fehlverhalten entschuldigen zu können? Wieso stellt man "auffällige", zappelige Kinder mit süchtigmachenden Medikamenten ruhig, statt sich eingehend mit ihnen zu befassen?

35 Stimmen : Modeerscheinung (4) ; vererbbar (4) ; richtige Krankheit (27)

Weitere Fragen zu verwandten Themen finden Sie hier:

ADHS (157)
ähnliche Fragen
Frage beantworten


DrLove
beantwortet von DrLove am 7. März 2008 14:38
8x
Die Antwort ist hilfreich? Dann klick mich!

es hat den anschein, dass das eine modediagnose geworden ist, weil man den patienten damit ruhig stellt. ich bin fest davon überzeugt, dass 80% der diagnosen aus bequemlichkeit gestellt werden, aber in den 20% restfällen ist es eine

abgestimmt für: richtige Krankheit
Kommentar von Fb044b587ba8fcf786b4d7d5f239f3afsmallPestopappa am 7. März 2008 14:41

Als Betroffener tendiere ich nach dem wir uns damit auseinander setzen mussten, zu 90 / 10 %...

Kommentar von 297887847996cf2b7bd8b1d137392c4fsmalljustika am 7. März 2008 14:41

Wirst mir immer sympathischer!

Kommentar von F4a3034a2625b30d6857a5e93c1c8892smallandreas48 am 7. März 2008 14:59

ich schließe mich voll und ganz an..

Kommentar von 2dc2eb05e9572248e799d07e41b51ec6smallghostwriter am 7. März 2008 16:47

Meiner persönlichen Erfahrung nach, denke ich , dass viele Ärzte die Diagnose sehr schnell stellen. Bei unserem Kinderarzt ist es zum Glück nicht so. Bis zur endgültigen Diagnose mit allen möglichen Untersuchungen war bei unserem Sohn mind. 1/2 Jahr vergangen.Danach folgten mehrere Wochen für das einstellen auf die richtige Dosis. Kenne aber andere Betroffene, die von ihrem Kinderarzt ohne irgendwelche Untersuchungen ein Medikament verordnet bekamen.Einfach so auf den Verdacht hin. Zu bemerken wäre wohl auch noch, dass bei Patienten die kein ADHS haben, das Medikament genau das Gegenteil bewirken würde.

Kommentar von Fb044b587ba8fcf786b4d7d5f239f3afsmallPestopappa am 7. März 2008 19:05

@ghostwriter... Ein lobenswerter Beitrag... Gerade im Angesicht der Ärzte !

Kommentar von 2dc2eb05e9572248e799d07e41b51ec6smallghostwriter am 7. März 2008 22:10

M.P. Danke!


cathystraum
beantwortet von cathystraum am 7. März 2008 17:04
4x
Die Antwort ist hilfreich? Dann klick mich!

Leider wächst sie sich mit der Pubertät auch nicht raus. Man behält sie ein Leben lang, aber der Betroffene kann lernen damit umzugehen.

Ritalin gibt es schon seit 1952, war damals sogar frei verkäuflich.

abgestimmt für: richtige Krankheit

anonym
beantwortet von Lissa am 7. März 2008 14:45
3x
Die Antwort ist hilfreich? Dann klick mich!

Da machst du ja jetzt ein Fass auf lach

Ich glaube, dass es diese Krankheit oder eine entsprechende Stoffwechselstörung schon immer gegeben hat.

Im Struwwelpeter findet man wunderbare ADS-Beispiele.

Und in jeder Klasse gab es Clowns und Träumer und auch solche, die stressigen Situationen nur mit Gewalt begegnen konnten.

Anders als jetzt konnte nur fast jeder seinen Platz finden und wurde- wenn nicht von den Eltern- dann durch die Gemeinschaft erzogen.

Seit es immer weniger Großfamilien und andere Gemeinschaften (Straße, Klasse, Dorf usw.) mehr gibt, fallen ADS-Symptome mehr auf. Da Eltern und auch Pädagogen damit überfordert zu sein scheinen, ist es Mode geworden, Kinder mit Medikamenten ruhig zu machen, obwohl eine gemeinsame Verhaltenstherapie oft sinnvoller wäre.

Andererseits ist es so, dass echten ADS-Leuten mit Ritalin & Co wirklich geholfen wird und sie diese Medikamente nicht mehr hergeben wollten.

abgestimmt für: vererbbar
Kommentar von Fb044b587ba8fcf786b4d7d5f239f3afsmallPestopappa am 7. März 2008 14:48

Gut geschildert ... Zu den Medis ... Leute, macht Euch schlau !!! Das sind Hammerpräparate ! Auch, wenn sie helfen...

Kommentar von 2dc2eb05e9572248e799d07e41b51ec6smallghostwriter am 7. März 2008 16:41

Gute Antwort. Allerdings wird ein Kind, dass von einem verantwortungsvollen Kinderarzt auf das Medikament richtig eingestellt wird u. das kann oft Wochen dauern, nicht ruhig gestellt.Es wird ausgeglichener. Unser Sohn war einfach nicht in der Lage zu spielen, er konnte sich einfach nicht länger als 2-3Min.konzentrieren.Er lernte sich erst durch das Medikament selber kennen, war glücklich sich mal über einen längeren Zeitraum beschäftigen zu können. Vorher stand er sich immer selbst im Weg. Er ist trotzdem immer noch ein Wirbelwind, aber er ist ausgeglichener.Wir haben vorher alles andere ausgetestet, nichts half. Natürlich ist das Medikament auch kein Garant dafür, dass alles gut in der Schule läuft.


Knowledge
beantwortet von Knowledge am 7. März 2008 19:22
3x
Die Antwort ist hilfreich? Dann klick mich!

Diese Krankheit gab es schon immer (wurde in der Vergangenheit allerdings selten richtig therapiert, sondern meist unterdrückt). Nur der Name ist eine "Mode-Erscheinung".

abgestimmt für: richtige Krankheit

wj2000
beantwortet von wj2000 am 7. März 2008 14:38
2x
Die Antwort ist hilfreich? Dann klick mich!

Diese Krankheiten gab es auch schon vorher, bevor man sie erkannte.

abgestimmt für: richtige Krankheit


Pestopappa
beantwortet von Pestopappa am 7. März 2008 14:38
2x
Die Antwort ist hilfreich? Dann klick mich!

Von vielen so betrachtet und sehr gerne in diese Schublade gesteckt aber DEFINITIV NEIN !!!!!!!!!!!!

abgestimmt für: richtige Krankheit
Kommentar von Fb044b587ba8fcf786b4d7d5f239f3afsmallPestopappa am 7. März 2008 14:49

Helfen kann bei Kindern ein Waldkindergarten und viel Bewegungs und Konzentrationssport Fussball in Kombi Karate / besser Kung Fu... Und neben der Schule... laufen, laufen, laufen...


justika
beantwortet von justika am 7. März 2008 14:40
2x
Die Antwort ist hilfreich? Dann klick mich!

Die Frage finde ich ein bisschen ungerecht den Müttern gegenüber, die sich selbst um ihre Kinder kümmern und deren Kinder trotzdem erkrankt sind. Sicherlich hat es damit zu tun, dass diese Erkrankungen erst jetzt einen richtigen Namen bekommen haben. Vorher hies es einfach - Verhaltensauffälligkeit. Und daran litten einige Kinder schon vor 30 Jahren (eigene Erfahrung). Ich denke, dass manchmal Fehlverhalten der Eltern vorliegt aber nicht immer im negativen Sinne. Manche Kinder sind auch überbehütet. Bevor wir andere verändern wollen, sollten wir immer schauen, ob wir selbst nicht etwas an uns verändern. Manchmal kann es schon daran liegen, warum Kinder krank werden/sind.

abgestimmt für: richtige Krankheit
Kommentar von Freya am 7. März 2008 15:23

Ich möchte hier in keinem Fall die Mütter beleidigen und sagen, wenn sie sich besser gekümmert hätten, dann gäbe es das "Problem" ADS nicht. Ich finde nur, dass es sich einige Eltern mit dieser Diagnose nur verdammt einfach machen, ob es nun eine echte Krankheit ist oder nicht. Es gibt einfach zu viele Fälle, wo meiner Meinung nach die Diagnose ADS falsch ist und diese Eltern sich auf dieser Aussage "Ihr Kind hat ADS!" ausruhen und jegliches Problem, welches das Kind hat, ob schulisch oder zwischenmenschlich, darauf abwälzen. Jetzt stellt euch doch mal vor: Es gibt soviele Kinder, denen mit Konzentrations-Training, Lerntraining und Sport viel besser geholfen ist als mit drogenverwandten Stoffen, die im Ritalin zu finden sind. Und wenn man dann noch jegliches Problem welches das Kind hat mit ADS entschuldigt, so dass man nicht daran arbeitet um es aus der Welt zu schaffen (das Problem), dann läuft hier doch einiges verkehrt.

Kommentar von 2dc2eb05e9572248e799d07e41b51ec6smallghostwriter am 7. März 2008 16:56

Hallo Freya, bin selbst betroffene Mutter.Bei uns war, nachdem alles andere fehlgeschlagen hat, ein Medikament die richtige Lösung. Alles andere brachte einfach nichts. Es ist natürlich richtig, dass diese Medikamente unter das BTM-Gesetz fallen.Man darf auf keinen Fall, alles damit entschuldigen, dass das Kind ADHS hat. Richtig ist, dass diese Kinder unbedingt eine feste Hand brauchen, dass heisst Regeln, die konsequent eingehalten werden, dazu gehört auch ein strukturierter Tagesablauf. Ich gebe dir völlig recht, dass viele Diagnosen auch sehr voreilig gestellt werden.Allerdings wirken die Medikamente nicht bei Menschen, die kein ADHS haben, sondern da würden sie das Gegenteil bewirken.

Kommentar von Freya am 8. März 2008 20:18

Ich finde deine Art zu erziehen total in Ordnung. Kinder brauchen einfach Regeln, Rituale, Dinge die ihnen Sicherheit geben. Das ist auch bei nicht Betroffenen Kindern so nur bei den ADSlern muss man noch mehr hinterher sein. Und ich möchte auch hier noch einmal betonen, dass es sicherlich viele Mütter gibt die froh wären, wenn ihr Kind gesund wär und nicht solche Hammer-Medis bräuchte.


fabienne1997
beantwortet von fabienne1997 am 7. März 2008 14:41
2x
Die Antwort ist hilfreich? Dann klick mich!
abgestimmt für: richtige Krankheit

anonym
beantwortet von Auskunft am 7. März 2008 14:46
2x
Die Antwort ist hilfreich? Dann klick mich!

Früher standen moderne Untersuchungs- und Diagnosemöglichkeiten noch nicht zur Verfügung. So kann man heutzutage bei ADHS-Betroffenen z.B. bestimmte Funktionsstörungen im Gehirn-Stoffwechsel festgestellen.

abgestimmt für: richtige Krankheit

RolfHoegemann
beantwortet von RolfHoegemann am 7. März 2008 14:57
2x
Die Antwort ist hilfreich? Dann klick mich!

Nur machen es sich Eltern und Ärzte m.E. ein bischen zu einfach: Wenn ein Kind ZU aufgewckt/lebhaft ist, ein wenig mehr Probleme in der Schule hat wird gleich auf ADHS "therapiert", weil das ja so "einfach" ist. Anstatt eventuell einmal nachzudenken, was Eltern eventuell anders machen könnten, um dem Kind ein "ruhigeres Leben" zu ermöglichen oder auch einfrach einzusehen, dass das Kind nicht so talentiert in der Schule ist, dafür eher ein Natur-/Sportkind ist.

abgestimmt für: richtige Krankheit

Hannibal1970
beantwortet von Hannibal1970 am 7. März 2008 16:12
2x
Die Antwort ist hilfreich? Dann klick mich!

Nur weil es vorher nicht richtig, oder überhaupt nicht diagnostiziert wurde, heist es nicht, das es das vorher noch nicht gab.

abgestimmt für: richtige Krankheit

anonym
beantwortet von coldwatermd am 7. März 2008 16:32
2x
Die Antwort ist hilfreich? Dann klick mich!

ADHS ist eine richtige Krankheit; manchmal hat sie genetische Ursuchen. Es gab die Krankheit immer schon - aber sie ist jetzt so weit verbreitet, weil wir uns falsch ernaehren.

Als Aerztin bin ich ueberzeugt, dass unser Nahrungsmittel immer kuenstlicher geworden sind in den letzten fuenfzig Jahren. Das fuehrt zu immer mehr Allergien und Nahrungsmittelintoleranz. Unsere Milch ist so veraendert, dass der Koerper sie gar nicht mehr als Milch erkennen kann - mal abgesehen davon, dass Menschenkinder keine Kaelber sind und nach dem Kleinkindalter sicher keine Milchprodukte mehr brauchen.

Wir haben so viele kuenstliche Molekuele in unserer Nahrung (Farben, Verstaerker, Bindemittel, Haltbarkeitsverlaengerer, Geschmachsstoffe, Ersatzmittel, und, und und...). Gemacht ist unser Koerper fuer wildes Fleisch (in Massen), Gemuese, Kraeuter, Nuesse, Obst, ein paar Koerner. Hoehlenmenschendiaet war anti-inflammatorisch.

Solange wir unsere Kinder mit inflammatorischem Essen fuettern, muessen wir uns nicht wundern, das unsere Kinder ungesund - in Koerper und Geist - sind.

Alexa Fleckenstein M.D. (Besonders mein Wasser-Buch handelt inflammatory/ anti-inflammatory foods ab - leider in Englisch).

abgestimmt für: richtige Krankheit
Kommentar von 2dc2eb05e9572248e799d07e41b51ec6smallghostwriter am 7. März 2008 22:18

Stimme dir da zu. Mir ist bei unserem Sohn (ADHS) aufgefallen, dass er ganz besonders auf Produkte die Zucker enthalten,reagiert.Wir haben seinen Süßigkeiten-Konsum hier zu Hause auf ein Minimum beschränkt. Leider ist er mit 12 Jahren in einem Alter, wo diesen Konsum nicht mehr ständig kontrollieren kann, z.B. wenn er bei Freunden ist o. sich selber vom Taschengeld etwas kauft.Aber ich merke es sofort, dann dreht er oft völlig am Rad.Dazu kommt, denke ich, auch der Medienkonsum in der heutigen Zeit, anders als in unserer Kindheit.Dann auch das ganze Umfeld, alles ist stressiger, hektischer.Fängt ja oft schon im Kindergarten an. Freies, unbeschwertes Spielen, wo gibt es das heute noch? Überall Zwänge u. Druck. Das wirkt sich gerade auf Kinder mit ADHS doppelt so schlimm aus.


dragon100
beantwortet von dragon100 am 7. März 2008 14:39
1x
Die Antwort ist hilfreich? Dann klick mich!

Gab es früher auch schon,wurde aber durch die Weiterentwicklung im medizinischen Bereich auch behandelbar.

abgestimmt für: richtige Krankheit

anonym
beantwortet von Nicky1972 am 7. März 2008 14:53
1x
Die Antwort ist hilfreich? Dann klick mich!

Der Sohn meiner Freundin hat die Krankheit von seinem Vater geerbt.

abgestimmt für: vererbbar
Kommentar von Ccd99138ae5b3812d913f91fa3c75c2csmallJakobsEltern am 7. März 2008 15:07

Woher weiß man, dass es vererbt wurde?

Kommentar von Nicky1972 am 7. März 2008 16:01

Das wurde irgendwie getestet. Frag mich nicht wie, ich war nicht dabei.

Kommentar von 2dc2eb05e9572248e799d07e41b51ec6smallghostwriter am 7. März 2008 17:01

Es ist erwiesen, dass diese Krankheit ausschliesslich von den Männern weiter vererbt wird.


mia68
beantwortet von mia68 am 7. März 2008 14:58
1x
Die Antwort ist hilfreich? Dann klick mich!

Es ist definitiv eine richtige Krankheit (allerdings hat dieses "Kind" erst heutzutage einen Namen bekommen...), die allerdings nur zu diagnostizieren ist nach intensivster und genauester Untersuchung! Und das ist die Crux an der Sache: Viele Ärzte tun genau das nicht (sondern werfen jede Auffälligkeit in den "großen Topf ADHD") und verschreiben zudem Medikamente, die in den Hinstoffwechsel eingreifen und dessen Nebenwirkungen (bzw. Langzeitfolgen!) noch in nebulöser Zukunft liegen. Entsprechend unangemessen ist dann auch die Therapie; nur medikamentös zu behandeln, reicht bei weitem nicht aus. Es müssten noch mehr Maßnahmen greifen (u.a. Verhaltenstherapie), damit eine Besserung eintritt.

abgestimmt für: richtige Krankheit

Kommentar von 2dc2eb05e9572248e799d07e41b51ec6smallghostwriter am 7. März 2008 22:35

Genauso ist es. Unser Kinderarzt ist sehr gründlich, auch was die Feststellung der Krankheit angeht. Zudem müssen wir begleitend zur medikamentösen Behandlung zu einem Kinder-u.Jugendpsychololgen. Ausserdem wird 1/4 jährlich eine Gewichts-u.Größenkontrolle u.1/2 jährlich eine Blutuntersuchung gemacht.


dtimmermann
beantwortet von dtimmermann am 7. März 2008 15:03
1x
Die Antwort ist hilfreich? Dann klick mich!
abgestimmt für: richtige Krankheit

JakobsEltern
beantwortet von JakobsEltern am 7. März 2008 15:05
1x
Die Antwort ist hilfreich? Dann klick mich!

Es ist eine konkrete Krankheit, bzw. eher ein Symptom

eines Defizits, wie eigentlich alle Krankheiten.

Aber in dem Maße, wie es heutzutage diagnostiziert

wird, glaube ich schon, dass da etwas nicht ganz

stimmen kann.

abgestimmt für: richtige Krankheit

ghostwriter
beantwortet von ghostwriter am 7. März 2008 16:31
1x
Die Antwort ist hilfreich? Dann klick mich!

Ich bin selbst(nicht berufstätige) Mutter eines ADHS KIndes. Diese Krankheit wurde zum 1. Mal von Dr. Heinrich Hoffmann in seinem Kinderbuch "der Struwwelpeter" genau beschrieben. Leider wurde diese Krankheit lange Zeit belächelt u. erst in den letzten Jahren genauer erforscht. Es handelt sich bei dieser Krankheit um eine Stoffwechselstörung.Ganz wichtig bei diesen Kindern ist ein genau strukturierter Tagesablauf, kleinste Abweichungen können so ein Kind schon völlig aus der Bahn werfen. Viel Bewegung u. frische Luft tut den Kindern ebenfalls sehr gut.Diese Kinder brauchen ganz feste konsequente Regeln u. viel Unterstützung auch bei den Hausaufgaben.Auch wichtig zu wissen: Kinder die nicht mit entsprechenden Medikamenten behandelt werden, sind viel häufiger gefährdet, Drogenabhängig zu werden.

abgestimmt für: richtige Krankheit

anonym
beantwortet von Fritz64 am 7. März 2008 17:31
1x
Die Antwort ist hilfreich? Dann klick mich!

Du solltest mal nicht die Eltern, sondern die Kinder fragen. ein junge in meiner nachbarschaft sagt: "mit Ritalin kann ich ich konzentrieren und bin in allen fächern eine ganze note besser. Ohne kann ich mich weder konzentrieren, noch irgendwie ruhig sitzen." Und wenn er mag setzt er das medikament einfach fürs wochenende ab und Ferein ab.

abgestimmt für: richtige Krankheit
Kommentar von 2dc2eb05e9572248e799d07e41b51ec6smallghostwriter am 7. März 2008 22:30

Genau so geht es meinem Sohn auch.DH.


Janca
beantwortet von Janca am 7. März 2008 18:20
1x
Die Antwort ist hilfreich? Dann klick mich!

Dise Krankheit ist eine Störung im Stoffwechsel des Gehirnes. Der Dopaminhaushalt funktioniert nicht korrekt und wird durch Methylphenidat ( u.a Ritalin oder Medikenet) ausgeglichen. Dieser Wirkstoff wurde in den 50er Jahren von einem Neurologen und seiner Frau, diese war Psychologien, entdeckt. Ein Familienangehöriger dieser beiden Ärzte litt an dieser Stoffgwechselerkrankung. So kam es dazu, das man den Wirstoff gegen diese Erkrankung gefunden hat. Das Medikament stellt niemanden "ruhig" oder macht jemanden "abhängig". Das einzige was wirkich heftig ist, sind die Nebenwirkungen. Abwägen sollte, wenn man das Medikament verabreichen lassen möchte, ob man seinem Kind einige Jahre in seinem Leben erleichtern möchte. ADHS Kinder haben es schwerer als andere Kinder. Sie geraden schnell ins gesellschaftliche Abseits. Das Lernen fällt um einige Längen schwerer und vor allem wissen die Kinder meistens selber nicht, was mit Ihnen los ist. Das Medikament macht den Umgang mit dieser Erkrankung um einiges einfacher. Wenn man sich nicht ausführlicher mit dieser Krankheit beschäftigt, so finde ich sollte man keine unbedachte Antworten geben. Wer sich über ADHS richtig imformiert ist klar im Vorteil. Meines erachtens hat man somit einen Schritt in die richtige Richtung getan um eine kompetente Antwort geben zu können. Ich bin jedesmal erstaunt und traurig zugleich, wieviele Vorurteile in der Gesellschaft kursieren. Vererbar ist diese Krankheit von der väterlichen Seite aus. Es gibt mehr betroffene Jungen als Mädchen. ADHS gibt es in der Form der Hyperaktivität oder Hypoaktivität ( dsie Träumerkinder) ADHS ist eine BEHINDERUNG auf die man einen Schwerbehindertenausweis beantragen kann und auch tun sollte. 50% hat mein Sohn

abgestimmt für: vererbbar
Kommentar von 2dc2eb05e9572248e799d07e41b51ec6smallghostwriter am 7. März 2008 22:26

10 x DH!!


Maienblume
beantwortet von Maienblume am 7. März 2008 14:48
0x
Die Antwort ist hilfreich? Dann klick mich!

Früher war das bekannt unter dem "Zappelphilipp" aus dem Struwwelpeter!

Solche Kinder gab es schon immer, aber man kann dankbar sein, daß es jetzt diese Diagnose gibt, und auch ein Mittel, das wirklich helfen kann.

Normalerweise sollten die Ärzte es sich nicht leicht machen, die Diagnose zu stellen, es gibt einen sehr umfangreichen Fragenkatalog dazu. Doch der Verdacht ist berechtigt, daß viele Eltern darauf bestehen, daß ihr auffälliges Kind "ruhiggestellt" wird.

So gibt es durchaus Licht und Schatten unter diesem speziellen Thema.

abgestimmt für: richtige Krankheit
Kommentar von Freya am 7. März 2008 15:12

Damals wurden sogenannte Zappelphilippe von der Gesellschaft aufgefangen und nicht als "krank" ins Abseits gestellt und mit Medis, die meiner Meinung nach die persönliche Entwicklung der Kinder behindern, behandelt.

Kommentar von 1fbd04cbe07943860c54a31479062621smallMaienblume am 7. März 2008 15:23

Ich weiß, deshalb schreibe ich ja "Licht & Schatten". Dennoch halte ich es für eine echte Krankheit, wenngleich ich die Gleichschaltung der Kinder auf pflegeleichte Stromlinienform verabscheue. Bei den allermeisten ist es wohl nicht nötig, doch wer mal Reportagen gesehen hat, die seriös sind, und wo Betroffene ausgiebig zu Wort kommen, versteht auch deren Position. Man darf es sich hier, wie so oft, nicht zu einfach machen, und Pauschalurteile fällen. Bitte.

Kommentar von 2dc2eb05e9572248e799d07e41b51ec6smallghostwriter am 7. März 2008 17:07

Unser Sohn ist keinesfalls in seiner Entwicklung behindert, nur weil er medikamentös behandelt wird. Im Gegenteil, er stand sich vorher selbst im Weg.Auch ist erwiesen, das ADHS Kinder ,die richtig behandelt werden, nicht so drogengefährdet u. selbstmordgefährdet sind, wie Kinder die nicht medikamentös behandelt werden.

Kommentar von 2dc2eb05e9572248e799d07e41b51ec6smallghostwriter am 7. März 2008 16:59

Maienblume, stimme dir völlig zu.Unser Arzt hat sich sehr viel Arbeit zur Feststellung gemacht, dass hat mit allen Untersuchungen(u.a.auch zentrale Fehlhörigkeit,EEG,psychologischer Test u.Fragenkatalog etc.) gut ein halbes Jahr gedauert.

Kommentar von 1fbd04cbe07943860c54a31479062621smallMaienblume am 7. März 2008 19:18

Liebe/r ghostwriter, ich bin ausdrücklich froh, auch in Deinem Sinne gesprochen zu haben, denn nichts ist bei so einem sensiblen Thema verkehrter, als in Bausch & Bogen zu urteilen. Gerade Betroffene, die nicht mehr aus noch ein wissen mit ihrem Kind, haben respektvolles Zuhören verdient, denn keiner sonst kann sich vorstellen, was die Familien oft durchgemacht haben.

Aber leider, leider gibt es auch Beispiele für den Gegensatz, wo dann Kinder tatsächlich ruhiggestellt werden - man hüte sich vor Schnellurteilen! <LG>

Kommentar von 2dc2eb05e9572248e799d07e41b51ec6smallghostwriter am 7. März 2008 22:26

Liebe Maienblume, genau das ist es. Man wird meist gerade von den Menschen vorverurteilt, die oft noch nie in ihrem Leben mit einem ADHS Kind zu tun hatten. Ich kann dir sagen, wir haben bis die Diagnose feststand sehr viel mit gemacht.Niemand kann sich vorstellen, wie das ist, wenn ein 5 jähriges Kind noch nie in seinem Leben richtig gespielt hat, weil es einfach die Ruhe nicht dafür findet. Seit 7 Jahren findet mein Sohn z.B. auch trotz Medikament abends keine Ruhe, schläft nie vor 23 Uhr.Und wir haben weiß Gott alles probiert,da helfen keine Belohnungen, kein Schimpfen, kein drohen. Und ich bin im Umgang u.in der Erziehung mit Kindern durchaus erfahren, habe 4 Stück.


valvetvipe
beantwortet von valvetvipe am 7. März 2008 15:15
0x
Die Antwort ist hilfreich? Dann klick mich!

Ich denke auch, dass es diese Krankheit schon immer gab, aber heutzutage wird sie verstärkt durch die ganze Reizüberflutung bei Kindern. Es gibt leider Eltern, die ihre Kinder viel zu oft vor den Medien parken und sich zu wenig mit ihnen befassen.

abgestimmt für: richtige Krankheit

urlauber
beantwortet von urlauber am 7. März 2008 16:00
0x
Die Antwort ist hilfreich? Dann klick mich!

Aus meiner Sicht ist es eine gesellschaftliche Krankheit. Es ist halt einfacher Medikamente und Ärzte zu bemühen als sich selber. Wobei ich es so direkt als Krankheit nicht anzweifeln möchte. Wird ja bestimmt genügend Studien geben über die Häufigkeit von ADHS in verschiedenen sozialen Strukturen.

abgestimmt für: Modeerscheinung

RBMannheim
beantwortet von RBMannheim am 7. März 2008 17:26
0x
Die Antwort ist hilfreich? Dann klick mich!

Heute ist alles gleich eine Krankheit und hochwissenschaftliche Angelegenheit! Ich Frage mich, wie uns unsere Eltern nur ohne diesen psychologischen Firlefanz großziehen konnten!

abgestimmt für: Modeerscheinung
Kommentar von Freya am 7. März 2008 17:33

Tja, die habens ja auch noch getan...

Kommentar von 3ee281e9a55f2ec6395e48414c4a660fsmallRBMannheim am 7. März 2008 17:43

Haja, und heute rennt jeder bei dem kleinsten Problemchen gleich panisch von einem "Spezialisten" zum anderen! Soviel Zeit hatten die früher gar nicht!

Kommentar von 2dc2eb05e9572248e799d07e41b51ec6smallghostwriter am 7. März 2008 22:30

@Freya, vielleicht solltest du dich durch Fachlektüre einmal genau über diese Krankheit informieren, bevor du hier Menschen vorverurteilst! Ich jedenfalls erziehe meine 4 Kinder in "Vollzeit" u. habe auch ein ADHS Kind.

Kommentar von Freya am 8. März 2008 20:09

Dann kannst du davon ausgehen, dass dein ADHS-Kind eines von den wenigen ist, die tatsächlich unter dieser Krankheit leiden. Ich kann mir sehr gut vorstellen dass du deine Kinder vom Gtrundgedanken her alle gleich behandelst (ganz abgesehen davon dass jedes Kind anders ist und auch anders gehandelt werden muss aufgrund seiner Individualität), so haben wir es bei unseren (erst) zwei Kindern auch vor. Was ich aber meine ist einfach die Tatsache, dass viele Kinder nur aufgrund ihrer Hibbeligkeit und lascher Erziehung (es wurde ihnen nie beigebracht, dass sie in bestimmten Situationen einfach still sitzen zu haben und sich auch mal etwas von anderen Erwahsenen sagen lassen müssen) genau diese Diagnose gestellt bekommen. Meine Tante hat drei Kinder. 2 Jungs und ein Mädchen. Die Erziehung ist antiautoritär, der elterliche Wille (z.B. Hausaufgaben machen, Zimmer aufräumen) sowie Strafen werden nicht durchgesetzt. Die Kinder kommen mit allem durch. Ergo gibts Probleme in der Schule, denn dort herrscht ein gewisses Maß an Regeln. Meine Tante hat die Lehrer zur Rechenschaft gezogen, ihnen vorgeworfen, sie würden die Kinder nicht leiden können. Ab zum Arzt, denn da kann ja was nicht richtig sein. Diagnose: ADHS. Medikament: Ritalin. Was mir dabei einfach nur aufgefallen ist, ist die Tatsache, das morgens die Medi-Gabe schon mal vergessen wurde und oha(!) es kam weder ein Anruf aus der Schule, noch hörte man irgendetwas über Fehlverhalten seitens der Kinder. Vergiss doch mal bei deinem Kind die Gabe, du wirst die Hölle erleben, denn bei dir hört sich das so an als wäre dein Kind tatsächlich betroffen. Und es war auch nicht meine Absicht, hier Müttervn richtigen ADHS-Kindern als blöd hinzustellen. Ich wollte nur mal wissen, wie vielen Menschen schon aufgefallen ist, dass viele Kinder zu Unrecht mit dieser Diagnose konfrontiert und als Folge mit solchen "Medikamenten" in Kontakt gebracht werden.

Kommentar von 2dc2eb05e9572248e799d07e41b51ec6smallghostwriter am 9. März 2008 18:48

Das ist richtig was du sagst, natürlich fällt es sofort auf, wenn mein Sohn seine Tablette vergessen hat. Ritalin,Medikinet etc. sind bei Kindern die KEIN ADHS haben, wirkungslos.Von daher kann ich auch die Ärzte nicht verstehen. Unser Arzt gibt uns immer Fragebögen(je 1x für uns,das Kind u. den Lehrer) mit, sobald die Dosis erhöht werden muß oder wir das Medikament wechseln müssen.Auf diesen Bögen sind ganz gezielte Fragen, die akribisch genau beantwortet werden müssen (traurig:manche Lehrer machen sich nicht die Mühe, den Bogen auszufüllen), damit das Medikament möglichst ganz genau dosiert werden kann.Menschen, wie deine Tante kann ich nun garnicht verstehen.


anonym
beantwortet von Rolfe am 7. März 2008 22:48
0x
Die Antwort ist hilfreich? Dann klick mich!

Und ob das eine richtige Krankheit ist!

abgestimmt für: richtige Krankheit

Qetan
beantwortet von Qetan am 7. März 2008 23:30
0x
Die Antwort ist hilfreich? Dann klick mich!
abgestimmt für: Modeerscheinung

bengi912
beantwortet von bengi912 am 21. April 2008 21:25
0x
Die Antwort ist hilfreich? Dann klick mich!
abgestimmt für: richtige Krankheit

richmaster
beantwortet von richmaster am 20. Mai 2008 18:15
0x
Die Antwort ist hilfreich? Dann klick mich!

also ich habe mal rital in genommen, medikinet und jetzt concerta

und jezt bin ich vom Concerta süchtig (ps ich nhme es seit 5jahren)

abgestimmt für: richtige Krankheit

Medard
beantwortet von Medard am 9. Juni 2008 21:43
0x
Die Antwort ist hilfreich? Dann klick mich!

Leider eine richtige Krankheit. Sollte aber von einem Kinderpswychologen ausgetestet werden.

abgestimmt für: richtige Krankheit

Ringelkatze
beantwortet von Ringelkatze am 10. Juni 2008 23:11
0x
Die Antwort ist hilfreich? Dann klick mich!
abgestimmt für: richtige Krankheit

EvelinK
beantwortet von EvelinK am 10. Juni 2008 23:24
0x
Die Antwort ist hilfreich? Dann klick mich!

Ich sage es ist eine richtige Krankheit, würde aber vererbbar wenn es ginge auch angeben. Trotzdem ist es sicherlich eine gesellschaftliche Krankheit. Bin selbst Mutter eines ADHS-Kindes und hatten auch mächtig was erlebt, bis zur Erkennung.

abgestimmt für: richtige Krankheit

EvelinK
beantwortet von EvelinK am 10. Juni 2008 23:24
0x
Die Antwort ist hilfreich? Dann klick mich!

Ich sage es ist eine richtige Krankheit, würde aber vererbbar wenn es ginge auch angeben. Trotzdem ist es sicherlich eine gesellschaftliche Krankheit. Bin selbst Mutter eines ADHS-Kindes und hatten auch mächtig was erlebt, bis zur Erkennung.

abgestimmt für: richtige Krankheit

anonym
beantwortet von Brendels am 2. September 2008 15:55
0x
Die Antwort ist hilfreich? Dann klick mich!

Jeder der hier Modeerscheinung angibt muß wohl nicht mit dieser Krankheit leben oder sich mit ihr auseinandersetzen!

abgestimmt für: richtige Krankheit

anonym
beantwortet von Hathor am 9. Juli 2009 14:31
0x
Die Antwort ist hilfreich? Dann klick mich!

ich möchte erwähnen, dass man von den medikamenten keineswegs süchtig wird. Zumindest nicht körperlich. man muss sich nur klar sein, dass man auch ohne medis ein guter Mensch ist, der alles kann, was er will. Wer behauptet, die Medis machen süchtig, sollte mal ganz ehrlich zu sich selber sein und sich fragen, warum er diese Medikamente überhaupt nimmt. Nehme ich sie, weil die Leute mich dan mögen, weil ich sonst nichts auf die Reihe kriege und kurz gesagt einfach zu dumm bin? Oder nehme ich sie in Situationen, wo ich weiss, jetzt wäre es besser, wenn ich mich gut unter Kontrolle habe, aber eigentlich würde es auch ohne gehen?

Man redet sich nur ein das man süchtig wird.

Seit 10 Jahren nehme ich diese Medis (zuerst Ritalin, jetzt Concerta) ich nehme sie nur, wenn ich Schule habe oder etwas Wichtiges ansteht. Manchmal nehme ich sie mehrere Wochen nicht, sondern erst, wenn ich für die Familie wieder zu nervig werde^^

Also versucht doch einfach mal ehrlich zu euch zu sein.

abgestimmt für: vererbbar

PrinceLelouch
beantwortet von PrinceLelouch am 20. August 2009 18:41
0x
Die Antwort ist hilfreich? Dann klick mich!
abgestimmt für: Modeerscheinung

Frage beantworten

Noch nicht die richtige Antwort? Dann hier in allen Fragen und Tipps suchen:




Verwandte Fragen

Verwandte Fragen


Mehr verwandte Fragen

Verwandte Fragen
Die unter gutefrage.net angebotenen Dienste und Ratgeber Inhalte werden nicht geprüft. Die Richtigkeit der Inhalte wird nicht gewährleistet. Bitte lesen Sie hierzu auch unsere Rechtlichen Hinweise.