Frage von marchflower, 238

Welchen Zusammenhang seht ihr zwischen IS und Kreuzzügen??

Es würde mich mal interessieren, ob ihr einen Zusammenhang herrstellen könnten, zwischen dem Christentum und Gewalt zur Zeit der Kreuzzüge (wo schließlich auch Kirche, bzw. Kirchenoberhäupter eine große Rolle gespielt haben) und dem Islam und Gewalt, wo ja besonders aktuell viel über den Islamischen Staat berichtet wird. Außerdem würde ich gerne wissen, ob ihr glaubt, dass sich Terroristen beim Westen (bzw. Christentum/westliche Kultur) rächen wollen für die Kreuzzüge. Danke schon mal :)

Antwort
von sarahj, 86

Man darf nicht übersehen, daß damals die Muslime das "heilige Land" erobert haben. Und nicht nur das: die Muslime waren in Rom, Spanien und Nordafrika. Alles christlich. Und sie gingen bei ihrer "Missionierung" auch nicht gerade zimperlich mit den Menschen um. Und sie zerstörten Kirchen und andere sakrale Gebäude (was sie noch heute gerne tun).

https://de.wikipedia.org/wiki/Kreuzzug#Vorbemerkungen

Man stelle sich mal vor, was passiert, wenn christiche Truppen Mekka einnähmen und die Muslime an ihrer Pilgerfahrt behinderten...

Insofern: die Kreuzzüge als Argument oder gar Entschuldigung zu bringen ist mehr als zynisch. Daß es bei den Kämpfen sehr brutal zuging ist eine andere Frage. Aber ich denke, da haben sich die Streitenden nicht viel geschenkt.

Kommentar von mulan ,

Das stimmt nicht ganz. Die Muslime herrschten dort, aber christliche Pilgerfahrten fanden weiterhin statt. Übrigens: Jesu Grabeskirche, um die es ja vordergründig ging, war keineswegs bedroht, wie Urban III behauptete. Es war sogar so, dass die muslimischen Herren darauf achteten, dass diese besonders geschützt wurde. Bis heute wird der Schlüssel - man höre und staune - von einer muslimischen Familie verwaltet. Die Kreuzzüge wurden unter falschen Prämissen ausgelöst. Es ging um Macht und Eroberung. Um recht profane Dinge. Vorurteile und Unwissen sind das Schmiermittel des Hasses auf Muslime. Damals wie heute.

Kommentar von sarahj ,

Also mit Verlaub: Du willst uns doch nicht weissmachen, daß es ein Vorurteil gegen die "armen Muslime" ist, wenn man annimmt, daß die Eroberungen z.B. aber nicht nur der Seldschuken wohl kaum durch Verteilen von Blumensträussen erfolgte.
Die Muslime hatten über 300 Jahre riesige Gebiete gewaltsam erobert.
Und wäre es umgekehrt für muslime beruhigend wenn - man höre und staune - Christen die Schlüssel zur Kabaa verwalteten?

Worum, wenn nicht um Eroberung ging es den Muslimen zuvor?

Ein Blick auf die Karte zur Erinnerung (https://de.wikipedia.org/wiki/Byzantinisches\_Reich#Die\_mittelbyzantinische\_Ep...)

Kommentar von sarahj ,

Zur Grabeskirche: googel mal nach al Hakim.
Bedroht war sie nicht, sondern 1009 bereits zerstört; inklusive Schändung des Felsengrabes.

Man stelle sich vor: Christen sprengen die Kabaa!
Wenn Du glaubst, Muslime würden das als profan ansehen, lebst Du in einer merkwürdigen Welt.

Kommentar von JoJoPiMa ,

mulan,

deine angeschnittene Chronologie stimmt so nicht ganz.

Auslöser des 1. Kreuzzuges war eigentlich die Tatsache, dass die Seldschuken meinten, die Pilgerungen zum hlg. Land nicht mehr gestatten zu müssen. Was dabei stimmt: Bis zu dem Zeitpunkt waren die erlaubt.

Dazu kam der Hilferuf von Alexus der I, der schon so was wie prophetische Gaben bewies, als er seine Befürchtungen mitteilte. Die weitere Entwicklung bestätigte ihn.

Behauptungen, dass die Kreuzzüge eine Vertreibung der Muslime gewesen seien, weil es um Macht oder Eroberung ging, sind eine nicht hinnehmbare Geschichtsfälschung. Solche Behauptungen sind Stückwerk.

Es ist bekannt, dass die Löschung von Dekaden und Jh. eine wichtige Rolle spielt, wenn gewisse islamische Kleriker Geschichte lehren. An den Fakten änderte so eine Lehrmethode bis heute nichts und kein einziges Zeugnis musste deshalb korrigiert werden. Aber, so eine Lehrmethode schafft seit Jahren bedauerliches Kollektivdenken: Eine Hochkultur wie die persische, z.B., wurde zu islamische Kultur gemacht; Araber waren sowieso Muslime usw ... Ein Trost hast Du. Im Westen ist es nicht anders. Die Liste der Mythen wäre lang.

Die Kreuzzüge die Du meinst waren die Antwort auf ein blutiger Eroberungskrieg, der nicht nur politische und wirtschaftliche Ziele hatte, sondern auch das Aufzwingen neue Sitten und Gebräuche, einschließlich Glaube - und das, gewaltsam. Gab es regionale Ausnahmen? Natürlich. Die aber, hielten sich nicht lange.

Eigentlich alles sehr gut dokumentiert.

Hat die Kirche Interesse daran gehabt, seine Gläubige zu schützen? Natürlich. Es sollte doch sehr wundern, wenn es anders wäre.

Hat die Kirche auch politische und wirtschaftliche Interessen gehabt? Natürlich. Möchte die Glaubensrichtung sehen, der nicht bewusst ist, dass hier auf Erden die Rechnungen bezahlt werden müssen.

Wer, wenn nicht die Kirche, als übergeordnete Einrichtung, wäre in der Lage gewesen, eine angemessene militärische Einheit zusammen zu stellen? Die zahlreichen Grafschaften, Prinzen oder Herzogtümer?

Und jetzt wahrscheinlich ein Schock. War es denn auf islamische Seite anders? Sind da nicht Religion und Politik Hand-in-Hand marschiert und haben sich gegenseitig Zugeständnisse gemacht? Haben sie sich nicht gegenseitig Gefälligkeiten versprochen?

Was nicht geht ist, erobern, besetzen, versklaven pp und dann "Ungerechtigkeit" schreien, wenn die Eroberten, Besetzten und Versklavten sich wehren.

Kommentar von mulan ,

Missionierung ist im Islam grundsätzlich verboten. Wer das dennoch tut, v.a. gewaltsam tut, handelt gegen islamische Regeln. Es ist übrigens ein uraltes Vorurteil, dass die Muslime bei Eroberungen früher Kirchen oder Klöster zerstören worden. Vereinzelt mag das im Krieg passiert sein. Nur Extremisten tun sowas gezielt. Wäre das aber Prinzip, dann gäbe es heute die Kirchen von damals nicht. Nicht den Felsendom in jerusalem, der mal eine byzantinische Basilika war, nicht die Hagia Sofia, die heute noch so heißt, nicht die Grabeskirche Jesu, nicht die Geburtskirche, nicht das st-Katherinenkloster auf Sinai, ... es gibt so viele mehr. Denn es gehört zu den islamischen Regeln, dass besonders Gotteshäuser u. dgl. geschützt sein sollen. Extremisten negierten das freilich. Sie negieren, was in Koran und Sunna verankert ist. Damit handeln sie unislamisch. ... Was heute passiert, ist politisch. P.S.: in der islamischen Welt werden durchaus auch immer wieder Kirchen gebaut. Es gibt z.B. in Teheran sehr moderne Kirchen verschiedener Konfessionen. Es ist also Vorsicht geboten mit pauschalen Aussagen, dass man in den muslimischen Ländern keine Kirchen errichten dürfe. Dass es auch Verbote gibt, weiß jeder. Dich das ist nicht islamisch sondern eher politisch begründet. Und dass in Mekka keine Kirchen stehen liegt schlicht daran, dass es dort keine Christen in der gegen gibt.

Kommentar von sarahj ,

hallo - leg mal nur für eine Sekunde Die rosa Brille ab, und lies mal z.B. die Geschichte von al Hakim (und das ist nur ein Beispiel von vielen).
Er war wohl Extremist. Kalif und Extremist.
Da wünschen wir uns doch alle wieder ein Kalifat - nicht wahr?

Kommentar von marchflower ,

Danke

Antwort
von Agentpony, 46

Meine lieben mitantworter hier verlieren sich doch etwas sehr in einzeldeutungen. Grundlegend findet man zwischen Konflikt A und B immer Gemeinsamkeiten, wenn man nur lange genug sucht.

Das bedeutet nicht, dass sich hier eine Vergleichbarkeit ergibt.

Die Kreuzzüge (zumindest die ersten paar, aber Sequenz sind ja immer schlechter) waren ein relativ gut legitimierbarer Gegenfeldzug als Antwort auf vorgehende, existentiell bedrohen islamische Invasion.

Der Is aber veranstaltet einen Bürgerkrieg. Was auch die zweite Frage klärt - in welcher Weise rächt sich der Is denn für die Kreuzzüge, wenn er gar nicht gegen Christen zu Felde zieht? 99% aller Opfer gegenwärtiger muslimischer Konflikte sind... Muslime.

Kommentar von Agentpony ,

*Sequel , nicht Sequenz

Kommentar von earnest ,

Wollen wir uns doch nicht in fehlerhaften Einzeldeutungen verlieren ... 

;-)

Schon Kreuzzug Nr. 1 - "Deus lo vult" - galt der Vertreibung der Muslime aus dem "Heiligen Land".

Kommentar von sarahj ,

und die waren da schon immer die Ureinwohner.

Antwort
von JelenaNoura, 5

Kreuzzüge = von Christen geführt, die von ihrer Religion überzeugt waren und andere Religionen als Unsinn ansahen.

IS = untergebildete, geistig zurückgebliebene, psychischerkrankte Sadisten, die den Islam ausnutzen, um auszubeuten, zu missbrauchen, foltern, vergewaltigen, demütigen, umbringen und Angst zu verbreiten.

Der Terrorist von Nizza hat sich binnen 24 Stunden radikalisiert, genauso wie der afganische Junge von der Axtattacke- komisch ne? Mit Religion hat dieser ganze Terror nichts zu tun, sondern eher mit dem psychischen Drang Menschen umzubringen und selber ermordet zu werden, da sie keinen Sinn mehr im Leben sehen. 

Antwort
von frax18, 107

Naja, über die mitteralterlichen Kreuzzüge ist mir nur Halbwissen bekannt, aber damals hatten sie nicht so eine hohe Reichweite wie heute und konnten nicht Menwschen aus aller Welt "rekrutieren". Darüber hinaus ist auch fraglich, ob die Kreuzzüge ebenfalls so gewaltsam waren. Waren sie definitiv, vor allem gegenüber Andersdenkenden, aber prinzipiell hatten die Kreuzzüge das Ziel, alle Menschen zum Christentum zu konvertieren und nicht sie von vornherein als Andergläubige zu auszulöschen. Ansonsten sehe ich hier kaum Unterschiede...


Antwort
von 1988Ritter, 53

Ohne Dich beleidigen zu wollen, und die Antwortgebenden natürlich auch nicht, aber ich stelle immer wieder gewaltige Defizite im Bereich Geschichte fest.

Der Islam hat sich in seiner 1.400 jährigen Geschichte hauptsächlich aggressiv verbreitet, und so expandiert.

Die Kreuzzüge waren Verteidigungskriege gegen die islamische Expansion. Der erste Kreuzzug wurde von Papst Urban ausgerufen, nach einem flehentlichen Hilfegesuch Konstantinopels. 

Das was Heute als historisches Istanbul bejubelt wird, ist das alte Konstantinopel. Dort gab es weder Türken, Araber noch Muslime.

Gleichsam die Kreuzzüge zur Befreiung Jerusalems. Jerusalem ist keine Stadt der Araber oder Muslime. Jerusalem ist jüdisch und christlich. 

Die Kreuzzüge dienten also gar nicht dem Angriff gegen ethnische Gruppen oder dem Islam. Die Kreuzzüge dienten der Befreiung von besetzten und zwangsislamisierten Gebieten.

Hierbei erlitten Muslime gewaltige Niederlagen, die insbesondere auch die Aussage der Glaubensvorsteher in Zweifel zog, dass eine Armee im Namen Allahs nicht besiegt werden kann.

Diese Schmach ist es dann, die die Muslime in Form der Geschichtsverfälschung nutzen, um die Christen als Angreifer des Islam darzustellen. Mit dieser Darstellung wird immer wieder gerne, insbesondere bei Niederlagen, die Stimmung aufgeheizt. 

Die Kreuzzüge haben also nichts mit den Aktionen der IS gemein, die einfach Land besetzen und ideologisch, ethnisch und religös nach ihren Vorstellungen auf das brutalste säubern.

Kommentar von earnest ,

Die Kreuzzüge als reine "Verteidigungskriege" zu bezeichnen, halte ich für Geschichtsfälschung.

Sie waren, um nur EINEN Aspekt anzureißen, eine Pervertierung all dessen, was "Christstein" ausmacht. Federführend bei der Propagierung dieser Pervertierung: die Papstkirche. 

Motto: "Gott will es."

Kommentar von 1988Ritter ,

Nein. Dem muss ich widersprechen. Es gab keinen Kreuzzug der Gebiete eroberte !!!

Das die Teilnehmer der Kreuzzüge auch mit unlauteren Aussagen durch Papst und Kirche, wie z.B. Sündenvergebung usw., zu ihren Taten animiert worden sind, steht dabei außer Frage. Darüber brauchen wir auch nicht diskuttieren.

Das in Zeiten des Mittelalters Taten vollbrachten wurden, die seinerzeit abgesegnet waren, Heute aber sicherlich gegen Menschenrechte, Moral und Sitte verstoßen würden, auch darüber muss man sich nicht streiten.

Was ich allerdings nicht so gerne mag, den Ausdruck von "Pervertierung all dessen was Christsein ausmacht".

Zu Pervertierungen in Zeiten der Gewalt bedarf es keiner Religion, und Pervertierungen Glaubensrichtungen zuzuschreiben, die insbesondere vor hunderten von Jahren passierten, dem kann ich nicht zustimmen.

Kommentar von earnest ,

Ich habe mit keinem Wort gesagt, dass die angesprochene Pervertierung christlicher Werte durch die Kreuzzüge dem Christentum inhärent sei, dass also diese Pervertierung an der Idee des Christentums selbst liege.

Ich habe auch überhaupt nichts über Territorialgewinne geschrieben. Ich habe lediglich - historisch korrekt - gesagt, dass man die Kreuzzüge nicht unter "reine Verteidigungskriege" subsumieren könne.

Kommentar von Nunuhueper ,

 Ritter schrieb gar nicht von "reinen" Verteidigungskriegen.

Heute würde man von humanitärer Friedensmission bei dergleichen Aktionen sprechen. 

Auch das ist eine Pervertierung der Humanität.

Kommentar von earnest ,

... und wenn Du noch einmal genau hinschaust, schrieb ich weiter oben, Ritter korrekt zitierend, von reinen "Verteidigungskriegen". Dabei hatte ich, wiederum klar erkennbar, das "rein(en)" NICHT Ritter zugeordnet.

Ich bitte um Pardon, dass mir im letzten Kommentar nun versehentlich ein Anführungszeichen verrrutscht ist. 

Es wundert mich aber, dass du ein Anführungszeichen derart thematisierst, die beiden inhaltlichen "Fehl-Lesungen" Ritters dagegen nicht einmal erwähnst.

Sei's drum.

;-)

Aber die Kreuzzüge als "humanitäre Friedensmission" - das finde ich echt stark. Das hätte George W. Bush gefallen. 


Kommentar von Nunuhueper ,

Es geht mir um Sensibilität, die jeder von uns in Anspruch nimmt.

Ergänzend zu den inkorrekten Anführungszeichen :

Noch früher, vor Georg W..Bush, war es die NATO, die 1999 
Jugoslawien angriff, ohne dafür ein UN-Mandat zu haben. Dieser Einsatz wird als einer der ersten „humanitären Kriegseinsätze“ bezeichnet und als Reaktion auf Menschenrechtsverletzungen der jugoslawischen Sicherheitskräfte dargestellt. (aus Wiki)

Kommentar von earnest ,

Da es dir um Sensibilität geht: Dein "ergänzend" erweckt den Eindruck, du übtest erneut Kritik an meinen Äußerungen.

Zur Klarstellung für dich: Ich habe nichts mit solchen "humanitären Kriegseinsätzen" am Hut. Ich weiß auch nicht, was du hier mit mir diskutieren möchtest.

 Die Darstellung bei Wiki macht sich, wie dir vielleicht aufgefallen ist, den Begriff für Jugoslawien nicht zu eigen, sondern distanziert sich an zwei Stellen bzw. berichtet neutral über vorhandene Einschätzungen. 

Mein Vorschlag: Wenn du dich selbst ergänzen möchtest, warum tust du das nicht unter einem separaten Eintrag?

Auch du möchtest doch sicher keine Scheindiskussion, also eine Diskussion über Dinge, die ich überhaupt nicht gesagt habe.

Kommentar von Nunuhueper ,

Es geht mir hier um die Wortwahl in der Diskussion. 

Die Meinung, dass Kreuzzüge als Verteidigungskriege aufgefasst werden,  ist nicht als "Geschichtsfälschung"  sondern als Ansichtssache zu sehen..

Kommentar von earnest ,

Man kann hier natürlich nicht alles über einen Kamm scheren. Die blutige Eroberung Konstantinopels durch "christliche" Kreuzfahrer - um nur EIN Beispiel zu nennen - war nun wahrhaftig kein Verteidigungsfeldzug.

Hier wurden die Brüder und Schwestern in Christo abgeschlachtet, und die edlen Ritter wateten knöcheltief im Blut.

Fakt - keine Ansichtssache.

Kommentar von 1988Ritter ,

Falsche Sichtweise.....ohne Islam kein Blut.....Fakt.

Antwort
von Alex924, 132

Wenn man die Kreuzzüge und den IS vergleicht findet man erschreckend viele Gemeinsamkeiten. Im Großen und Ganzen wird bei beiden die Religion vorgeschoben um andere Menschen zu unterwerfen. Allerding gibt es einen Entscheidenden Unterschied: Die ersten Kreuzzüge waren vor über 900 Jahren, der IS ist jetzt. Problematisch ist das vor allem wegen der technischen neuerungen in Sachen Waffen. Gleichzeitig zeigt es aber auch, dass der Islam eine relative junge Religion ist, die sich leider genauso Entwickelt wie ihre Vorgänger. Die Römer haben die Christen verfolgt, woraufhin später die Christen die Juden und Muslime verfolgten. Traurig zu sehen wie Religion oft die gleichen dramatischen Folgen nach sich zieht. Als einen Racheakt des Islam würde ich es dennoch nicht sehen. Es geht eher darum Menschen zu mobilisieren und das geht nun mal am besten mit einem gemeinsamen Feindbild.

Kommentar von marchflower ,

Danke ☺️

Kommentar von frax18 ,

Das zeigt wieder einmal wunderbar, dass jeder Mensch nur ein Wolf im Schafspelz ist. Egal ob Opfer oder Täter. Am Ende sind sie alle gleich, nur dass das Opfer lieber gerne die Rolle des Täters hätte... Menschen sind schon manchmal armseelig.

Antwort
von autmsen, 20

Nach meiner Meinung sind dieser Beitrag

http://geschichtsverein-koengen.de/Christentum2.html

und die aktuell in der Mediathek von Arte auffindbare Sendung 

Inside Rakka: Is-Deserteure packen aus

erst mal zur Kenntnis zu nehmen. Dann sollten wir im Hinterkopf haben dass vor wenigen Jahrzehnten die als Weltführungsmacht definierte Nation USA beschloss die Wahabisten, also die Zeugen Jehovas der Muslime, zu ihren engsten Freunden zu erklären.

Damit wurden zahlreiche faule Ausreden möglich die Rüstungsindustrie beschäftigen und die Macht des Militärs weiter aufrecht erhalten zu können.

Den ZJ will ich allerdings auf keinen Fall unterstellen auch nur im Ansatz mit Gewalt physischer Art einverstanden zu sein. Sie sind aber bei uns so beliebt wie es die Wahabisten im Islam sind. 

Antwort
von earnest, 51

Die größte Gemeinsamkeit in meinen Augen: Die wahnhafte Überzeugung der beiden Typen von Verblendeten, - hier der Kreuzzügler und dort der "Gotteskrieger" - im Besitz der allein selig machenden Wahrheit zu sein und in ihrem Namen die "Ungläubigen" in die Hölle zu befördern. Alles unter Berufung auf eine Autorität, die entweder "Gott" hieß oder "Allah". 

Der größte Unterschied: Die Kreuzzüge derjenigen, die sich "Christen" nannten, sind Geschichte, die Kreuzzüge der IS-Verbrecher sind blutige Gegenwart. 

Gruß, earnest

Antwort
von mulan, 70

Was an der Diskussion problematisch ist, dass IS und Islam im Grunde gleichgesetzt werden. IS verstößt permanent gehen alle möglichen Regeln islamischen Rechts. Und nach wie vor wird IS als Maßstab genommen und nicht der Islam nicht-extremistischer Auslegung. Denn der Islam lehnt Extremismus ab, wird von Extremsten aber benutzt. Und so auch das Christentum. Nicht das Christentum ist das Problem, sondern das, was gewisse Menschen tun. Der koran ist genau wie die Bibel immer wieder Missbrauch ausgesetzt. Ein Text kann sich nicht wehren. Menschen haben die Wahl, sich für ein verantwortungsvolles und maßvolles Verständnis oder für ein egoistisches, machtgieriges, menschenverachtendes verantwortungsloses Verständnis zu entscheiden. Der Text ist derselbe. Aber die Absichten der Menschen sind verschieden. IS ist nicht Islam.

Kommentar von earnest ,

Natürlich ist IS nicht ISLAM. Aber es ist nicht zu bestreiten, dass der IS aus dem extremistischen, islamistischen Salafismus erwuchs.

Es ist auch nicht zu bestreiten, dass der IS die Scharia in seinem Herrschaftsgebiet errichtet hat. Und es ist nicht zu bestreiten, dass sich die verbrecherischen "Gotteskrieger" auf gewaltheischende Passagen im Koran berufen. 

Der IS ist nicht der Islam, aber der Islam hat ein Problem mit dem IS. Und die Welt hat ein Problem mit dem IS.

Deinen Ausführungen zum Missbrauch von Religion kann ich nur mit voller Überzeugung zustimmen.

Kommentar von mulan ,

Was du schreibst ist in Ordnung. Alles. Was ich meinte die Tendenz, dass viele Menschen glauben, dass es so ist, wie ich es beschrieben habe. Und das ist auch in dieser Diskussion nicht unterblieben. Allein schon zu sagen, dass die Kreuzzüge nichts mit Christentum zu tun hätten und IS sehr wohl, wobei hier der Begriff Terrorismus bzw. "islamischer Terrorismus" (Terrorismus ist nur nicht islamisch) mitschwingt, ist m.E. falsch. Denn kein geringerer als Papst Urban III. war doch derjenige, der dazu aufrief. Das war natürlich auch politisch, wurde aber sehr religiös ummantelt. Genau wie IS es tut. Jeder mit seinen Zielen im Hinterkopf. Und genauso ist auch das Massaker selbst an Christen in Byzanz zu sehen, verübt durch die Kreuzfahrer. ...

Kommentar von earnest ,

Es freut mich sehr, dass wir hier zu 100% einig sind, mulan.

Kommentar von mulan ,

Was das Problem der Leute ist, dass sie über Scharia sprechen, ohne zu wissen was das ist. Es wird im Grunde mit Strafrecht gleichgesetzt. IS hat zwar formell das Prinzip Scharia eingeführt, benutzt dieses aber ganz klar zu machtzwecken und reduziert es im Grund auf Strafrecht. Man sucht geradewegs die Verfehlungen der Menschen. Dabei hatte der Prophet vielfach dafür geworben, die Verfehlungen der Menschen nicht nur mild bzw. gerecht zu behandeln, sondern noch viel besser diese nicht zu verraten und dem Sünder selbst versuchen, unter vier Augen ihn zu bessern.

Kommentar von mulan ,

Mir fällt auf, dass IS-Extremisten und Co. einerseits und Islamhasser andererseits, die sich selbst meist beschönigend Islamkritiker nennen, dieselbe oder eine ähnlich "Koranexegese" betreiben, indem sie die viel diskutierten Kampf-Passagen  nehmen und die wenig oder gar nicht diskutierten Passagen der Milde und Vergebung pp. beiseite lassen, obwohl diese weitaus mehr vorhanden sind, und indem erstere hübsch aus allen Kontexten herausgelöst werden, um sie dann (neu/um-) zu interpretieren. "Tötet die Ungläubigen, wo immer ihr sie trefft!" ... Klingt nach Generalbefehl. Für Extremisten wie für Islamhasser. Beide vermeiden es aber, mal zu schauen, was davor oder danach steht, mitunter sogar im selben Vers. ... Da kommt i.d.R. dann heraus, dass es im Zusammenhang mit Kriegszustand steht, verbunden mit strengen Regeln, das Maß nicht zu überschreiten und dass man sofort Frieden zu halten hat, wenn der Gegner seine Feindseligkeiten einstellt. Krieg darf von Muslimen nicht angefangen werden. ... Genau das Gegenteil geschieht aber bei den Extremisten. ... Wer weiß, vielleicht haben beide ja denselben Rumpf-Koran, der nur noch aus den kämpferischen Versen besteht und die Masse der anderen nicht zweckdienlichen Verse rausgeschmissen wurden?

Kommentar von mulan ,

Nochmal zur Scharia. Was die Leute nicht wissen, ist, dass im Prinzip Scharia das Strafrecht etwa nur 6% ausmacht. Der "Rest" ist Zivilrecht. Wenn ein Muslim morgens aufsteht oder abends zu nette geht und sagt "Im Namen Gottes, des Erbarmers, des Barmherzigen", dann ist das bereits Teil von Scharia. Das ganze Leben eines Muslims ist Scharia. Denn das Wort bedeutet im Grunde "Weg". Und es ist keine Art Gesetzbuch, wie man es sich hier vorstellen mag. Es ist die Gesamtheit aller regeln und Prinzipien, die aus Koran und Sunna gespeist sind. Wenn IS von Scharia spricht, meinen sie Macht, meinen sie Machterhalt, meinen sie Unterdrückung, Diktatur. Die öffentlichen Hinrichtungen und Zurschaustellungen der Leichname usw. Dünen nicht der Besserung der Gesellschaft sondern der Abschreckung. Niemand soll es wagen, anderer Meinung zu sein oder gar sein Haupt zu erheben. Das ist nicht einmal der Zweck der 6% aus der Scharia. Das ist schlicht und ergreifend Missbrauch islamischen Strafrechts (6%) aus dem gesamten islamischen Recht (Scharia). Scharia ist also nicht das Problem sondern die Menschen, die Scharia missbrauchen, indem sie Kiran und Sunna nach Gutdünken benutzen. Das ist Willkür und Unfreiheit, Diktatur. Und die ist unislamisch.

Kommentar von earnest ,

Deine Worte in die Ohren derjenigen, die auch hier bei GF die Errichtung der Scharia in Deutschland propagieren und damit meinen, die deutschen Gesetze seien irrelevant, da die Scharia über menschlichen Gesetzen stehe ..

Kommentar von mulan ,

Die Mehrheit der Muslime denken Gott sei dank nicht so. Jene sind gottlob eine absolute Minorität. Aber leider eine sehr laute, finanzkräftige und aggressive Gruppe, die das Bild des Islam dermaßen in Verruf bringen. Die Masse der gemäßigten sieht und hört man medial so gut wie nicht. Selbst große Demos wie in München oder Frankfurt, wo sogar bis zu 10.000 Muslime da waren, um gegen Gewalt und Terrorismus zu protestieren, wurden, warum auch immer, nicht mal erwähnt. Ich glaube nach den Abschlägen von Madrid oder London gab's in Köln eine Demo von 10.000 gegen solchen Terror, organisiert von Muslimen. Ich habe davon erst vor gut einem Jahr gehört. Aber wehe irgendwelche  Idioten mit Warnwesten spielen in Wuppertal Religionspolizei! Das wird wochenlang thematisiert. ... Wie auch immer, ich hoffe, dass die Menschen aufwachen und diese Fanatiker von der übrigen Muslimischaft zu unterscheiden wissen. Pierre Vogel repräsentiert nicht die deutschen Konvertiten sondern nur Seinesgleichen. Und vor denen muss man sich hüten. Bei vielen unwissenden Sunniten ist das noch nicht so angekommen. Schiiten oder Aleviten oder sufis sind da weiter. Die wissen schon lange, wer die sind. Schiiten insbesondere werden ja gerade von den Salafisten am meisten attackiert.

Antwort
von nowka20, 18

das ist der geistige kampf der archai gegen die zurückgebliebenenj exusiai

und die menschen sind der schauplatz

-------------------------------------------------------------------

dein bildchen sieht aus, als ob du pennst (absicht?)

Antwort
von kjklol, 112

Es bestehen schon gewisse Ähnlichkeiten zwischen den IS und den Kreuzzügen. Allerdings glaube ich nicht das sie sich für Kreuzzüge rächen wollen, sondern dass es darum geht ungläubige zu töten und Macht zu gewinnen.

Kommentar von marchflower ,

Aber was sind das für Ähnlichkeiten?

Kommentar von kjklol ,

Das man den Glauben als Begründung für den Krieg benutzt und um ungläublige zu töten. Anders als bei den Kreuzzügen geht es aber nicht die Heiligen Landen wieder zu erobern, sondern einfach nur ein Kalifat aufzubauen und Macht und Geld zu erlangen.

Antwort
von JoJoPiMa, 40

Ich, keine. Weder in Ursache/Auslöser, Ausführung noch Ziel.

Antwort
von ClusterOne84, 88

Zu der Entstehung der Kreuzzüge siehe hier (ab 0:10):

Die Kreuzzüge haben im Grunde nichts mit dem Christentum zu tun. Der Islamische Staat hingegen hat etwas mit dem Islam zu tun! Die Islamisten des Islamischen Staates berufen sich auf den "kleinen Jihad" und wollen den Islam ausbreiten:

„Jihad“
„Jihad“ bedeutet wörtlich „Bemühung“ oder „Anstrengung“. Die islamische
Tradition kennt den „kleinen Jihad“ und den „großen Jihad“.
- Der „große Jihad“ ist friedlich. Er bezeichnet das individuelle Bemühen
um das richtige religiöse Verhalten gegenüber Gott und den
Mitmenschen.

- Der „kleine Jihad“ ist kriegerisch. Er wird auch als „militanter Jihad“
bezeichnet. Er beschreibt den gewalttätigen Kampf zur Verteidigung
bzw. Ausweitung des Herrschaftsgebiets des Islam.

Quelle: Islamismus: Entstehung und Erscheinungsformen (Publikation des Verfassungsschutzes), Seite 17

Kommentar von mulan ,

Im Islam ist es nicht erlaubt, Aggression zu üben, Angriff zu führen, und auch nicht zum Islam zu zwingen. Wer was anderes behauptet, hat Islam nicht verstanden oder sagt das absichtsvoll. Der sog. "Kleine Jihad" ist mitnichten ein Befehl zur Verbreitung des Islam. Er ist die Erlaubnis sich zu verteidigen - und der bewaffnete Kampf ist nicht erste sondern allerletzte Option. Wer was anderes sagt, hat Islam nicht verstanden oder tut das absichtsvoll. ... IS ist nicht gleich Islam.

Kommentar von ClusterOne84 ,

Bereits in den frühen Werken zum islamischen Recht wurde eine grundsätzliche Zweiteilung der Welt entwickelt, die bis ins 20. Jahrhundert hinein mit Modifikationen Grundlage der Erörterungen war. Dem islamischen Herrschaftsgebiet (dar al-Islam, "Haus des Islam"), auf dem die Normen der Scharia durchgesetzt werden, stand der grundsätzlich als feindlich und rechtlos angesehene Rest der Welt als "Haus des Krieges" (dar al-harb) gegenüber. Dauerhafte Friedensschlüsse ließ die klassische Doktrin nicht zu, sondern nur zeitlich begrenzte Waffenstillstände im Falle der eigenen Unterlegenheit. Im Übrigen blieb der - von den Schriftgelehrten zweifellos vor allem militärisch verstandene - Einsatz zur Ausbreitung der der Religion (Dschihad) im Sinne der Erweiterung muslimischen Herrschaftsterritoriums religiöse Pflicht einer hierfür hinreichenden Zahl von Gläubigen (fard kifaya). Einschränkungen des Dschihad auf diejenigen von Nicht-Muslimen beherrschten Gebiete, die sich im Konflikt mit der islamischen Herrschaft befanden, konnten sich nicht durchsetzen. Die klassische Lehre bezog sich hierbei nicht auf diejenigen Koranverse, die eine nur defensive Ausrichtung gegen Angriffe erkennen lassen, sondern betrachtete diese durch die "Schwertverse" in Sure 9,29 ff. als abrogiert (vgl. zur Abrogation oben II.I).

Quelle: Das islamische Recht - Geschichte und Gegenwart von Professor Doktor Mathias Rohe, 3. Auflage 2011, Seite 149

Und hier ist der Vers:

Kämpfet wider diejenigen aus dem Volk der Schrift, die nicht an Allah und an den Jüngsten Tag glauben und die nicht als unerlaubt erachten, was Allah und Sein Gesandter als unerlaubt erklärt haben, und die nicht dem wahren Bekenntnis folgen, bis sie aus freien Stücken den Tribut entrichten und ihre Unterwerfung anerkennen. 

Frieden gewährt der Islam nur bei militärischer Unterlegenheit: Hudna. Das kannst Du auch in der Wikipedia nachlesen. Und hier sind beispielsweise noch zwei Hadithe:

Hadit 2925:
...'Abdullah Ibn 'Umar, Allahs Wohlgefallen auf beiden, berichtete, daß der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Friede auf ihm, sagte: "Ihr werdet gegen die Juden solange kämpfen, bis sich der eine von ihnen hinter einem Stein versteckt und dieser (Stein) spricht: "Du Diener Allahs, hier ist ein Jude, der sich hinter mir versteckt, so töte ihn."

Hadit 2946:
...Abu Huraira, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete, daß der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Friede auf ihm, sagte: "Mir wurde der Befehl erteilt, daß ich gegen die Menschen solange kämpfen soll, bis sie sagen: la illa-llah (=kein Gott ist da außer Allah). Wer dann dies sagt, der rettet sein Leben und Vermögen vor mir, es sei denn, daß er gegen das Recht verstößt; und die Abrechnung mit ihm ist (letzten Endes) Allah überlassen...."

Auszüge aus dem Sahih Al-Buharyy nach Abu-r-Rida´ Muhammad Ibn Ahmad Ibn Rassoul, ISBN 3-8217-0112-9, 1989, arcelmedia

Kommentar von earnest ,

Selbstverständlich hatten die Kreuzzüge etwas mit dem abendländischen Christentum zu tun. Sie wurden unter diesem Schlachtruf (im Wortsinn) geführt: "Gott will es!"

Kommentar von ClusterOne84 ,

Ja, nur hat das mit der eigentlichen christlichen Lehre nichts zu tun. Darum geht es. 

Kommentar von earnest ,

Die Kreuzzüge waren eine Pervertierung der christlichen Lehre. 

Nun betrachten aber friedliche Muslime die Schandtaten der IS-Gotteskrieger als Pervertierung eines friedlichen Islam.

Unterschiede: Die Kreuzzüge sind Geschichte, der IS ist blutige Gegenwart.

Die Kreuzzüge lassen sich nicht mit einem neutestamentarisch orientierten Christentum vereinbaren, die IS-Gotteskrieger leiten ihre Untaten aus ihrem Verständnis entsprechender Koranpassagen ("Tötet die Ungläubigen") ab.

Kommentar von suziesext06 ,

@Clusterone "Die Kreuzzüge haben im Grunde nichts mit dem Christentum zu tun".

Da wird dir ja sicher ein lautes Protestgeschrei entgegenschallen :D :D

Ich denke, man soll unterscheiden zwischen Christentum als religiöser Ideologie und Kirche als organisierter Religion. Das Christentum des NT (Evangelien) und der Glauben der Kirche bis Konstantin war konsequent antimilitaristisch; Kriegsdienst galt als schwere Sünde (was heute nur noch die Zeugen so sehen). Wenn man das als das genuine, authentische Christentum definiert, waren alle Kriege, in denen Kirchen die Rechtfertigungsideologie lieferten, tatsächlich anti-christliche Kriege. Denn die Botschaft des Evangelium ist nicht der heilige Krieg gegen die Ungläubigen.

Im Islam hingegen ist der heilige Krieg völlig unmissverständlich gefordert. Koran und Hadith wurde auch von Mohamed an, über die Ummayaden bis zu den Abbasiden immer so ausgelegt und praktiziert, nämlich als Krieg auf allen Ebenen: Verteidigung, Angriff, Eroberung, psychologische Kriegführung, individuelle Kampfmoral.

Die Kreuzzüge waren, ungeachtet ihrer ideologischen Begründung, Reconquista ehedem christlicher Regionen, die von den Gotteskriegern erobert waren. Nicht mehr und nicht weniger.

Kommentar von Nunuhueper ,

Die Aussagen der Bergpredigt liegen zu den Aussagen des Korans  völlig konträr.

Antwort
von priesterlein, 61

Die Kreuzzüge waren Reaktionen auf Hilfegesuche und sind, wenn überhaupt, vergleichbar mit dem Einfall der Russen, Amis und sonstwem in syrien, weil jemand um deren Hilfe bat.

Kommentar von earnest ,

Klar, es findet sich immer jemand, der um Hilfe flüstert.

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