Frage von 1900minga, 84

Inwiefern war der Marshall-Plan auch in amerikanischer Interesse?

Mehr Import/Export?
Oder waren dies andere Gründe?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von surfenohneende, 41

Inwiefern war der Marshall-Plan auch in amerikanischer Interesse?

1. Militärischer Brückenkopf West- / Mittel- / Süd- / Nord- Europa

2. USA wollten der UdSSR Europa nicht überlassen, also mussten die USA Etwas tun um die Bürger zu gewinnen

3. Verbündete gegen den Kommunismus / UdSSR 

4. Spionage-Stützpunkte (!) -> besonders an innerdeutscher Grenze & USA-Botschaft / Konsulate

6. Wirtschaft & Handel

7. Propagierung der "Vorteile" des "American Way of Life"

8. incl. Propagierung der "Vorteile" des Kapitalismus

9. Schaffung & Vergrößerung den USA wohlgesonnener Bündnisse ( incl. NATO )

10. USA Atomwaffen dichter an Moskau (!) -> in der BRD ( West Deutschland) ... DE /DDR / BRD wäre das 1. Nukleare / Atomwaffen- Schlachtfeld des 3. Weltkrieges - auch die Türkei wurde in die NATO aufgenommen um dort Atomwaffen zu stationieren , die UdSSR antwortete mit Atomwaffen auf Kuba

usw. 

Ähnlich gilt es auch für die UdSSR & den Kommunismus beim Aufbau der DDR

Kommentar von lupoklick ,

Bis auf den Marx-Begriff "Kapitalismus" (wo studiert  man DAS???) .... kann ich beipflichten.

der K.... wurde und wird von Kommunisten als FEINDBEGRIFF verstanden, mit dem Zweck, ihre IDEOLOGIE zu rechtfertigen.

Der "Westen" ist deshalb so erfolgreich, weil er. - nicht in das Korsett einer Ideologie gezwängt -, auf das Leben regieren kann.

 Das wußte sogar der Kommunist Michael GORBATSCHOW !!!

Antwort
von atzef, 25

Der marshall-Plan war eine wirksame Wiederaufbauhilfe nicht nur für Deutschland, sondern ein Angebot an alle europäischen Länder.

Natürlich war das nicht völlig selbstlos, sondern von der Idee beseelt, durch einen raschen wirtschaftlichen Wiederaufstieg schnell auch wieder Europa als attraktiven Handelspartner aufzubauen, Westeuropa dadurch zu stabilisieren und damit gegen den stalinistischen ostblock zu stabilisieren.

Antwort
von voayager, 28

Alles was hier aufgezählt wurde stimmt und  ist maßgeblich. Darüberhinaus wollten die USA natürlich auch Firmen in der BRD aufkaufen, Aktienanteile erwerben, ihren Handel ausbauen, ein Abnehmerland für ihre Waren haben usw.

Antwort
von chog77, 55

Ein starkes Westdeutschland war der beste Schutz gegen den Vormarsch des Kommunismus.

Kommentar von 1900minga ,

Stimmt, danke.

Antwort
von JBEZorg, 24

Das ganze Geld ist mit Zinsen zurück in die USA geflossen, in die amerikanische Wirtschaft. Die Kredite waren zweckgebunden und waren dazu da die amerikanische Wirtschaft mit viel Arbeit zu versorgen. Die USA haben doppelt und dreifach verdient. Einmal and der Zurückzahlung der Kredite, dann haben natürlich amerikanische Banken verdient, die das Geld verwaltet haben und zuguterletzt wurden mit dem Gled eben amerikanische Industrieerzeugnisse eingekauft.

Kommentar von HansFelix ,

Schwachsinn

Kommentar von JBEZorg ,

Das muss dein 2.Vorname sein. Gut, gut, jetzt kennen wir ihn auch.

Antwort
von hutten52, 5

Jeder Vertrag, den die USA schlossen, war in ihrem Interesse. Nur abhängige, schwache Staaten schließen Verträge, die nur anderen nützen. 

Der Marshallplan wurde nicht aus Sympathie für das gerade besiegte Deutschland angeboten.

Die USA wollten damit Westeuropa politisch und wirtschaftlich an sich binden, die Sowjetunion aus Westeuropa heraushalten und drittens die eigene Wirtschaft ankurbeln. Alle Gelder waren Kredite, die zurückgezahlt werden mussten und die für amerikanische Waren ausgegeben werden mussten. Den US-Steuerzahler erklärte man den Plan als Konjunkturprogramm für die US-Wirtschaft, was im Grunde stimmte. 

Kommentar von kgunther ,

Nur Deutschland hat die Mittel als hochverzinsliche Kredite erhalten, alle anderen Staaten bekamen Marshallplanhilfe als Geschenk.

Antwort
von kgunther, 7

Der Marshal-Plan war für Deutschland ein Schwindel von vorne bis hinten:

  1. Als einziges unterstütztes Land bekam die BRD die Mittel als KREDIT. Alle anderen bekamen das Geld geschenkt.
  2. Dieser Kredit wurde hoch verzinst, so daß die USA noch erhebliche Gewinne mit dem Geld machten.
  3. Als der Kredit zurückgezahlt wurde, wurde behauptet, daß D noch riesige Summen für Lebensmittelhilfen ("GARIO-Hilfen") zusätzlich bezahlen mußte, die es nie erhalten hat.
  4. Obwohl D zerstört war, bekam es (pro Kopf) weit weniger als alle anderen.
  5. Die Gesamtsumme der Marshallplanhilfen an D war nur ein Bruchteil dessen, was die Alliierten an "Kriegsbeute" völkerrechtswidrig vorher einfach abtransportiert hatten. Zum Beispiel haben die USA einfach sämtliches Gold der Reichsbank, sämtliche Patente, Warenzeichen, Prototypen schiffsladungsweise abtransportiert. Dazu kamen die  Verluste durch die Vertreibung.
Kommentar von surfenohneende ,

Vergiss nicht "Operation Paper-clip" ...

in der wichtige Nazi-Ingenieure incl. Werner von Braun + Technik incl. V2 in die USA gebracht wurden zum Fortschritt der (besonders Militär-)Technik der USA

Kommentar von kgunther ,

Richtig!

Die "Aktion Paperclip" war gerade das Diebstahls-Unternehmen, von dem ich sprach. Im Auftrag des Staates wurden eine ganze Reihe von Agententeams tätig, um ein ganzes Volk geistig auszurauben. Schiffsladungsweise wurden Patente, Warenzeichen, Werkzeichnungen, Prototypen geraubt und zum Nutzen der US-Industrie in die USA verfrachtet. So etwas war völlig singulär in der gesamten Geschichte! Auch deutsche Wissenschaftler, Techniker, Werkmeister wurden verschleppt und mußten für die Alliierten arbeiten, u. a. W.v. Braun, Manfred v. Ardenne (Erfinder des Fernsehens) u.v.a.

Als die Russen bei der Raumfahrt die Nase vorne hatten, sagten die Amerikaner: "Na ja, sie hatten die besseren Deutschen!"

Daneben wurde das gesamte private und staatliche Auslandsvermögen "enteignet", auch die Handelsflotte. Die Westalliierten (v.a. Amerikaner) inszenierten eine ungeheure Hungersnot in den deutschen Städten, durch Importverbote, Produktionsverbote, Abtransport von Lebensmitteln und Kohle, Auslaufverbot für alle Fischkutter, Vernichtung der restlichen Industrie ("Demontage"). NACH dem Krieg (also "mitten im Frieden") sind mehr Deutsche rechtswidrig zu Tode gebracht worden, als deutsche Soldaten im Krieg gefallen waren. Darunter etwa 1 Million Kriegsgefangener auf den Rheinwiesen (www.rheinwiesenlager.de).

Der kanadische Historiker James Baque hat mehrere Bücher darüber geschrieben.

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