Frage von halligalli112, 163

Inkassoforderung hat keine Rechtshelfsbelehrung Rechtens?

Hallo Folgende Frage stellt sich mir. Ich habe im Dezember eine Stromnachzahlung über 140 Euro bekommen und da mir mein Stromverbrauch für eine einzelperson die kaum zuhause ist mit 2600Kwh zu hoch erschienen habe ich widerspruch eingelegt und eine Überprüfung gefordert was aber nicht erfolgt ist .Trotz des widerspruches gegen die Forderung wurde der Betrag einfach abgebucht welchen ich aber umgehend zurück geholt habe.stattdessen hat man mir in dem Kundenbereich ihres Internetauftritts eine Mahnung zum Download hinterlegt . Da ich aber den Betrag nicht in einem Zahlen kann zumal ich in der Privatinsolvenz bin ist dem Anbieter mitgeteilt worden und somit auch kein Dispo habe, habe ich dem Anbieter angeboten den Betrag auf 4 Raten a 35 Euro zu bezahlen was diese abgelehnt hat. Ich habe dann aber im Dezember einmal 35 Euro und am 2.Januar auch 35 Euro überwiesen. Auf eine erneute Anfrage bekam ich nur die Info man hat es jetzt an ein Inkassounternehmen weitergeleitet. Heute hatte ich dann auch das Schreiben in der Post wobei ich dann festgestellt habe das der geforderte Betrag ganicht stimmt da die beiden gezahlten Beträge nicht abgezogen wurden. Auserdem hat man mich auch nicht informiert ob ich das Recht auf einen Widerspruch habe. Eben hatte ich auch irgendwo das hier gelesen " Hat der Schuldner seinem Gläubiger jedoch schon vor dem Inkassoauftrag mitgeteilt, dass er die Rechnungen nicht bezahlen kann, hätte das Inkassounternehmen gar nicht tätig werden dürfen. Damit muss der Schuldner auch keine Inkassogebühren übernehmen."

Wer kann mir nähere Infos geben ?

Danke

Antwort
von franneck1989, 123

Ich würde Strafanzeige gegen den Versorger und dessen Inkasso erstatten. Das ist eindeutig Nötigung. Ansonsten würde ich empfehlen die beanstandete Rechnung mal von einer Verbraucherzentrale prüfen zu lassen.

Kommentar von mepeisen ,

Und parallel dazu würde ich zum Amtsgericht gehen, angesichts der Privatinsolvenz und der Begründung der falschen Zählerstände und des ignorierten Wiederspruchs einen Beratungsschein beantragen, damit dann zu einem Anwalt vor Ort gehen.

Dem erzählen, was los ist und dass man schon Strafanzeige erstattet hat. Dass er doch bitte mal kraft seiner anwaltlichen Autorität eine korrekte Abrechnung erzwingen soll, ggf. per Prozesskostenhilfe via Gericht.

Antwort
von EXInkassoMA, 88

"Dürfen" geht immer

Ob die Gebühren allerdings erstattungsfähig sind steht auf einem anderen Blatt. Da sieht es meistens schlecht aus denn die Rechtsprechung ist eher inkassounfreundlich. Dies gilt vor allem dann wenn es sich um ein geschäftdserfahrenes Unternehmen handelt ( Link als Kompl an Dein Postfach)

Tipp : Du ignorierst zunächst dieses Inkassoschreiben und überweist den Rest ebenfalls an den Versorger

Zweckgebunden !!  Das heißt Du trägst im Verwendungszweck des Überweisungsträgers folgendes ein :  Deine Versorgerkdnr und "nur Hauptforderung"

Sind in denb 140 € bereits interne Mahngebühren des Versorgers enthalten ?

Antwort
von Geheim0815, 94

Warum willst du in Raten zahlen wenn du die Forderung in der höhe bestreitest?  Zählerstände vergleichen und selbst rechnen ob es hin kommt.

Was das Inkasso angeht sind die Kosten nicht zu tragen wenn du schon mitgeteilt hast das du es nicht sofort zahlen kannst (und sogar eine Ratenzahlung angeboten hast)

Kommentar von halligalli112 ,

Das Problem ist ich wohne seit Oktober nicht mehr in dem Haus und kann keine Zählerstände mehr vergleichen. 

Kommentar von Georg63 ,

Wurden die Zählerstände nicht beim Auszug bei der Übergabe protokolliert?

Kommentar von halligalli112 ,

Das Haus war mein Eigentum und die Zählerstände habe ich zum 5.10.15 Persönlich via Email Mitgeteilt was auch bestätigt wurde 

Kommentar von Geheim0815 ,

und da ist dir nicht aufgefallen das es viel mehr ist? Wenn der Zähler das angezeigt hat wird es auch so gewesen sein das so viel durch den Zähler ging... könnte höchstens sein das jemand noch irgendwo nach dem Zähler strom abgezwackt hat ohne dein Wissen, das wäre aber nicht in der Verantwortung des Versorgers.

Kommentar von Geheim0815 ,

Da sollte es ein Übergabeprotokoll geben in dem das drin steht. Was steht denn auf der Abrechnung welcher Stichtag für die Abrechnung genommen wurde (sollte der Auszug sein). Und welche Zählerstände hattest du dann notiert (steht wo anderst hier). Nimm die letzten und rechne es hoch bis zum Stichtag ob es hin kommen kann.

Antwort
von Artus01, 78

Ignoriere das und die folgenden Inkassoschreiben einfach, egal welche finsteren Drohungen dahinter stecken.

Zahle die weiteren zwei Raten an den Stromversorger und gebe bei der letzten Rate 5 € für Unkosten und Zinsen dazu und fertig.

Kommentar von mepeisen ,

Etwas zu zahlen, was nicht berechtigt ist, ist eigentlich Unfug.

Kommentar von Artus01 ,

Ob die Grundforderung berechtigt ist bleibt  abzuwarten. Die Stromversorger bleiben bei solchen Sachen meist Sieger, weil der Kunde in der Beweispflicht ist. Der Stromversorger beruft sich darauf das der Zähler korrekt ist. Solche Streitigkeiten haben schon Leute verloren die plötzlich einen Verbrauch hatten als ob sie eine Veranstaltungshalle beleuchtet hätten.

Zudem sind die Stromversorger auch fix mit einer Sperre bei der Hand. Selbst wenn man am Ende Recht bekommt, sitzt man zunächst in einer zumindest dunklen Bude in der gar nichts mehr so recht funktioniert. Die zuviel gezahlten Kosten bekommt man später dann natürlich zurückgezahlt.

Ich hätte allerdings erwähnen sollen das die Zahlungen im Verwndungszweck "unter Vorbehalt" deklariert werden sollten. Zudem noch die gleiche Mitteilung in einem seperaten Schreiben.

Kommentar von halligalli112 ,

Ha und das allerdreisteste ist ich habe heute vom dem Anwalt des Inkassounternehmens  eine Email erhalten über ein Angebot für eine Rechtsvertretung.  Und das schönste daran ist ich weis nicht wie der an diese Emailadresse gekommen ist da ich 2 Stück besitze und ich nur über eine Kontakt mit dem Inkasso aufgenommen habe.

Antwort
von halligalli112, 59

Muss auch noch anmerken das ich durch das Inkassounternehmen  noch nicht einmal Angemahnt wurde

Antwort
von Georg63, 78

Der Verbrauch ist normal, die Rückbuchung war vertragswidrig, die Inkassokosten kannst du dir sparen, wenn du zügig den Rest bezahlst.

Zusätzlich die Rücklastschriftgebühr und für jede schriftliche Mahnung 2,50 €

Kommentar von halligalli112 ,

Der Verbrauch ist nicht normal der Deckt sich nicht mit den Zählerständen die ich mir notiert hatte demnach hatte ich einen Verbrauch von etwa 1500 Kwh ich habe Keine Stromfressenden Geräte wie Kühltruhe oder Trockner auserdem war ich fast 2 Monate nicht zuhause und hatte den Strom am Sicherungskasten abgestellt und sämtliche Leuchten sind mit LED ausgestattet 

Kommentar von halligalli112 ,

Aktuell habe ich einen Monatlichen Stromverbrauch von knapp 100 Kwh

Kommentar von Georg63 ,

Wenn du selbst abgelesen hast, kannst du ja mit dem Stand auf der Rechnung vergleichen.

Kommentar von halligalli112 ,

habe ich und eben weil er nicht stimmt hatte ich bei dem Versorger direkt nach erhalt der Rechnung Widerspruch eingelegt und eine Überprüfung gefordert was aber nicht erfolgt bzw Verweigert wurde auch auf den Widerspruch selbst bekam ich keine Antwort oder sonst eine Reaktion 

Kommentar von Georg63 ,

Ok, dann würde ich keine Mahngebühren zahlen und der Inkassofirma kurz per Mail und Fax schreiben, dass die Forderung strittig ist und sie daher nicht zuständig sein können und natürlich kein Geld bekommen.

Alles weitere dann mit dem Energieunternehmen klären. Falls das nicht der Grundversorger ist, würde ich die Möglichkeiten einer außerordentlichen Kündigung prüfen.

Kommentar von halligalli112 ,

Hab jetzt mal ein Schreiben verfasst un denen einiges Mitgeteilt das der Anbieter die Raten abgelehnt hatte und und und. auch das ich auf einer Seite vom Verbraucherschutz steht das sie unter den Umständen hätten auch nicht tätig werden dürfen ebenso wie das sie mir Keine Vollmacht Vorlegen was gesetzlich im Original vorgeschrieben ist. 

Was die Kündigung betrifft war diese Abrechnung die  Folge der Kündigung beim Anbieter da ich Umgezogen bin.

Kommentar von mepeisen ,

Das war nicht rechtswidrig. Auf Monierung des Kunden hat der Stromversorger die gesetzliche Pflicht, eine Überprüfung der Abrechnung und des Messgerätes herbei zu führen. Erfolgt das nicht, braucht man nicht zu zahlen. So einfach ist das. Siehe StromGVV, auf dem jeder Stromvertrag am Ende des Tages basiert.

Kommentar von Georg63 ,

Richtig - ich ging zuerst davon aus, dass der Zähler zumindest korrekt abgelesen wurde.

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