Frage von siebenund, 32

INFO Tod des Vaters (Frage II)?

Wenn mich also höchstwahrscheinlich ein Amt - z.B. wegen den Begräbniskosten - informieren würde, dass mein Vater verstorben ist, was ist aber, wenn er alles "Mögliche" unternommen hat, dass niemand von mir erfährt, er seine Beerdigung etc. bereits organisierte und/oder andere Menschen erben ließ bzw. die Organisation überließ ?

Werde ich trotzdem informiert ?

Oder: Kann ich mich vorab - ich weiß wo er wohnt - darum kümmern, dass man mich von amtlich informiert ? Welche Ämter sind dafür zuständig ? Habe ich nicht das Recht ihn noch einmal tot zu sehen ?

Antwort
von kabbes69, 8

Ich denke dies kannst du nur gemeinsam mit deinem Vater regeln solange er noch lebt. Auch wenn ich hier im Forum oft anderes lese, nach meiner Erfahrung ermittelt das Nachlassgericht in der Regel keine Erben. Außer es stehen öffentliche Forderungen aus. Wenn es etwas zu erben gibt und jemand einen Erbschein beantragt, muss das Familienbuch vorgelegt werden. Stehst du dort drin, wird das Nachlassgericht auf dich zu kommen. Aber wie ichweisnix schreibt, zu diesem Zeitpunkt  wird dein Vater vermutlich bereits beerdigt sein. 

Es gibt kein Register in dem die über einen Todesfall zu verständigenden Personen eingetragen werden. Du kannst beim Meldeamt, das für den Wohnsitz deines Vaters vorsprechen deine Geburtsurkunde zeigen, ihnen die Situation schildern, vielleicht sind sie dann bereit dich bei gelegentlicher telefonischer Nachfrage über den Todestag zu informieren. Aber ich nehme an, dass auch dies aus Datenschutzgründen abgelehnt wird. 

Ob du das Recht hast deinen Vater noch einmal tot zu sehen, solltest du mit ihm und seinem jetzigen Lebensumfeld klären. 

Antwort
von dandy100, 15

Es ist ja wohl nicht geheim, dass Dein Vater ein Kind hat, oder?

Und da man nicht heimlich sterben kann, wird natürlich nach Verwandten und Kindern gefragt, die natürlich auch informiert werden.

Enterben kann man seine Kinder nicht so, es sei denn sie hätten einem nach dem Leben getrachtet.

Du kannst ja mal vorsorglich Deine Adresse dem dortigen Standesamt oder Einwohnermeldeamt hinterlassen, damit sie Dich nicht lange suchen müssen.


Expertenantwort
von ichweisnix, Community-Experte für Erbe, 9

Grundsätzlich würde sie das Nachlassgericht anschreiben, sofern es von Ihnen Kenntnis hat. Allerdings ist es nicht ungewöhnlich, wenn der Erblasser dann schon beerdigt wurde.

Bei einer anerkannten oder festgestellten Vaterschaft dürfte es schwer werden, das nach den Tod zu verheimlichen.

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