Valve am 07.04.2008 um 12:26 Uhr
Ich war letztens in einer ambulanten OP-Klinik, und während ich im Wartezimmer saß, hörte ich zwei Frauen zu. Bis mir klar wurde, dass sie gerade eine Abtreibung hinter sich hatten, war ich völlig entsetzt. Sie hatten beide eine feste Partnerschaft, die eine wollte keine Kinder, und die andere nicht nochmal eines. Da gibt es doch Verhütung, was meint Ihr dazu? Ist das zu verantworten? Danke und Gruß valvetvipe

Wenn es aus medizinischen Gründen erforderlich ist, weil z.B. Gefahr für das Leben der Mutter besteht!

solange es nicht zur geburtenregelung missbraucht wird.
es gibt situationen, in denen eine frau dafür entscheiden muss.
sei es aus gesundheitlichen, wirtschaftlichen oder auch persönlichen gründen.

Für mich persönlich käme es nur bei wirklich schwerwiegenden gesundheitlichen Problemen in Frage. Allerdings muss jede Frau selber diese Entscheidung treffen und vor sich selbst verantworten. Kein Verhütungsmittel (ausser vielleicht absoluter Keuschheit und Sterilisation) ist 100 % sicher. Passieren kann es also theoretisch immer ungewollt schwanger zu werden.

Ja und nein - kommt meines Erachtens auf viele Faktoren an. An allererster Stelle natürlich der Gesundheitsfaktor. Ist von vornherein zu erwarten, dass das ungeborene Leben Schaden nehmen könnte - dann ja.

Leider sind nicht alle so verantwortungsvoll...
Prinzipiell habe ich nichts gegen Abtreibung, in manchen Fällen ist es wahrscheinlich sogar besser für das Kind!
Wieselchen1 am 8. April 2008 01:11 Was ist besser als das Leben? Welche Chancen werden da noch vor der Geburt einfach ausgeschlagen, gar nicht erst zugelassen? Nein, eine Abtreibung kann nie besser sein für das Kind.

Das ist ein Thema über das immer geredet,gestritten und verurteilt wird. Ich denke,jeder muss das ganz für sich allein entscheiden und ich denke,niemand macht das einfach so.Sicher gibt es Personen,für die es "normal" ist und die es des öfteren machen,aber für die meisten ist es sicherlich nicht leicht,dadurch kann man es nicht verallgemeinern. Die beiden Frauen,deren Gespräch Du gehört hast,waren sicherlich froh,mit jemanden zu sprechen,die das selbe hinter sich hat und haben sich vielleicht verstanden gefühlt. Ich verurteile niemanden,der sowas tut,genauso wenig beführworte ich es.

Es muss jeder für sich wissen. Es kommt auch drauf an, wie die persönliche Situation ist. Ich selbst finde Abtreibung richtig schlimm. Ich stand auch mal vor der Entscheidung, mein zweites Kind zu bekommen oder abzutreiben. Ich wollte nie zwei Kinder. Ich konnte mein Baby, was in mir wächst, nicht abtreiben (hatte Albträume), ich hätte halt verhüten sollen. Heute bin ich froh, die kleine zu haben. Und jetzt verhüte ich, weil kein drittes kommen soll....
Wieselchen1 am 7. April 2008 13:03 Sabrinakimberly, meine Hochachtung. Mein zweiter Sohn ist ein Nachzügler und erst 16 Jahre nach dem ersten bei uns eingetrudelt. Ich hatte solche Angst, da ich schon fast 39 Jahre alt war ... Aber dann haben wir uns doch gegen die Fruchtwasseruntersuchung entschieden, weil wir uns sagten, dass sie nichts ändern würde. Egal ob behindert oder nicht, es wäre ein Teil von uns gewesen, dazu geschaffen, zu lieben und geliebt zu werden.

Als Verhütungsmethode sicherlich zu verabscheuen. Doch das Thema ist sehr komplex, es kommt immer ganz auf den einzelnen Fall an, Generationen von Schreiberlingen haben sich schon die Finger wund getippt darüber...
Wer soll letztendlich richten?
Im Prinzip halte ich es mit dem alten Spruch: "Mein Bauch gehört mir!", denn es ist genauso unsäglich, wenn fremdbestimmt wird, was mit dem Keim im Leibe zu passieren hat...
Man darf die verzweifelten Frauen nicht vergessen, die bei strengeren Gesetzen zu sogenannten "Engelmachern" auswichen, und oft mit schweren gesundheitlichen Schäden, oder sogar dem Leben dafür bezahlten.
Dürfen wir uns anmaßen, zu regeln, wer sein Kind bekommen muß, und zu entscheiden, wie groß der Leidensdruck bei der jeweiligen Frau zu sein hat?
Ganz klar darf Abtreibung nicht die Regel werden, und auch nicht ein "Verhütungsmittel". Doch vollkommen tabuisieren geht auch nicht.
Wieselchen1 am 8. April 2008 01:08 Da ich glaube, dass eine Abtreibung für keine Frau leicht ist und als hormonfreie Abtreibungsmethode eingesetzt wird, sehe ich es im Prinzip genauso wie du. Mein Bauch ist der meine und ich darf/kann/muss entscheiden, ob ich da drin den Ausbau eines zeitlich begrenzten Appartements zulasse oder nicht.
Schließlich sind wir dem Himmel sei Dank keine Gebärmaschinen mehr.

Meine, es muss jeder mit sich selbst ausmachen. Aber, ich habe es nicht gekonnt.Habe vor vielen Jahren ein Kind durch Leukämie verloren. Hatte aber noch 3Jungs. 3Jahre noch dem Tod meines Sohnes war ich wieder schwanger. Da ich an Otosklerose leide, riet mir der Frauenarzt zur Abtreibung, da sonst bei mir die Gefahr von Taubheit bestände. Heute ist mein 4.Sohn 31 Jahre alt und er ist der von allen geschätzte Bruder und Sohn. Seine Brüder, inzwischen 52, 42, 38 Jahre alt mögen ihn sehr.Und ich wurde nicht taub.
wuschel55 am 7. April 2008 13:23 Alle Hochachtung! Von mir ein DH!
Wieselchen1 am 8. April 2008 01:01 Mama Muma, ich verneige mich vor dir. Eine ganz tolle Einstellung und Entscheidung. Dein Mut hat dich belohnt.
Mama Muma am 8. April 2008 09:37 Leute nicht verneigen. Bin ja schon genug belohnt mit meinen tollen Söhnen, meinem Mann und auch mit meinen lieben Schwiegertöchtern und Enkelin. Bin manchmal auch rictig stolz.
Wieselchen1 am 8. April 2008 16:29 Kannst du auch mit Recht sein.
Mama Muma am 8. April 2008 20:02 Liebe Tanzwiesel, Du bist ein grosser Schatz. Danke Dir dafür. Lass Dirs gut gehen.

Das Thema ist viel zu komplex, um mit ja oder nein beantwortet werden zu können!

Ja, wenn gesundheitliche Gründe eine Abtreibung rechtfertigen oder die Mutter geistig nicht in der Lage wäre, ein Kind großzuziehen. Nein, wenn man nicht entsprechend verhütet und abtreibt, weil man es einfach nicht will. Das finde ich unmöglich.
Wieselchen1 am 7. April 2008 13:10 ??? Wenn die Mutter geistig nicht dazu in der Lage wäre.....Was ist denn das für eine Aussage?
justika am 7. April 2008 13:42 Es gibt nun mal geistig behinderte Menschen, die sich zwar sexuell betätigen und einige Dinge allein bewerkstelligen können, aber eben ein Kind nicht allein groß ziehen könnten, sondern nur mit ganz viel Hilfe. Ist das so schwer zu verstehen?
Wieselchen1 am 8. April 2008 01:00 Ja. Denn auch dafür kann das Kind nichts, was da im Mutterleib wächst. Demnächst wird für diese Kategorie Mütter wieder die Zwangssterilisation eingefordert? Entsprechende Erziehungshilfen würden da besser passen als eine Tötung unschuldigen Lebens.
justika am 8. April 2008 07:11 Ist zwar nett, wass Du sagst, aber schau mal in die Realität. Warst Du schon mal in so einem Heim? Die Diskussion bringt gar nichts, also diskutiere mit jemand anderes!

Sowohl als auch. Erstmal müsste man sich darüber im klaren sein ( klassische Frage) ab wann man bei befruchteten Eizellen von "Leben" sprechen kann ( oder will ). Ich möchte dazu persönlich kein statement abgeben !
Aber es kann ( wenn man sich entweder darüber bewusst ist ein Leben zu vernichten, oder "nur einen Zellhaufen UND damit zurecht kommt...) durchaus sinnvoll sein das zu tun. Wer z.B. aus einer Vergewaltigung schwanger wird oder weiß, dass das Kind unendlich viel leiden müsste, weil es schwer behindert zur Welt kommt. ODER ( unter Umständen ) aber auch die Verhütungsmethode einfach nicht gewirkt hat und man kein Kind will !!!
Aber das ist nur ein Ausschnitt aus meinen Meinungen, ich war ( Gott sei Dank ) noch nicht in dieser Entscheidungs-Situation (auch glaube ich, dass meine Partnerin eher entscheiden müsste, was zu tun sei und ich dem nur zustimmen kann oder versuchen müsste sie zu überzeugen...)
postet doch mal mehr zu dem Thema, bin ziemlich gespannt auf die Meinungen... Alles Gute Haaza
Wieselchen1 am 7. April 2008 12:59 Hazaa, auch wenn ich jede Entscheidung einer Frau respektiere, eine Abtreibung vorzunehmen, möchte ich dir gerne die Gründe, die du pro Abtreibung genannt hast, aus der Hand schlagen:
Schwerbehinderung = Unglücklich : Woher willst du wissen, ob diese Kinder unglücklich sind? Unterhalte dich mal mit Pflegern und Pädagogen von Behinderteneinrichtungen, die werden dir aber was ganz anderes erzählen.
Und auch Tropis kann man zur Adoption freigeben.
moon73 am 7. April 2008 13:07 Ich denke, daß sollten nur die Leute beurteilen, die aus Erfahrung sprechen, wir können nicht entscheiden, ob es einer vergewaltigten Frau zuzumuten ist, ein Kind 9 Monate im Bauch zu tragen, auszutragen und die Geburt zu erleben und dann zur Adoption freizugeben!!
Haaza am 7. April 2008 13:35 @ Tanzwiesel Antwort : Dies sind meine Gefühle, Gedanken zu dem Thema. Ich weiß das es Heikel ist und will Deine Meinung auch nicht angreifen...
ABER ( oh jetzt erfahrt ihr etwas von mir) : Vergewaltigung ist nicht nur brutal, heftig und absolut verachtenswert, ich ( männlich ) habe viele Jahre darunter gelitten als Kind vergewaltigt worden zu sein... Auch wenn ich Deine Meinung respektiere, habe ich meine eigenen Empfindungen, ich kann mich vielleicht mehr in ein ( auch weibliches und erwachseneres ) Opfer hineinversetzen! Dass derartige Torturen hinter sich hat und dann auch noch feststellt, dass es von jemand ( ABSOLUT ) bösen ein Kind in sich trägt ist absolut grausam und nicht mit rationalen Gedanken wie: " na dann gebe ich es mal zur Abtreibung frei... " vereinbar...
Mit der Schwerbehinderung gebe ich Dir recht, dass kann man ( und will man als Elternteil, der sich auf ein Kind freut ) nicht wahrhaben... Ich kenne auch einige Menschen mit Schwerbehinderten Kindern, die würden ihr Kind auch gegen nichts auf der Welt ( UND erst recht gegen nichts !!! ) eintauschen, aber weiß ich auch, das das schwer ist ein solches Kind groß zuziehen ... Das ist ( leider ) tatsächlich auch eine Frage des Geldes und des sozialen Umfeldes...
Wieselchen1 am 7. April 2008 14:05 Natürlich, und wie ich auch schon in meiner Antwort betonte: Es muss jeder Frau - egal für welchen Grund - freistehen, zu wählen, ob sie denn nun ein Kind will oder nicht.
Ich für meinen Teil könnte es nicht, auch nicht bei einer Vergewaltigung, und ich weiß ebenfalls, wovon ich spreche. Das Kind selber ist nicht böse und wird getötet. Es erfährt diese Tötung auch (nach meiner Überzeugung) und wird anstelle des Vergewaltigers bestraft. Wer weiß, welche Chancen dort zerstört werden, wenn so ein kleiner Wurm seiner Möglichkeit beraubt wird, in dieses Leben einzutreten?
So ist eben meine Überzeugung. Du wolltest unsere Meinungen wissen, Hazaa.... Nun bekommst du mehr, als du vielleicht wissen wolltest.... ;-)
Haaza am 7. April 2008 16:47 Ist OK so, wir wollen Doch alle Wissen und Antworten, dazu sind wir doch hier...

Ich antworte mit einem entschiedenen Jein.
Ich für meinen Teil kenne keinen Grund, warum ich abtreiben würde, nichts kann für mich so schwerwiegend sein, dass es die Tötung eines Unschuldigen rechtfertigt.
Aber - und das meine ich auch so: Wenn eine Frau kein Kind will, kann sie auch nicht dazu gezwungen werden. Es ist ihr Körper und ihre Entscheidung, ob sie den Wirt für ein anderes Leben sein will oder nicht. Ich selber könnte nie abtreiben. Wenn andere Frauen das können und das Gesetz sie nicht davon abhalten kann, ernten sie von mir Unverständnis, aber bestimmt kein Entsetzen. Ich will nciht wissen, wie viele Männer dort noch rücksichtsloser vorgehen würden, wenn sie die Kinder bekämen...

Auf jeden Fall kann man eine Abtreibung eher verantworten wie ein Kind weil es ungewollt ist nach der Geburt auszusetzen oder umzubringen.
Diese Antwort ist nich auf mich bezogen.

Das soll jede Frau für sich entscheiden und geht niemand anderen etwas an.

Ich möchte nicht für jemand anderes entscheiden. Es gibt sicher Situationen, z.B. Vergewaltigung wo jeder mitfühlen könnte. Ich für mich denke, das ich nicht damit fertig würde, wenn es aus einer gesunden Beziehung entstanden ist. Aber ich maße mir auch nicht an über andere zu richten, schon gar nicht, wenn ich sie nicht kenne und nichts über ihre Situation weiß.

Das ist von Fall zu Fall unterschiedlich. Kann man so global nicht beantworten.

Keine Globalantwort möglich... Sprengt hier jeden Rahmen... Ich alleine und als Mann (!) könnte Seiten schreiben !

Kommt immer auf die Situation an. Bei Vergewaltigung oder aus medizinischen Gründen - dann ja!
Ansonsten - Früher sagte man immer: Wo schon ein Kind ist, wird ein zweites auch noch satt! Nur heute hat sich die Einstellung der Menschen leider sehr verändert!
Wieselchen1 am 7. April 2008 13:07 Ich verstehe diese medizinischen Gründe immer nicht. (Vergewaltigung ist ja noch irgendwie nachvollziehbar, aber das Kind, das da im Mutterleib heranwächst, weiss nichts von seinem Vater und dessen Fehlverhalten, von daher nur mit gaaanz viel Mühe verständlich) Aber wenn es um mein Kind geht - kann ich dann wirklich entscheiden, wann es noch lebenswert ist? Und wenn es um meine Gesundheit geht: Wie kann ich das Leben meines Kindes gegen mein Leben aufwiegen? Nö. Ich könnte das nicht.
wuschel55 am 7. April 2008 13:16 Ich meine ja auch, dass ich dafür noch Verständnis aufbringen kann. Aber ob ich das selber könnte? Ich bin und war immer gegen Abtreibung, weil ich leider nie selbst Kinder haben konnte....!Und diese zwei Gründe, waren immer für mich die einzigen die ich gerade noch akzeptieren konnte!!

Wenn leichtsinnig mit der Verhütung umgegangen worden ist etc. dann finde ich eine Abtreigung schrecklich aber wenn z.Bsp. das Risiko eines behinderten Kindes oder andere gravierende Faktoren bestehen, dann finde ich es nicht schön aber okay.
Wieselchen1 am 7. April 2008 13:00 warum sprecht ihr nur alle den behinderten Kindern das Recht auf ein Leben ab? Ich versteh's nicht.
KleineFrage am 10. April 2008 15:50 Ich gehe von mir aus. Ich möchte nicht behindert sein. Da wäre ich lieber nicht am leben. Wenn ich ein behindertes Kind auf die Welt bringen würde, würde ich es sicher genauso lieben aber ich hätte immer die Frage im Hinterkopf: Ist dieses Leben lebenswert?

lieber eine Abtreibung als das Kind bekommen und es dann zu Tode quälen oder verhungern lassen
in so einem Fall finde ich es Verantwortungsbewußter als das Kind zu bekommen
Wieselchen1 am 8. April 2008 01:10 WOfür gibt es Adoptionen, Erziehungshilfen und die menschenunwürdige doch trotztdem lebensrettende Kinderklappe?
Muss man ein Kind immer töten?
Mich schauderts immer mehr.
Auf der einen Seite hast Du schon Recht, sie hätten ja verhüten können, aber auf der anderen Seite sollte es jeder selbst wissen was er tut.
Das "Kind" ist noch keines vor der Geburt. Es hat keine wirklichen Gefühle und weiß nicht ob es was verpasst. Somit finde ich es gerechtfertigt. Es ist halt alles in allem jedem selbst überlassen. Manche wollen sich ihr Leben halt nicht mit einem Kind verbauen/verändern.
Sender am 7. April 2008 15:31 Was sind 'wirkliche' Gefühle, was 'unwirkliche'?
Valve am 7. April 2008 16:37 schlaufuchs, dann hast Du noch keinen Film einer Abtreibung gesehen, wie sich ein Baby dagegen wehrt, wenn es spürt, dass sein Leben zuende geht!
Ich habe meine Meinung geschrieben, ob ein betroffener es dann macht oder nicht macht ist ihm selbst überlassen. Kinder können halt mal passieren es ist nunmal so. Ich könnte schwerer mit dem Gefühl leben, zu wissen "mein" Kind ist in einem Heim oder in einer anderen Familie.
BlueIris am 7. April 2008 17:19 schlaufuchs, dann hast Du auch noch keine Bilder gesehen, von Abtreibungen? Wie diese minikleinen Lebenwesen abgesaugt, zerstückelt usw.. werden. Es ist LEBEN, ab dem 1. Monat.
Dann müsste ich auch Schuldgefühle beim Zertreten einer Ameise haben. Wir sind ja nicht wertvoller oder besser als andere Lebewesen. Mein Grundsatz lautet nun mal: Wer das zweifelhafte Licht der Welt noch nicht werblickt hat, kann auch noch nicht gelebt haben.
Stell dir vor du wirst mit 25 Mutter, ungewollt. So eine Geburt ist anstrengend, du kannst nicht alles mit einem Baby machen, du hast die Verantwortung und und und. Lieber abtreiben, als dann überfordert sein und das Kind verhungern oder sonst was lassen.
Wieselchen1 am 8. April 2008 01:04 Erschreckend zynische Einstellung, schlaufuchs, die natürlich dann eine Tötung sehr einfach macht. Vor allem stimmt mich sehr bedenklich, dass du offensichtlich vor lauter Egoismus "dein" Kind (es gehört nicht dir, es ist doch kein Regenschirm!!!) lieber töten lassen als von einer liebevollen Familie aufziehen lassen würdest...
Mich schauderts.
Woher soll ich wissen das mein Kind wirklich in einer guten Familie aufwächst? Übrings wurde in der Frage nach der Meinung von uns gefragt und ich habe ganz normal geantwortet. ICH finde das Abtreibung zu verantworten ist! Wer denkt ich sei ein Zyniker soll es meinetwegen denken - ich habe nur meine Meinung preisgegeben.. Ich habe Gründe für diese Meinung und warum werde ich jetzt wie ein Mörder dargestellt? Sorry aber so kommt das bei mir grad an.
Wieselchen1 am 8. April 2008 15:44 Entschuldigung, ich will dich nicht wie eine Mörderin darstellen. Das ist mit Sicherheit nicht so gedacht gewesen. Sollte es bei dir so angekommen sein, dann sind mir die Pferde durchgegangen und wieder mal viel zu weit übers Ziel hinausgeschossen.
Ich habe zwei Kinder bekommen und sie schon weit eher gefühlt und eine Verbindung zu ihnen aufgebaut, auch bevor sie zur Welt kamen. Wahrscheinlich daher meine Einstellung.
Das ist schon dass du deine Kinder früh mochtest :-). Was wären wir schon ohne Nachwuchs.

Das soll jede Frau für sich entscheiden und geht niemand anderen etwas an.

nein, niemals, es wird - wenn auch noch so kleines - Leben zerstört! Es gibt immer die Möglichkeit das Kind zur Adoption freizugeben!
Das kommt auf die jeweilige Situation an. Wenn man nicht für ein Kind sorgen Kann iss besser eine Abtreibung zu machen.
Wieselchen1 am 7. April 2008 13:09 Schon mal was von Adoption gehört?
jein! Es gibt heute leider Erwachsene, die wären absolut unfähig Kinder aufzuziehen!
Wieselchen1 am 7. April 2008 13:09 Ach, und da ist eine Abtreibung gerechtfertigt?
Hast Du keine eigenen Probleme? Die betroffen sollten selbst für den Fall entscheiden.
Valve am 7. April 2008 12:44 Jeder hat doch wohl eigene Probleme. Darf ich sowas nicht fragen? Das hat mich eben sehr bewegt. Dann kannst Du ja diese Seite schließen.
KleineFrage am 7. April 2008 12:49 Ist es so schlimm, dass sie an unseren Meinungen interessiert ist? Ich finde die Frage okay...
moon73 am 7. April 2008 12:54 Eben , ist doch o.k., schließlich wird hier per Umfrage jeder Mist gefragt, dann doch auch ruhig zu diesem Thema!
Habe dazu leider eine abweichende Meinung!
moon73 am 7. April 2008 13:13 Ich kann einige Fragen hier bei GF auch nicht nachvollziehen, denn es gibt andere gute Foren, die speziefischer sind. Aber trotzdem muß den einzelnen für seine Frage hier doch nicht kritisieren, oder? Manchmal möchte man einfach nur wissen, was die anderen für eine Meinung zu einem bestimmten Thema haben.
Das müssen die entsprechenden Leute selber verantworten.

Die Frage, anders gestellt, ist zu beleuchten, indem man sich die Frage stellt, ab wann ein Mensch Mensch ist, Menschenwürde hat, etc.
Im zdf gab es jetzt eine entsprechende Sendung bzgl. Embryonaler Stammzellen / Menschenwürde:
http://www.zdf.de/ZDFmediathek/content/468336
('zur Mediathek' aufrufen)
Wieselchen1 am 8. April 2008 01:06 Ohne den Beitrag gesehen zu haben, sage ich dir:
Mensch ist für mich auch schon das, was andere so nett mit "Zellklumpen" umschreiben, damit sie ihr schlechtes Gewissen nicht zu arg umtreibt.
Sender am 8. April 2008 04:41 Wann ist ein Zellklumpen ein Zellklumpen...?

Ich kann eine Abtreibung nur nachvollziehen, wenn man aus einer Vergewaltigung schwanger wird, das Kind schwer behindert wird oder verhältnisse da sind wo es dem Kind richtig richtig schlecht geht.

Diese Entscheidung muß jeder selbst treffen. Einige können es nicht, andere schon. Ich maße mir nicht an darüber zu urteilen oder letztere zu verurteilen.
Bsp. schwanger nach Vergewaltigung, ich könnte kein Kind austragen, das durch Gewalt gezeugt wurde und für das ich keine Liebe empfinde.
Ist es nicht ebenso grausam, das Kind nach der Geburt zur Adoption abzuschieben, auszusetzen oder gar zu töten?
Zur Regel werden sollte die Abtreibung natürlich nicht (Geburtenregelung, Verhütung, o.ä.).
Andere Bsp.: gesundheitliche Risiken für die Mutter (s. RBMannheim); keine Möglichkeit das Kind (womöglich allein) aufzuziehen; Kind wird behindert sein, ...

Abtreibung ist Tötung eines Lebewesens. Ist nur meine persönliche Meinung!

Man tötet dabei immer einen Menschen. Jedes Ungeborene hat ein Recht auf sein Leben.
eigentlich nein:ganz einfach weil man sich das auch vorher überlegen kann,ob man nich verhütet.wenn man keine kinder haben will,soll man gefälligst pille,kondom & co in betracht ziehn und nich einfach mal auf gut glück drauf los legen...
dann gibt es solche fälle,in denen 12 jährige mädchen vergewaltigt wurde und dann von dem jenigen schwanger werden.allgemein is das bei vergewaltigungen schwierig finde ich.natürlich ist es mord,aber die werdende mutter muss ja dann auch damit leben können und es gibt soviele die ihre kinder dann selbst umbringen...
aber allgemein würde ich sagen,dass wenn man schwanger wird,das kind aber nich haben möchte/behalten kann,weshalb auch immer,man es auch gebären und dann zur adoption geben lassen könnte.
ich persönlich würde niemals abtreiben,aber da denkt nun mal jeder anders...
Nein, wie kann man das verantworten?
Man tötet dabei einen Menschen. Hat ein ungeborener Mensch weniger Recht auf Leben als ein geborener Mensch?!
RB, welches Leben ist mehr wert? Das der Mutter oder das des Kindes? Wer entscheidet denn so was?
Ich könnte das nicht entscheiden. Ich könnte mich in so einer Situation auch nicht gegen mein Kind entscheiden.
Schweres Thema.
Abgetrieben wird nur Schwangerschaftsgewebe.
Kinder werden geboren!
Abtreibungen werden doch bis zur 12. Schwangerschaftswoche durchgeführt? Und da ist es doch dann etwas mehr, als nur Schwangerschaftsgewebe!
Das ist eine sehr zynische Auffassung, die das werdende Leben sehr vereinfacht und es natürlich um so leichter macht, Leben wegzuwerfen.
Natürlich würde ich so etwas auch nicht entscheiden wollen! Würde ich es aber müssen, ist es für mich klar, daß ich mich für meine Frau entscheiden würde! Das ungeborene Kind kenne ich noch nicht, es ist ein noch recht unbekannter, abstrakter Teil meines Lebens. Nicht aber meine Frau, die sehr real und für mich unersetzlich ist! Könntest Du Dich gegen Deinen Partner entscheiden?
RB, die Frage stellt sich Gott sei Dank für mich nicht, weil ich bei uns die Kinder bekomme. Und da ich dann für mich entscheiden muss, ob ich abtreibe oder nicht, würde ich das Risiko auf jeden Fall eingehen. Und da würde ich auch meinen Mann nicht mit entscheiden lassen. Eben auch deswegen, weil er in die von dir gut eingewandte Zwickmühle geraten würde.
Ich aber sage mir, dass ich mein Leben schon ein gutes Stück gelebt habe und mein Mann sehr gut in der Lage ist, unserem Kind auch ohne mich den Weg ins Leben zu zeigen. Darum würde ich mich immer für das Kind entscheiden. Mit einer anderen Entscheidung könnte ich nicht leben.
Andererseits würdest Du es aber Deinem Kind zumuten, ohne seine Mutter aufzuwachsen! Und auch wenn es vielleicht eine Stiefmutter haben könnte, wäre es niemals das Gleiche! Und Du mutest Deinem Kind evtl. zu, dass es später mal mit dem Gedanken leben muss, dass wegen ihm seine eigene Mutter sterben mußte! Ist das dann wirklich besser? Ich habe da große Zweifel! Aber das muss jeder für sich wissen!
Nun, ich könnte auch so bei der Geburt sterben. Oder wenn ich nach der Entlassung aus dem Krankenhaus über die Straße laufe, einen tödlichen Unfall haben. Ich glaube schon, dass einem Kind das schon richtig vermittelt werden kann, warum die Mama bei der Geburt gestorben ist. Man muss ja dem Kind nicht gleich in jungen Jahren erzählen, dass die Mutter aufgrund einer Risikoschwangerschaft starb.
Aber du hast schon Recht, das muss jede Frau für sich selbst entscheiden.