Frage von hagen555, 50

Informationen zur Aufrüstung der Werhmacht 1933-1939?

Ich muss einen Vortrag in Geschichte pber die Aufrüstung der Wehrmacht von 1933 bis 1939 halten. Hättet ihr hilfreiche Seiten ?

Antwort
von atzef, 45

Da sollte google und wiki reichlich ausspucken...

Kannst dich auch malum den interessanten Detailaspekt der Finanzierung des Aufrüstungsprogramms der Nazis beschäftigen:

https://de.wikipedia.org/wiki/Mefo-Wechsel

Antwort
von earnest, 29

Ohne den Hinweis, daß diese Aufrüstung schon in der Weimarer Zeit begann, ist solch ein Vortrag problematisch, weil er die historische Kontinuität außer Acht läßt.

Adolf Nazi war kein Betriebsunfall der deutschen Geschichte.

(Aber ich weiß natürlich nicht, was ihr vorher im Unterricht besprochen habt.)

Gute Tipps findest du in den bisherigen Antworten.

Gruß, earnest


Antwort
von Hegemon, 50

"...wie konnte es einem besiegten Deutschland gelingen, nach 1919 in nur zwei Jahrzehnten ein bedrohliches neues Großes Heer aufzustellen, das sogar noch das kaiserliche übertraf? Zeithistoriker haben nachgewiesen, daß diese Wiederaufrüstung insgeheim lange vor der "Machtergreifung" Hitlers begann."

http://www.zeit.de/1997/11/Der\_grosse\_Plan/komplettansicht



Kommentar von Militaerarchiv ,

"Zeithistoriker nachgewiesen"? Es war im zweiten Weltkrieg schon kein Geheimnis mehr, dass die heimliche Aufrüstung schon durch die Reichswehr in den 20er Jahren begann.

Kommentar von earnest ,

Es war schon zu Weimarer Zeiten kein Geheimnis mehr, daß es eine "Schwarze Reichswehr" gab.

Kommentar von Hegemon ,

Um so unverständlicher ist es, wenn im heutigen Geschichtsunterricht der Fokus auf die Zeit ab 1933 gelegt und damit die Kontinuität der Rüstungsplanung verschleiert wird.

Kommentar von atzef ,

Papier ist geduldig und die Omnipotenzphantasien der Rechswehrführung wären solche geblieben und hätten als solche keine Sau interessiert, wenn sie eben von den Nazis nicht aufgegriffen und konsequent praktisch verwirklicht worden wären. Daher liegt der Fokus verständigerweise auf der zeit nach 33.

Dass das dünkelhafte, rechtskonservative und im ostelbischen Junkertum fest verwurzelte Offiziersgesindel der Wehrmacht durchaus eigene originäre Beiträge zur nationalsozialistischen Terror- und Schreckensherrschaft beigesteuert hat, will ich aber auch nicht bestreiten.

Kommentar von earnest ,

@atzef:

Die Schwarze Reichswehr war stand nicht auf em Papier. Sie war auch keine Omnipotenzphantasie. Sie war real vorhanden.

Kommentar von earnest ,

-upps: auf dem Papier

Kommentar von Hegemon ,

Das Militär war kein einflußloses Neutrum, sondern es war maßgeblich daran beteiligt, die Nazis in den Sattel zu heben:

"...stellte ein Bindeglied zwischen konservativen Kreisen (vor allem aus dem Militär, Wirtschaftsverbänden und der rechtsnationalistischen Presse) und der NSDAP dar."

https://de.wikipedia.org/wiki/Gesellschaft\_zum\_Studium\_des\_Faschismus

Historiker wie Haffner kamen zu der Überzeugung, daß es auch unter der Regierung Papen einen Krieg gegeben hätte. Der hätte etwas anders ausgesehen, aber es hätte ihn gegeben.

Daß die Nazis an die Macht kamen, war kein Zufall, sondern es geschah, weil die Eliten - auch die militärischen - es so wollten. Der Weg in die Diktatur war ein Prozeß, der sich über mehrere Jahre erstreckte und nicht erst 1933 begann. Es ist auch kein Zufall, daß diverse vorhergehenden Putschversuche von Militärs ausgingen (Lüttwitz, Ludendorff, Buchrucker...)

"Das Verblüffende an dieser Geheimstudie: Am 1. September 1939, als der Zweite Weltkrieg beginnt, steht das deutsche Heer tatsächlich mit 102 Divisionen bereit! Es sind, wie 1925 geplant, 2,8 Millionen Mann. Die Reichswehr hatte 42 Generäle für das Große Heer waren 252 vorgesehen - genauso viele Etatstellen für Generäle wies auch das Feldheer 1939 auf. Acht Armeen hatte man 1925 projektiert (soviel wie 1914 zu Kaisers Zeiten), und 1939 sind die Deutschen stolz auf ihre acht vollwertigen Armeen!

Während jenes einzigartige Planwerk, die Grundlage aller weiteren Rüstungsprogramme bis zum Jahre 1936, gedruckt wurde, saß der Weltkriegsgefreite Adolf Hitler wegen Hochverrats auf der bayerischen Festung Landsberg und diktierte sein Buch "Mein Kampf", noch ahnungslos, daß er dereinst der Durch-Führer dessen sein würde, was sich die monarchistisch-konservativen Generäle ausgedacht hatten.

...

Im Mai 1931 errechneten die Planer im Truppenamt und im Wehramt auf vielen Seiten detailliert den Geldbedarf für ein A-Heer mit 1 300 000 Mann und 361 000 Pferden. Dirks hält diese geheime Kommandosache für eines der erschreckendsten, aber auch aufschlußreichsten Dokumente aus der Reichswehrzeit. Fast zwei Jahre vor der Berufung Hitlers in die Reichskanzlei wurden die Finanzmittel für ein erstes Kriegsjahr schon grob mit vierzehn Milliarden Mark veranschlagt."

(Zitate aus obigem ZEIT-Artikel)

Kommentar von Hegemon ,

"Dass das dünkelhafte, rechtskonservative und im ostelbischen Junkertum fest verwurzelte Offiziersgesindel der Wehrmacht "

Und hey - nichts gegen meinen ostpreußischen Opa. ;-)

Kommentar von atzef ,
wie konnte es einem besiegten Deutschland gelingen, nach 1919 in nur zwei Jahrzehnten ein bedrohliches neues Großes Heer aufzustellen,

Der Gag: Es gelang dem besiegten Deutschland auch nicht, weil das keiner getan hat. 1929 hatte die Wehrmacht nicht die Stärke oder die truppenanzahl der Kaiserarmee.

Vermutlich ein verschreiber und gemeint sind 3 Jahrzehnte. Das würde eher Sinn machen. :-)

Kommentar von atzef ,

Ups, im Vorteil, wer unfallfrei addieren kann... :-)

Antwort
von Militaerarchiv, 33

Du könntest über die heimliche Luftrüstung, mit der Ausbildung der Piloten in Russland (die aber schon vor 33 begann), oder wie Deutschen die Engländer bei den Schlachtkreuzern "verarschten", oder die Wiedereinführung der Wehrpflicht googeln.

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