Frage von InvestmentStar, 54

Inwiefern ist es autismustypisch, viel über sich nachzudenken?

Hi,

Also bei mir gibt es immer so zwei Selbstbewusstseinszustände, entweder ich bin von mir selbst enttäuscht und suche dann mit intensiven nachdenken über diese Situation eine Rechtfertigung. Auch ist es so, wenn ich denke das ich etwas gut kann, und diese Erwartung dann enttäuscht wurde, denke ich halt wieder ich kann es garnicht. Das hat schon was schwarz-weißes.

Das ganze verhält sich aber nur so, wenn ich von mir Enttäuscht wurde, wenn nicht, denke ich überhauptnicht über mich nach und fühle mich auch selbstbewusst und alles, und kann extrovertiert mit anderen umgehen.

Früher auf der Grundschule war das überings überhaupt nicht so, da hat es mich sogar nicht gejuckt, das ich fälschlicherweise Asperger diagnostiziert bekommen habe.

Später wurde die Diagnose dann wider von einem Facharzt / Psychologen zurüvkgenommen, jedoch zweifle ich mittlerweile wieder daran, weil ich mir nicht alle meiner.Symtome durch ADS erklären kann - z.b. diese zwanghafte Selbstreflexion...

Diese ganze Nummer mit dem Selbstreflektieren wurde eh erst mit den Selbstzweifeln an meinen späteren Zielen vom Zaun gebrochen, ein kleiner träumerli war ich aber schon immer.

Danke

Antwort
von SunKing33, 28

Hallo,

ich halte Dich für völlig normal!

Beachte bitte folgendes: Viele Merkmale von diversen Krankheiten finden sich auch bei völlig gesunden Menschen.

Die Welt-Gesundheits-Organisation schreibt vor, dass Merkmale einer Störung (Krankheit) immer dahingehend geprüft werden müssen, ob sich auch ohne Krankheitsannahme erklärbar sind (z.B. aus der Lebenssituation heraus).

Manche Menschen leiden besonders darunter, dass andere sich nicht eindeutig ausdrücken. In der wechselseitigen Beziehung führt das zum Problem:

Der Eine, der sich nicht eindeutig ausdrückt, wird als nicht verlässlich wahrgenommen. Der Andere vom Ersten als zwanghaft oder rechthaberisch (Asperger-Merkmal). Übrigens: Menschen, die so reagieren, sind oft eher schlau und dadurch sensibel gegen fehlende Eindeutigkeit.

Du stellst Dich infrage. Das ist gut, wenn Du das Ziel hast, es zukünftig besser zu machen. Also stellst Du Dir die Frage nach dem Wie.

Wenn Du Dich dabei hilflos erleben solltest, kannst Du vielleicht einen Experten aufsuchen, der Dich unterstützt es können zu lernen (Gucke z.B. hier: www.igl-net.de).

Ales Gute!

Antwort
von Dahika, 24

Du hast keinen Autismus, so ein Quatsch, auch kein Asperger. Du bist in der Pubertät. Das wächst sich aus.

Antwort
von halbsowichtig, 16

Das ist typisch für alle Menschen, die als "nicht normal" bezeichnet werden.

Dabei ist es völlig egal, ob du ein "normaler Träumer" bist, ADS oder Autismus hast, oder dich aus anderen Gründen von der Masse abhebst.

Wenn man einem Menschen oft genug erzählt, er sei "nicht wie die anderen", dann wird er sich automatisch in genau dem beschriebenen Gedankenstrudel wiederfinden. Jede Kleinigkeit wird in Frage gestellt oder gerechtfertigt.

Zumindest in dieser Hinsicht bist du also völlig normal.

Antwort
von Seanna, 20

Ich wüsste nicht, inwiefern das Beschriebene spezifisch auf Austismus, Asperger oder AD(H)S hinweisen sollte.

Noch auf irgendeine andere psychische Erkrankung.

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