Frage von ehergeizW, 29

ist mein geld in gefahr?

hallo ihr lieben,

ich bin im juli diesen jahres in eine neue wohnung gezogen. da ich vorher in der genossenschaftswohnung gewohnt habe, wurden die genossenschaftsanteile nicht sofort ausgezahlt. Der vermieter hat mich eine abtretungserklärung unterschreiben lassen mit der begründung, dass ich wenn ich die genossenschaftsanteile bekomme, dem neuen vermieter übergebe.

im mietvertrag der jetzigen wohnung steht zwar, dass der vermieter, wenn keine schulden anstehen, die kaution zurckzahlen muss, aber diese abtretungserklärung macht mich unsicher.

Antwort
von schleudermaxe, 4

... das hört sich doch nobel an. Welcher Vermieter verzichtet ggf. über ein Jahr auf die Sicherheit?

Antwort
von Healzlolrofl, 6

Für mich bedeutet das... das dein neuer Vermieter dieses Geld bekommt und nicht direkt du.

Aber ich kann mich natürlich auch irren. Frag am besten beim ehemaligen Vermieter nach.

Kommentar von ehergeizW ,

ja, aber wenn ich aus der jetzigen wohnung ausziehe, kriege ich es dann ausgezahlt oder heißt es, ich kriege das geld nie wieder (wegen der Abtretungserklärung)

Antwort
von Omikron6, 3

Durch die Abtretung bekommt der neue Vermieter das Geld und nicht du. Auf die spätere Handhabung und Verwendung der Kaution hat das keinen Einfluss.

Antwort
von aramis2907, 2

Wieso sollte es in Gefahr sein, es ist doch noch bei der Genossenschaft?

Kommentar von schleudermaxe ,

... ach, und die kann nicht in die Insolvenz schliddern? Dann schaue Dich einmal ein wenig um, wie es oft so bei denen aussieht und schaue auch in die zahlreichen Klagen in diesen Angelegenheiten.


Beispiel:

Die
Renditeversprechen klangen grandios: Sieben Prozent Zinsen pro Jahr
stellte die Erfurter Wohnungsgenossenschaft Inhabitat Sparern in
Aussicht. Obwohl Anlegerschützer warnten, das Angebot sei zu gut, um
wahr zu sein, griffen viele zu. Jetzt sind die Mahnungen Realität
geworden: Die Genossenschaft ist zahlungsunfähig. Rund 1400 Anleger müssen um ihr investiertes Kapital in Höhe von mehreren Millionen Euro bangen.

„Sie
werden nur einen Bruchteil ihres Geldes wiedersehen“, sagt
Insolvenzverwalter Rolf Rombach. Die Zahlungsunfähigkeit der
Genossenschaft erhöht den Druck auf die Bundesregierung, den
Anlegerschutz zu verschärfen. In dem vom Kabinett verabschiedeten
Gesetzesentwurf zur Novellierung des Vermögensanlagerechts sind bislang
Genossenschaften von der Prospektpflicht ausgenommen.



Kommentar von aramis2907 ,

Du bist doch quasi Miteigentümer bei der Genossenschaft. Das sind Mitgliedsanteile, die kannst Du ähnlich betrachten wie Aktien.
Du musst Deine Mitgliedschaft künsigen und die Genossenschaftanteile aufkündigen, dann werden Deine Anteile nach der Jahreshauptversammlung an Dich ausgezahlt. Das sind halt die Statuten bei einer Genossenschaft. Bis zur Auszahlung erhältst Du jährlich den Zinsertrag.
Solltest Du einfach nur ausgezogen sein, weiß die Genossenschaft nicht, dass Du damit auch automatisch ausgetreten bist, dazu bedarf es einer expliziten Kündigung und das geht immer zum 31.12. eines Jahres.

Mach Dir keine Gedanken, wenn Du ordentlich gekündigt und Deine Anteile aufgekündigt hast, dann bekommst Du auch Deine Anteile zurück, allerdings bei Genossenschaften mit teilweise erheblichen Verzögerungen.

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