Frage von Deponensvogel, 43

Irreale Vergleichssätze im Roman – wie verwende ich den Konjunktiv 2?

Im Roman ist für gewöhnlich das Standardtempus / die Erzählzeit das Präteritum. Wenn jetzt aber die Formen des Konjunktivs mit denen des Indikativs (in dem Fall also Indikativ Präteritum) gleichlauten, dann muss ja auf die würde-Form ausgewichen werden.

Bsp.: 

Es fühlte sich an, als füllte man raue Holzsplitter in ihre Lunge. 

wird zu 

Es fühlte sich an, als würde man raue Holzsplitter in ihre Lunge füllen.

Oder kann man es bei der normalen Konjunktiv-2-Form belassen?

Antwort
von Dichterseele, 27

Die zweite Version klingt auf jeden Fall klarer. Achte beim Schreiben immer auf die leichte Lesbarkeit - wenn man drüber nachdenken muss, wie es gemeint ist, wird der Lesefluss unterbrochen und  die Leserei nervt.

Deshalb bevorzuge ich bei zusammengesetzten Hauptwörtern auch die Version mit Bindestrich, das liest sich leichter und ist eindeutiger. 
(zum Beispiel Moschus-Ochse statt Moschusochse)

Finde stets das treffende Wort und gestalte Deine Sätze nicht zu kompliziert, dann bist Du auf dem richtigen Weg.

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