Frage von LightBall, 46

innere Wut und Trauer zugleich?

Ich bin wütend und doch traurig im inneren. Ich fühle mich verlassen, missverstanden und ungeliebt. Ich vermisse etwas das ich nicht wirklich hatte, und zwar wahre Liebe, wahre Gefühle, Mitgefühl.

Ich wurde als Kind (11) von meinem Umfeld sozusagen "weggerissen" und nach DE gebracht. Ich hatte keine Zeit mich von meinen Freunden in der Heimat zu verabschieden. Ich kann das beim besten Willen nicht vergessen, auch wenn ich das unbedingt möchte, es geht nicht.

Aufgewachsen bin ich bei meinem Onkel und seiner Frau, naja, zumindest bis zu meinem 11 Lebensjahr. Er hat super Arbeit geleistet mich groß zu ziehen. Daran kann ich nicht meckern, will ich auch nicht. Meine Mutter kam irgendwann und holte mich ab, so fast plötzlich und seit dem fehlt mir was.

Unsere Verhältnisse sind nicht so toll, ich glaube das waren sie nie. Es gab natürlich schöne, lustige Momente zusammen, aber die waren ganz selten. Wir streiten seit wir zusammen gezogen sind, auch als Kind hatten wir immer, bzw. sehr oft gestritten und laut diskutiert. Sie war und ist ganz anders als ich, das sagen sehr viele die uns beiden kennen. Wir sind so unterschiedlich wie Tag und Nacht. Unsere Ansichten vom Leben, von Fleiß, von Liebe usw. sind sehr, sehr unterschiedlich, und ich glaube auch dass es der Grund ist warum wir fast nie einen gemeinsamen Nenner haben.

Ich bin froh hier zu sein, so ist es nicht. DE ist für mich eine zweite Heimat geworden. Ich habe hier lieb gewonnen, aber trotzdem irgendwas fehlt mir sehr. Ich hatte als Jugendliche sehr wenig Unterstützung von ihr, statdessen übergab sie mir in den Händen ihr ex- Ehemann, nach der Trennung ihren damaligen Freund, aber sie selbst hat wenig gemacht, zumindest sehe ich es so. Ich habe meine Mutter gebraucht, als seelische Unterstützung, eben als Mutter an meiner Seite, aber sie war zu beschäftigt mit ihren Aussehen, mir ihren teuren Kleider, mit angebereien bei ihre Freundinnen.

Ich bin irgendwie wütend auf sie, aber auch traurig, weil sie immer noch nicht für mich da sein kann oder will. Ich passe einfach nicht in ihrem Schema hinein, den ich habe ja nichts im Leben erreicht bis jetzt. Aus mir ist nichts geworden, ich habe es nicht geschafft ein Anständiges Leben zu führen. Ich versuche, aber sie hat mich schon aufgegeben und rollt nur mit den Augen wenn ich was sage.

Ich kann ihr das nicht persönlich sagen, weil sie mich als Schuldige sehen wird, weil sie mich schlecht machen wird für alles. Sie wird sagen das ich das Kind bin und das ich mich um sie bemühen sollte. Sie würde mich stehen lassen, mit mir selbst redent, mich als eine psychisch kranke Person ansehen so wie sie es immer tut, und sie ist die perfekte Mutter.

Ich fühle mich leer innerlich, allein gelassen, miss verstanden, nicht gewollt, zu dumm für alles, ein tollpatsch, ein loser, ein nichtsnutz und ich weiss nicht was ich tun kann oder tun sollte.

Was mache ich nur aus der Situation?

Antwort
von SchanineJa, 24

Hallo, ich kenne das ich fühle mich oft auch so. Du musst deinen eigenen Weg gehen, für dich das richtige finden. Irgendwann hast du deine eigene Familie und machst alles besser. Finde deinen inneren Frieden ! Lg

Antwort
von Reality010, 14

Innere Wut und Trauer: Das Gefühl hatte ich bei meiner letzten Trennung! Mir hat weinen geholfen und meine Freunde.

Aber denk Mal an: Wie es wäre, wenn deine Mutter tot wäre? Liebe sie einfach, versuche alle Menschen zu lieben. Dann wird es dir besser gehen.

Antwort
von LightBall, 13

Sie kommt mich nicht einmal besuchen, weil ich diejenige sein soll der ihr hinterher rennt, dabei hatte ich schon unzählige verusche gestartet, habe den ersten Schritt gemacht, bin auf sie zugegangen, have versucht zu reden aber es endet immer gleich aus: Ich bin Schuld. Immer du, du, du, du.

Ich komme mir schon doof genug vor, weil ich mich immer zum Affen machen lasse, mich verletzen lasse, mich beleidigen lasse, mich blöd anmachen lasse, aber ich bin Schuld.

Hätte ich selbst ein Kind oder Kinder, ich könnte nicht so mit ihnen umgehen, weil das ziemlich weh tut. Sowas ist finde ich, schlimmer als körperliche Schmerzen, den sowas vergeht, Worte aber bleiben für immer im Kopf hängen.

Ich weiss nicht was ich machen soll. Ich versuche mein bestes aus dem Leben, ich strege mich an so gut es geht, aber für sie reicht es nicht.

Man sagt doch das, wenn man als Kind oder Jugendliche keine Erziehung oder die Eltern nicht da waren, das diese Kinder später mal schwierig haben im Leben. Sie finden meist keine Ruhe, sind psychisch angeschlagen, suchen an der falschen Stelle nach zuwendung, Anerkennung und Liebe.

Ich kann wirklich von Glück reden das ich keinen Trost in nirgend einer Sucht gesucht habe. Ich trinke und rauche nicht, nie. Das einzige worauf ich eigentlich Stolz bin. Es gab Momente da wollte ich aufgeben, aber irgendwas in mir wollte es nicht. Ich konnte nicht.

Kommentar von SchanineJa ,

Meine Eltern besuchen mich auch nie ich kenne das und wie man sich fühlt . Diese Traurigkeit wird nie weg gehen aber du musst dich damit abfinden und nicht deine Energie in Grübeleien verschwenden.
Ich kann auch bestätigen das man im späteren Leben irgendwie dadurch komisch wird.
Ich merke das in Beziehungen . Ich kann mich nicht fallen lassen will alles alleine machen habe kein Vertrauen . Ich arbeite aber dran. Vielleicht wäre eine Psychotherapie das richtige für dich . Du hast sicherlich kein Urvertrauen. Leider kann man das auch nicht mehr erwerben später . Aber man kann damit umgehen. Alles gute

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