Frage von JoeyB75, 78

Inngermeinschaftlicher Erwerb ohne UID?

Ich hatte mein Gewerbe mehre Jahre ruhen lassen. Folglich wurde meine UID deaktiviert was ich aber erst später mitbekommen habe. Jetzt habe ich letzten Monat einen innergemeinschaftlichen Erwerb (Ware zum Weiterverkauf) erworben. Der Großhändler hat mir 21% Umsatzsteuer berechnet nach Niederländischen Satz.

Wie gebe ich das denn nun in der Umsatzsteuervoranmeldung an?

Antwort
von DrStrosmajer, 51

Gar nicht, da Du ausländische Steuern nicht als Vorsteuer geltend machen kannst.

Antwort
von wurzlsepp668, 55

da der Großhändler 21% Umsatzsteuer berechnet hat, handelt es sich NICHT um einen innergemienschaftlichen Erwerb ....

die in Rechnung gestellte Vorsteuer ist in Deutschland NICHT abzugsfähig ... (bzw. nur als Betriebsausgabe, nicht als Vorsteuer ...)

evtl. ist das Umsatzsteuervergütungsverfahren anzuwenden ....

Kommentar von JoeyB75 ,

Aber den Einkauf von Waren muss ich doch in der Voranmeldung angeben. Nur ich frage mich gerade wo.

Kommentar von wurzlsepp668 ,

da KEIN innergemeinschaftlicher Erwerb ist es im Prinzip wie ein Privatkauf zu behandeln ...

da keine Vorsteuer = nicht in Voranmeldung

da KEIN innergemeinschaftlicher Erwerb = nicht in Voranmeldung

Kommentar von JoeyB75 ,

Ergo heißt es das ich die 21% in den Niederlanden bezahlt habe und hier auf den Umsatz noch mal 19% zahle? Wie funktioniert denn das Umsatzsteuervergütungsverfahren?

Kommentar von MenschMitPlan ,

Warum solltest du hier nochmal 19% USt drauf zahlen? Du hast 21% niederl. USt gezahlt und gut is...Du gibst es ja nicht als innergemeinschaftlichen Erwerb an, da es keiner ist.

Kommentar von JoeyB75 ,

Vielleicht ist es Dir entgangen. Ich hab Ware zum Weiterverkauf erworben. Ich hab da also 21% bezahlt und verkaufe diese an Kunden. Auf den vollen Umsatz den ich erziele muss ich 19% Umsatzsteuer abführen. Dadurch entsteht mir ein nicht unerheblicher Nachteil.

Kommentar von Bakaroo1976 ,

Der Großhändler hat zu Recht eine Rechnung mit Umsatzsteuer geschrieben, da der Rechnungsempfänger ihm gegenüber nicht mit einer gültigen UStId aufgetreten ist, somit seine Unternehmereigeneschaft nicht nachgewiesen hat. Aus Sicht des Großhändlers liegt keine innergemeinschaftliche Lieferung vor. Natürlich handelt es sich sich jedoch um einen innergemeinschaftlichen Erwerb aus Sicht des Erwerbers. Dies ist auch so in der Umsatzsteuervoranmeldung anzugeben. Bemessungsgrundlage für die Umsatzsteuer ist der Bruttopreis des Großhändlers.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community