Frage von Silver0815, 154

Insolvenzeröffnung, Gläubiger vergessen und hat Titel erwirkt, was nun?

Hallo, ich bin seit einem Jahr in der Privatinsolvenz. Nun hat sich vor 2 Monaten etwa noch ein Gläubiger mit einer Rechnung von 2012 gemeldet, die ich vergessen hatte, da ich auch seit 2012 keinerlei Mahnungen/Rechnungen mehr bekommen hatte.

Ich habe meinen Insolvenzverwalter angerufen und mir wurde gesagt ich sollte eine Kopie der Forderung zu ihm schicken, was ich auch getan hab. Dann bekam ich Post vom Amtsgericht, dass ich 2 Wochen habe zum Widerruf usw. Auch da hab ich meinen Insolvenzverwalter angerufen und ihm alles zugeschickt. Habe dem Amtsgericht dann nicht geschrieben, weil ich das nicht sollte. Gut, nun habe ich weil ich mich nicht gemeldet habe vom Amtsgericht ein Urteil bekommen, dass der Gläubiger vollstrecken darf und ich die Verfahrenskosten trage.

Daraufhin hab ich verwirrt wieder mit meinem Insolvenzverwalter telefoniert der mir erklärt hat, dass der Gläubiger erstmal auch einen Anspruch auf seine Forderung hat, deshalb das Urteil, aber das letztlich "egal" ist, da es weiter in meine Insolvenz fällt (weil von 2012) und mir somit trotz des Urteils keine Sachen drohen. Zumindest hab ich das so verstanden.

Nun habe ich vom Amtsgericht aber einen Brief mit den Gerichtskosten bekommen, da ich ja die Verfahrenskosten tragen soll. Was hat es nun damit auf sich? Fällt das nun auch noch darunter? Muss ich das zahlen? Ich werde zwar alles wieder an den Insolvenzverwalter weiterleiten und dort anrufen, aber wirklich richtig informiert werde ich da nie ob die was machen und ich hab den Eindruck das hier irgendwas verdammt schief läuft. Ich hab alles so gemacht wie man es mir gesagt hat bisher...

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von mepeisen, 154

Ganz grundsätzlich fallen auch die Gerichtskosten unter die Insolvenz. Zahlen musst auch nicht du sondern grundsätzlich der Gläubiger. Dieser hat bei Klageeinreichung nämlich alles vorgestreckt. Was du bekommen hast, war also insofern ein "Kostenfestsetzungsbeschluss" (sollte auch drüber stehen). Der Gläubiger kann das dann zwar wiederum von dir fordern, aber das ist schlichtweg ebenfalls eine Insolvenzforderung. Erst Recht, wenn er noch vor der Klage vom Insolvenzverwalter angeschrieben wurde, denn dann war die Klage insgesamt völlig unnötig.

Du hast grundsätzlich alles richtig gemacht und der Insolvenzverwalter hat dir im Prinzip alles korrekt geschildert. Da die Schuld aus 2012 ist, wird der Gläubiger in die Insolvenz aufgenommen und von einer späteren Restschuldbefreiung umfasst.

Sollte sich ein Gerichtsvollzieher bei dir melden, weil der Gläubiger nun vollstrecken will, sprichst du mit deinem Insolvenzverwalter. Ggf. hilft es auch schon, dem Gerichtsvollzieher kurz zu schreiben, dass dies eine Insolvenzforderung ist und deswegen ein Vollstreckungsverbot gilt.

Antwort
von PsykoPunkZ, 130

Wie sollst du das denn bezahlen wenn du so oder so pleite bist? Eidesstattliche Versicherung würd ich mal sagen... Have Fun in 6 Jahren, je nachdem wie diszipliniert man sich dran hält, biste frei. Viel Erfolg^^

Antwort
von BJ152, 117

Dann musst du mal mit einem vom Gericht reden und ihm das so schildern!

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