Frage von 0vividknight75, 56

Informatikstudium - reicht der Mathevorkurs?

Ich habe eine Zusage für Informatik an einer Hochschule erhalten, aus Bayern.

Die letzten drei Jahre nach meinem Fachabi habe ich jedoch etwas vollkommen Mathefremdes gemacht, also nicht ein mal über den Stoff der Oberstufe nachgedacht (die FOS Abschlussprüfungsaufgaben kann ich nicht mehr lösen, bis auf die, wo die Frage nach den Nullstellen ist ).

Welche Themen aus der Oberstufe braucht man in Informatik noch, welche nicht mehr?

Meint ihr, es reicht aus, wenn ich zum Mathevorkurs gehe?

Danke schon mal für eure Antworten.

Antwort
von Roach5, 27

Ja, du brauchst Mathe, aber die Mathematik fängt bei 0 an.

Es ist gut, sich alles aus der Schule noch einmal anzuschauen, aber vor allem die Intuition solltest du draufhaben. z.B. Was ist intuitiv "Stetigkeit", und warum funktioniert die Definition von Stetigkeit? Was macht das Integral, warum ist Integration das "Gegenteil" der Differentiation (also warum funktioniert der Fundamentalsatz) usw. Genauso wichtig wie das "Was?", also das Kennen des Stoffs, ist das "Warum?", also das Verstehen des Stoffs. Wenn du die Intuition hast, kannst du den Stoff auch wunderbar in der Uni lernen, da wird alles wichtige ja irgendwann mal angesprochen.

Fazit: Ja, es wird in den ersten vier Semestern sehr viel Mathe, aber mach dir nicht in die Hose, und verbringe vor dem Studium am besten die meiste Zeit damit, dir eine gewisse mathematische Grundlage (was das mathematische Denken betrifft) aufzubauen, damit du es im Studium komfortabler hast. So etwas wie einfache Beweise, einige wichtige Definitionen und so solltest du am besten vor dem Studium bereits kennen und intuitiv verstehen sollen.

LG

Antwort
von Zyrober, 34

Will dir jetzt ja keine Angst machen, aber Mathe brauchst du auf jeden Fall. Wir hatten im Vorstudium relativ viel Mathe und Physik. Für Physik brauchste aber auch Mathe (Integralrechnung, imaginäre Zahlen, usw). Algebra war ganz cool (Matrizenrechnung, etc), Analysis fand ich nicht so toll (viele Beweise). Je nach Prof nimmt er zwar die Themen, auf denen er aufbaut nochmal kurz durch (Klassiker in der ersten Vorlesung: "Das ist das =-Zeichen, damit machen wir folgendes..."), aber das ist ziemlich kurz. Wenn du nicht denkst, dass du Integralrechnung, Grenzwertrechnung und all den Kram nach 1 Vorlesung + 1 Seminar zum Üben wieder drauf hast, dann würde ich mich lieber nach ner guten Nachhilfe umschauen, die dich vorm Studium mathetechnisch auf den letzten Stand bringt. Das ist gut investiertes Geld.

Kommentar von 0vividknight75 ,

Oje, das hört sich aber schlecht an :(

Ich denke, dass ich es nach dem Mathevorkurs wieder drauf habe. Integral und Genzwerte haben wir in der Schule über mehrere Wochen behandelt, wenn ich den Mathevorkurs nicht besuche habe ich deshalb Zweifel, ob ich es wieder kann, wenn der Stoff in 1 Vorlesung gepresst wird. Integral ist, wenn man den Flächeninhalt berechnet, der durch die x und y Achse und der Funktion begrenzt wird, das mit dem lang gezogenen S?   Und Grenzwertrechnung ist doch das mit den Nullstellen, oder? Matrizenrechnung hatte ich noch nie gehabt, ich glaube das käme in der 13. Klasse, wenn ich sie damals gemacht hätte.  Ist Matrizenrechnung schwer?

Weißt du ob man Hypothesen können muss? Das war das Einzige in der Abschlussprüfung damals, was mir schwer gefallen ist, obwohl ich gelernt habe. 

In welcher Stadt/ Bundesland studierst du Informatik? 

Ist es bei dir ein normales Informatikstudium, oder Technische oder Theoretische Informatik?  Physik kommt nicht in jedem Studiengang vor, zumindest da wo ich mir die Module durchgelesen habe ._.

Antwort
von Warfley, 19

Du solltest auf jeden Fall den Mathe Vorkurs besuchen, aber mehr musst du auch nicht wirklich machen. Du solltest allerdings immer die Übungen regelmäßig machen, und immer up to date bleiben, sonst bist du sehr schnell raus

Antwort
von TechnologKing68, 24

Bei Informatik hast du so viel ich weiss einen ziemlich krassen Mathestundenplan, da fallen viele durch.

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