Frage von Pointner91, 119

Insolvenz nach 3 Jahren?

Guten Abend zusammen :)

Ich hätte da ein paar Fragen bezüglich der Insolvenz.Also ich bin seit 2014 im August in der Insolvenz und versuche die in 3 Jahren zu beenden. Meine Frage ist jetzt muss ich dafür ein Antrag stellen oder wird die Restschuldbefreiung nach erreichen der 35% erteilt. Welche 35% muss ich denn zahlen? Die Summe die ich angemeldet habe oder die Summe die die Gläubiger angemeldet haben. Ist es möglich beim Amtsgericht eine Einsicht zu bekommen damit ich sehen kann wie viel angemeldet wurde? 

Ich bedanke mich schon mal :)

Antwort
von piter52, 57

Hi also das was du neben deinen Schulden zahlen musst sind ca. 25 %. Bis 30 %. Nach einem Jahr etwa hast du doch einen Schlussbericht bekommen bevor du in die WP gekommen bist. Hier konnte sich jeder nochmal melden dem du was schuldest und der nicht angemeldet war.  Hier solltest du auch einen bericht bekommen haben. Dein IV hat ein extra Konto angelegt wo alle Einnahmen drauf kommen was du bisher bezahlt hast und was der IV noch extra eingenommen hat. Auch solltest du dir nun eine aktuelle gläubigerliste vom IV holen. Auf dem konto kannst du auch ersehen wieviel Geld ausgeschüttet wurde an deine Gläubiger wieviel der IV bekommen hat und deine gerichtskosten. Der IV bekommt zum Abschluss nochmal eine Vergütung das richtet sich nach dem was du bezahlt hast nochmal ca 10% Falls du keinen Kontoauszug bekommst solltest du deinen IV fragen der muss dir diesen aktuellen Auszug zeigen. Wegen deiner vorzeitigen restschuldbefreiung musst du einen Antrag bei dem Gericht stellen. 

Antwort
von Ronox, 70

Es müssen zum einen die Kosten des Verfahrens berichtigt sein (Gerichtskosten und die Vergütung des Verwalters/Treuhänders) und 35% der angemeldeten Forderungen der Insolvenzgläubiger. Was angemeldet wurde, sollte dir bekannt sein, ansonsten beim Treuhänder nachfragen. Die vorzeitige Erteilung der Restschuldbefreiung wird nur auf Antrag vorgenommen.

Kommentar von Ronox ,

Rechtsgrundlage ist übrigens § 300 I 2 Nr. 2 InsO.

Kommentar von Pointner91 ,

Aber wird die Vergütung vom Verwalter nicht nach der Insolvenz gefordert? 

Kommentar von Ronox ,

Da wird sie berechnet, ja. Im Regelfall wird der Insolvenzmasse, falls vorhanden, aber jährlich ein Vorschuss entnommen, der mit der Endvergütung verrechnet wird. Aus diesem Grund macht diese Vorschrift auch Probleme in der Praxis, weil man eben zu diesem Zeitpunkt noch nicht weiß, wie hoch die Vergütung ausfallen wird. Vermutlich muss der Treuhänder eine fiktive Berechnung für die drei Jahre vorlegen. Das Ganze besprichst du im Vorfeld am besten mit deinem Insolvenzgericht bzw. dem dort zuständigen Rechtspfleger.

Kommentar von Pointner91 ,

Das hilft mir weiter :) vielen Dank 

Antwort
von Pudelcolada, 54

35% der Summe, die das Insolvenzgericht im Beschluss festgesetzt hat.
Ob Du einen Antrag stellen musst, weiß ich nicht, aber ich gehe davon aus.
Und wahrscheinlich müssen die eingetragenen Gläubiger zustimmen...
Frag doch einfach Deinen Insolvenzverwalter...

Antwort
von Pointner91, 49

Naja mein insolvenzverwalter ist gerade nicht der netteste ^^ und arbeitet eher gegen mich ...

Antwort
von SamsungApple3, 60

Wenns schlecht läuft kann jeder Betrieb oder jede Person schnell insolvent werden, egal nach welcher Zeit.

Kommentar von Pointner91 ,

Hatte die Details vergessen ^^

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