Frage von xFL4R3, 113

Inkasso zu teuer?

Hallo ich habe über längere zeit einen online Dienst genutzt der eigentlich 14,99 Euro kostet . Jetzt war mein Konto nicht gedeckt und ich habe die erste Mahnung direkt vom Inkassounternehmen bekommen die Rechnung beträgt: 91,01 Euro !!! das kommt mir sehr überteuert vor. Mir ist sowas schon öfter passiert bei Amazon da sind die Mahngebühren 6 Euro bei der ersten Mahnung. Was soll ich machen ??

Hauptforderung (HF) 24,95

Nebenforderung (NF) 0,0

Gläubigerkosten (Mahngebühr) 0,0

Zinsen aus Hauptforderung 0,06

Inkassokosten (Geschäftsgebühr §§ 2 Abs. 2, 13, 14 Nr. 2300 VV RVG) 58,50

Auslagen gem. Ziff. 7002 VV RVG 7,50

abzüglich bereits geleisteter Zahlungen 0,0

fälliger Gesamtbetrag 91,01

Nachtrag: 

Habe heute eine E-Mail von Anbieter Centro-Bill bekommen da stehen Iban und alles drinne also V-Zweck BIC... und gefordert sind 25€  ist aber alles auf Englisch und ich verstehe folgenden Satz nicht :

Also you can pay for your negative balance to the collection agency (please note that in that case you will also have to make a payment for the service of the collection agency). Please note that unpaid chargeback lowers your credit score. 

Kann den jemand übersetzen ?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Xipolis, 47

Amazon verlangt laut eigener AGB 3.- € Kosten bei RLS. Diese sind in der Höhe OK.

Überweise an Amazon unverzüglich und direkt 17,99 € und zzgl. für jeden Tag ab dem Tag der Rücklastschrift 0,0017 € Zinsen. Als Verwendungszweck unbedingt HF + RLS + Zinsen angeben.

Dem Inkassounternehmen schreibst Du zurück und widersprichst der Mahnung. Entwurf:

-------------------- schnipp --------------------

xFL4R3 

Str. Nr.

PLZ Ort

Inkassounternehmen

Str. Nr.

PLZ Ort

Ort, Datum

Aktenzeichen

Amazon ./. xFL4R3

Ihre Mahnung vom Datum

Widerspruch gegen Ihre Forderung

Sehr geehrte Damen und Herren,

Ihre oben genannte Mahnung habe ich am Datum erhalten.

Die Hauptforderung Ihrer Auftraggeberin über 14,99 € sowie die von Ihrer Auftraggeberin laut AGB erhobenen Kosten der Rücklastschrift über 3,00 € habe ich nebst Zinsen am Datum direkt an Ihrer Auftraggeberin überwiesen. Ich widerspreche der Rest-Forderung Ihrer Mandantin und den weiteren von Ihnen aufgestellten Verzugs-/Mahnkosten. Ich werde nicht zahlen, da die Forderung unberechtigt ist.

Ich begründe meinen Widerspruch wie folgt:

Ihre Mahnung mangels Vorlage einer ordnungsgemäßen Vollmachtsurkunde im Original zurück (§ 174 BGB).

Ferner weise ich Sie noch auf folgendes hin: 
Zwischen Ihrer Auftraggeberin und mir gibt es keinen Vertrag der weitere 9,96 € begründet. Weitere Mahnungen habe ich nicht erhalten.

Rein vorsorglich mache ich Sie darauf aufmerksam, dass eine widersprochene Forderung nicht an die Schufa oder eine andere Auskunftei gemeldet werden darf (§ 28a BDSG).

Bitte verzichten Sie auf weitere Mahnungen und auf die Beantragung eines gerichtlichen Mahnbescheides. Einen solchen würde ich vollumfänglich widersprechen. Den in diesem Schreiben geäußerten Forderungswiderspruch halte ich konsequent aufrecht, da die Forderung Ihrer Auftraggeberin unberechtigt ist.

Mit freundlichen Grüßen

Unterschrift

Kommentar von Xipolis ,

Die 6.- € kommen bei Amazon aus den 3.- € RLS und weiteren 3.- € Schadenpauschale zusammen.

Den Nachweis kannst Du aber erbringen, dass die nicht entstanden sind, wenn Du keine Mahnung per Post erhalten hast.

Kommentar von xFL4R3 ,

In diesem Fall geht es garnicht um Amazon das war nur ein Beispiel aber danke für den Widerspruch, kann den ja trotzdem verwenden.

Ich habe heute eine E-mail vom Anbieter also nicht vom Inkasso bekommen ist aber auf Englisch . und ich verstehe volgenden Satz nicht .  . 

Also you can pay for your negative balance to the collection agency (please note that in that case you will also have to make a payment for the service of the collection agency). Please note that unpaid chargeback lowers your credit score. 
 Kann den jemand für mich übersetzen ?

Kommentar von Xipolis ,

Sie können die Ausgleichszahlung auch an die Inkassoagentur vornehmen (Hinweis: In dem Fall müssen Sie auch die Kosten der Inkassoagentur zahlen). Hinweis: Unbezahlte Rückbuchungen mindern Ihrer Kreditwürdigkeit.

Kommentar von xFL4R3 ,

Danke du hast mir am meisten geholfen . Danke Danke Danke 

Antwort
von franneck1989, 46

Ich würde genau 25,- direkt an den Gläubiger überweisen. Damit ist auch eine Rücklastschrift abgedeckt.

Das Inkasso bekommt einen knappen Widerspruch

Antwort
von kevin1905, 48

Die 24,95 € zzgl. der Zinsen an den Gläubiger überweisen.

Rücklastschriftkosten wurden gar nicht eingefordert...

Antwort
von peterobm, 62

Bezahl die Hauptforderung schnellstens an den Gläubiger; das Inkasso hat dich nicht zu interessieren. Du hast mit denen keinen Forderungen. 

Kommentar von xFL4R3 ,

Also soll ich jetzt nur 24,95€ bezahlen ?? und wer ist der Gläubiger ?

Kommentar von EXInkassoMA ,

Gläubiger ist der onlinedienst und nicht das Inkasso 

Antwort
von xFL4R3, 23

Habe heute eine E-Mail von Anbieter Centro-Bill bekommen da stehen Iban und alles drinne also V-Zweck BIC... und gefordert sind 25€  ist aber alles auf Englisch und ich verstehe folgenden Satz nicht :

Also you can pay for your negative balance to the collection agency (please note that in that case you will also have to make a payment for the service of the collection agency). Please note that unpaid chargeback lowers your credit score. 

Kann den jemand übersetzen ?

Kommentar von EXInkassoMA ,

Moment, die bisher wichtigste info von Dir : Gläubiger ist ein onlinebezahldienst. 

Da fallen keine inkassokosten an

Zahl die 25 und gut ist

Kommentar von Xipolis ,

Sie können die Ausgleichszahlung auch an die Inkassoagentur vornehmen (Hinweis: In dem Fall müssen Sie auch die Kosten der Inkassoagentur zahlen). Hinweis: Unbezahlte Rückbuchungen mindern Ihrer Kreditwürdigkeit.

Onlinebezahldienst und Inkassogebühren sind so nicht zulässig, da der Onlinebezahldienst schon Inkasso erbringt und vom Verkäufer bezahlt wird.

Kommentar von EXInkassoMA ,

Also lieber an den Bezahldienst

Es sei denn er hat ein Herz für den Inkassomandator ;)

Antwort
von geheim007b, 30

Die Inkassokosten sind bei Amazon nicht durchsetzbar, ob du dein Account danach aber noch nutzen darfst wenn du es abblockst ist Sache von Amazon (die sperren ja sogar wenn man zu oft was zurück schickt).

Wie oft ist denn "öfters", vieleicht solltest du dir mal über dein Finanzmanagement gedanken machen.

Antwort
von EXInkassoMA, 61

Die Gebühren sind nicht mal ansatzweise durchsetzungsfaehig. 

Die hauptforderung ist 14.99 und nicht 24.95

Die Diskrepanz in den summen durften die kosten für die ruecklastschrift sein. 

Mein Tipp :

überweise gerundet 30 Euro zweckgebunden (Hauptforderung 14.99 plus 15.01 verzugskosten ) direkt an den onlinedienst

Dann wieder posten wenn sich das Inkasso meldet

Kommentar von Xipolis ,

Kosten der RLS bei Amazon laut AGB: 3,00 €.

Kommentar von Xipolis ,

Verzugsschadenpauschale laut AGB weitere 3.- €. 

Antwort
von dresanne, 61

Es braucht keine Mahnung. Wenn Du 30 Tage nach dem Termin nicht bezahlt hast, bist Du automatisch im Verzug.

Die verbreitete Meinung, dass Inkassogebühren nicht einklagbar sind, ist falsch. Inzwischen hat fast jedes Inkasso-Unternehmen ihren eigenen Rechtsanwalt, und dieser klagt dann die Gebühren für das Inkasso ein. Nur bestehen Regelsätze für die Inkassoforderungen. Wenn sicn ein Inkasso-Unternehmen an die Gebührensätze hält, ist es sehr wohl einklagbar. Nur Inkasso-Unternehmen, die eine viel zu hohe Gebühr fordern, werden gerichtliche Schritte vermeiden. Hier kannst Du die Gebühren einsehen: http://www.straetus-inkasso.de/faq/wie-hoch-sind-die-inkassokosten.html

Kommentar von xFL4R3 ,

ja aber woher soll ich das wissen ich habe post von der Bank bekommen das mein Konto zu dem Zeitpunkt nicht gedeckt war und 4 Tage später war schon das Inkasso Schreiben da . 

Kommentar von EXInkassoMA ,

Wunschdenken in reinkultur 

Der Link ist von einer inkassobude

Kommentar von kevin1905 ,

Es braucht keine Mahnung.

Kommt drauf an.

Wenn Du 30 Tage nach dem Termin nicht bezahlt hast, bist Du automatisch im Verzug.

Bei Verbrauchern nur, wenn diese darauf explizit hingewiesen wurden (§ 253 Abs. 3 BGB).

Die verbreitete Meinung, dass Inkassogebühren nicht einklagbar sind, ist falsch.

Dann hätte ich gerne mal ein Aktzenzeichen wo bei beglichener Hauptforderung die reinen Inkassokosten erfolgreich eingeklagt wurden. Anerkenntnis- oder Versäumnisurteile zählen nicht! Vergleiche ebenfalls nicht!

Inzwischen hat fast jedes Inkasso-Unternehmen ihren eigenen
Rechtsanwalt, und dieser klagt dann die Gebühren für das Inkasso ein.

Dann müsste er selbst aber umsonst arbeiten denn VII ZB 53/05 gilt weiterhin. Der Schuldner muss in gleicher Sache NIEMALS die Kosten für zwei Rechtsdienstleister erstatten.

Kommentar von geheim007b ,

es ging ja aber um eine Rücklastschrift.

Kommentar von franneck1989 ,

Einklagen kann man viel, wenn der Tag lang ist. Durchsetzbar sind die Gebühren aber nie, wenn es darauf ankommt. Solche Texte von Lobby-Portalen kann man sich sparen. Was sollen die auch schreiben?

Kommentar von Xipolis ,

Es braucht keine Mahnung. 

Ist richtig, weil es hier eine RLS gab.

Wenn Du 30 Tage nach dem Termin nicht bezahlt hast, bist Du automatisch im Verzug.

Ist hier falsch, denn bei Amazon bestimmt sich lt. AGB der Verzug nach dem vereinbarten Fälligkeitszeitpunkt der Zahlung.

Ist ansonsten auch nur dann richtig, wenn der Schuldner kein Verbraucher ist.

Die verbreitete Meinung, dass Inkassogebühren nicht einklagbar sind, ist falsch. Inzwischen hat fast jedes Inkasso-Unternehmen ihren eigenen Rechtsanwalt, und dieser klagt dann die Gebühren für das Inkasso ein.

Diese Kostendopplung ist eindeutig verboten. Entweder der Gläubiger beauftragt ein Inkassounternehmen oder einen Rechtsanwalt. Es gibt hier nämlich eine Schadenminderungspflicht.

Nur bestehen Regelsätze für die Inkassoforderungen. Wenn sicn ein Inkasso-Unternehmen an die Gebührensätze hält, ist es sehr wohl einklagbar. Nur Inkasso-Unternehmen, die eine viel zu hohe Gebühr fordern, werden gerichtliche Schritte vermeiden.

Zum einen sind im konkreten Fall die Gebühren zu hoch. Anzusetzen wäre hier 0,3 Gebühr. Und es gibt abgesehen von den Gebühren zum andere noch weitere Regelungen, denn die Inkassounternehmen arbeiten zumeist auf Erfolgsbasis, womit überhaupt kein Schaden entsteht und es ist sehr fraglich ob ein Weltkonzern für sein Inkasso einen externen Dienstleister überhaupt benötigt.

Hier kannst Du die Gebühren einsehen:

Wenigstens eine unabhängige Seite hättest Du suchen können...

Kommentar von mepeisen ,

Der Link ist lustig. Denn er enthält einen entscheidenden Fehler (was nicht verwunderlich ist, stammt er aus der Feder eines Inkassobüros):

Auch ein Anwalt darf für die Tätigkeit, die da erbracht wird, niemals eine volle 1,3 Gebühr fordern. Damit ist der verlinkte Artikel einfach nur ganz grundlegend falsch.

Nur weil es theoretisch möglich ist, eine Gebühr für eine außergerichtliche Vertretung in Höhe 1,3 abrechnen zu können, bedeutet das noch lange nicht, dass das automatisch richtig ist. Das RVG existiert nicht zum Selbstzweck. Es gibt dort Spielregeln und das, was Inkassos tun, da diskutiert man regelmäßig vor allem im Masseninkasso ausschließlich über eine 0,3 Gebühr für ein Schreiben einfacher Art. Wenn überhaupt.

Und damit ist noch nicht mal beleuchtet, ob überhaupt etwas erstattungsfähig ist. Arbeitet das Inkasso nämlich beispielsweise kostenlos für den Anbieter, entsteht auch nie ein Schaden und damit kann auch niemand die Inkassogebühren im Rahmen eines Schadensersatzes verlangen. Ohne Schaden kein Schadensersatz.

Zudem ist das von dir verlinkte Inkasso noch aus einem anderen Grund hart an der Grenze des gewerblichen Betruges aufgestellt oder die Geschäftsführer sind bereits mit einem Bein im Gefängnis.

Das Inkasso wirbt offen damit, dass es "eine Outsourcing-Lösung zum Forderungsmanagement" umsetzt. Sprich: Es ist bereits bei Rechnungslegung involviert und überwacht alles, schreibt auch die einfachen Mahnbriefe. Damit macht es nichts anderes als bei der zweiten Mahnung den Briefkopf auszutauschen. Wo die erste Mahnung noch eins oder zwei Euro kostet, soll nun ein ausgetauschter Briefkopf plötzlich mindestens 70€ kosten? Natürlich wird bei der ersten Mahnung nie erwähnt, dass die in Wahrheit bereits vom Inkasso stammt. Damit haben wir Täuschung, Vorsatz und Schädigung/Bereicherung. Alles, was man für Betrug braucht.

Inzwischen hat fast jedes Inkasso-Unternehmen ihren eigenen Rechtsanwalt, und dieser klagt dann die Gebühren für das Inkasso ein

Das ist vollkommener Blödsinn und schlichtweg verboten. Egal ob nun fest angestellter Rechtsanwalt oder nicht. Ein Inkasso darf niemals seine Gebühren gegenüber dem Schuldner einklagen. Das ist den Inkassobüros per Gesetz verboten. Tatsächlich muss sich das Inkasso vom Gläubiger bezahlen lassen und ist dann aus dem Spiel. Der Gläubiger muss nun selbst klagen, weil ihm ein Schaden entstanden ist, den es zu begleichen gilt.

Wads du hier behauptest ist, ich wiederhole mich, per Gesetz verboten.

Ich weiß nicht, ob du für Straetus arbeitest oder ob du nur von dessen absurden Falschinformationen überzeugt wurdest. Interessiert mich eigentlich auch nicht. Am Ende zählt nur die gesetzliche Wahrheit und die sieht komplett anders aus  als das, was du schilderst und mit vermeintlichen Quellen belegen willst.

Kommentar von Xipolis ,

mepeisen,

Deine Worte in Gottes Ohr, so wahr sie sind.

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