Frage von Steffen21, 35

Inwieweit kann grobe Fahrlässigkeit im Umgang mit persönlichen Daten strafrechtlich verfolgt werden?

Kurz zum Hintergrund meiner Angelegenheit: Vor etwa 50 Tagen habe ich meinen Laptop zur Reparatur an ein international tätiges Warenhaus eingeschickt. Ich bin Stammkunde und der Service war in diesem Fall unterirdisch schlecht. Zumal der Anbieter damit wirbt, dass Reperaturen im Garantiefall innerhalb von 8 Tagen behoben werden.

Schließlich erhielt ich nach etwa 25 Tagen eine Antwort, dass der Laptop an mich innerhalb von zwei Werktagen zurück versendet wird. Doch auch in der nächsten Woche tat sich nichts. Weitere Telefonate folgten doch die Mitarbeiter wussten wahrscheinlich selbst nicht was mit meinem Laptop passiert ist. Diesen Montag erhielt ich erneut eine Bestätigung, dass der Laptop an mich versendet wurde und vorraussichtlich Mittwoch geliefert wird. Bis heute kein Laptop da.

Heut Abend erhielt ich zum ersten Mal einen Anruf vom Versandhaus. Der Mitarbeiter bestätigte mir das der Laptop versehentlich an einen anderen Kunden nach Österreich versendet wurde. Als entgegenkommen kann ich den reparierten Laptop +10% Erstattung des Kaufpreises haben. Alternativ den Kaufpreis zurück und die 10%.

70 Euro sind ein schwacher Trost für mehrere Stunden Telefondiskussion mit Mitarbeitern und Versand des Laptops an eine Dritte Person. Auf dem Laptop jedenfalls sind private Bilder und geschäftliche Daten die bei Missbrauch im schlimmsten Fall zur Kündigung führen könnten.

Ist es möglich in diesem Fall rechtliche Schritte einzuleiten?

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Antwort
von holgerholger, 21

Nein. Schadenersatz gibts nicht mangels Schaden. Und Strafe für einen versehentlichen fehler ist nicht vorgesehen.

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