Frage von JensTheFence, 14

Inwieweit ist die Deutsche Bischofskonferenz reformbereit?

Wie äußert sich die DBK zu aktuellen Themen wie Kondomverbot, Zölibat, Ökumene, Zweite Ehe, Abtreibung, Umgang mit Schwulen usw.? Anscheinend ist sie ja durchaus reformbereit.

Antwort
von RudolfFischer, 1

Da kann man nur hoffen, dass die deutschen Bischöfe da vorpreschen. Leider haben sie als oberstes Prinzip die Einheit, sonst hätten längst schon einige z.B. Frauen geweiht. Deshalb kommt nichts voran, ja, man hat den Eindruck, dass durch die Haltung außereuropäischer, sehr konservativer Kardinäle das 2. Vaticanum eher wieder unwirksam gemacht wird.

Ich wäre für einen "Aufstand" der deutschen, österreichischen und niederländischen Bischöfe, um die Kirche endlich gründlich zu reformieren. Dieser Reformstau ist wie zu Luthers Zeiten überfällig, denn nur noch eine kleine Minderheit der Katholiken fühlt sich durch die Glaubensdurchhalteparolen und Gängeleien in ihrem praktischen Leben noch irgendwie berührt.

Ich treffe unter den restlichen engagierten Gläubigen (Priester und Laien) fast nur die obige Meinung. Lokal wird schon vielfach gemacht, was man sich von Rom als erlaubt wünscht. Mit viel Geschrei hat es eine Umfrage auf der Diözesanebene gegeben, wo die noch Aktiven sich über moderne Streitpunkte auslassen konnten. Es gab gar nicht viel zu streiten, denn die meisten waren sich über die einzuschlagende Richtung einig. Jetzt muss das klare Ergebnis auf übergeordneter Ebene mühsam zerredet, geleugnet und letztendlich ignoriert werden, um unwirksam zu bleiben. Deshalb "Aufstand"!

Ich würde selbst eine neue Abspaltung, evtl. mit den Altkatholiken zusammen, befürworten, damit der einfache Gläubige wieder auch über seine Gemeinde hinaus einen Rahmen hat, der seine Anliegen ernst nimmt. 

Beim Thema "Abtreibung" bin ich übrigens konservativ, ohne das hier im einzelnen erläutern zu wollen

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