Inwiefern hängt Schüchternheit mit Sozialangst zusammen?

... komplette Frage anzeigen

6 Antworten

Ich persönlich würde sagen dass Schüchternheit immer mit sozialen Ängsten zu tun hat, umgekehrt soziale Ängste aber nicht immer mit Schüchternheit. Man muss sich hierzu aber auch überlegen, wie man das definitiert. Für mich sollte man Schüchternheit nicht mit Zurückhaltung gleichsetzen und eine Sozialangst nicht mit einer sozialen Phobie.

(Weil: Eine soziale Phobie ist eine extrem verstärkte, außer Kontrolle geratene Form einer Angst. Das hat mit Schüchternheit wenig zu tun, genauso wenig wie ein zurückhaltender Mensch, der einfach gerne im Hintergrund bleibt, nicht direkt eine soziale Angst hat.)

Die typische Schüchternheit begründet sich meistens darin, dass der Mensch ein bisschen Angst oder Nervosität davor hat zu erfahren, wie andere Leute auf das reagieren, was er sagt oder tut. Er ist unsicher darüber, wie andere ihn sehen und stellt seine eigene Wirkung in Frage. Das ist eine sozial geprägte Angst, da sie gegenüber anderen Menschen besteht, sonst nichts. Eine soziale Angst kann sich aber auch z.B. darin äußern dass ein Mensch die Sorge hat, "vergessen" zu werden, sodass er sehr aufmerksamkeitsbedürftig und anhänglich ist. Das wiederum hat nichts mit Schüchternheit zu tun.

Also in die eine Richtung ja, in die andere nein ;) Interessante Frage!

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Bebish05
03.10.2016, 23:33

Danke, dass du dir die Zeit genommen hast so eine ausführliche Antwort zu schreiben. War echt hilfreich :))

0

Hallo!

Das kann sein, muss aber nicht so sein. Ich kannte auch mal einen von Haus aus sehr extrovertierten Menschen, der unter Sozialen Phobien bzw. Angstzuständen litt -------> bei ihm drehte es sich um eine früheer Mobbinggeschichte & alles, was ihn an gewisse Orte, Menschen oder Autos erinnerte, die er damit in Verbindung brachte ließ ihn erzittern.

Wenn er mit alledem nicht in Berührung kam, war er der Inbegriff eines volkstümlichen Alleinunterhalters, der ganze Tische mitriss mit seinem Humor & seiner Schlagfertigkeit :) 

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Bei Schüchternheit müßte man zunächst mal nach einer Definition fragen.

Ansonsten: soziale Ängste sind auch nur ein Überbegriff. Wenn damit eine soziale Phobie (das ist eine schwere Erkrankung) gemeint ist, dann nein, da gibt es keine Berührungspunkte.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Das eine ist eine Charaktereigenschaft, das andere eine psychische Störung. Was soll das miteinander zu tun haben?

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Früher waren schüchterne Menschen einfach nur schüchtern!

Heute muss alles krankhaft sein und "Soziale Phobie" heißen!

(Aber es müssen halt jedes Jahr zig neue "Psychische Störungen" erfunden werden.)

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von schloh80
03.10.2016, 14:05

Hast du schon einmal Menschen mit sozialer Phobie erlebt?

Ich vermute nicht. Hier die Krankheitswertigkeit in Frage zu stellen, halte ich für eine Frechheit.

1

Ich bin total schüchtern, aber wenn nur eine Person da ist, kann ich gut mit ihr reden (sofern sie von sich aus anfängt), aber sobald es mehr wie eine Person ist, trau ich mich einfach nicht etwas zu sagen.

Deshalb würd ich nicht sagen, dass ich eine Sozialphobie habe, aber trotzdem sehr schüchtern bin. Andersrum denke ich mal, dass Leute mit Sozialphobie auch schüchtern rüberkommen, weil sie ja nicht mot fremden Leuten reden.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung