Frage von Impered2, 64

Inkasso unternehmen ohne Mahnung?

Guten Tag,

ich habe vor 1 Monat bei einer PM Tankstelle etwas für 7,20 per Lastschrift gekauft. Mein Konto war anscheinend nicht genügend gedeckt da diese wieso auch immer noch 20 Euro Gebühren erhoben haben. Die Sparkasse hatte dies am nächsten Tag zurückgebucht was ich leider nicht mitbekommen habe, Nun einem Monat später schreibt mir ein Inkasso Unternehmen, ohne das ich vorher Mahnungen oder Vorderungen erhalten habe und will von mir wegen 7,20 Euro nun 111,40 haben. Ich frage mich jetzt ob dies richtig ist, wegen 7,20 soviel zu verlangen und ob die PM Tankstelle nicht erst einmal Mahnungen hätte abschicken müssen.

Was ratet ihr mir? Zum Anwalt gehen? Alles bezahlen?

Meine Eltern meinen nämlich ich bin es selbst schuld, soll alles bezahlen und fertig. Das Problem ist nur, dass ich in der Ausbildung bin und sowieso nicht allzu viel Geld habe. Vielleicht kann mir ja jemand helfen und kennt sich damit etwas aus.

LG

Antwort
von peterobm, 27

du hast aber bestimmt nen Brief von der Bank bekommen; auch die Rückbuchung hättest am Konto bemerken können. 

Begleiche schnellstens den Betrag an die Tanke direkt incl. etwaige Gebühren. 

Viele Tankstellen und Geschäfte berechnen halt bei Bezahlung unter einer Summe X eine Bearbeitungsgebühr - da kommst nicht herum und hättest fragen sollen/müssen.

Erst DANN wäre das Inkasso raus, mit dem hast du ja keinen Vertrag

Überweise die 30€ und fertig

Kommentar von Impered2 ,

Die Bank hat mir nichts gesendet. Leider.

Naja ist ja egal, also verstehe ich das richtig, dass wenn ich jetzt die 27 Euro an die Bank zahle, dass das Inkasso Unternehmen mir dann nichts mehr kann? 

Kommentar von mepeisen ,

Die Bank hat mir nichts gesendet. Leider.

Dann würde ich die Bank mal höflich fragen, wieso. Also ganz unabhängig. Denn die Bank ist verpflichtet, dich aktiv zu informieren bei einer Rücklastschrift.

Antwort
von kevin1905, 18


Was ratet ihr mir?

Zahle die 7,20 € direkt an die Tankezzgl.

  • Kosten der Rücklastschrift (wenn gefordert - maximal 6,- €)
  • Kosten für die Adressauskunft (wenn gefordert - maximal 15,- €)
  • Zinsen (wenn gefordert - taggenau nachrechnen)
  • Inkassokosten in Form einer 1,3 Gebühr sind hier nicht statthaft. MAXIMAL 0,3 Gebühr zzgl. 4,50 € P/TK-Pauschale.
Antwort
von mepeisen, 22

Bei einer Rücklastschrift liegt eine sogenannte Selbst-Mahnung vor. Du wirst normalerweise ja auch von deiner eigenen Bank informiert.

Insofern ist eine weitere Mahnung überflüssig.

Mein Konto war anscheinend nicht genügend gedeckt da diese wieso auch immer noch 20 Euro Gebühren erhoben haben.

Die 7,20€ hättest du also gehabt. Aber sie haben stattdessen 27,20€ abbuchen wollen und das hatte nicht geklappt?

Das ist natürlich Unfug. Wenn du für 7,20€ einkaufst dürfen auch nur 7,20€ abgebucht werden.

Man könnte sogar argumentieren, dass aufgrund der falschen Höhe der Lastschrift der Schaden komplett dem Gläubiger selbst zufällt, denn er hat ihn selbst angerichtet. Ich würde dann gerundet 10€ überweisen, aber ausdrücklich auf HF+Zinsen+Briefporto und ausdrücklich ohne Anerkenntnis einer Rechtspflicht.

Kommentar von Impered2 ,

Ah Entschuldigung ich habe noch einmal alles nach gerechnet. Als die 7,20 Euro abgebucht wurde, habe ich nur 1,46 Euro auf dem Konto gehabt. Ist es trotzdem rechtens, dass diese mir ohne jegliche Mahnungen ein Inkasso Unternehmen auf den Hals hetzen dürfen und diese dann wegen 7,20 auf einen Betrag von 111 Euro kommen dürfen?

Finde es etwas frech wegen 7,20 dann 111 euro zu verlangen.

Kommentar von peterobm ,

was sind die Gebühren 20€, da sind Kosten für die Rücklastschrift enthalten; mit 27,20 sollte das durch sein.

was ist noch aufgeführt?? Inkassokosten haben dich zunächst mal nicht zu interessieren

Kommentar von Impered2 ,

Der normale Betrag liegt bei 7,20 dann kamen noch 20 Euro gebühren dazu, was ich vermute ist, dass diese Gebühren erhoben wurden da mein Konto nicht genügend gedeckt war. 

Das wahren alle Kosten, ansonste kommen nur noch die Kosten des Inkassounternehmens hinzu. Diese habe ich schon unten bei einem Kommentar hinein geschrieben

Kommentar von Impered2 ,

Wenn ich jetzt nur die Kosten von PM zahlen würde und das Inkassobüro nichts von deren Kosten zahlen würde, muss ich dann an das Inkassounternehmen zahlen da diese ja das Geld verlangen oder an die Pm Tankstelle?

Kommentar von mepeisen ,

Du musst bezahlen: Hauptforderung, Zinsen (wenige Cent), Rücklastschrift (maximal 5€), Adressauskunft (maximal 15€). Briefporto noch (1,50€).

Ansonsten kann man entweder die Inkassogebühren verweigern oder maximal 18€ für ein "Schreiben einfacher Art" bezahlen.

Mehr würde ich nicht bezahlen.

Den Rest mangels Vorlage einer Vollmacht und wegen Verstoßes gegen §254 BGB zurückweisen.

Kommentar von kevin1905 ,

Ist es trotzdem rechtens, dass diese mir ohne jegliche Mahnungen ein Inkasso Unternehmen auf den Hals hetzen dürfen

Ja ist rechtens. Wer per EC-Karte bezahlt ist verpflichtet zu wissen und dafür zu sorgen, dass ausreichend Deckung vorhanden ist. Ist dies nicht der Fall, tritt der Verzug automatisch ein und eine Mahnung ist nicht mehr notwendig.

Kommentar von peterobm ,

war keine EC-Karte, habe gelesen, Banklastschrift

Kommentar von kevin1905 ,

An der Tankstelle?

Also EC-Karte entweder durch PIN oder Unterschrift autorisiert.

Antwort
von EXInkassoMA, 14

Ich würde so vorgehen wie von mepeisen 

Zahlung zweckgebunden(wichtig) !! 

Im uberweisungtraeger im verwendungszweck : hauptforderung eur 7.20 plus rls eur 5 plus adresserm eur 15 plus mahnk 5 eur plus verzugsz. Eur 1,00 plus eur 18 inkassokosten

Rechne mental trotzdem mit weiteren bösen Briefen. 

Hast Du den rucklastschrift beleg deiner bank noch? Dort stehen alle daten

Antwort
von EXInkassoMA, 29

Liste mal die Gebühren auf 

Hier wird gerne getrickst

Wie ist Dein Nervenkostuem? 

Kommentar von Impered2 ,

1. Hauptforderung (ursprünglicher Kaufbetrag) 7,20

2. Bankrücklastschriftskosten 15,30

3. Adressermittlungskosten 25,00

4. Verzugsschaden der Ingenico Payment Service GmbH 9,90

5. Geschäftsgebühren (§§ 280,241,286 BGB Nr. 2300 VV Rvg) 45,00

6. Auslagen (§§ 280,241,286 BGB, Nr. 7002 VV Rvg) 9,00

Offener Forderungsbetrag 111,40 Euro

Kommentar von EXInkassoMA ,

Ich antworte heute abend 

Kommentar von peterobm ,

schon besser, 1 u. 2 sind zu zahlen, dein Name steht auf dem Überweisungsträger sind aber 2 Schuldner

Kommentar von mepeisen ,

Bei den Rücklastschriftkosten sind 15,30€ einfach nur frei erfundener Blödsinn. Maximal 5€. mehr gibt es nicht.

Auch die Adressermittlungskosten würde ich maximal 15€ akzeptieren. Hier einen Rechnungsnachweis verlangen.

Punkt 4 ist frei erfundener Blödsinn.

Punkt 5 und 6 maximal 18€ für Schreiben einfacher Art.

Kommentar von kevin1905 ,
  1. Zu zahlen an die Tankstelle
  2. Dem Grunde nach zu zahlen, daber der Höhe nach nicht nachvollziehbar. Verlange einen Nachweis, sonst zahle maximal 6,- €.
  3. Ebenso einen Nachweis verlangen. 25,- € ist arg hoch.
  4. Geht so nicht. Man kann nicht einfach etwas Verzugsschaden nennen und eine Summe dafür fordern. Hier muss separat aufgeschlüsselt werden.
  5. Entspricht einer 1,0 Gebühr. Die ist zu hoch. Maximal 0,3!)
  6. 4,50 € sind maximal statthaft.
Kommentar von Impered2 ,

Ich bedanke mich vielmals, werde es so anwenden und hoffen das alles glatt abläuft. 

Muss ich die 7,20 Euro +  6 Euro Bankrücklastschriftskosten einfach an der Tankstelle überweisen und den Rest an dem Inkassounternehmen oder alles an das Inkassounternehmen? 

Kommentar von EXInkassoMA ,

@Kevin

Bist du sicher mit der zahlung an die Tankstelle?  Gläubiger ist doch der Bezahlservice! 

Kommentar von kevin1905 ,

Letzendlich schließt der Fragesteller einen Vertrag mit der Tankstelle über eine Leistung X, meinetwegen Spritt.

Ohne nachgewiesene Zession ist weiterhin die Tankstelle als Gläubiger anzusehen, an den schuldbefreiend gezahlt werden kann.

Welche Verträge der Pächter oder die Kette mit Bezahltdiensten trifft, die für den Fragesteller nicht klar und deutlich einsehbar sind, ist für diesen nicht relevant.

Kommentar von Impered2 ,

Ok super ich danke euch. Also muss ich jetzt einfach die normalen kosten (7,20) + den Bankrücklastschriftskosten an die Tankstelle überweisen? Soll ich das Inkassobüre dann einfach ignorieren oder wie sieht das aus?

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