Inkassounternehmen bei Anzahlung?

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2 Antworten

Ich warte einfach ab und warte bis zur zweiten Abbuchung, zu dieser kamm es aber einfach nicht ebenso ist in der Zahlungsaufforderung des Inkassounternehmen kein Wort von einer zweiten Abbuchung wie es üblich ist.

Solche Hoffnungsläufe sind nicht üblich und immer sehr riskant für den Gläubiger, da er ggf. auf weiteren Rücklastschriftkosten sitzen bleibt.

Deshalb meine Frage da Ich die Ware nie erhielt und der Verkäufer die Ware auch nie bestellt hat kommt es doch zu keinem Verzug, da zu einem Kaufvertrag 2 Willenserklärungen gehören, meine ist es die Ware zu bezahlen und den Preiß anzunehmen und seine mir die Ware zu übergeben, daher würde ein Kaufvertrag ja nicht stattfinden.

Kaufvertrag ergibt sich schon § 433 BGB und die Vorkasse-Anzahlung als Individualvertrag durchbricht Dein Zurückbehaltungsrecht an der Anzahlung.

Ebenso erhielt ich nie eine Mahnung mit einem kalendarisch ablessbaren Datum, weshalb ich ja auch nicht in Verzug sein kann, das einzige was klappen könnte wäre diese 30 Tage regelung aber ich hab die Ware ja auch nie erhalten noch hab ich sie gesehen und ebenso wurde sie nicht bestellt oder bezahlt doch angeblich bin ich ab dem 18.05 im Verzug.

Zum einen führt eine Rücklastschrift als Zahlungsverweigerung zum Verzug (§ 286 Abs. 2 Nr. 3 i. V. m. § 271 Abs. 1 BGB) und zum anderen wurdest Du von Deiner Bank über die Rücklastschrift (üblicherweise per Brief) informiert (BGH WM 1989, 625). Desweiteren ist die Rücklastschrift auch im Kontoauszug abgebildet. 

Der 18.05. müsste der Tag sein, an Deine Lastschrift geplatzt ist.

Als ich bei dem Inkassounternehmen anrief hieß es dass die fälligkeit auftrettet direkt ab dem Tag wo ich mit der EC-Karte bezahlte und alles was ich sagte hat er stehts verneint und mir irgendwelche Erklärung abgegeben die eigentlich garkein Sinn ergeben er wusste glaub nicht einmal was das BGB sein soll :D

Zur Fälligkeit siehe § 271 BGB.

Ansonsten empfehle ich Dir nicht mehr beim Inkassounternehmen anzurufen, da deren Aufgabe es ist, Dich zur Zahlung des Gesamtbetrages zu bewegen.

Das Inkassoverfahren wird hier ohnehin im Sande verlaufen, da bei einer Vorkassevereinbarung das gerichtliche Mahnverfahren aussscheidet (das ginge hier nur, wenn Du den bestellten Artikel bereits erhalten hättest) und das Inkassounternehmen keine gerichtliche Vertretung im Rahmen einer Zahlungsklage oder ähnlich einnehmen kann.

Es kann Sinn machen, wenn keine formal korrekte Vollmachtsurkunde der Mahnung beilag und die Mahnung alleine deswegen zurück zu weisen (§ 174 BGB).

Im weiteren sollte direkt an den Gläubiger zweckgebunden die Vorkasse-Zahlung über 15.- € nebst der Kosten der Rücklastschrift (falls verlangt) in Höhe von max. 3.- € und etwaiger Zinsen (falls verlangt auf 15.- € in Höhe von 4,17 % ab dem 18.05. und in Höhe von 4,12 % ab dem 01.07. ergibt bis heute 0,0921 € (und für jeden weiteren Tag kommen ab morgen 0,0169 € dazu) überwiesen werden.

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1. Es gibt einen Kaufvertrag, Du hast ja auch schon versucht zu bezahlen.

2. Der Händler muss nicht nochmal abbuchen. Er hat jetzt schon die Kosten für die Rücklastschrift an der Backe weil dein Konto nicht gedeckt ist. Er könnte dir sogar unterstellen, dass Du einen Betrug begangen hast. Zahlung mit einer EC Karte mit dem Wissen, dass das Konto nicht ausreichend gedeckt ist erfüllt nämlich den Straftat des Betruges.

3. Der Händler ist auch nicht verpflichtet dir eine Mahnung zu schicken, Du bist automatisch in Verzug wenn es zu einer Rücklastschrift gekommen ist.

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Kommentar von Rechtsfragen2
09.07.2016, 23:30

Danke für die schnelle Antwort, aber der Zwischenhändler hat die Ware ja niemals bestellt da die Anzahlung nicht abgekommen ist, will er dadurch eig. den KV nicht erzwingen ? Den bis zum einschalten den Inkassounternehmens ist ja abgesehen von der Rücklastschrift kein Schaden entstanden.

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Kommentar von Rechtsfragen2
09.07.2016, 23:47

Nun gut ich ging einfach davon aus da das Teil knapp 70€ kosten würde und ich sonst eine deutlich höhere Rechnung erhalten hätte :D Sie wissen nicht zufällig noch welche Möglichkeiten außer bezahlen und einem Anwalt ich hätte ?

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Kommentar von Xipolis
10.07.2016, 04:40

Er könnte dir sogar unterstellen, dass Du einen Betrug begangen hast. Zahlung mit einer EC Karte mit dem Wissen, dass das Konto nicht ausreichend gedeckt ist erfüllt nämlich den Straftat des Betruges.

In so einem Fall wie hier, wird ein Strafantrag mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit eingestellt wegen Geringfügigkeit und wegen fehlendem öffentlichen Interesse (abgesehen davon, dass es so gut wie nicht nachgewiesen werden kann, denn zum Betrug gehört mehr als vergessen zu haben, dass sich eine weitere Abbuchung die Liquidität nimmt).

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Kommentar von Rechtsfragen2
10.07.2016, 13:46

Ja gut ich Zahl das einfach mit dem nächsten Lohn :( hoffentlich haben die nichts dagegen, ich ruf einfach morgen nochmal an und frag ob das geht :( Danke für eure Antworten

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