Frage von Erd98, 36

Inwiefern ist Aristoteles' Gerechtigkeitstheorie in Deutschland/Europa verwirklicht oder nicht?

Ich brauche einen Rat für ein Ethik Referat... Es geht um die Gerechtigkeitstheorie von Aristoteles Meine Aufgabe ist es zu beurteilen, inwiefern die "Gerechtigkeit als Ziel der Staatskunst" in Deutschland bzw. Europa verwirklicht oder nicht verwirklicht wird. Ich bitte um hilfreiche Antworten🙂

Antwort
von berkersheim, 15

Wikipedia zu Aristoteles:
"Er versteht unter Gerechtigkeit Tugend in vollkommener Ausprägung. ... Und im Sprichwort heißt es: ‚In der Gerechtigkeit ist jeglicher Vorzug beschlossen.’“ ... In dieser Bestimmung der Gerechtigkeit als umfassender persönlicher Rechtschaffenheit stimmte Aristoteles mit Platon überein. ... Wer mehr wolle, als ihm zusteht und damit Ungleichheit schafft, verstoße gegen die Gerechtigkeit. ... unterschied er (vgl. NE 1131b 25-28) zwischen
„Verteilungsgerechtigkeit“ ... und „Tauschgerechtigkeit bzw. ausgleichende Gerechtigkeit“.
Die Verteilungsgerechtigkeit betrifft Güter wie Ehre, Geld oder Ämter. Die Verteilung dieser Güter richtet sich nach den Verdiensten, kann also zwischen Personen ungleich sein. ... Diese Methode sei gerecht, solange der Besitzer beim Erwerb nicht gegen Gesetze verstoßen habe.
Zur geometrischen Methode gehört zudem die Anforderung an jeden freien Bürger der Pólis, seinen Beitrag in der Gemeinschaft zu leisten.
Bei der Tauschgerechtigkeit bzw. ausgleichenden Gerechtigkeit trennte Aristoteles die freiwillige (zivilrechtliche) Tauschgerechtigkeit, die es im Wirtschaftsleben gibt (Kauf, Miete, Lohn), von der unfreiwilligen korrigierenden Gerechtigkeit des Strafrechts, das der Wiedergutmachung und Kompensation dient. ..."
Wenn man dazu erinnert, dass von dieser "Gerechtigkeit" nur freie Männer betroffen waren, freie eingetragene Männer Athens, nur wenn sie auch ihren Wehrdienst geleistet haben, dann wird ein Vergleich zu heute sehr schwer, weil er auf ganz anderen Grundlagen beruht. Wer seine Versicherung betrügt, wo möglich Steuern hinterzieht, kann weder gerecht sein noch Gerechtigkeit durch die Mitbürger beanspruchen! In der Antike des Aristoteles gab es keine soziale Absicherung. Jeder war für sein Wohlergehen verantwortlich. Da klingt es doppelt hart, wenn Gerechtigkeit sich nach Verdienst und Können und Leistung für den Staat richtet. Das richtet sich gegen unseren verteilenden Sozialstaat. Der ist in diesem Sinne keinesfalls gerecht, da er die Leistungsträger bestraft und die Leistungsunfähigen hätschelt. Und ein von beiden Seiten vereinbarter Lohn ist ein gerechter Lohn. Ich höre schon das Zähneknirschen der Gewerkschaften. So hätte es aber Aristoteles gesehen. Aber das war ja auch eine andere Zeit.

Antwort
von TednDahai, 20

Aristoteles geht es hauptsächlich um die Goldene Mitte. in jeglichen Bereichen.

z.B. proportionale Gleichheit in der Güterverteilung. Ist in Deutschland versucht, sodass jeder in den Laden gehen kann. Trotzdem gibt es eine Ober-, Unter-, und Mittelschicht.

Er sagt: "Gerecht ist, was in der staatlichen Gemeinschaft die Glückseligkeit und ihre Bestandteile hervorbringt und erhält."

So ist in der Gerechtigkeit jede Tugend enthalten.

Es gibt auch partikulare Gerechtigkeit: Zuteilung von Macht und Geld. (In D nur spärlich vorhanden)

oder die Distributive Gerechtigkeit: Jeder Mensch hat eine unantastbare Würde

oder die Gerechtigkeit in Ungleichheit: Es gibt keine allgemeine Strafe auf vergehen, sondern es wird das Vergehen und die höhe der Strafe unterschieden. Das ist in D z.B: enthalten. (Ob das Gerecht in D ist, ist ein anderer Diskussionspunkt)

Gerechtigkeit ist, wenn es keine Extreme gibt. Die gibt es aber in D und Europa.


Hoffeich hab dir paar ansatzpunkte geben können ;)

Antwort
von Isaak9, 22

Alle Staatsangestellten sollten Laotse lesen, verstehen und umsetzen. 

Antwort
von pocketmonsta2go, 23

gar nicht ^^
man wird von wahnsinnigen gesteuert

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