Frage von bachforelle49, 44

Ist Abitur für Einstieg und Einstellung in die Berufswelt der Schlüssel zum Erfolg?

trotz Mangels an Fachkräften und qualifiziertem Fachpersonal stellen Arbeitgeber hohe Anforderungen an die jungen Berufsanwärter und Auszubildenden und klagen über Mißstände von schulischen Defiziten. Bei Abiturienten dürfte dies wohl kaum der Fall sein, aber gleichwohl werden längst nicht alle für den gewünschten Beruf angenommen. Verhaspeln sich die Firmen und Betriebe da in Widersprüche, oder wie ist diese Mentalität der Aussortierung zu werten?

Expertenantwort
von Joshua18, Community-Experte für Abitur, 17

Die Abiturienten sind in meinen Augen nicht das Problem. Da die meisten studieren, bleibt für die Firmen eh' nicht allzu viel übrig.

Extrem problematisch sind diese Höheren Berufsfachschüler, und davon gibt es nicht wenige, aber keiner spricht darüber. Zum einen können sie nicht gleich studieren, da sie erst ein Praktikum brauchen. Viele finden aber keins und nehmen dann den Realschülern die Ausbildungsstellen weg, so dass diese gezwungen sind ebenfalls eine Höhere Berufsfachschule zu besuchen.

Das ist unter dem Strich systemschädigend, da es Jugendliche unnötig in Schulen zwängt und damit unter dem Strich das Renten- und Steuersystem nicht unerheblich schädigt.

Man Vorschlag wäre, diese Schulen ganz abzuschaffen und die Fachhochschulreife ausschliesslich, wie übrigens früher auch, an eine Berufsausbildung zu knüpfen. Dann ergäben sich diese Probleme erst gar nicht.

Das würde auch den FHs ein deutlich anderes Profil geben und sie aus dem  2nd Class Hochschulen-Image herausführen.

Antwort
von basai46, 5

natürlich verhaspeln die Arbeitsgeber sich da in diesem Einstellung- und Qualifikationsmerkmal Salat zu Ungunsten der Bewerber und zu ihren Gunsten. Die bauen voll auf ihr Stärke und die Bittstellerei der Bewerber, auch wenn sie Abitur haben. Lassen halt keine Frage zu, und dieses Argument mit der gern genannten " Augenhöhe"  stimmt hinten und vorne auch nicht. Es ist wie ein Seuche, ausgehend von oberste Spitze: ohne Abi biste nix und haste nix...

Leider ist daher das Abitur die (1.) Vorraussetzung für Erfolg(saussichten) im Beruf.. Ich würde zB den sogenannten Profiler oder Personaler als erstes fragen, ob er auch Abitur hat und darauf mein Gespräch in Augenhöhe und mit Augenmaß weiterführen. Mach dir vorher bitte Gedanken übers Geld, denn dein Nabel, der jetzt dein weiteres Leben bestimmt, tuts bestimmt auch... Wichtig ist: Stell dein Licht niemals unter den Scheffel!!

Antwort
von epkt2015, 30

Nein! Abitur dauert länger. Man braucht dafür mehr Grips (Intelligenz) und aufgrund dessen mehr Durchhaltevermögen.

Und Unternehmen wollen nun mal intelligente Menschen und Menschen mit Durchhaltevermögen.

Ausserdem bereitet Abitur auf ein Studium vor und wissenschaftliches Arbeiten, das können Realschüler oder Hauptschüler nicht.

Und selbstständiges Arbeiten ist nun mal auch Voraussetzung für den Beruf. Das traut man Abiturienten mehr zu als Realschülern oder Hauptschülern.

Ausnahmen bestätigen die Regel.

Trotzdem können manche Menschen sogar ohne hohe Schulbildung mehr Erfolg im Beruf und Leben haben, wenn sie fleißig und zielstrebig sind.

Kommentar von bachforelle49 ,

Ach ja, und die `Neuzugänge ` von Merkels Gnaden sollen daher jetzt die Rentenbezüge absichern, indem sie mit entsprechender Qualifikation und Einstellung den dt. Arbeitsmarkt bereichern und aufmischen... >:)

Antwort
von mohrmatthias, 27

ich sag mal nein,meine 3 haben einen realschulabschluss und haben ordentliche  jobs von anfang an bei guten arbeitgebern.

Antwort
von Appelmus, 25

Auch Abiturienten und Studenten haben schulische Defizite und das teilweise nicht zu wenig.

In manchen Branchen kann ich die hohen Anforderungen teilweise nicht nachvollziehen. In meinen Augen ist ein motivierter Bewerber mit einem mäßigen Abschluss, aber Durchhaltevermögen mehr wert, als ein Abiturient mit Note 4, der sich auf seinem Abschluss ausruht. Gerade wer u. a. schulische oder soziale Probleme hatte und sich mit Fleiß, Ausdauer und Engagement hocharbeiten kann, lernt in meinen Augen das Berufsleben und die Möglichkeiten mehr zu schätzen.

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