Frage von Playerboy13, 80

Inkassoforderung bekommen, was tun?

Hallo Leute, es geht um Folgendes. Ich bin langjähriger Kunde bei BASE und habe einen Mobilfunkvertrag bei ihnen. Monatlich werden mir deshalb 42€ abgebucht, so wie es vertraglich vereinbart ist. Von Mai 2015 bis August 2016 buchte BASE mir dann 49€ (und manchmal mehr) anstatt 42€ vom Konto ab ( es kam aber nie zu Überziehungen der im Vertrag festgelegten Leistungen). Nun fragte ich mich bereits damals weshalb dem denn so sei und rief bei ihnen an, aber wie dem so üblich ist, konnte/wollte mir keiner so recht weiterhelfen bzw. auch nur im entferntesten Auskunft geben. Als Antwort darauf buchte ich die Rechnungen vom Mai und April 2016 zurück, welche den Überbuchungen des Telefonanbieters der 15 Monate entsprachen. Nun trafen danach einige Mahnungen von BASE ein, ich solle die Rechnungen ja bezahlen, bis schließlich die Inkassoforderung von letzter Woche hier rein flatterte. Ich versuchte per Telefongespräch (in Hoffnung diesmal hört mir jemand zu) mit sowohl dem Inkassounternehmen, als auch dem Kundenservice von BASE und deren Finanzhotline eine zufriedenstellende Lösung zu finden. Aber auch diesmal vergebens. Ich hätte nicht rechtzeitig reklamiert und würde der Forderung nun nachkommen müssen.

Meine Frage an Euch: Gibt es eine Möglichkeit, gegen diese Sache vorzugehen, ohne sich einen Anwalt nehmen zu müssen? (Dann müsste ich ja mehr Geld als für die Forderung an sich ausgeben..) Ist es überhaupt relevant, dass die Widerspruchs- bzw. Reklamationsfrist nicht eingehalten worden, wenn BASE mir tatsächlich unrecht getan hat, indem sie mir eben diese 7€ mehr im Monat abgezogen haben. Was würdet Ihr an meiner Stelle tun?

Ich bin für jede konstruktive Antwort dankbar!!! Beste Grüße!!!

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von mepeisen, 24

Das Wichtigste ist nun zweierlei:

1. Zur Sicherheit mal die Einzelverbindungen dokumentieren (Screenshot usw.), wo du mit BASE telefoniert hast. Das brauchst du später vielleicht noch mal, um nachzuweisen, wann du erstmals reklamiert hast.

2. Noch mal genauer die Rechnungen anschauen, worin die 7€ Zusatzkosten bestehen.

Gerade wenn es sich um eine erhöhte Grundgebühr handelt, kannst du diese bis zu 3 Jahre reklamieren (bzw. 3 Jahre zum Jahresende). Das ist die normale Verjährung. Selbst einseitige Tarifänderungen durch Base kann man ebenfalls so lange noch reklamieren.

Alles andere (erhöhtes Datenaufkommen usw.), da zählen dann tatsächlich die Fristen von beispielsweise 8 Wochen gemäß TKG.

Ich würde dem Inkasso folgendes schreiben, wenn die beispielsweise eine Grundgebühr erhöht haben: "Wertes Inkasso. In meinen Vertragsunterlagen steht eine monatliche Grundgebühr von 42€. Zusatzdienste habe ich nicht gebucht. Trotz mehrfacher Reklamation hat ihre Mandantin verweigert, den Vertrag zu den vereinbarten Konditionen zu erfüllen. Meine Rücklastschriften entsprechen den zu viel abgerechneten Gebühren. Es ergeben sich weder Fehlbeträge noch daraus irgendein Verzug o.ä. Mir ist auch egal, was sie für falsche Rechtsansichten interessieren mich nicht. Ich lege es ausdrücklich auf eine gerichtliche Auseinandersetzung an und werde gerne auf ihre Kosten einen Anwalt hinzu ziehen, wenn sie mich nicht in Ruhe lassen und die Erledigung der Forderung erklären. Eine Sperre bzw. Leistungsverweigerung werde ich mit sofortiger fristloser Kündigung beantworten. Ihre Mandantin hat den Vertrag so zu erfüllen, wie er vereinbart war."

Antwort
von kevin1905, 28
  1. Du kannst eine Rechnung nur bis 8 Wochen nach Zugang besanstanden, es sei denn der Anbieter räumt in den AGB eine längere Frist ein. Danach gilt die Rechnung als akzeptiert (§ 45i Abs. 1 TKG).
  2. Warum telefonierst du, statt dein Anliegen einmalig, fristwahrend schriftlich vorzutragen?
  3. Du hast hier leider nicht viele Möglichkeiten, als die Kosten nach zu zahlen. zzgl. den Kosten der Rücklastschrift und Zinsen, sowie ggf. Mahngebühren.
Kommentar von mepeisen ,

Soweit richtig und doch leider falsch.

Das mit den 8 Wochen gilt NICHT für Grundgebühren oder ähnliche Dinge. Das gilt nur beispielsweise für aus Einzelverbindungen sich ergebene Teile der Rechnung.

 

Antwort
von Jack98765, 39

Du musst doch Rechnungen bekommen haben. Entweder in Papierform oder digital wo die Kosten aufgelistet sind.

Antwort
von heide2012, 51

Du hättest statt mit denen zu telefonieren, denen einfach mal per Einschreiben deine Fragen stellen und nicht einfach Geld zurückbuchen sollen. Du hast jetzt nämlich nichts "in der Hand".

Geh schnellstens mit all deinen Unterlagen (Konntoauszüge, Vetrag, Inkassoforderung usw.) zur Verbraucherzentrale in deiner Stadt. Das ist auf jeden Fall preiswerter als zum Anwalt zu gehen (die beschäftrigen übrigens auch Anwälte).

Hör denen aufmerksam zu und mach dann alles so, wie dir dort geraten wurde. GGf. bekommst du auch ein Musterschreiben mit oder halt einen Termin bei deren Anwalt.

Kommentar von mepeisen ,

 Du hast jetzt nämlich nichts "in der Hand".

Uninteressant. Denn am Ende muss nicht der TE irgendetwas beweisen. Es muss derjenige, der hier etwas fordert, beweisen, dass es auch korrekt ist.

Man kann natürlich zur Verbraucherzentrale gehen oder zu einem Anwalt. Ist aber eigentlich rausgeworfenes Geld. Vertrag ist Vertrag und der muss von beiden Seiten eingehalten werden. Einfach so Preise stillschweigend erhöhen ist schlichtweg verboten, da unzulässige Vertragsänderung, für die es eine Zustimmung bedarf.

Antwort
von ronnyarmin, 43

Du drückst dich leider unklar aus.

Hast du den gesamten Betrag zurückbuchen lassen und nichts weiter gezahlt?

Oder hast du nach der Rückbuchung die vetragsgemäßen 42 Euro überwiesen?

Ohne das zu wissen ist die Beantwortung deiner Frage nicht möglich.

Kommentar von Playerboy13 ,

Ich habe die gesamten beiden Monatsbeträge zurückgebucht, welche den Überziehungen der 15 Monate á 7€ entspricht. Danach zahlte ich wie gewohnt weiter.

Kommentar von ronnyarmin ,

Das ist immer noch unklar.

Hast du für die deiner Meinung nach falsch abgerechneten Monaten 42 € bezahlt?

Kommentar von Playerboy13 ,

Ja, habe ich. 

Ich habe eben nur nicht jeden Monat von den 15 falsch abgebuchten Monaten "die 7€ zurückgebucht", sondern zwei Monate komplett. Der letztlich bezahlte Wert ist identisch.

Kommentar von ronnyarmin ,

Du hast also jeden Monat 42 Euro gezahlt, so, wie es vertraglich vereinbart war.

Das Inkassounternehmen wurde von Base beauftragt. Mit dem rumzudiskutieren bringt nichts. Du musst dich an Base wenden. Und zwar schriftlich per Einschreiben.

Vorher solltest du aber verraten, mit welcher Begründung Base einen höherern Betrag gefordert hat? Du musst eine monatliche Rechnung bekommen haben? Was steht denn da drin?

Antwort
von NSchuder, 49

Es geht hier also um 2 mal 7 Euro = 14 Euro Streitwert?

Da kann ich nur raten zu zahlen... Dieser ganze Aufwand für 14 Euro? Dutzende Telefonate und schreiben und hin und her für 14 Euro?

Für einen Fall mit einem Streitwert von 14 Euro findest Du eh keinen Anwalt und außerdem steht doch auf Deiner monatlichen Rechnung genau drauf wofür die 7 Euro extra sind.

Bevor Du von "unberechtigt" redest solltest Du erst einmal die Rechnung anschauen wofür die 7 Euro sind. Sicher irgendwelche Sonderdienste, T-Vote-Call oder so was ähnliches...

Die Sache kann für Dich nur deutlich teurer werden wenn Du nicht zahlst.

Kommentar von Playerboy13 ,

Forderung sind 15 mal 7 € + Gebühren für das Inkassounternehmen. 

Es waren keine Sonderdienste. Ich benutze meist nur WhatsApp und diesen alltäglichen Kram, der höchstens Datenvolumen zieht.

Kommentar von ronnyarmin ,

Die Forderungen für das Inkassounternehmen sind erst später erhoben worden.

Wieviel hast du in den Monaten gezahlt, in denen ein zu höher Betrag abgebucht wurde?

Wie wurde in den monatlichen Rechnungen die erhöhte Abbuchung begründet?

Kommentar von NSchuder ,

Egal was Du meinst benutzt zu haben.... 

Was steht auf der Rechnung? Nur das ist interessant.

Kommentar von Playerboy13 ,

Liefere das nach, sobald ich zu Hause bin.

Kommentar von mepeisen ,

Die Sache kann für Dich nur deutlich teurer werden wenn Du nicht zahlst.

Teuer wird es maximal für den, der im Unrecht ist und nach der Schilderung des TE ist der Anbieter im Unrecht.
Eine Preiserhöhung von 42€ auf 49€ ist ohne Bestätigung des TE unzulässig.

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