Frage von sabkowich, 43

Inline Skating wie weit darf ich gehen?

Hallo zusammen,

um ein wenig fitter zu werden möchte ich inline skaten gehen. Hab diese Woche angefangen und die Streckenlänge immer mehr gesteigert

1. 2km - 10 min
2. 4,5km - 27 min
3. 8 km - 38 min
4. 10km - 47 min (heute)

Ich denke da geht noch viel mehr sobald meine Füße sich besser an die Schuhe gewöhnt haben..
Aber wieviel ist ein gesundes Workout? Oder kann ich da fahren bis ich richtig k.o. bin?
Nächste Woche möchte ich dann min. 15 km pro Einheit in 1Std zurücklegen. Ist das schonmal ein guter Anfang zum abnehmen?

W/17j./1.55cm/65kg (übergewicht)

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Antwort
von Tanzistleben, 15

Hallo,

prinzipiell ist das Inline-skaten ein guter Ausdauersport, aber du gehst es, wie alle Sportanfänger, zu schnell an. Mehr als eine Steigerung pro Woche solltest du nicht machen, vor allem, um deine Gelenke nicht zu überlasten und auch, um die Lunge nicht zu überfordern.

Du solltest auch beim Skaten immer so unterwegs sein, dass du gleichzeitig nebenher noch mit einer Freundin plaudern kannst. Das nennt man im aeroben Bereich zu trainieren. Dabei kommt genug Sauerstoff in den Körper, also auch in die Muskulatur. Das ist auch der Bereich, in dem die meisten Kalorien verbrannt werden. 

Wenn du später einmal sehr gut trainiert und sehr fit bist, kannst du auch kurze Sprinteinheiten im anaeroben Bereich einlegen. Dabei kannst du dich dann richtig auspowern und ordentlich außer Atem kommen. So weit bist du aber noch lange nicht.

Da du viel zu schnell zu viel gesteigert hast, solltest du nächste Woche keinesfalls weiter steigern, sondern das Erreichte gut trainieren. Ich hoffe auch, Du legst nicht immer gleich wie wild los, sondern machst vor dem Anziehen der Schuhe Fußübungen (nach außen und innen kreisen, flex und strecken,  abwechselnd Fersen heben bis zum Zehenstand, Fußspitzen anheben so weit wie möglich im Wechsel).  Außerdem solltest du, bevor du loslegst, Aufwärmübungen für Schultern und Oberkörper machen. Auch nach deiner Skating-Einheit, nicht von 100 auf 0 zurückschrauben, sondern leichte Dehnungsübungen und Lockerungsübungen für Oberkörper und Beine machen.

Das war die eine Sache. Die andere Sache ist, dass sich Ausdauereinheiten mit Krafttraining abwechseln sollten. Am Anfang wäre es gut, wenn du zwei Tage Ausdauer und zwei Tage Kraft trainieren würdest. Die drei Tage nicht am Stück, sondern einen Tag zwischen den Trainingseinheiten und zwei am Stück einlegen. Nach etwa acht bis zehn Wochen kannst du dann auf 3 Ausdauer- und 2 Krafteinheiten steigern und jeweils dazwischen einen Pause-Tag einlegen.

Was ich dir hier schreibe, ist nur ein ganz grober Überblick, wie vernünftiges Training Aussehen KÖNNTE. Ich kenne dich nicht, weiß nichts über deinen muskulären und konditionellen Zustand und kann dir daher keinen Trainingsplan erstellen.

Am besten wäre es, du würdest dich bei einem Sportmediziner durchchecken lassen und dir von ihm einen für dich GESUNDEN Trainingsplan erstellen lassen. Damit wärst du dann auf der sicheren Seite, würdest nicht Gefahr laufen, deine Gelenke und die Wirbelsäule zu überlasten und dir so Verletzungen zuziehen, und außerdem wüsstest du dann auch, mit welchem Training du bestmöglich abnehmen kannst.

Wo in deiner relativen Nähe du einen Sportarzt findest, der sich mit Fitness-Sport und Gewichtsreduktion befasst, erfährst du am schnellsten durch einen Anruf bei der Ärztekammer. Ein Besuch beim Sportarzt kostet zwar wahrscheinlich ein bisschen etwas, aber glaub mir, das wäre bestens investiertes Geld. 

Überlege es dir, wenn du noch weitere Fragen hast, kannst du mir gerne wieder schreiben.

Liebe Grüße 

Lilly "Tanzistleben"

Expertenantwort
von kami1a, Community-Experte für übergewicht, 6

Hallo! Was durch Training geht ist fast unglaublich. Eine Bekannte läuft Ultramarathon - 100 km, sogar in den Bergen, auch mal über 10 Stunden ohne Pause. Sie hat beim ersten Versuch auch nur 2 Minuten geschafft, ist dann gegangen.

Sie hat übrigens über 40 kg abgenommen und jetzt seit 14 Jahren Idealgewicht

Bei Dir : 5 - 10 Km reichen. Und Du kannst auch langsam und so im aneroben Bereich bleiben. 

Ich wünsche Dir viel Glück und Erfolg.

Antwort
von Marcel89GE, 20

Bin heute auch das erste mal wieder gefahren. Die Gelenke taten schon gut weh. Ich würde mich daran orientieren. Irgendwann gewöhnt man sich dran. Dann ist es vermutlich egal wie lange. Deine Technik muss natürlich sauber sein, um Gelenkschäden vorzubeugen.

Kommentar von sabkowich ,

Mit den Gelenken habe ich keine probleme außer die fehlenden muskeln am unteren rückenberreich, aber den muskelkater hab ich grade im dauerzustand :D

Kommentar von Tanzistleben ,

Hier liegt die Gefahr verborgen. Mit den Gelenken hast du - noch - keine Probleme, aber du bist auf dem besten Weg, dir für die Zukunft welche zu schaffen, wenn du so weitermachst. Auch Dauer-Muskelkater ist kontraproduktiv! 

Antwort
von JulieO, 18

Versuche erstmal wenn es möglich ist die 10 Kilometer Strecke schneller zu fahren. Dann baust du Ausdauer auf und kannst weiter gehen. Es müsste kein Limit geben, denke ich.
Viel Spaß beim Fahren :)

Antwort
von franziralf, 15

Fahr lieber die Strecken als mal öfter in der "Länge" - wie zB die 8km🙆🏻 versuche die Strecke schneller zu fahren und jedes Mal die zeit zu knacken wie es davor war. Aber übertreibe es nicht so! Bekomm erst mal genug Ausdauer und dann kannst du dich ja immer weiter steigern von der Länge her.
Ich habe auch am 29.juni wieder angefangen täglich zu fahren und bin von 50min auf 30min runter gekommen. Bin nicht mehr so schnell aus der Puste und hab keine Muskelkater mehr 😁 seit gestern hab ich die Streckenlänge auch gesteigert und siehe da, fällt einfacher als sich zu quälen 😉

Kommentar von franziralf ,

Und halbe Stunde zügigeres fahren verbraucht so Ca. 310kcal (aber bei jedem abhängig von Körper, Gewicht usw)

Expertenantwort
von sk8terguy, Community-Experte für Sport, 13

ich würde dir auch raten erstmal bei den 10km zu bleiben und deine zeit zu verbessern.

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