Frage von Maggiore99, 37

Ist diese Drohung meines Lehrers rechtens?

Ich mache derzeit eine Ausbildung, besuche die Berufsschule und bin im 3. Lehrjahr.

Meine Lehrerin drohte heute mit einer internen Regelung, welche nur bei ihr gilt. Diese lautet, dass wenn man innerhalb eines Schuljahres 3 mal zu spät kommt (auch wenn nur 2 min) dann gibt es eine Abmahnung an den Betrieb + ein Bußgeld in Höhe von ca. 50€.

Diese "Regel" ist weder in der Schul-und Hausordnung noch sonst wo schriftlich verfasst. Es nützt auch nichts, dass 2 min verspäten schriftlich zu entschuldigen.

Klar, kann man einfach früher aufstehen, aber mir geht es jetzt darum, dass sie uns (meiner Klasse und mir) damit gedroht und Angst eingeflößt hat, wobei ich vermute, dass diese Regel und Einforderung eines Bußgeldes nicht rechtens ist?

Was glaubt ihr? Kann sie so etwas einfordern ohne schriftliche Kenntnisnahme?

Freue mich über Antworten. Danke im Voraus.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von feirefiz, 12

Zu einer Abmahnung ist nur der Betrieb ermächtigt, die BS nicht.

Allerdings ist es möglich, insbesondere im Abschlussjahr, relative schnell von Schulseite aus tätig zu werden - dazu gehört z.B. ein Schulbesuchsverbot oder, bei massiven Fällen, eine Nichtanmeldung zur Prüfung.

Es hört sich danach an, als ob die Lehrkraft schlechte Erfahrungen mit eurer Zuspätkommerei gemacht hätte und nun einen Riegel vorschieben möchte. Das darf sie nicht nur, das muss sie sogar. Ich würde einfach nicht mehr als drei Mal zu spät kommen....

Ein Bußgeld halte ich für ungewöhnlich und auch für bedenklich.

Antwort
von Kirschkerze, 23

Eine Info an den Betrieb kann die Lehrkraft auch beim ersten Mal Verspäten von 1 min erstellen ^^ Ein Bußgeld darf sie aber natürlich nicht verlangen

Kommentar von Maggiore99 ,

Mein Chef weiß Bescheid und steht hinter mir. Eine Info wäre noch total verständlich und nachvollziehbar, aber sie sprach von einer Abmahnung...

Antwort
von Maloiya, 2

Ein Blick ins Schulgesetz genügt: Nein, das ist nicht möglich. Wenn Maßnahmen, dann macht das ohnehin die Schule, der Schulleiter, nicht der Lehrer. Bußgeld geht schon mal gar nicht. Im Übrigen würde das vor keinem Gericht standhalten, da dies überzogen ist. Stichwort: Verhältnismäßigkeit.

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