Inkassoschreiben was tun ?

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3 Antworten

Ergänzung zu meiner Antwort vom 26.04.2016.

Wenn Du am 19.03. (Samstag) überwiesen hast, ist die Zahlung dort am 22.03. (Dienstag) eingegangen.

In Verzug warst Du ab Erhalt der Mahnung per E-Mail (es sei denn Du wurdest auf der Rechnung schon ausdrücklich auf den Verzug hingewiesen), egal ob diese im Spam-Ordner landet. Den Zugang dieser Mahnung kannst Du bestreiten, solange keine Eingangsnachricht rausgegangen ist.

Wenn Du  willst, widerspreche einmal schriftlich der Mahnung des Inkassounternehmens (nach eigenem Ermessen per Einschreiben-EINWURF für 2,85 € Porto).

Ggf. die Forderung mangels nicht Vorlage der Bevollmächtigung zurückweisen (§ 174 BGB). Das ist nicht berücksichtigt und sollte im Entwurf eingefügt werden, wenn keine Vollmacht der Inkassomahnung beigelegen hat.

---------- schnipp ----------

Absender 


Empfänger (bid Coburg) 


Ort, Datum


Aktenzeichen
Shop Apotheke / Nine809
Ihre Mahnung vom Datum
Widerspruch gegen Ihre Forderung 


Sehr geehrte Damen und Herren, 


ich widerspreche den von Ihnen aufgestellten Verzugs-/Mahnkosten. Ich werde nicht zahlen, da die Forderung unberechtigt ist. 


Ich begründe meinen Widerspruch wie folgt: Die Rechnung Ihrer Auftraggeberin habe ich am 19.03.2016 per Überweisung bezahlt. Da ich bis zu diesem Zeitpunkt keine Mahnung erhalten habe, habe ich mich nicht im Verzug befunden. Ihre Mahnung ist bei mir erst am Datum eingegangen. Für die erste Mahnung dürfen keine Verzugskosten verlangt werden, da ich mich zu diesem Zeitpunkt noch nicht im Verzug befunden habe und somit kein Schaden entstanden sein kann.


Rein vorsorglich mache ich Sie darauf aufmerksam, dass eine widersprochene Forderung nicht an die Schufa oder eine andere Auskunftei gemeldet werden darf. 


Bitte verzichten Sie auf weitere Mahnungen und auf die Beantragung eines gerichtlichen Mahnbescheides. Einen solchen würde ich vollumfänglich widersprechen. Den in diesem Schreiben geäußerten Forderungswiderspruch halte ich konsequent aufrecht, da die Forderung unberechtigt ist. 


Mit freundlichen Grüßen 


Unterschrift

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Kommentar von Nine809
29.04.2016, 10:14

Heute ist schon wieder ein Brief gekommen. In diesem steht 

Sehr geehrte .....,

in vorbezeichneter Angelegenheit kommen wir zurück auf Ihr Schreiben 24.4.2016.

Die Zahlung in Höhe von 42,84 € ist nachweislich nach unserer Einschaltung bei unserer Kundin eingegangen. 

Ihre Rechtsauffassung zur Erstattungsfähigkeit der geltend gemachten Inkassokosten als Verzugsschaden kann nicht gefolgt werden. 

Es besteht eine fällige Forderung, mit deren Ausgleich Sie sich in Verzug befinden. Auf die von unserer Kundin ausgebrachten Mahnschreiben wurden durch Sie weder reagiert noch eine Zahlung geleistet. 

Aufgrund des Verzuges erfolgte zulässigerweise die Beauftragung unseres Unternehmens mit dem Forderunseinzug. Die mit der Beauftragung entstandenen Kosten gemäß 280 abs 1 u 2 i V m 286 BGB durch sie zu erstatten. Die Höhe des geltend gemachten Verzugsschaden richtet sich nach 4 abs 5 RDGEG i vm 13 ABS 1 RVG nr 23000 VV RVG analog. Die entstandenen Inkassokosten sind daher aus Verzugsgesichtspunkten berechtigt  erhoben.

Als Nachweis unserer LEgitimation übersenden wir eine auf uns lautende Vollmachtskopie.

Also ich versteh das nicht ich habe denen doch einen Quittung der Überweisung die ich am 19.3.2016 getätigt habe gesendet und ich habe geschaut ich habe nur 1 Mahnung bekommen mehr nicht. 

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Nein. Einfach ignorieren, es sei denn es kommt ein Mahnbescheid, dann musst Du widersprechen. Du solltest aber mit weiteren zahllosen Inkasso und Rechtsanwaltsmahnungen rechnen in denen Dir mit allem möglichen wie Pfändung, Gerichtsvollzieher usw. gedroht wird. Man versucht Dich einzuschüchtern und so zur Zahlung zu bewegen.

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Inkassokosten sind regelmäßig kein durch den Schuldner zu ersetzender Verzugsschaden.

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