Frage von Sempera55, 52

Inwiefern beeinflussen die unterschiedlichen Glaubensrichtungen die Situation im Nahen Osten und arabischen Raum?

Wie in der Frage schon beschrieben, würde ich gerne wissen wie die Schiiten und Sunniten die Situation im Nahen Osten und arabiscehn Raum beeinflussen.

Google gibt mir leider keine genaue Auskunft darüber.....

Vielen Dank schonmal im Vorraus :-)

Antwort
von DottorePsycho, 10

Meiner Ansicht nach ist die instabile Situation im Nahen Osten zwei großen Faktoren geschuldet:

  1. Perspektivlosigkeit
  2. fanatisch-religiöse Verblendung

... beides Hand in Hand mit chronischer Unterversorgung mit Bildung.

Bitte nicht falsch verstehen; der Muslim per se ist nicht dümmer oder weniger begabt als der Nicht-Muslim. Jedoch gibt es im Nahen Osten sehr viele und weitflächige Regionen, in denen Bildungsmöglichkeiten in nur sehr geringem Maße zur Verfügung steht. Dieser Zustand wird zusätzlich noch religiös befeuert (boko haram = Bücher sind Sünde), so dass sich dieser Zustand in absehbarer Zeit kaum zum Guten ändern dürfte.

Die stark sunnitisch geprägten Terrorzellen in dieser Religion haben ein großes Interesse daran, dass sich daran nichts ändert; denn nur ein dummer Esel lässt sich vor diesen Karren spannen, um einen islamischen Staat entstehen zu lassen. Dieser müsste korrekterweise dann Sunnitischer Staat heissen. Wer nicht konvertiert, wird vertrieben oder getötet.

Antwort
von AbuAziz, 32

Sie beeinflussen die Situation nicht wirklich. Für mich sind die "Spieler" wo ganz anders zu suchen.

Am Beispiel vom Irak kann ich dir folgendes erzählen. Zu Zeiten von Sadam Husein gab es dort sogar Hochzeiten zwischen Schiiten und Sunniten. Die Menschen haben friedlich zusammengelebt. Es gab nicht die Probleme wie heute. Erst als sich Amerika eingemischt hat kam es zu den Problemen von Heute. Schau dir Syrien an. Genau das gleiche. Alles unter dem Motto: Teile und herrsche. 

Und dann wunderst du dich, dass du über Google keine richtigen Antworten bekommst?

Kommentar von Aleqasina ,

Das ist keine adäquate Antwort. Z. B. waren die USA unter der Bush-Administation überrascht davon, dass die Iraker nach dem Ende der Diktatur nicht freudestrahlend eine stabile Demokratie aufbauten, sondern bis dato unterdrückte religiös-ethnische Konflikte gewaltsam auszutragen begannen. Von so einem instabilen Staat hatten die USA keinen Vorteil, sondern nur Nachteile.

Kommentar von DottorePsycho ,

Du tust gerade so, als wäre der Konflikt zwischen Sunniten und Schiiten ein Produkt der US-amerikanischen Einmischung. Das ist ja wohl der blanke Hohn.

Dieser Konflikt ist Jahrhunderte alt. Und wenn einzelne Familien über die Unterschiede in der Religionsauffassung hinwegsehen, dann ist das deren individueller Toleranz geschuldet. Und das kommt heute noch genau so vor wie zu Zeiten von Saddam Hussein oder davor. In schā'a llāh

Bis ca. 1930 haben sich Sunniten und Schiiten gegenseitig als Häretiker bezeichnet und sich dann erst auf "politischer" Ebene gegenseitig offiziell anerkannt, nicht zu verwechseln mit akzeptieren oder gutheißen - schon gar nicht in den Köpfen der Gläubigen.

Antwort
von Aleqasina, 16

Schau mal gezielt in Nachrichtenportalen.

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