Frage von xoxoPriya, 84

Irreale Welt, Heulattacken, "Tod" Gedanken & "innere" Selbstgespräche, was ist mit mir los?

Hallo zusammen! Ich bin 17 und mache gerade mein Abi. Meine Probleme haben Ende September angefangen als ich mit meiner Stufe nach Rom geflogen bin. Ich hatte nie Flugangst und hab mich eigentlich gefreut nach langer Zeit die Welt mal wieder von oben zu beobachten. Jedoch war das zu der Zeit wo eine Klasse über den Alpen abgestürzt ist. Natürlich hat man da ein bisschen Bammel, aber ich hab mir da nichts weiter bei gedacht. Als wir dann ankamen fing alles an. Ich hatte das Gefühl ich lebte in einem Traum. Alles kam mir so unecht und unreal vor. Ich konnte die Zeit dort nicht genießen, da ich immer nur daran denken musste, ob ich nun wirklich da war oder nicht. In Deutschland wurde es nicht besser. Inzwischen geht es einigermaßen aber dazu kommt, dass ich seit längerem immer wieder über den Tod nachdenke. Nicht nur über meinen sondern auch über den meiner Familie. Es ist schrecklich! In jeder schönen Situation zerstöre ich meine Freude durch diese Gedanken und frage mich wie lange es wohl so bleibt ( also der schöne Moment ) und was passieren würde, wenn jetzt der oder der sterben würde. Ich verstehe nicht woher auf einmal diese düsteren Gedanken kommen. Ich war immer ein fröhlicher Mensch und musste bei jeder Kleinigkeit lachen. Was mir außerdem auffällt ist, dass ich bei sinnlosen Sachen (wie Streitereien zwischen Familienmitgliedern anfangen muss zu heulen ohne, dass ich etwas mit der Situation zu tun habe. Oder wenn man mit mir ernst redet ohne böse Hintergedanken, ich einen Heulausbruch bekomme. Ich hab sogar mal in der Schule mitten im Unterricht angefangen zu heulen, weil ich über den Tod nachgesacht habe und kurz vorher mit einer Freundin über ihre schwerkranke Oma geredet habe.) Ich weiß wirklich nicht mehr was ich machen soll. Soll ich einfach so weiterleben und tun als ob ich mir alles nur einbilde? Ein Psychologe kommt nicht infrage. Mit Familie und Freunden will ich nicht reden, die würden sonst glauben ich wäre verrückt. Außerdem schreie ich mich manchmal selbst in meinen Gedaken an, weil ich will das diese innere Stimme in mir aufhören soll alles zu kritisieren was ich machen will oder tue. Ich habe schon versucht es zu ignorieren oder mich auf andere Gedanken zu bringen, aber leider leichter gesagt als getan...Langsam werde ich vielleicht wirklich verrückt. Ich hoffe ihr könnt mir helfen! Vielen Dank schonmal!!

PS: Ist es vielleicht möglich, dass ich eine Depression oder sowas habe?....

Antwort
von Planlos12345, 36

Hey ehm das tut mir echt leid für dich :/ ne Depressionen sind das nicht. Alles was du erzählst hört sich an wie eine posttraumatische belastungsstörung zweiten gerades. Das ist ein Schock auf Grund eines schrecklichen Erlebnisses bzw Schutzmechanismus. Aber das kann eigentlich unmöglich sein weil du vom Ereignis nicht betroffen warst. Gehe mal zu einem Psychologen und erzähle dem das.  Hört sich ernst an und Diagnosen kann man hier nicht stellen. Bin auch kein Psychologe. 

Kommentar von xoxoPriya ,

Ja das mit dem Schutzmechanismus dachte ich mir auch schon, hatte das auch schonmal recherchiert. Vielleicht Angst jemanden zu verlieren und deswegen diese unreale Welt, um bei schlimmen Situationen das Gefühl zu haben, es sei nur vorübergehend und gar nicht so schlimm.... Danke !! Es wundert mich nur, dass es von dem einen auf den anderen Tag kam...

Antwort
von Simon1344378, 30

Du warst durch deinen Aufenthalt im Ausland aus deiner bekannten Umgebung gerissen. Dies bedeuted das du ohne deine Familie, Freunde und vertrauten Umgebung gelebt hast und dir vielleicht dadurch vorstellen kannst das dies alles nicht selbstverständlich ist und sich Dinge sehr schnell ändern können. Das ist nur meine Hypothese aber es könnte sein das dir dieser Aufenthalt gezeigt hat das auch eine Welt ohne deiner dir bekannten existiert und das diese vielleicht so wie du sie jetzt kennst nicht für ewig hält.

Hinzu kommt noch das du dieses Jahr dein Abi machst, wobei sich nach dessen Abschluss natürlich auch so einiges ändern wird. Man sieht die alten Schulkollegen nicht mehr so häufig, muss sich eine Arbeit suchen oder sich weiter bilden usw.

Zusammengefasst: Ich denke das dein Hauptproblem vielleicht in der Angst vor Veränderung liegt;) Wäre meine aus deiner Angabe geschlossene Hypothese, wobei ich mich hierbei natürlich auch irren kann.

Kommentar von xoxoPriya ,

Ja das kann sein. Weißt du wie ich diese Zeit überbrücken kann um mich mehr auf das Lernen zu konzentrieren?

Kommentar von Simon1344378 ,

Du solltest dir im klaren sein, dass Veränderungen oft schöne Momente mit sich bringen und das sonst so monotone grau gefärbte Leben in einem ganz anderen Licht darstellen können. Ich habe selbst erst seit einem Jahr meine Matura(Abbi) gemacht und studiere nun. Ich muss sagen das ich voll und ganz mit meinem Studium zufrieden und glücklich bin.

Du solltest dir nicht zu viele Gedanken um deine Zukunft machen da diese sowieso stets ungewiss ist. Das einzige was du tun kannst ist das beste aus deiner jetzigen Situation zu machen und das Leben in vollen Zügen zu genießen, wenn auch ein gewisser Arbeitsaufwand gerade im letzten Schuljahr nicht vermeidbar ist;)

Antwort
von elena246, 30

Hey, also ich glaube professionelle Hilfe wäre das Beste, für dich. Wieso kommt ein Psychologe denn nicht in Frage?

Kommentar von xoxoPriya ,

Weil ich dann mit meinen Eltern reden müsste und die mich nicht Ernst nehmen würden. Ich hab mal mit meiner Schwester das Thema angesprochen, ob sie das Gefühl kennt, dass ihr die Welt unreal vorkommt. Sie hat mich nur dumm angeguckt und gesagt:" Hä, bist du dumm?" Und wenn ich denen mein Problem erzählen würde, denken die entweder ich bin wirklich verrückt oder ich hab mit meiner Zeit nix besseres zu tun als zu versuchen Aufmerksamkeit zu erregen. Und ich will nicht, dass sie das von mir denken. Ich will einfach nur normal weiterleben wie vorher...

Meine Geschwoster Fragen mich zwar manchmal was mit mir lossei, weil ich in letzter Zeit so still geworden bin, aber da sage ich einfach immer es wäre alles okay.

Meine Schwester hat grade erst ihr Kind bekommen und hat genug um die Ohren. Ich will sie nicht auch noch mit meinen vielleicht dummen Problemen belasten...

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