Frage von girllllll, 43

Inwiefern waren die vor 1. Weltkriegsausbruch getätigten großen Geldausgaben für den Ausbau der deutsche Flotte eine Fehlinvestition?

Antwort
von ponter, 18

Lies mal folgenden verlinkten Auszug.:

https://de.m.wikipedia.org/wiki/Hochseeflotte#Die_Hochseeflotte_1907_bis_1919

Die Marineführung Deutschlands ging zu Beginn des Krieges davon aus, dass man gegen den größten Feind, die Britische Flotte, in offenen Schlachten vorgehen würde und dem Gegner so zumindest empfindliche Verluste beibringen würde. Ziel wäre es natürlich gewesen, die gegnerische Flotte entscheidend zu schlagen. Da die Britische Führung allerdings eine andere Taktik verfolgte, kam es praktisch zu keiner größeren Schlacht mit diesem Ausmaß. 

Bis zum Kriegsende gab es somit kaum nennenswerte Einsätze der deutschen Flotte und somit war diese Investition also definitiv zu hoch ausgefallen.

Antwort
von LukDill02, 5

Die Schiffe waren eigentlich immer vor Anker in Deutschland und von daher war es nur eine unnötige Provokation Großbritanniens. 

Man könnte sogar soweit gehen, dass wenn Deutschland nicht so massiv die Flotte aufgerüstet hätte, man sogar ein Bündnis mit Großbritannien hätte erzielen können und es dann vllt garnicht zum Ersten Weltkrieg gekommen wäre. 

Antwort
von jackthegiant, 10

Es gab nur ungefähr zwei große Seeschlachten,eine unnötige Provokation und die Flotte war nur ein Viertel so groß wie die britische Flotte.

Antwort
von wfwbinder, 20

DEr Kaiser war ja auf dem Tripp die größte Seemacht noch vor Großbritannien werden zu wollen. Damit hat er seinen eigenen Cousin herausgefordert und fest in der Entente verankert, anstatt (dazu hätte ihm vermutlich Bismarck geraten, wenn der noch dabei gewesen wäre) mit den Briten ein Flottenabkommen zu schließen und lieber die Verbindung zu stärken.

Die Investitionen in die Flotte waren im Nachhinein ohne Kriegauswirkung.

Kommentar von napoloni ,

DEr Kaiser war ja auf dem Tripp die größte Seemacht noch vor Großbritannien werden zu wollen.

Nein, das hatte selbst der Kaiser nicht vor. Angestrebt war, auf zwei Drittel der Stärke der britischen Marine zu gelangen. Großbritannien hatte zum Ziel, mindestens so stark zu sein wie die beiden nächstgrößeren Flotten zusammen.

Kommentar von wfwbinder ,

Du hast Recht. Aber das hat man relativ schlecht kommuniziert udn vor allem versäumt sich durch ein Abkommen mit den Briten zumindest auf einen Nichtangriffspakt, wenn nicht einen FReundschaftsvertrag zu einigen.

Kommentar von napoloni ,

Naja, Kommunikation hin oder her: Die Ziele der beiden Staaten ließen sich nicht unter einen Hut bringen. Dann hätte die drittstärkste Flotte höchstens halb so groß wie die deutsche sein dürfen.

Ungeachtet dessen war das aber auch nicht der Kriegsauslöser. Großbritannien hat sich sogar recht löblich bemüht, den Kriegsausbruch zu verhindern.

Kommentar von wfwbinder ,

Die Briten haben sich noch weit mehr als über die Flottenpolitik geärgert, dass Deutschland industriell so stark wurde.

Es ging um die Führung in Europa. Die wollte GB nicht verlieren.

Kommentar von napoloni ,

Sie mögen sich geärgert haben. Aber sie waren nicht so erpicht auf Krieg. Die Briten hätten wahrscheinlich nicht in den Krieg eingegriffen, wenn die Deutschen den Aufmarsch über das neutrale Belgien abgebrochen hätten.

Sie hätten aus machtpolitischen Erwägungen auch mehr davon gehabt, den anderen europäischen Mächten bei der Selbstzerstörung zuzuschauen.

Kommentar von napoloni ,

Ergänzend:

Europa war den Briten gar nicht so wichtig. Auch damals nicht^^. Sie haben immer global gedacht. Und da machte ihnen besonders das Zarenreich Angst, das die Kolonien in Asien bedrohen konnte (-> The Great Game).



Antwort
von JBEZorg, 6

Die Flotte hat im1.WK kaumeine Rolle gespielt, deswegen.

Antwort
von voayager, 12

Riesige Kosten, - Provokation gegenüber GB, - bei nur einem kleinen Kolonialbesitz in Übersee.

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