Frage von liz9966, 250

inkontinenz rezept?

Meine Mutter (dement, pflegestufe 2 ) benötigt Windeln / Vorlagen. Ihre Ärztin schreibt auf das Rezept "die Verordnung für eine Inkontinenzverordnung sin gegeben, Diagnose Harn-/Stuhlinkontinenz.Früher konnte ich die Windeln nach Bedarf beim Sanitätshaus bestellen, bei der DAK gibt es eine Vereinbarung mit nur einer Firma bei welcher man bestellen muß.Diese Firma will mir nur 3 Vorlagen am Tag genehmigen und 1 Windel pro Nacht, was aber nicht reicht.Die Firma sagt, die Ärztin muß einen ausführlichen Grund angeben weshalb meine Mutter mehr Windeln benötigt, meine Ärztin hat mir eine Bescheinigung erstellt, benötigt werden 5-7 Vorlagen / Windeln am Tag, dies reicht der Sanitätsfirma aber nicht. Weiß jemand was man auf das Rezept schreiben könnte um die benötigten Windeln zu bekommen.? auch habe ich im Internet gelesen das Pants teilweise ganz gezahlt werden ohne Zuzahlung, falls Windeln mit Klett nicht möglich sind. Hat damit jemand Erfahrung mit all den neuen Regelungen?Vielen Dank schon im voraus wenn mir jemand weiterhelfen kann

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von PieOPah, 109

Normalerweise gibt es "Standards" für diese Rezepte. Die verordnete Menge sollte auf dem Rezept stehen, so in der Art: "450 Stück, Quartalsbedarf 01/2016). Hinzu kommt eine genaue Bezeichnung der jeweiligen Windeln "Tena Slip Maxi, Größe L" mit der entsprechenden Hilfsmittelnummer. Dann sind dem Lieferanten mehr Grenzen in der Auswahl gesetzt. Dazu kommt noch die Diagnose "Diagnose: Harninkontinenz im Rahmen einer Demenz" bzw. der entsprechende ICD-Schlüssel und dann noch der Satz "Zur Vermeidung von Hautschäden" bzw. "Zur Teilnahme am gesellschaftlichen Leben".

Tipps und Hilfe finden Betroffene zum Beispiel beim Selbsthilfeverband Inkontinenz (www.shvi.de). Außerdem würde ich den Lieferanten auch nach einer entsprechenden "Musterverordnung" fragen, also wie genau der das Rezept haben will. Schließlich geht es ja auch um seinen Umsatz.

Antwort
von Ninawendt0815, 123

der direkte Kontakt zur Krankenkasse wäre in diesem Fall sehr Hilfreich.

Probleme erklären, Arzt konsultieren und dann sollte es klappen.

Hab am Anfang auch etwas probleme gehabt , bis ich das passende Rezept hatte für meine Inkontinenz-Versorgung.

Und solltet ihr besser Produkte als verschrieben nutzen wollen, müßt ihr meist zuzahlen> manchmal besser als wenn man feuchte Bekleidung wechseln muss

Antwort
von eulig, 93
meine Ärztin hat mir eine Bescheinigung erstellt, benötigt werden 5-7 Vorlagen / Windeln am Tag

der Arzt soll nicht nur angeben, wieviel benötigt werden, sondern muss zwingend eine ausführliche medizinische Begründung einreichen, weshalb mehr als üblich benötigt werden.

Antwort
von COWNJ, 128

Was wird es manchen Angehörigen von ihren Krankenkassen schwer gemacht. Die Firma erhält eine Pauschale von der DAK, dafür möchte die aus finanziellen Gründen so wenig Windeln wie möglich herausgeben.

Du könntest dich danach erkundigen, ob es eine gesetzliche Krankenkasse gibt, bei der die Inkontinenzversorgung patientenfreundlicher geregelt ist.

Aber du fragst nach einem Argument. Dekubitusprophylaxe wäre vielleicht eines. Ungeignete Inkontinenzmaterialien, wenn sie schlecht sitzen und zu selten gewechselt werden, erhöhen die Gefahr von Hautschäden.

Darüber könntest du dich mit einer auf Hautschäden/Dekubitus spezialisierten Pflegefachkraft unterhalten, damit die Begründung auf dem Rezept auch entsprechend ausfällt.

Eine gute Windelversorgung für deine Mutter kostet der DAK sicherlich weniger als es die schwierige und langwierige Dekubitsbehandlung tun würde.

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