Frage von Yoskreth7, 42

Insolvenz und man ist aus dem Schneider?

Hallo liebe gutefrage.net Community! Ich habe eine Frage bezüglich der Selbstständigkeit. Ich habe gelernt, dass es Personen- und Kapitalgesellschaften gibt. Nun zu meiner Frage: Nach diesem Unterricht fragte ich mich wie ist das mit dem Strafmaß aussieht, wenn ein Unternehmen egal ob Personengesellschaft z.B OHG oder eine GmbH als Kapitalgesellschaft pleite geht und schulden in Millionenhöhe anfallen, ja ich gehe von Millionen aus, sprich wirklich viel Geld was man nicht zurückzahlen kann. Was gilt für die Gesellschafter bei einer Personen-und/oder einer Kapitalgesellschaft wenn diese nicht Rückzahlungsfähig sind? Kommen die dann mit einer Privatinsolvenz davon, sprich mit einem blauen Auge oder kriegen die dann Freiheitsstrafen oder sowas, ist ja viel Geld? Und wenn ja, müssen dann alle Gesellschafter in die Privatinsolvenz, geht das nach Firmenanteilen oder wie berechnet man das, wer für was Schuld ist? Danke für die Antworten!

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von baehrchen2, 26

Gründe für eine Freiheitsstrafe dürften nur vorliegen, wenn die Gesellschafter der Firma diese bewusst in die Insolvenz geritten hätten. Aber das erscheint mir noch nicht mal unter kriminellen Gesichtspunkten wirtschaftlich rentabel. Ansonsten haftet jeder Gesellschafter entsprechend seiner Firmenanteile.

Antwort
von baehrchen2, 32

Du kannst nur mit privaten Schulden in die Privatinsolvenz. Mit Firmenschulden gehst du in eine andere Form von Insolvenz, da ist man dann aber nicht nach 7 Jahren und ein paar Alibi-Schuldrückzahlungen aus dem Schneider.

Antwort
von Ronox, 20

Es ist nicht strafbar, Schulden zu machen. Strafbar wäre es nur, wenn man von Anfang an vorhat, diese Verbindlichkeiten nicht zu begleichen. Bei einer Kapitalgesellschaft, in erster Linie bei einer GmbH, haften die Gesellschafter nicht persönlich. Daher kann maximal die Gesellschaft insolvent werden. Haftet ein Gesellschafter ausnahmsweise persönlich, z.B. bei einer OHG, dann hilft meist nur der Weg in die Privatinsolvenz mit dem Ziel der Restschuldbefreiung.

Antwort
von Artus01, 23

Ja, im Grunde schon. Solange man sich keiner Insolvenzstraftat (§§ 283 - 238 d StGB) schuldig gemacht hat.

Allerdings ist es keine Privatinsolvenz, sondern nennt sic Regelinsolvenz.

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