Innerhalb von einem Jahr war ich insgesamt 6 Wochen krank. Darf mich mein Arbeitgeber beim Disability Management vorladen?

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3 Antworten

offiziell läuft das unter dem Begriff "Betriebliches Eingliederungsmanagement".

http://www.bmas.de/DE/Themen/Arbeitsschutz/Gesundheit-am-Arbeitsplatz/betriebliches-eingliederungsmanagement.html

"Seit 2004 sind Arbeitgeber verpflichtet, länger erkrankten Beschäftigten ein Betriebliches Eingliederungsmanagement (kurz: BEM) anzubieten. Das BEMdient dem Erhalt der Beschäftigungsfähigkeit und ist ein Instrument, um den Folgen des demographischen Wandels wirksam zu begegnen. Gleichzeitig sichert das BEM durch frühzeitige Intervention die individuellen Chancen den Arbeitsplatz zu behalten."

das ist ein Angebot, dass du annehmen kannst. aber du kannst auch ablehnen. entweder du machst es freiwillig oder lässt es bleiben.

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Denkt denn jemand, dass man durch eine Ermahnung gesünder wird? Eine Ermahnung oder Abmahnung kann es also nicht geben, sofern nichts anderes vorgefallen ist, wie zum Beispiel verspätete Krankmeldung.

Ea gibt eine Regelung nach dem Sozialgesetzbuch, dass man nach mehr als 6 Wochen Arbeitsunfähigkeit in 12 Monaten zu einem Wiedereingliederungsgespräch eingeladen wird.  (Betriebliches Eingliederungsmanagement).

Die Betonung liegt auf "eingeladen", denn deine Zustimmung ist dazu notwendig. In dem Gespräch soll erörtert werden, ob der Betrieb dich unterstützen kann, die Arbeitsfähigkeit wieder herzustellen. Dazu ist auch der Betriebsrat einzubinden, falls vorhanden.

In deinem Fall, da es sich um unterschiedliche Gründe handelt, die auch nicht auf eine weiter andauernde Arbeitsunfähgkeit deuten, könntest du im Grunde erklären, dass seitens des Betriebs keine Maßnahmen notwendig sind. Du bist nicht gezwungen, über deine Erkrankungen zu reden, kannst es aber tun, wenn du möchtest. Du bist nach dem SGB auch nicht verpflichtet, überhaupt zu einem Gespräch zu kommen.

Schau dir also bitte an, ob dies in der Einladung auch so geschildert wurde und wende dich ggf, an den Betriebsrat. Da der Betrieb gesetzlich dazu verpflichtet ist, dir das anzubieten, möchte er sich das von dir bestätigen lassen.

Sofern der Betrieb also nur dies und nichts Anderes beabsichtigt, solltest du dir keine Gedanken machen müssen.

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