Frage von Natoll3455, 63

INKASSO BECKER ?

Hallo,

ich soll bei Inkasso Becker aus Wuppertal 550 Euro bezahlen,für ein Fitnesstudio, bei dem ich vor cirka 2 Jahren angemeldet war. Das Fitnessstudio hat dann ein Inkassounternehmen beauftragt.  

Als ich bei dem Inkassounternehmen anmerkte, dass ich nicht einsehe, die Forderung zu bezahlen, da sie meines Erachtens nicht rechtens ist, wurde ich darum gebeten eine e-Mail zu schreiben. Dies habe ich dann auch getan und von da an nichts mehr von dem Unternehmen gehört. 

Jetzt ca. 1 jahr später bekam ich von Inkasso Becker ein Einschreiben. Habe aber leider keine Kündigung mehr vorliegen. Inkasso Becker soll außerdem unseriös sein.

Soll ich bezahlen oder nicht?

Antwort
von franneck1989, 45
  1. Bitte Punkt, Komma, Groß- und Kleinschreibung sowie Absätze verwenden.

  2. Du bist der Meinung, die Forderung ist nicht rechtens. Bist du dir sicher? Dann Widerspruch ans Inkasso.
Antwort
von mepeisen, 37

Wenn ich dich richtig verstehe, hast du damals gekündigt. War das schriftlich? Oder mündlich? Wie hattest du damals bezahlt? Per Lastschrift?

Man kann natürlich einfach bluffen. "Wertes Inkasso. Ich weise die Forderung zurück. Der angebliche Vertrag wurde korrekt von mir gekündigt. Es können keine offenen Forderungen mehr bestehen. Ich erwarte von Ihnen eine Erklärung. Gerne können wir das auch vor Gericht klären."

Kommentar von Natoll3455 ,

Schriftlich habe es aber nicht mehr. Aber wenn ich bluffe besteht auch noch gefahr auf mehr kosten für mich.  Ich habe mich damals bei ein Fitnesstudio angemeldet und bin dann von einer Stadt in die andere gewechselt selbes Unternehmen nur verschiedene Studiobetreiber mir wurde dann gesagt ich muss nur bei den studio wo ich trainiere bezahlen und die hätten das geklärt.

Kommentar von mepeisen ,

Und du hast aber bei dem neuen Studio bezahlt? Das ist sogar super, denn das ist ein beweis dafür, dass diese vermutlich mündliche Absprache wirklich so war. Dann würde ich das dem Inkasso schreiben. "Wertes Inkasso. Es gab damals eine Absprache, dass ich aufgrund meines Umzugs in einer anderen Filiale der Kette XYZ den vertrag weiterführen kann und dies wurde auch bezahlt und ist beweisbar. Ich weise die Forderung daher vollumfänglich zurück. Sollten Sie mich weiterhin belästigen, behalte ich mir Schritte vor: negative Feststellungsklage, Strafanzeige wegen Betrugs bzw. Beihilfe zum betrug durch Ihre Inkasso-Mitarbeiter, Beschwerde beim Aufsichtsgericht."

Damit sollten die Fronten geklärt sein. Auch wenn du nichts schriftlich hast, gab es diese Absprache und darauf würde ich bestehen. Beweisbar ist die Absprache zwar nicht direkt aber eben durch einen sogenannten Anscheinsbeweis, dass die beiden Studios von derselben Kette sind und du zusammenfallend mit deinem Umzug nur noch das neue bezahlt hattest. Ich würde mir daher keine Gedanken machen. zwar kann man nie vorher sagen, wie das im Fall der Fälle vor Gericht ausgeht. Aber auch als Nicht-Anwalt kann man das so einschätzen, dass deine Chance zu gewinnen, extrem hoch sein dürfte.

Antwort
von BlackRose10897, 45

Erstens wäre es gut zu wissen, ob die Mahnungen gerechtfertigt sind. Hast du offene Rechnungen bei dem Fitnesstudio?

Zweitens kann man ja wohl ein bisschen auf Zeichensetzung etc achten....

Antwort
von Georg63, 16

www.gutefrage.net/frage/inkasso-fitness-

Hast du meine Antwort gelesen?

Die Forderung ist rechmäßig, da es sich bei den Studios um verschiedene eigenständige Firmen handelt (Franchise) und du hast den alten Vertrag nicht gekündigt.

Du kannst lediglich die Inkassokosten sparen, wenn du die Hauptforderung sofort bezahlst.


Kommentar von mepeisen ,

Das stimmt in dem Fall nur bedingt. Das mögen zwei eigenständige Firmen sein, korrekt. Wenn es aber eine Absprache gibt zwischen allen drei Parteien (und die Überweisung an das neue Studio ist ein Indiz, dass es diese Absprache gab), muss sich jeder der drei Vertragspartner an diese Absprache halten. Zudem werben gerade solche Fittnesstudioketten doch damit, dass man überall, wo es so ein Stdio gibt, trainieren darf. So abwegig ist es also nicht, dass es hier eine Absprache gab, um den Kunden längerfristig zu binden.

Wenn zudem bei Umzug der BGH ein Sonderkündigungsrecht bejaht, hat das alte Studio wenig Argumente. Es müsste die Geschichte des TE von dieser Absprache angreifen und das ist angesichts des Anscheinsbeweises (Überweisungen ans neue Studio) bestimmt nicht einfach.

Selbst wenn aber diese Absprache gescheitert ist, hat das neue Studio den Schaden verursacht, denn es hat ja eine Versprechung gemacht, dass es geklärt sei. Man könnte sich spätestens dann vom neuen Studio das Geld zurückholen. Ich glaube kaum, dass sich die beiden Studios auf dieses Spielchen einlassen.

Kommentar von Georg63 ,

Ob es da wirklich eine verbindliche Absprache gab, oder nur ein Mitarbeiter am Tresen gesagt hat, ich ruf da mal an .... ist nicht mehr beweisbar.

Zudem werben gerade solche Fittnesstudioketten doch damit, dass man überall, wo es so ein Stdio gibt, trainieren darf.

Diese Franchise-Kette wirbt zumindest auf der Website nicht damit. Im Gegenteil - es wird auch auf evtl. unterschiedliche Vertragsbedingungen hingewiesen.

Ich glaube kaum, dass sich die beiden Studios auf dieses Spielchen einlassen.

Das glaube ich auch nicht. Das "neue" hat ja sein Geld und das alte wird sicher nicht einfach von seiner Forderung abrücken, da eben keine Kündigung vorliegt.

Ich würde versuchen, einen Vergleich auszuhandeln.

Kommentar von Natoll3455 ,

Ich fühle mich voll im Recht. Es wurde mir gesagt es wäre alles geregelt und ich muss nur noch an ein Fitnesstudio zahlen. Was soll ich tun bisher hab ich nicht auf das schreiben reagiert ? 

Kommentar von Georg63 ,

Wer hat dir gesagt, dass alles geregelt ist? Kannst du dir das von demjenigen schriftlich geben lassen? Oder kannst du das durch einen Zeugen nachweisen?

Welche Kündigungsfrist hatte der alte Vertrag?

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