Frage von gameofthrones21, 240

Inkontinenz verschwiegen - was soll ich tun?

Hallo, ich habe bereits vor zwei Tagen hier eine Frage gestellt. Heute war ich zur stationären Aufnahme wegen meiner geplanten OP in der Uniklinik. Als ich mich angemeldet hatte und aufgerufen wurde, hatte ich eigentlich beschlossen, wie ihr mir geraten habt, meine Inkontinenz zu beichten.... als ich dann in den Untersuchungsraum kam, hat sich bei mir doch zwei Mal der Magen umgedreht: Im Untersuchungsraum waren eine Ärztin, eine Schwester, eine Auszubildende Schwester ,eine PJ-Studentin und ein PJ-Student.... da hab ich mich total grschämt vor so vielen Leuten, und deshalb nichts von meiner Inkomtinenz erzählt. Die Windel hab ich unter einer Boxershorts versteckt. Die hsben also nix davon gemerlt. Jetzt habe ich im Nachhinein doch ein schlechtes Gewissen, die OP ist übermorgen.... ich bin in einer uniklinik, da sind immer gleich so viele Leute bei der Visite, bei Untersuchungen, was das ganze noch peinlicher macht.... Bitte helft mir, was soll ich tun? Ich trau mich nicht, vor so vielen Leuten das zu beichten. Die schwestern hier auf station wissen auch noch nichts, ich hab meindn eigenen Vorrat in meiner Tasche im Schrank.... Ich fühl mich mies...

Antwort
von dipa2000, 82

Vermutlich wäre es mir in so einer Situation auch schwer gefallen offen zu reden, aber das hättest Du tun müssen. Zur Not hättest Du darum bitten sollen mit jemandem einzeln zu reden. Natürlich hätten im Nachhinein die anderen evtl. trotzdem von Deinem Problem erfahren, aber für Dich wäre es sicher leichter gewesen. 

Nun ist das Kind allerdings in den Brunnen gefallen und Du hast Dich in eine schwierige Situation manövriert. Ich Frage mich, wie Du es überhaupt schaffst Deine Windeln zu verbergen?! Sicher wird man Dich auch mal untersuchen oder was ist mit den Trombosespritzen in den Bauch? Da muss deine Windel doch auffallen?

Ich an Deiner Stelle würde mir jetzt eine Schwester Deines Vertrauens suchen und ihr die Situation schildern und warum Du es verschwiegen hast. Das wäre sicher das beste. 

Alternativ kannst Du die Windel natürlich auch einfach weglassen, mehrfach ins Bett machen, erklären, dass dir soetwas noch nie passiert ist und um "Hilfsmittel" bitten. Wenn man dich dann nicht sowieso in Windeln steckt. 

Ich weiß allerdings nicht, was leichter ist. 

Kommentar von gameofthrones21 ,

Ich habe es vorhin einer sehr lieben Krankenschwester erzählt, sie war sehr lieb und verständnisvoll und hat mir angeboten, das an die Ärzte weiterzuleiten. :)

Kommentar von dipa2000 ,

Das war mutig von Dir und i h denke, die richtige Entscheidung! Wünsche Dir das es jetzt leichter für Dich wird und alles Gute für die OP!

Antwort
von newcomer, 77

falls die OP länger dauert werden sie dir sowieso einen Schlauch ( Katheder ) legen. Dann kann nichts passieren. Spätestens da wird ihnen die Windel auffallen. Keine Sorge es gibt viele Patienten mit Blasenproblem dieser Art

Antwort
von BarbaraAndree, 116

Ich kann dich gut verstehen, ich hätte auch geschwiegen vor so vielen Leuten. Das ist aber gerade in den Unikliniken ganz normal, dass bei den Untersuchungen und auch bei der Chef-Visite (1x die Woche) viele Mitarbeiter anwesend sind. Ansonsten kommt der Assistensarzt in Begleitung einer Schwester oder sogar alleine. Dann kannst du dann von deiner Inkontinenz erzählen. Das ist wirklch kein Problem. Wenn du operiert werden solltest, spätestens dann wird man deinen Schutz sehen.

 Übrigens, bei den Unikliniken hängt in der Regel eine große Fotomontage auf dem Flur, wo du jeweils die Mitarbeiter sehen kannst.

Alles Gute - du schaffst das schon!

Kommentar von gameofthrones21 ,

Aber warum ist das so? Warum müssen immer so viele Leute bei der Visite auftauchen? Man kommt sich so klein und wie in einem Verhör vor, man fühlt sich fast wie "Alle gegen Einen"....
Ich versteh ehrlich gesagt nicht wo der Sinn da liegt.... und es ist mir auch sehr unangenehm vor einem halben Hörsaal meine med. Vorgeschichte preiszugeben...

Kommentar von BarbaraAndree ,

Dafür ist es eine Universitätsklinik, wo Studierende, Ärzte im Praktikum Krankenschwestern oder Krankenschwestern in Ausbildung, auch praktische Erfahrungen machen müssen. Ich bin selbst Uni-Angehörige und mir macht das nichts aus. Aber ich verstehe dich, es ist gewöhnungsbedürftig.

Kommentar von elagtric ,

naja, wie sollten die jungen Studenten sonst an ihren zukünftigen Job herangeführt werden ?

Möchtest Du von jemand behandelt werden, der oder die praktische Erfahrung hat oder der oder die sich alles nur irgendwo angelesen hat ?

Freilich mag es manchmal peinlich sein, aber all die oben angesprochenen gehen eigentlich recht professionell damit um.

Mir persönlich wäre es sogar recht, wenn ich vor einer schwierigen OP stehe und soviele Meinungen wie möglich zusammenkommen. Statt sich einfach "irgendjemand" anzuvertrauen.

Nimms sportlich, Deine Vorgeschichte hilft vielleicht anderen.

Angst mag evolutionstechnisch einige Vorteile haben, aber die Scham hat sich der Mensch wohl eher selbst antrainiert.

Kommentar von gameofthrones21 ,

Naja, du sagst ja "junge Studenten"..... in der Großvisite sind aber nicht nur junge Studenten sondern auch noch zig andere Ärzte dabei..... ich fühl mich einfach wie auf dem Präsentierteller......
Wenn man besagte Personen alleine antrifft, durchaus schon erlebt, dass zwei Studenten geklopft haben, reinkamen und mich gefragt haben ob sie mich untersuchen dürfen - alles kein Problem für mich ich bin da sehr offen!
Aber wenn die da mit 30 Mann gleichzeitig aufkreuzen ist es doch zu viel des Guten...

Kommentar von MedIudex ,

Hallo gameofthrones21,

das ist tatsächlich befremdlich und ich kann mir auch nicht vorstellen, wie das begründet wird. Das Haus muss wohl noch (zum Glück) in öffentlicher Hand sein, sonst wären bestimmt schon längst die Zahlenmenschen gekommen, um das zu unterbinden.

Ich willl das nicht schönreden, nur eine mögliche Erklärung von der anderen Seite geben ;-)  Mir wäre das auch zu viel. Wenn das weiterhin so bleibt und der Termin der Chefarztvisite bekannt ist und Du zudem noch mobil genug bist, könntest Du Dich auch in der Zeit woanders hin begeben, wo man nicht auf dem Präsentierteller ist ;-)

Gruß,

MedIudex

Antwort
von putzfee1, 53

Normalerweise hat man vor einer OP ein Aufklärungs- und Informationsgespräch mit dem Anästhesisten... und nur mit dem Anästhesisten, spätestens am Tag vor der OP. Dem kannst und solltest du dann von deinem Problem erzählen.

Im Übrigen ist Inkontinenz nichts, für das man sich schämen müsste. Du machst das ja nicht mit Absicht. Und die sind da im Krankenhaus viel schlimmere Dinge gewohnt.

Kommentar von gameofthrones21 ,

Mir gehts ja darum, dass es mir so unangenehm ist, vor so vielen Leuten darüber zu sprechen....

Kommentar von putzfee1 ,

Du kannst auch ohne Weiteres um ein Einzelgespräch mit dem behandelnden Arzt ersuchen, das steht dir zu.

Antwort
von elagtric, 70

Versuche, einen leitenden Arzt oder die Oberschwester ausfindig zu machen und lege denen Dein Problem dar.

Andererseits ist das Personal in einem Krankenhaus ganz andere Sachen als Inkontinenz gewöhnt.

Also bremse Deine Gewissensbisse und sag einfach, dass Du Dich schämst. Die werden dann schon angemessen darauf reagieren.

Ich zum Beispiel habe extremen Würgereiz beim Zahnarzt. Ich sag das tausendmal lieber vorher, als mich nachher auf dem Behandlungsstuhl voll zum Affen zu machen. Inkontinenz ist ja nun auch nicht gerade ein schräges Hobby, sondern einfach eine Krankheit. Steh dazu .. macht vieles einfacher.

Versprochen !

Antwort
von MedIudex, 81

Hallo gameofthrones21,

zunächst einmal musst Du Dich für die Inkontinenz nicht schämen. Krankheiten werden im Krankenhaus weitaus professioneller angegangen als so mancher annimmt.

Wenn es Dich stört, dass so viele dabei sind, sprich darüber mit einer Schwester/einem Pfleger/einem Arzt. Es ist absolut in Ordnung, auch im Uniklinikum hat ein Patient das recht auf Privatsphäre.

Ich weiß zwar nicht, woher Deine Inkontinenz kommt (wie alt bist Du denn? Ist ein Grund bekannt?), aber ein Ansprechen dieser könnte ja auch zu einer Therapie führen, die Dich entlastet.

Wie immer gilt hier: Nur sprechenden/sich mitteilenden Menschen kann geholfen werden und Du wirst nicht schlechter behandelt, nur weil  Du darauf hinweist, dass Du lieber eine vertrauliche Umgebung bevorzugen würdest. Die Schüler/Studenten werden das auch verstehen, es gibt nämlich genug Patienten, die klar äußern, dass sie mal mit dem Arzt unter 4 Augen reden möchten.

Viel Kraft und Gruß,

MedIudex


Kommentar von gameofthrones21 ,

Welchen Sinn hat es überhaupt, dass bei einer Visite 1 Chefarzt 5 Oberärzte 12 Assistenzärzte 3 Schwestern 2 Auszubildende und nochmals 10 Studenten dabei sind? Man fühlt sich wie im Verhör, und ich bin so jemand, da ist es mir sehr unangenehm wenn man vor so vielen Leuten seine Vorgeschichte erzählen muss...

Kommentar von MedIudex ,

Hallo gameofhtrones21,

während der patient im zimmer auf Therapien/Anwendungen/Diagnostik wartet, arbeiten alle Ärzte auf Station gemeinsam an den Fällen, die sich z.B. im Schichtsystem vertreten oder konsilarisch dazugerufen wurden.

Der Sinn ist am Ende der, dass alle auf den gleichen Stand sind, wie es den Patienten geht und beispielsweise nichts doppelt gemacht oder vergessen wird.

Die Studenten sind dabei, damit sie lernen, wie eine Visite abläuft und um einen Überblick über die Inhalte einer Visite sowie der Krankheitsbilder auf der Station bekommen.

Keine Angst, jede/r, der an der Visite teilnimmt, ist natürlich an die Schweigepflicht gebunden.

Wie gesagt, wenn Du Dich nicht so vielen Leuten offenbaren möchtest, sag es einfach. Dein Körper-Dein Wille-Dein Recht.

Sprich es aber bitte auf jeden Fall an. Du scheinst Dich dafür derart zu schämen, dass Du Dich damit schon länger heimlich quälst.

Hier wäre z.B. ein urologisches Konsil angebracht, um Dir endlich Ruhe zu verschaffen.

Trau Dich, erzähle es. Lieber einmal eine unangenehme Situation durchstehen, als den Rest Deines Lebens vor unangenehmen Situationen Angst zu haben.

Gruß,

MedIudex

Kommentar von gameofthrones21 ,

Ich brauche keine urologisches Konsil ich befinde mich bereits in ambulanter urologischer Behandlung, und ich bin sehr zufrieden mit meinem Urologen. Ich möchte auch nicht dass mein KH-Aufenthalt dadurch unnötig verlängert wird - das kann man auch ambulant machen. Aus meinen bisherigen KH-Erfahrungen weiß ich, dass es nicht überall so läuft, dass die Ärzte sich absprechen können ohne dass gleich 30 Mann an meinem Bett stehen.....

Ich bin wirklich offen für Auszubildende und Studenten, dass die was lernen können, z.B. lasse ich mir gerne und bereitwillig von o.g. Blut abnehmen, aber wenn da gleich eine Menschenmasse zur Visite kommt, ist das (für mich persönlich) zuviel des Guten.

Kommentar von MedIudex ,

Hallo gameofthrones21,

ich möchte eventuellen Missverständnissen vorbeugen. Ich wollte Dich nicht belehren oder Dir etwas aufschwatzen. Das Urologenkonsil war ein Beispiel. Wenn Du mit Deinem niedergelassenen Urologen zufireden bist, ist das doch prima.

Dass Dir das zu viel ist, kann ich nachvollziehen. Aber auch hier kann man z.B. darum bitten, dass die Studenten und alle, die nicht notwendigerweise dabei sein müssen, vor der Tür warten.

Du könntest sogar darauf bestehen, dass Dein Bettnachbar den Raum verlässt, wenn über Deine Krankheit geredet wird. Dies wäre andernfalls ein Bruch der Schweigepflicht (!), wenn gegen Deinen Willen vor anderen, mit denen Du nicht einverstanden bist, über Deine Erkrankung gesprochen wird.

Ich will hier niemanden aufwiegeln, aber eine Grundidee der eigenen rechte gibt in manchen Situationen etwas mehr Handlungssouveränität.

Der riesen Personalaufwand (den ich sicher nicht in Schutz nehmen wollte), der da durch die Zimmer geschleust wird ist sicher nicht notwendig und mich beschleicht die kleine Ahnung, dass das nur so ist, wenn der Chef da ist...

Gruß,

MedIudex

Kommentar von gameofthrones21 ,

Alles gut, Medludex :) aber warum ist das denn überhaupt so dass gerade bei Chefarztvisiten "alle" mitkommen müssen?

Kommentar von MedIudex ,

Hallo gameofthrones21,

da bin ich auch noch nicht ganz hinter gestiegen, wahrscheinlich will da jeder vom Chef mal gesehen werden, oder der Chef hat gern viel Publikum :-D Fairerweise muss gesagt sein, dass der Chef auch mal hier und da Dinge anspricht, die dann doch sehr lehrreich sind.

Ausreichen würden die Ärzte und je eben diese Pflegekraft, die für das Zimmer zustädnig ist, in dem gerade die Visite stattfindet, eventuell noch mittherapierende Physiotherapeuten. Und eben die Studenten und Schüler (mit Mentor), die gerade ausgebildet werden -sofern das der Patient wünscht!-. Das würde der Pflege erheblich Zeit ersparen und den Patienten Stress (Ich will NICHT sagen, dass die Pflege stört, ganz bestimmt nicht). Es gibt auch andere Häuser, wie Du ja schon sagst, in denen es ruhiger abläuft.

Gruß,

MedIudex

Antwort
von Herb3472, 68

Weshalb schämst Du Dich? Inkontinenz ist eine körperliche Schwäche, die Du nicht willentlich steuern kannst und für die Du auch nichts kannst. Glaubst Du etwa, Du seist die erste und einzige Patientin mit Inkontinenz? Im Krankenhaus ist man sowas gewöhnt und geht auch professionell damit um. Da gibt es keinen Grund zum Schämen!

Kommentar von gameofthrones21 ,

Ich finde es äußerst unangenehm vor einem halben Hörsaal solch intime Dinge anzusprechen...

Kommentar von Herb3472 ,

Das glaube ich Dir schon. Aber das ist (angehendes) medizinisches Fachpersonal, und wer sonst wäre kompetenter für den Umgang mit Inkontinenz als diese Fachleute?

Antwort
von poppys, 34

Das dir das vor so vielen Menschen (auch wenn es Fachkräfte sind, die es gewohnt sind, damit umzugehen) unangenehm ist, privatere Dinge zu äußern, finde ich normal. Wäre mir auch und ich arbeite selber auch in einer Klinik.

Wenn du aufstehen kannst, dann kannst du doch einfach mal im Arztzimmer vorbeischauen und über die Inkontinenz und auch über die Massen bei Visite sprechen. Wenn Arzt oder Ärztin nicht alleine sind, dann sagst du einfach, das du gerne ein Gespräch unter vier Augen führen willst. Wenn es dir lieber ist, dann kannst du dich auch die jeweilige Pflegekraft wenden - und wenn ein Azubi dabei ist, dann sagst du auch da wieder, das du alleine reden möchtest.

Mir passiert das immer wieder mal, das Patienten alleine reden wollen - eine große Runde hat Vorteile, weil viele lernen können, aber vertrauensbildend sind sie nicht.

Kommentar von gameofthrones21 ,

Woran liegt das denn eigentlich dass gerade bei Chefarztvisiten wirklich alle mitkommen müssen?

Antwort
von Bellejandro, 85

Ich habe zwar nicht das Problem der Inkontinenz, allerdings hatte ich bei meiner Hüftoperation vor 4 Wochen meine Periode. Mir war diese Thematik auch unangenehm, aber ich habe wirklich JEDEM (ob nun Schwester, Anästhesist, Operateur) gesagt, dass ich meine Tage habe und wie das während der Operation & den ersten postoperativen Tagen zu handhaben ist.

Ich weiß jetzt nicht welche Operation dir bevorsteht aber Ehrlichkeit ist immer wichtig. Du wirst vorallem den Schwestern einen großen Gefallen damit tuen. Sie werden auch nicht lachen oder Witze reißen. Sie werden dich Ernst nehmen weil du ihr Patient sein wirst und sie somit für dich Verantwortung tragen werden.

Ich habe seit meinem Krankenhausaufenthalt jegliches Schamgefühl verloren. Ob ich nun im Liegen ein Tampon vor den Augen der anderen gewechselt habe oder ob mir die Schwester meinen Hintern abgewischt hat. Glaube mir, solche Dinge SIND unangenehm , vorallem wenn man noch recht jung (21) ist, aber sie verlieren an Wertigkeit. Denn einzig und alleine deine Genesung steht im Fokus der Krankenhausmitarbeiter.

Also bitte informiere wenigstens noch eine Schwester darüber. Es ist einfach wichtig, dass sie ihren Patienten kennen. Für uns Laien erscheint das vielleicht nicht wichtig, aber wie gesagt: die Schwestern tragen Verantwortung für dich!

Antwort
von MP1992016, 105

Hi,

erst einmal brauchst du dich nicht dafür schämen.

Was ich dir aber raten würde ist, dass du im Krankenhaus auf jeden Fall anrufst und es per telefon sagst. Sag dann auch, dass es dir Leid tut, es noch nicht gesagt zu haben, aber du hast dich nicht wohl gefühlt vor so vielen Leuten.

Per telefon ist das viel einfacher zu sagen und so können sie die Sache auch noch in den OP Plan ergänzen, also alles kein Problem.

Jedoch würde ich es an deiner Stelle wirklich beichten, sowas ist wichtig, das müssen sie wissen, damit sie ganz genau Planen können.

liebe Grüße

Marleen

Kommentar von MedIudex ,

Hallo MP1992016,

im Grunde stimme ich Dir zu, allerdings würde ich nicht von "beichten" reden und es braucht sich niemand entschuldigen. Ein Patient ist -ganz formell ausgedrückt- Vertragspartner und kein Bittsteller. Und wenn gameofthrones21 nicht die Gelegenheit gegeben wurde, ein vertrautes Gespräch mit dem Arzt zu führen, ist zudem von medizinischer Seite her was falsch gelaufen, nicht von der Patientenseite her.

Gruß,

MedIudex

Kommentar von elagtric ,

hab mal Daumen hoch gegeben für die recht gute Zusammenfassung.

Wobei es (gesellschaftspolitisch) echt traurig ist, als Patient erstmal als Vertragspartner angesehen zu werden.

Da kommt mir ja fast schon der "Bittsteller" humaner vor.

Kommentar von MedIudex ,

Hallo elagtric,

Deine Bedenken kann ich verstehen. Ich wollte damit die Arzt-Patienten-Beziehung auf keinen Fall degradieren. Natürlich ist diese etwas Besonderes. Daher sagte ich ja auch "ganz formell".

Abgesehen davon finde ich persönlich eine Arzt-Patienten-Beziehung auf Augenhöhe weitaus besser, als eine von Bittsteller zu Gönner ;-)

Gruß,

MedIudex

Kommentar von MP1992016 ,

Das mit dem Beichten hätte ich anders formulieren sollen, da hast du Recht. :/

Antwort
von stonitsch, 18

Hi gameofthrones,alles,was der Patient dem medizinischen Personal Bericht,so auch Inkontinenz.unterliegt der Schweigepflicht.Das Brechen kann auch strafrechtlich verfolgt werden und kann auch standeswidrig und disziplinär verfolgt werden.Dis nur allgemein.In Wirklichkeit ist die ethische Einstellung des med.Personales wirklich hochstehend.Was ja auch aus Frage hervorgeht.LG Sto 

Antwort
von petervonhallau, 10

Hallo, ich kann Dich bestens verstehen, habe das alles auch schon durchgemacht, mit Windeln und Blasenkatheter und so. Ist ziemlich unangenehm, aber für Ärzte und Krankenschwestern alltäglich. Das schlimmste für mich waren aber die Untersuchungen auf dem Gyno-Stuhl, ich bin ja keine Frau !! Nun ich habe es auch überlebt und war inzwischen öfters im Spital, immer mit Windeln ! Alles Gute !!!

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