Frage von eko278, 66

Inwieweit ist ein Krankenhaus in kirchlicher Trägerschaft bei sinkender Bedeutung der Religion in der Gesellschaft noch von Bedeutung?

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Antwort
von Eselspur, 30

Die Bedeutung ändert sich, wird aber nicht weniger: für die Krankenversorgung an sich ändert sich nichts, das Zeichen, dass Christen für Hilfsbedürftige da sind kann stärker gesehen werden, die Frage, wie die öfentliche Hand kirchliche Einrichtungen unterstützt und unterstützen soll, wird weiter diskutiert werden.

Antwort
von Schwoaze, 41

Die Trägerschaft - wie Du es nennst - ist doch vollkommen egal. Wenn die Kirche ihre Sache gut macht, dann soll sie es auch weiterhin tun. Ob oder wie groß die Bedeutung der Religion in der Gesellschaft ist, spielt für mich keinerlei Bedeutung. Hauptsache, die Ärzte und das Pflegepersonal leisten gute Arbeit.

Expertenantwort
von dadamat, Community-Experte für Medizin, 14

Die anfallenden, laufenden Kosten (auch Personalkosten) werden zu über 95% von den Krankenkasse bezahlt. 

Kommentar von rubicon66 ,

..nein, mindestens 110%

Antwort
von realsausi2, 16

Diese Bezeichnung "kirchliche Trägerschaft" ist ein Etikettenschwindel. Tatsächlich bezahlt die Kirche nichts für Krankenhäuser. Die Kosten werden entweder von den Krankenkassen oder den meist kommunalen Krankenhausgesellschaften getragen, also aus Steuergeldern.

Die Kirchen schrauben nur ein Schild an.

Kommentar von rubicon66 ,

..selbst das nicht!

Kommentar von realsausi2 ,

Ist in Osnabrück so passiert. Die bisher städtischen Kliniken hiessen dann plötzlich in einem Teil  "christliches Kinderhospital". Außer dem Schild war kein Unterschied wahrnehmbar.

Ich könnte brechen bei dem Gedanken.

Antwort
von Viktor1, 32

Ein Krankenhaus ist immer von Bedeutung, egal wer der Träger ist mit oder ohne sinkende Bedeutung des rel. Hintergrundes des Trägers.
Oder wolltest du etwas anderes fragen ?
Wolltest du "vielleicht" hinterfragen, ob man rel. Träger von öffentlichen Einrichtungen zulassen sollte ? Weil viele was gegen Religion haben (oder eine andere haben) und damit Widerwillen auf eine  solche Einrichtung eventuell angewiesen zu sein ? Trifft dies auf dich zu ??

Antwort
von DrStrosmajer, 29

Nach meiner Auffassung mehr denn je - die Fachkompetenz von konfessionellen Kliniken ist unbestritten, und angesichts der Vereinsamung in der Single-Gesellschaft und dem semiindustriellen Krankenhausbetrieb öffentlicher Häuser assoziiert man ein Krankenhaus mit einem Kreuz überm Portal und Ordensschwestern im Pflegedienst mit Zuwendung, Hingabe und Nächstenliebe.

Das ist bei allgemeinen Krankenhäusern sicherlich nicht anders, aber bei kirchlich verwalteten Häusern kommts positiver rüber.

Kommentar von realsausi2 ,

assoziiert man ein Krankenhaus mit einem Kreuz überm Portal und
Ordensschwestern im Pflegedienst mit Zuwendung, Hingabe und
Nächstenliebe.

Das mag ja bei Dir so sein, aber es ist unangemessen, das zu verallgemeinern. Ich würde mich in einem konfessionellen Krankenhaus unwohl fühlen.

Kommentar von DrStrosmajer ,

Niemand kann Dich zwingen, in ein konfessionelles KH zu gehen.

Im übrigen weise ich Deine Unterstellung zurück, daß ich verallgemeinere.

Vielleicht liest Du Dir meine Antwort noch einmal durch. Kannst Du aber auch lassen; mir ist es schnuppe, was Du denkst, willst oder nicht willst.

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