Frage von Marco2889, 22

Insolvenzverfahren und der Forderungsvertrag vom Arbeitgeber ich brauche Rat?

Hallo. Ich wurde am Freitag in das Büro meines Arbeitgebers (eine Zeitarbeitsfirma) gerufen wo man mir mitteilte das die Firma ein Insolvenzverfahren laufen hat. Was mich wirklich stuzig macht ist der von mir Rot eingerahmte Absatz in dem Forderungsvertrag den ich unterschrieben hab, mit der Begründung dadurch wäre mir mein Gehalt bis Dezember sicher.Der Angestellte aus dem Büro drängte mich förmlich zu unterschreiben mit dem Vorwand das er jetzt nur ganz wenig Zeit hätte er hätte noch soviel zu tun was mich schon stuzig machte.

Für mich hört sich das so an als ob ich mit diesem Forderungsvertrtag meine Rechte auf noch ausstehende Gehälter an die Bank übertrage die hier als Insolvenzverwalter tätig ist. Kann mich bitte jemand aufklären. Falls dem so ist wiederspreche ich deisem Vertrag. Ich hoffe irgendjemand hier kann mir weiterhelfen Oo. http://www.bilder-upload.eu/show.php?file=eeee20-1446385857.jpg

Ich bin jetzt schon am schauen wie ich das sinkende Schiff schnellstmöglich verlassen kann.

Antwort
von Ronox, 15

Für mich hört sich das so an als ob ich mit diesem Forderungsvertrtag meine Rechte auf noch ausstehende Gehälter an die Bank übertrage die hier als Insolvenzverwalter tätig ist.

Das tust du, aber erhältst gleichzeitig einen Anspruch gegen die Bank (eine Bank ist nie Insolvenzverwalter, sondern stets eine unabhängige natürliche Person) auf Auszahlung genau dieser Nettoarbeitslöhne. Für dich entsteht also kein Nachteil, entlastet aber deinen Arbeitgeber bis zur Eröffnung des Verfahrens. Dieses Vorgehen ist üblich bei einer sogenannten Insolvenzgeldvorfinanzierung seitens des vorläufigen Verwalters.

Antwort
von Sonnenstern811, 18

So wie ich das sehe hast du der Bank die Rechte auf deinen Lohn übertragen und die Bank zahlt dir dafür Anteile aus der Insolvenzmasse.

Nun bin ich kein Jurist, fürchte aber, die Zahlung könnte mehr oder weniger deutlich geringer ausfallen.

Denn wer da alles noch bedient werden muss, weiß kein Mensch außer den Firmenbossen. Und die werden es dir nicht verraten.

Kannst du denn den Vertrag überhaupt widerrufen? Die genötigte Eile war mehr als verdächtig.

Du solltest mal einen RA konsultieren. Ich denke, es lohnt sich bei der Summe.

Antwort
von Marco2889, 15

Euer Feedback bestätigt mir meinen Verdacht ausreichend.

Ich setze mich gl Montag morgen mit meiner Firma und der Bank in Verbindung um genaueres zu erfahren.

Glücklicherweise habe ich schon einen einen Job von einem anderen Arbeitgeber angeboten bekommen. Daher werde ich die nächsten Tage meine Kündigung einreichen.

Danke für euer Feedback :;)

Antwort
von pilot350, 21

Du bekommst jetzt vom arbeitgeber kein gehalt mehr, sondern insolvenzgeld von der ba. Du musst dich dort melden und die indolvenz deines ag mitteilen. Insolvenzgeld wird drei monate gezahlt. Danach kannst du arbeitslid werden wenn du vom insolvenzverwalter nicht weiter beschäftigt wirst.

Antwort
von BrutalNormal, 22

Hört sich okay an. Der AG kann ja nicht mehr bezahlen, aber du hast Anspruch auf Gehalt gegenüber dem AG. Hier verkaufst der Bank den Teil, den du als Gehalt bekommen vom AG bekommen würdest und die überweisen es dir. Dafür hast du gegenüber dem AG keine Ansprüche mehr.

Schein i.O.

Mal gespannt, was Rechtsexperten sagen.

Kommentar von Sonnenstern811 ,

Bin auch gespannt. Gerd aus Berlin oder wfw Binder wären interessant zu lesen.

Insolvenzmasse ist ja nun fast immer weniger vorhanden, als die offenen Ansprüche. Sonst hätte man keine Insolvenz. Und obendrein zählt dann noch die Rangfolge. Die ist anders, als mancher es sich erhofft. Also, ich denke, es könnte zumindest brenzlig werden.


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