Frage von marcelschmitts, 43

Irgendeinen Hiwijob annehmen, weil man glaubt der große Musiker werden zu können, ist das wirklich eine so tolle Idee?

So geht es nämlich einem ehemaligen Schulkollegen von mir. Er ist im Juli bei seinem Maschinenbau-Studium zwangsexmatrikuliert worden, weil er eine Hausarbeit auch beim 2. Versuch nicht bestanden hat. Von August bis Januar hatte er Hartz IV bezogen, Im Januar bekam er vom Rostocker Arbeitsamt ein Jobangebot für eine Spielhallenaufsicht in einer Spielhalle. Nach einer zweiwöchigen Probearbeit und einem einwöchigen Seminar in Berlin hat er nun seit dem 1. Februar einen festen Vertrag. Ich habe ihn schon gefragt, ob er das wirklich sein Leben lang machen will, warum er sich nicht parallel nach einem Ausbildungsplatz, schließlich werden gerade im technischen Bereich (was seine Stärken sind) Ausbildungsplätze gesucht! Sagte er, nein so ist es ideal, er macht diesen Job ja schließlich nur übergangsweise, weil er ja später Musiker werden will, seine Heavy Metall-Band hätte schon eigene Lieder geschrieben und wollen bald erste Konzerte aufführen. Eine Ausbildung lehne er ab, weil er ja dann wieder für die Berufsschule lernen müsse und er sich dann nicht voll und ganz auf die Musik konzentrieren könne! Es ist natürlich seine Sache, aber ich finde er wirft sein Leben hin und sein Abitur wird ja dadurch auch Perlen vor die Säue. Eure Meinungen??

Antwort
von aida99, 7

Ein Bekannter von mir hat jahrelang versucht, Rockstar zu werden, seine Band war im Ausland auf Tourneee... Nur: Der große Durchbruch blieb aus, also hat er schließlich zuende studiert und ist jetzt Wissenschaftler.

Du kannst Deinem Schulkollegen ja sagen: "Prima, dass Du das versuchen willst, aber an Deiner Stelle würde ich mir eine Frist von XX Jahren setzen. Wenn's bis dahin nicht geklappt hat, würde ich studieren oder eine Ausbildung machen."

Antwort
von Kapodaster, 28

In einem Punkt gebe ich Dir vollumfänglich Recht:

Es ist natürlich seine Sache,

Antwort
von Ninombre, 25

Viele Stars sind durch die harte Schule gegangen - ich halt es aber für ziemlich gewagt, v.a. wenn er nicht völlig vernarrt in die Musik ist, sondern es eher als Ausrede und bequemer Weg gesehen wird. Über die Stars, die aus dem Nichts kamen, sich mit lumpigen Jobs über Wasser gehalten haben, redet heute jeder gern. Keiner redet über die, die es dann nicht gepackt haben. Ich persönlich würde das Risiko nicht eingehen beim Scheitern der tollen Musikkarriere als Spielhallenaussicht mit 10 Jahren Berufserfahrung dazustehen.

Antwort
von Grautvornix, 18

Wenn er Erfolg hat, mit der Musik, dann war es richtig.

Wenn er für den Rest seines Lebens Harz 4 bekommt, war es falsch.

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