Was sind die Folgeschäden eines Kindes durch Inzucht?

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8 Antworten

Erkenntnisse der Humangenetik und Vererbungslehre lassen darauf schließen, dass Inzucht beim Menschen die Wahrscheinlichkeit des Auftretens von Erbkrankheiten erhöht.
Demgegenüber ist das Risiko, erbkranke Kinder zu zeugen, bei nicht miteinander blutsverwandten Paaren erheblich geringer, weil sehr viel seltener die Träger desselben kranken Gens zusammenkommen. Das durchschnittliche Risiko für die Vererbung einer Erbkrankheit beträgt bei nicht blutsverwandten Partnern rund 3 Prozent, da die Wahrscheinlichkeit sehr gering ist, dass beide dieselbe kranke Erbinformation
in sich tragen. Gehören aber beide Partner einer Familie an, in der die
Erbanlage für eine Erbkrankheit vorhanden ist, steigt die
Wahrscheinlichkeit, dass ein Kind von beiden Elternteilen die Erbkrankheit übertragen bekommt.Quelle:https://de.wikipedia.org/wiki/Inzucht_beim_Menschen       LG  gadus

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Die Wahrscheinlichkeit, dass die Kinder, die aus einer Geschwisterbeziehung hervorgehen, mit einer Erbkrankheit auf die Welt kommen, liegt bei 25%. Unter anderem deshalb ist Inzucht bei Menschen in naher Verwandtschaft verboten.

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Kommentar von FragaAntworta
21.04.2016, 08:16

Wie kommst Du auf diese Werte? Gibt es dazu noch eine Angabe?

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Das ist für das Kind und die Menschheit nicht von Vorteil, da sexuelle Fortpflanzung mit einem "Fremden" normalerweise gewährleistet, dass neue Allelkombinationen auftreten (=Rekombination). Auf diese Weise ist es der Population möglich, sich evolutiv weiter zu entwickeln.
Bei der Fortpflanzung mit engen Verwandten ist der Genotyp der beiden Partner allerdings zu ähnlich und schränkt daher den Grad der Rekombination ein.

Auf Deutsch:
Wenn du dich mit einem nicht mit dir verwandten Partner fortpflanzt, besteht eine größere Chance, dass sich eure Nachfahren genetisch stark von euch unterscheiden und dadurch eventuell einen Selektionsvorteil gegenüber anderen Menschen haben.
Zum Beispiel: Höhere Gesundheit (im Bezug auf das Immunsystem sowie auf erblich bedingte Krankheiten), eventuell auch attraktiveres Aussehen und höhere körperliche Leistungsfähigkeit.
Nur so kann sich die menschliche Bevölkerung weiterentwickeln.

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Heutzutage ist die Gefahr, das ein durch inzest erzeugtes Kind Kranker wird als andere Kinder sehr gering und ist eigentlich zu vernachlässigen.
Probleme gibt es nur, wenn Kinder dauernd durch inzest erzeugt werden, weil es genetische Krankheiten gibt, wie Krebs die sich ständig von einen Kind zum nächsten vererben, Brustkrebs ist so ein Fall.
Wenn keine neuen Genmerkmale dazu kommen, vererbt man das ständig von der Mutter auf die Tochter und dann wieder auf die Tochter.

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Das ist genetisch bedingt. Das wäre das gleiche wenn man ein Kind mit sich selber macht.
Die Natur versucht aus zwei Genpools das beste zu mischen, zwei mal das gleiche verträgt sich nicht.

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"Ziel" der Evolution ist es, Gene mit fremden Genen zu mischen, um so eine größtmögliche Vielfalt zu erreichen. Diese Vielfalt biete die beste Chance auf etwas Neues und ist der beste Schutz, wenn eine Krankheit eine bestimmte Kombination befällt. Wenn da eine Population aus dem gleichen Genpool stammt, wird sie schlimmstenfalls komplett ausgelöscht. Je größer die Vielfalt, desto höher die Überlebenschance der Art als solchen ("survival of the fittest").

Das alleine ist also schon "gefährlich" zu nennen - wenn auch vernachlässigbar, wenn es nur Gelegenheitserscheinungen betrifft.

Richtig gefährlich ist aber, dass durch die so entstandene Vielfalt auch mögliche Defekte ausgeglichen werden, die so oder so vorhanden sein können (aus welchen Gründen auch immer).

Wenn aber nur aus fast gleichem Genmaterial die Nachkommen entstehen, dann fehlt das Korrektiv durch den Partner-Genpool! Die vorhandene Defekte können nicht mehr repariert werden, sondern verstärken sich dann sogar von Generation zu Generation.

Deswegen brauchen abgeschlossen lebende Gemeinschaften ZWINGEND die "Auffrischung" durch fremdes Genmaterial. Sie gehen sonst auf lange Zeit gesehen zu Grunde (und die "lange Zeit" ist aus "Sicht" der Evolution nur ein Wimpernschlag).

PS: Weil wir das heute genau wissen, erklären und testen können, und auch wissen, dass das nicht nur Blutsverwandte betrifft, sondern auch unverwandte Paare betreffen kann, wird es der "Inzest-Paragraph" aber wahrscheinlich nicht mehr allzu lange machen. "Gefahr erkannt, Gefahr gebannt", wie es so schön heißt. ;-)

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Muss zwar nicht aber kann.

Bei dem Gleichen Erbmaterial ist die Chance auf ein Behindertes Kind erhöht.

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Denk doch mal ein bisschen nach....

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