Frage von Mipmipmipmip, 3.235

Wie habt ihr die Prosa "Die Katze spielt mit der Maus" von Tucholsky interpretiert?

Wie habt ihr die Prosa interpretiert?

Antwort
von Mayelle, 1.794

So ich muss meinen Senf auch mal dazu geben :D rundum war ich eigentlich ganz zufrieden, bis auf die Tatsache, dass ich nicht fertig geworden bin. Der Schluss fehlt eigentlich fast komplett, dafür ist meine Interpretation ziemlich ausführlich

Ich habe es allgemein auf Stärke bzw. Macht interpretiert. Dass es immer einen stärkeren gibt und es immer Machtunterschiede geben wird.(Kam wahrscheinlich nicht so raus, das sollte in meinen Schluss, den gab's ja dann nicht mehr...) Ich habe es versucht etwas aufzuspalten. Ich habe eigentlich 3 große Punkte: 1) Es gibt immer stärkere und schwächere, oft wird Macht ausgenutz 2) Machtgier, hineinsteigern in Macht 3) Der Erzähler übt Kritik an den Schwachen, die stärker sein könnten, wenn sie etwas dafür tun würden und findet es nicht gut, wenn Macht ausgenutzt wird. (Das war dieser zweite Part, einige sagen ja satirisch, ich kann es nicht sagen, ich habe es einfach als Kritik gesehen - er hat ja allgemein sehr stark bewertet). Zuletzt habe ich mich auf die Soldaten bezogen, und eigentlich das was ich davor geschrieben habe, auf diese Situaion umgewälzt. Sprich, dass der Soldat die Maus ist, und irgend eine höhere Person ist die Katze, die mit den Soldaten wie mit den Mäusen spielt, und diese dabei ihr Leben riskieren. Da war dann auch schon die Zeit rum. War super ärgerlich, ich hätto soooo viel schreiben können! Die Stilmittel hab ich zwischendurch eingebaut. Wie schon ein anderer Kommentar sagte: es waren mega viele, ich wusste garnichr was die alle bringen sollten :D hab die übrigen dann einfach weg gelassen.  

Und ich wollte evtl schreiben, dass es parabolisch ist. Da war ich sehr unsicher

Antwort
von micamo, 1.790

Jaja, jetzt ist das Deutsch-Abitur auch schon rum! Habe es heute auch in BaWü geschrieben und habe auch die Kurzprosa gewählt. Ich habe es ganz klar als Kriegskritik (weil 1916) gesehen sowie als Parabel. Die Katze stellte ein Großreich oder zumindest ein größeres Reich dar, die Maus ein wehrloses kleineres Land, welches brutal und sardistisch vom größeren Land (der Katze) überfallen wird. Den zweiten Teil habe ich als Anmerkung/Kommentar des Autors gesehen, in welchem er seine eigene Geschichte kommentierte. Ich schloß aus dem Text einfach mal das der gute Herr Tucholsky Antimilitarist war und denke deshalb das seine Aussage am Ende war, dass wir alle nur Menschen sind ("Katze auch nur ein Tier", "Vielleicht war Vorgänger der Katze auch mal so und wurde zur Maus"). Am Ende habe ich meine Hypothese noch etwas erweitert und habe es als allgemeine Gesellschaftskritik ausgelegt.

Ich persönlich fand die Kurzgeschichte im Nachhinein ziemlich schwierig, grade der satirische Kommentar des Autors fand ich sehr schwer zu deuten. Die Geschichte selber strotzte nur so vor rhetorische Figuren (Metaphern, Vergleiche, Wiederholungen, Parallelismen, Erzähler-Figur,...) vielleicht fast schon zu viel.

Ich bin mal gespannt, wie ihr diese (durchaus interessante) Kurzgeschichte gesehen habt und wünsche euch noch viel Erfolg und gute Gedanken bei den kommenden Abitur-Prüfungen.

Kommentar von LewyFL ,

Mit dem Problem bei der Satire muss ich dir recht geben... Der Teil der Geschichte, bei dem die Maus als "arm" etc. beschrieben wird, konnte ich die satirische Ansicht des Autors nicht wirklich erkennen.

Ich habe auch genau wie du gedeutet, dass der Autor Kritik am Militarismus ausübt.

Kommentar von franzaut21 ,

Er betont darin vor allem , dass diese Kurzgeschichte keine Allegorie sei, die Geschichte sei daher kein Gleichnis, sonder Stelle nur das wahre Leben dar.

Kommentar von micamo ,

Das hatte ich auch gelesen und kam dadurch kurz ins Zweifeln, ich bin aber trotzdem der festen Überzeugung, dass es eine parabolische Prosa war, da dies bei allem sehr viel Sinn gemacht hat. Ich habe diesen Satz als reine Zweckmäßigkeit ausgelegt, weil der Autor damals die Wichtigkeit des Textes nicht schmälern wollte.

Kommentar von Mipmipmipmip ,

Deine Interpretation klingt wirklich sehr schlüssig. Ich bin wohl volle Kanne dran vorbeigeschrammt.. 

Kommentar von micamo ,

Ach was! Was hast du denn geschrieben? :)

Kommentar von Mipmipmipmip ,

Also ich habe mich irgendwie nur am Text entlanggehangelt..

Meine These war ziemlich simpel:Katze= Mensch; Maus= schwächerer Mensch oder Tier. 

Die anfängliche Beschreibung wirkte sehr mechanisch, somit habe ich eine Entpersönlichung in die Maus hineininterpretiert. Das es also das unpersönliche Opfer der Katze ist. 

Anschließend habe ich auf die emotionale Ebene hervorgehoben: Lustgewinnung durch Macht.

Gegen Ende als es den Cut hatte und der Protagonist gesprochen hat, habe ich behauptet, dass seine gesamte Sicht auf Menschen durch sich selber widerlegt wird, da er sie als empathielos beschrieben hat, mit dem Ausruf "Arme Maus".. Somit hat er ja Mitgefühl gezeigt. Die Reinkarnationsgeschichte war für mich die Suche des Menschen nach Gerechtigkeit. Den Krieg zu der Zeit habe ich auch erwähnt. Also ich dachte, dass seine Menschensicht durch den Krieg geschädigt sei und es deswegen Kriegskritik sei. Sonst habe ich noch behauptet, dass er Menschen  Nicht als vernünftige Wesen( nach Descartes) ansah, sondern für völlig triebgesteuert.. aber auch das habe ich mit seiner Suche nach Gerechtigkeit widerlegt.. Somit hat bei mir der Protagonist seine Menschenansicht durch seine eigene Existenz widerlegt.  

Jaja im nachhinein ist man immer schlauer. Aber deine Interpretation ist aufjedenfall super! :) 

Kommentar von micamo ,

Also erst einmal vielen Dank für dein Lob! :)

Aber ich muss sagen, deine Interpretation halte ich auch für sehr schlüssig, du bist halt eher auf die damit ausgedrückte Gesellschaftskritik eingegangen, welche mir auch zuerst vorschwebte, ich mich aber dann für die Kriegskritik entschied. Aber deine Thesen klingen sehr schlüssig und fundiert und sind somit mit Sicherheit absolut hinreichend. Eine Kurzprosa (Egal ob jetzt Parabel, Kurzgeschichte, Kalenderblattgeschichte,....) ist immer reine Auslegungssache und lässt (oft gewollt) viele Deutungen zu, so lang du alles richtig belegt hast (so wie es mir scheint) und noch ein zwei mal auf sprachliche Figuren hingewiesen hast, würde ich das als absolut richtig empfinden. 

Im Nachhinein macht für mich jetzt auch die Soldaten-Auslegung mehr Sinn, aber ich denke mir auch grade: "Hey, das ist echt Auslegungssache". Unser Deutschlehrer hat auch immer gesagt, dass man seiner Linie nur stets treu bleiben muss, einmal angefangen einfach dabei bleiben und weiter belegen, belegen, belegen, dann kann gar nix schief gehen!

Antwort
von franzaut21, 1.545

Erst einmal: Es war eine Kurzgeschichte oder? KEINE Parabel? Die Maus und die Katze standen folglich nicht für die Regierung etc. Meine Interpretation: Macht und ungleiche Machtverhältnisse gibt es zwischen jeden Individuen. Belege dafür waren beispielsweise der 1.WK etc, da die Geschichte zu Zeiten des 1.WK spielt und es einige Anspielungen gab(Peter der ERSTE-> Kaiser, Soldaten,....). Gezeichnet war die Geschichte auch durch einige Widersprüche(Reinkarnation,Survivel of the Fittest - Jedes Lebewesen ist gleich..paradox..?) Naja grob gesagt ging es um ungleiche Machtverhältnisse und einen Missbrauch dieser Macht für eigenen Zweck (z.b. Spaß mit der Maus), ohne Rücksicht auf andere "Gefühle". Und ich habe auch geschrieben das es eine Passivität Unbeteiligter gibt, die dieser Ungerechtigkeit beiwohnen aber nicht eingreifen(->Soldaten). Ich hoffe ich konnte weiterhelfen beziehungsweise dass mein Ansatz korrekt ist.

Kommentar von micamo ,

Das mit den Soldaten finde ich total logisch. Schade, dass ich da nicht drauf gekommen bin von wegen "Tatenlosen Zusehen" und so. Aber bei der Sache mit Kurzgeschichte und Parabel kann ich dir nicht Recht geben, ich denke es war eine Parabel, aber da gibt es ja jedes Jahr recht unterschiedliche Ansätze.

Kommentar von franzaut21 ,

"Er betont darin vor allem , dass diese Kurzgeschichte keine Allegorie sei, die Geschichte sei daher kein Gleichnis, sonder Stelle nur das wahre Leben dar." -> Stand im Internet. Klingt logisch finde ich. Aber ich bin mir nicht zu 100% sicher.

Kommentar von LewyFL ,

Ich habe es auch als Kurzgeschichte gesehen.

Ich hab ebenso gedeutet, dass es Machtungleichheit gibt bzw. Missbrauch von Macht sowie den Spaß mit der Maus =) Wird schon werden...

Kommentar von chris99z ,

Wenn man das jetzt so geschrieben hat wie ich bzw das so interpretiert hat, wie schlimm wäre das folglich ? Habe natürlich wie gesagt auch am Text belegt, wie ich auf die Idee gekommen bin & das es nicht einfach erfunden ist. Was meinst du dazu ? 
Grüße 

Kommentar von LewyFL ,

Naja, man kann ja wohl kaum sagen, dass du falsch damit liegst. Schon gar nicht wir. Das entscheiden immer noch die beiden Korrektoren ;)

Kommentar von franzaut21 ,

Da geb ich LewyFL Recht. Ganz falsch ist es ja nicht! Denk einfach daran: Ab Dienstag kannst saufen! Meine Motivation beim Lernen!:D

Kommentar von LewyFL ,

So wahr. Das ist auch das einzige, auf das ich mich momentan so richtig freue :DD

Kommentar von chris99z ,

All right ! Ich hoffe mal das es nicht so verkehrt war. Gab vorhin einfach Sinn für mich :0 
Bin in Mathe einfach keine Leuchte, dementsprechend wir das morgen auch nicht toll, drum sollte Deutsch hoffentlich okay sein :s 
Au ja... Ab Dienstag wird gelebt ! Muss das ganze nur irgendwie bestehen .. :P

Kommentar von romix123 ,

Vielleicht war das ja auch weder Kurzgeschichte noch parabel, war mir echt unsicher und hab dann einfach kurzprosa geschrieben

Kommentar von franzaut21 ,

Wie einfach jeder seit 06.04.2016 Mitglied ist, weil er Schiss hat, er hat Deutsch verkackt:D

Kommentar von micamo ,

Ins einfach wirklich so! :D 

Aber am Ende ist es ja wirklich so: Grade bei Interpretation von Kurzprosa ist ja eigentlich fast alles richtig, so lange man es ordentlich und sprachlich korrekt belegt und am Ende bleibt nur zu hoffen, dass den Korrektoren die eigene Auslegung logisch erscheint und sie die Sprache und den Ausdruck für angemessen erachten! Also dann bleibt uns wohl echt nichts, als abwarten bis Anfang Juni :(

Antwort
von J6X22M, 1.591

Liebe Abiturienten 2016,

Bei der Kurzpsosa handelt es sich um eine Parabel, jedoch mit Inhalten einer Fabel (da Katze und Maus Tiere sind) und einer Satire (da der Ich-Erzähler ironische und sarkastische Bemerkungen über das Verhalten der Katze auslässt).

Zwei Merkmale einer Parabel sind, dass..

- versucht wird, den Leser von seiner eigenen Meinung zu überzeugen

- der Leser die Lehre selbst zu erkennen hat

Es wäre somit zu einfach gewesen, wenn der Soldat als Ich-Erzähler bereits vorgibt, es sei keine Allegorie.

Die Aufgabe bei einer Interpretation ist es, stets zu hinterfragen und kritisch zu sein.

Fragt euch daher selbst:  Ist es wirklich richtig, was der Ich-Erzähler euch Lesern weiszumachen versucht?

Grüße J6X22M

Antwort
von chris99z, 1.796

Habe das ganze so gesehen das die Katze für die Regierung oder ein Regime steht und die Maus für einen Soldaten bzw die Masse der Soldaten im Allgemeinen. Das die Katze mit der Maus macht was immer sie Will und mir ihr spielt. Also das quasi der Willen der Soldaten gebrochen wird und diese dann stur gehorchen was die Oben einem befehlen. Genau darauf kommt es ja an, das Soldaten stur gehorchen sollen, ohne Fragen zu stellen. Hab das ganze auch mit Textstellen etc belegt, z.B die Schwarz weiße Färbung der Katze die mMn ganz gut in meine Interpretation passt, da diese für mich dann als Symbol eines Anzugs standen, quasi wieder eine Anspielung auf die Regierung. Und allgemein das ganze Spiel zwischen den beiden, wo jedoch die Maus nur als Spielzeug partizipiert, mit welchem die Katze machen kann was sie vermag. Allgemein auch das Verhältnis von Macht und die Gier nach Macht die so ein Verhalten zufolge hat, hat bei mir noch eine große Rolle gespielt. Was hast du da draus gelesen ? Also bei uns gab es viele unterschiedliche Meinungen, bin echt gespannt :P

Kommentar von LewyFL ,

Ich hab das auch militärisch betrachtet. Allerdings hab ich die Katze für Soldaten gesehen und die Maus für das Volk...Während der Klausur empfand ich das als relativ vernünftig, aber deine Interpretation macht mehr Sinn mMn...Aber im Großen und Ganzen ist es ja fast das gleiche, hoffe ich :/

Naja, wie auch immer. Mehr als abwarten auf den Juni können wir wohl nicht :)

Kommentar von chris99z ,

Also jetzt wenn du das so sagst macht deine Interpretation auch viel Sinn.. aber naja darum ist es ja eine Interpretation, man erkennt ja verschiedenes, solange man das einigermaßen mit dem Text belegen kann an paar Stellen sollte das klappen ... hoffentlich :s 
Aber im Endeffekt haben wir fast das Gleiche! Immerhin ! Habe schon total andere Sachen gehört aus meinem Kurs, die mMn deutlich mehr daneben liegen als wir beide haha :P 

Kommentar von LewyFL ,

Ja sehe ich genau so. Solange man richtig belegen kann, kann es ja nicht komplett falsch sein. Da wir aber in die gleiche Richtung gehen hoffe ich einfach für uns beide, dass wir damit in die richtige Richtung gegangen sind =)

Kommentar von LewyFL ,

Der Satz klingt jetzt nicht so gut :p aber du weißt ja was ich meine ;)

Kommentar von micamo ,

Naja, wenn du Katze = Soldaten, Maus = Volk setzt dann lässt du der Kurzprosa sofort einen parabolischen Wert zu kommen! 🙈

Kommentar von micamo ,

Finde das um ehrlich zu sein auch einen sehr spannenden und sinnigen Ansatz, wenn man es belegt ist das doch absolut gut! :)

Kommentar von chris99z ,

Dankeschön ! Hoffentlich ist das nicht zu verkehrt .. war vorhin für mich ganz schlüssig. Oh man ich hoffe das wird was :s

Kommentar von LewyFL ,

Schau dir doch mal alle Antworten hier an. Wir gehen im Prinzip alle in die gleiche Richtung :)

Kommentar von chris99z ,

Ja da hast echt Recht, aber jetzt im Nachhinein ist der Part wie du das gesehen hast mit der Katze als Soldaten wohl deutlich logischer :/ 

Kommentar von micamo ,

Ja, das ist mir auch aufgefallen. Die Katze als Soldat zu sehen ist total logisch und schlüssig aber der Sinn einer Kurzprosa ist es ja den Sachen verschiedene Deutungen und Bestimmungen zu kommen zu lassen, man muss es ja nur konsequent und richtig belegen, dann ist bei einer Interpretation ja so gut wie alles richtig, finde ich! 

Antwort
von romix123, 1.518

Also ich habs auch so interpretiert, dass die katze ein soldat ist und die maus einfach ein schwächerer gegner, da das erscheinungsdatum ja auch 1916 war, d.h. während dem Krieg. Und ausserdem denk ich dass die katze ein soldat darstellen sollte weil sie auch ja auch so beschrieben worden ist das sie noch sehr jung ist, weder erwachsen noch ein kind, sozusagen also ein zwangssoldat, und dass aus der katze bzw dem soldat vom anfang am ende eine art tötungsmaschine geworden ist, der es sogar spass macht sowas zu tun, die sich dabei gut fühlt usw ...

Kommentar von romix123 ,

Habe jedoch auch reingebracht dass das haupthema die ausnutzung von macht ist wies schon oben steht

Kommentar von LewyFL ,

Habe ich auch. Hat glaube ich so gut wie jeder hier. Wird schon gut enden =)

Antwort
von Tim971221, 1.222

Also , es handelt sich eindeutig um eine Kurzgeschichte. Für eine Parabel ist der Text zu lange( Wenn schon Parabelähnlich) . Ich hatte das Glück, dass wir in unseren letzten Deutschklausur eine ähnliche Kurzgeschichte von Tucholsky hatten:Kleine Begebenheit. Die beiden Geschichten ähneln sich sehr. Mit etwas Vorwissen weiß man , dass Tucholsky ein Soldat im ersten Weltkrieg war und sich häufig mit der Kriegsgefangenschaft auseinandersetzt.

Meine erste Hypothese war: Das mörderische Spiel der Kartze beschreibt die folternden Umgang eines Soldatens mit einem Gefangenen. 

Meine zweiter Hypothese war: In jedem Menschen steckt eine tierische Blutrünstigkeit, der nachgegangen wird , wenn es legitimier wird.(Der 1. Weltkrieg erlaubt es) 

1916 ist ja 2 Jahre nach Kriegsbeginn..

Antwort
von xMonsterlex, 1.691

Auch ich habe den Text als Parabel gedeutet, da für mich das Spiel zwischen Katze und Maus die Bildebene darstellt. Thematisch geht's bei um die unterschiedlichen Machtverhältnisse, der Missbrauch von Macht aber auch Unterdrückung und auch, wie schon erwähnt wurde, der Darwinismus mit survival of the fittest. Also allgemein, dass es immer Stärkere und Schwächere geben wird und die Stärkeren mit ihrer Macht prahlen und diese auch missbrauchen, da sie sich ihrer Überlegenheit bewusst sind und man dies nicht nur auf das Tierreich, sondern auf alle möglichen Lebewesen beziehen kann. Zum Beispiel auch der Konkurrenzkamp zwischen Mann und Frau, die Soldaten, die damals ausschließlich Männer waren, verkörpern Macht und Stärke, die Katze wird als Truppenmitglied angesehen, und heißt Peter, obwohl sie weiblich ist, da die Frauen als das Schwächere Glied galten. Auch wird nur am Anfang des Textes die Katze "Peter" genannt, im weiteren Verlauf wird sie jedoch nur noch als "Katze" bezeichnet, was auf die Allgemeinheit hindeutet, also dass man die ganze Thematik auf alle Lebewesen beziehen kann. Auch der Titel der Geschichte sagt, dass es den Stärkeren Spaß macht, mit den schwächeren zu "spielen", da sie wissen, dass sie überlegen sind und keine Angst haben müssen zu verlieren. Bin mir jedoch ziemlich unsicher..

Kommentar von micamo ,

Klingt für mich sehr logisch und gut. Das mit Peter und weiblich habe ich etwas anders aber doch ähnlich gedeutet. Das stellt Anonymität dar, damit fühlen sich also sowohl Frauen als auch Männer angesprochen von dieser Prosa, habe aber auch gesagt, dass das ein sehr verzerrtes Frauenbild dieser Zeit widerspiegelt. Aber wie sagt mein Deutsch-Lehrer immer so schön: Es kommt ja nicht auf Vollständigkeit an 😂

Antwort
von mmueller123, 1.121

Textsorte? Erzählperspektive? ("Die Katze spielt mit der Maus")

Kommentar von J6X22M ,

1. Parabel, jedoch mit Inhalten einer Fabel (da Katze und Maus Tiere sind) und einer Satire (da der Ich-Erzähler ironische und sarkastische Bemerkungen über das Verhalten der Katze auslässt).

2. Ich-Erzählperspektive

Darstellungsform des Erzählens: Erzählbericht und auch szenisches Erzählen, welches jedoch nicht mit Anführungszeichen als solches gekennzeichnet worden ist (da es sich hierbei um die Gedanken des Ich-Erzählers handelt, welcher der Katze Worte verleiht - in seinem Kopf)

Die erzählte Zeit ist deutlich länger als die Erzählzeit, da vom Fangen, Spielen und schließlich Fressen der Maus berichtet wird.

Zeit: Hauptsächlich Präsens, wobei sich gegen Ende auch das Präteritum und Perfekt haben finden lassen.

Grüße J6X22M

Antwort
von ss0202, 1.036

Gleich gegoogelt und gelesen, dass es eine Kurzgeschichte sein soll. Für mich sah es ganz klar aus wie eine Parabel... so habe ich es gedeutet. Ach ich hätte das letzte Thema nehmen sollen :D

Antwort
von JohnGrammaticus, 1.279

Abitur  :D

Ich habe den Lektürevergleich genommen.

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